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Kroatien 2016 – 08. August – Murtar, Biograd na moru und Strand

Der zweite Tag und zugleich unser erster „richtiger“ Urlaubstag beginnt mit genau der Ruhe, die für ein Verweilen im Südosten von Europa notwendig ist. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel wollen wir den nächstgrößeren Nachbarort Biograd genauer unter die Lupe nehmen.

Biograd na moru und Murtar

Der Versuch, in Biograd einen Parkplatz zu ergattern wird im Keim erstickt und endet damit, dass wir in der Nähe der Marina für knapp 30 Minuten im Stau stehen, da gerade eine Autofähre von der benachbarten Insel angelegt hat, um eine Unmenge an Autos auszuspucken und mindestens genau so viele wieder aufzunehmen.

Panoramablick über NovigradKurzerhand wird der Plan geändert und wir beschließen, nach Murtar zu fahren. 50 Kilometer Entfernung bedeuten in Kroatien mindestens eine Stunde Fahrzeit. Den Versuch, das Gegenteil zu beweisen habe in den vergangenen Jahren des Öfteren angetreten und bin ausnahmslos gescheitert.

Grüne Haare = Die Frau geht im Urlaub nie verloren!

Grüne Haare = Die Frau geht im Urlaub nie verloren!

So passieren wir um kurz vor 12 Uhr das Ortsschild von Murtar und stellen den unlackierten Tschechen auf einem exorbitant teuren Schotterparkplatz ab. Die Kroaten leben nun mal vom Tourismus, so sei es ihnen auch vergönnt, 1,20€ pro Stunde für eine unbefestigte Haltefläche hinter einer Tankstelle zu verlangen.

Murtar selbst ist ein schöner Ort mit beschaulichem Hafen, einer obligatorischen Ansammlung von Souvenierbuden und allerlei touristischem Angebot. Der Reisende bekommt eben das, wonach er verlangt. Wir schlendern kurz durch den Ort und genießen danach einen Capucchino bzw. eine mit Holunder verfeinerte Schaumweinbrause.

Der Skoda - immer noch unlackiert...

Der Skoda – immer noch unlackiert…

Nach den typischen Fotostopps (die Altstadt, Martins Steakhaus, die Marina) treten wir die Rückreise in Richtung Biograd an, um den ansässigen Intersport zu besuchen (teurer als in Deutschland) und um uns im Konzum noch mit Getränken und Obst einzudecken.

Den Rest des Tages testen wir erneut den Salzgehalt des Meeres, arbeiten an der Urlaubsbräune und buchen eine Tages-Schifffahrt nach Kornati am kommenden Sonntag.

Fundstück des Tages

Da geht mein Herz auf - Volvo F4 aus 1976 :)

Da geht mein Herz auf – Volvo F4 aus 1976 🙂

Der Foto-Highlight des Tages zeigt einen Volvo F4 aus dem Jahr 1976 – übrigens das erste Light-Cab LKW-Modell, für das umfangreiche Kabinen-Crashtests durchgeführt wurden. Volvo war im LKW-Bereich bereits vor 40 Jahren auf Sicherheit bedacht! Gefunden im wilden Durcheinander eines kroatischen Hinterhofes – immer noch mit griechischen Kennzeichen ausgestattet. 🙂

Ohne Mampf kein Kampf

Abendessen gibt es diesmal im Pizza-Grill gegenüber unseres Hotels. Dort werden Calamari-Fritti bzw. eine Pizza Margeritha serviert, gepaart mit einem Getränk für etwas mehr als 20€. Natürlich sind auch das wieder Touristenpreise, aber wie bereits erwähnt müssen die Kroaten ja auch von irgendwas leben, und man hilft ja wo es geht. 🙂

Den restlichen Abend verbringe ich mit dem Aufschrieb dieses Reiseberichtes auf dem Balkon, um die Erfahrung reicher dass ein nur 10 Meter vom Meer entferntes Hotel auch Stechmücken mit sich bringt. Ich habe mittlerweile mehr als 30 Einstiche stoisch mit Fenistil-Salbe behandelt, mein Körper fühlt sich an als wäre ich in einen Sack mit Juckpulver gefallen und ich beginne mich zu fragen, welches Geheimrezept die Einheimischen dagegen haben. Einige Tage später werde ich übrigens erfahren dass auch die Residents nicht vor den blutsaugenden Moskitos gefeit sind – der einzige brauchbare Hinweis war, eine Freundin mit noch süßerem Blut als dem Eigenen neben sich zu setzen. 😉

Ab Tag 3 wird das Bildmaterial interessanter, versprochen! Bis dahin ein Blick auf den Zadarski Kanal

Ab Tag 3 wird das Bildmaterial interessanter, versprochen! Bis dahin ein Blick auf den Zadarski Kanal

Für morgen steht der Besuch von Zadar auf dem Programm, dort wurde am Kai der Altstadt eine sogenannte Meeresorgel errichtet, die zum Klang der Wellen ertönt. Auf Wind hoffend geht der Reisebericht morgen Abend weiter.

Mann auf Stein mit Sonne

Kroatien 2016 – 07. August – Anreise

Auch in diesem Jahr fiel die Urlaubsplanung wieder auf Kroatien. Zwar waren auch Spanien, kurzzeitig Griechenland, Italien und eine Frankreich-Rundreise in der Berücksichtigung der Urlaubsdestinationen, durchgesetzt hat sich aber letztendlich einmal mehr Dalmatien. Gebucht haben wir gute drei Wochen vor Abreise im Internet.

Entgegen unserer sonstigen Hotelauswahl wollten wir uns diesmal mit drei Sternen zufrieden geben, hauptsächlich aus Gründen die sich mit unserer Sparsamkeit erklären lassen. Wir sollen nicht enttäuscht werden, aber dazu später mehr.

Unser fahrbarer Untersatz für die anstehende Reise sollte der tschechische Kleinwagen werden. Der Fabia, zwischenzeitlich 1 Jahr alt und mit 23.500km auf dem Tacho, ist ein sparsamerer Wegbegleiter als die in Würde alternde Diva, die sich gut und gerne 13 Liter auf Hundert genehmigt.

Los geht’s

Start der Reise ist wie immer Leinburg City, vier Uhr morgens war anvisiert, um 4:15 Uhr drehe ich den Zündschlüssel auf Stellung 3. Die Route in Richtung Süden führt uns erstmals nicht über die vielgescholtene Tauernautobahn, sondern über den Geheimtipp der Urlaubsrouten, nämlich die Strecke Nürnberg – Passau – Graz – Maribor – Zagreb. Damit umfährt man einerseits das Nadelöhr von Tauern, Katschberg und Karawanken, zum anderen hat man in Sachen Maut in Österreich einen leichten Vorteil.

Wie erhofft ist der Verkehr auf der gesamten Strecke sehr ruhig, für ein Wochenende in der Hochsaison ein bemerkenswerter Zustand. Die Fahrt endet nach 955km und 9 Stunden 16 Minuten mit der Ankunft auf dem Hotelparkplatz. Dabei erreicht unser Lieblingstscheche bei einem Topspeed von 141km/h eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 103km/h, und genehmigt sich dabei 4,8 Liter Diesel je 100km. Bei Strassenbenutzungsgebühren in Höhe von 52€ und Spritkosten von 47€ ergeben sich Gesamttransportkosten (ohne Verschleiß und anteilige Kfz-Kosten) von 99€ je einfacher Fahrt!

Genug des Pfennigfuchsens (sagt man das eigentlich noch so?) und zurück zum Urlaub. Sveti Petar ist genau wie im Internet beschrieben: Ein verschlafenes Nest mit gut 200 Einwohnern und bestimmt vier Mal so vielen Urlaubern. Selbige sind allerdings auf ca. 3 Kilometer Strandlänge verteilt, sodass überhaupt kein Gedanke von Pauschaltourismus aufkommen will. Sowieso sind die meisten Urlauber aus den osteuropäischen Ländern, was in dieser Preisklientel keineswegs ein Nachteil ist. Ganz im Gegenteil spreche ich von netten Leuten wie du und ich, die fernab vom 5-Sterne Tourismus ihre wohlverdienten Ferien genießen wollen.

Das Hotel

Unser Hotel, das Mare Nostrum ist ein familiengeführtes Haus mit 15 Zimmern, das Obergeschoss bewohnt augenscheinlich die Eignerfamilie. Entsprechend familiär aber trotzdem auf hohem Niveau ist das ganze Ambiente, ich vermute dass dem Haus der vierte Stern nur aufgrund der recht übersichtlich geschnittenen Zimmer verwehrt bleibt. Die Größe ist für uns definitiv ausreichend, und der Meerblick vom Balkon entschädigt für wirklich alles.

An unserem Anreisetag erkunden wir noch den Strand und die nähere Umgebung, testen ausgiebig die Wassertemperatur (tatsächlich 24 Grad) und fallen nach dem Abendessen (Schweinefilet mit Grillgemüse bzw. Gemüserisotto) sofort ins Bett. Für mich alten Mann enden die „Strapazen“ 😉 tatsächlich mit einem 12-stündigen Schlaf.

Bilder des Tages