Altötting und Ruhpolding – Ein Klo in hellblau

Am Wochenende war ein Ausflug geplant. Muttern residiert zur Kur im beschaulichen Bad Reichenhall, und ich hatte am Sonntag den Besuch von mir und Eva angekündigt. Um einerseits die Reisezeit etwas zu entzerren und andererseits noch einen geschäftlichen Termin wahrzunehmen, sind wir bereits am Samstag losgefahren, wollten uns auf der Fahrt noch einiges ansehen, und in Ruhpolding nächtigen. Auf dem Programm stand in unserer Spontanplanung:

  • Altötting
  • Obersalzberg / Berchtesgaden

Eigentlich genug, wenn man berücksichtigt dass wir Mittags losfahren wollten und Abends ja im Hotel sein mußten. Tatsächlich ging es planmäßig gegen 11:30 Uhr auf die Reise, das Weibi war rechtzeitig fertig und hat friedlich auf dem Beifahrersitz Platz genommen. Die Fahrt gen Altötting schien sich als eher langweilig zu gestalten, da jeder von uns die Fahrstrecke aus diversen Gründen quasi auswendig kennt.

Wäre da nicht plötzlich der Wegweiser zu “Haas Fertigbau” gewesen, der mich zu einem spontanen Abbiegemanöver gezwungen hat. So standen wir also kurze Zeit später vor Deutschlands bekanntestem Fertighausbauer, um mal einen Blick auf seinen Musterhauspark zu werfen.

haas-fertigbau-musterhauspa

Samstag Nachmittag verging wohl auch die Zeit für den zuständigen Verkäufer bei Haas recht langsam, weshalb er uns in ein Gespräch verwickelte, das sich zu einem zwei Stunden langen Verkaufsofferte entwickelte. Ich muß dazusagen dass wir mit richtig guten Infos versorgt wurden und das Gespräch genau so verlaufen ist, wie ich mir ein unaufdringliches erstes Kontaktgespräch vorstelle. Ich habe das Gefühl, der Mann weiß wie man preislich im oberen Bereich dimensionierte Häuser an den Mann bringt. Ergebnis des Taktierens: Ich schicke ihm noch detailliertere Grundrissvorstellungen und erhalte im Gegenzug ein Komplettangebot für eine Hütte. Mal sehen was er preislich drehen kann, versprochen wird ja im Vorfeld immer so einiges.

So war es dann knapp 16 Uhr, als wir wieder im Auto saßen, Altötting war noch ca. 60km von uns entfernt. Der Obersalzberg wurde in diesem Moment gedanklich bereits abgehakt, aber Altötting war ein Muß, und lag zudem ja genau auf dem Weg. Dort angekommen habe ich natürlich wie immer einen Parkplatz direkt am Stadtplatz gefunden, wir hatten somit einen Fußweg von geschätzten 15 Metern :)

Dort wollte Eva eine Kerze anzünden, ich ihr den “Doud vo Eding” (Tod von Altötting) zeigen und ein paar Bilder des Stadtplatzes schießen. Kerze das Stück 1 Euro, der Tod sensenschwingend wie seit über 500 Jahren, die Bilder dank des traumhaften Wetters ganz ahnsehnlich.

stadtplatz-altoetting

Nach Altötting haben wir uns kurzerhand entschlossen, gleich ins Hotel zu fahren, und dort noch den Wellnessbereich auszutesten, der leider schon um 20 Uhr seine Pforten schließen mußte. Dank freier Strecke und geschickter Planung meinerseits blieben uns ganze zwei Stunden Zeit, um die diversen Saunen, den Pool und die Eiswasserdusche zu testen. Zum Wellnessbereich unseres Hotels in Ruhpolding gehörte auch ein Japanischer Garten, den ich Euch nicht vorenthalten will – von unserem Balkon hatten wir einen tollen Ausblick, daher das Foto.

ruhpolding-japanischer-gart

Ich muß auch unbedingt noch ein paar Worte zu unserem Hotel verlieren. Wenns euch schon langweilt, einfach weiter die Bilder angucken, seht das hier als Tagebucheintrag, über den ich mich selbst nach Jahren noch amüsieren will. ;-) Unser Hotel hatte den schnöden Charme eines 70er-80er Jahre Hotels in Oberbayern. Dunkles Holz, Verzierungen, Teppiche allerorten, krasse Farben im Badezimmer und auch sonst ein vollkommenes Ambiente früher Tage. Ich hatte tatsächlich einen kompletten 80s-Flashback. Gekrönt wurde das Ganze dann Abends vom TV-Programm. Der Fernseher zeigte das “3. Programm” – also das Bayerische Fernsehen. Dort strahlte mich sofort Gustl Bayerhammer (Gott hab ihn selig) an – es lief ein Tatort der frühen 70er Jahren mit Bayerhammer als Kommissar und Helmut Fischer (Monaco Franze) als sein Gehilfe.

Das erste Foto zeigt die ländliche Idylle, ein Bild das so auch vor 25 Jahren hätte entstanden sein können. Auf dem zweiten Bild seht ihr das farblich dezent und zurückhaltend abgestimmte Badezimmer. ;)

hotelzimmer-ruhpolding

klo-in-hellblau

Tags darauf habe ich morgens um sieben Uhr nochmal den Pool unsicher gemacht und bin 30 Bahnen geschwommen, danach stand ja der Kurbesuch in Bad Reichenhall auf dem Plan. Weil ich auch dazu noch einige nette Fotos und die ein oder andere Geschichte habe, verpacke ich all das in einen gesonderten Beitrag.

6 Kommentare

MichiJuli 8th, 2009 at 20:49

Keine Sorge, auch Ich werde mich noch viele Jahre mit deinemBeitrag amüsieren! Vielmehr ärgert es mich, daß ein alter Tatort mit meinem Kumpel “Helmut” kam und ich ihn nicht gesehen habe.

adminJuli 8th, 2009 at 21:01

Michi, es kamen sogar 4 Tator am Stück – alle mit dem Fischers Helmut. Und ich weiß nicht, wieso ich dir nicht Bescheid gesagt habe. Aber ich habe mir schon überlegt, die Gustl Bayerhammer Tatort-Reihe auf DVD zu besorgen, denn die sind wirklich kultig.
Monaco und Meister Eder ermitteln :D

JohannJuli 9th, 2009 at 08:44

Das Haus auf dem ersten Bild finde ich echt sehr schön.Die orange Farbe ist meine beliebte Farbe.Das Haus sieht ja sehr frisch so.Sehr gute Arbeit.Bravo!

LiliaJuli 9th, 2009 at 22:49

Hi, des heißt nicht Stadtplatz, sondern Kapellplatz, benannt nach? Na? Genau.. Der Kapelle in der Mitte ;) Wollt ich nur mal kurz bemerkt haben (wohn schließlich an eben selbigen Platz)

MoJuli 10th, 2009 at 19:04

das blaue klo ist echt übel… ich mag ja schon dieses 70er jahre beige nicht so, aber das ist ja gegen das hier richtig hübsch :)

[...] meinem Episode “Altötting und Ruhpolding – Ein Klo in hellblau” habe ich Euch versprochen, auch noch etwas über den Kurort Bad Reichenhall zu [...]

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