Balkanien

Urlaub auf Balkanien!

Daheimbleiben kann jeder. Für mich geht es diesen Sommer in Richtung Südost-Europa. Damit hier im Blog mal wieder etwas passiert, habe ich mich entschieden, den anstehenden Roadtrip diesmal wieder schriftlich festzuhalten.

Zwar fahre ich mit dem Auto, will diesmal aber was das technische Equipment betrifft, mit leichtem Gepäck reisen. Das heißt – zum ersten Mal nehme ich keine Kamera mit, sondern werde lediglich einige Schnappschüsse mit dem Smartphone machen. Eindrücke bleiben ja bekanntermaßen besser haften, wenn man sie nicht durch die Linse eines Fotoapparates wahrnimmt.

Eastbound and Down

Die ungefähre Route meines Trips habe ich vorher festgelegt. Damit weiß ich nach dem Aufstehen zumindest, in welche Himmelsrichtung ich meine Reise fortsetze. Auch die Dauer musste ich im Vorfeld festlegen. Am 22. Juli muss ich um 20 Uhr vor der Arena in Verona (IT) stehen. Dann spielt Mark Knopfler das letzte Konzert seiner Europatournee, und ich habe eine Karte dafür ergattert.

Losfahren werde ich am 02. oder 03. Juli, somit werde ich 21 bzw. 22 Tage unterwegs sein.

Die Route

Die Route ähnelt einer Wettervorhersage. Je weiter in die Zukunft, desto unsicherer. Tag 1 ist festgelegt, die erste Etappe führt nämlich von Leinburg City direkt nach Belgrad. Dort werde ich zumindest einen Tag vor der Abfahrt auch schon ein Hotel buchen. Auf Belgrad freue ich mich sehr. Dort gibt es das Nikola Tesla Museum, das steht bereits fix auf meiner Liste. Ansonsten ist Belgrad eines der Zentren des Brutalismus. Der Brutalismus ist ein in den 1950er Jahren entstandener Architekturstil, der hauptsächlich durch Sichtbeton (béton brut = roher Beton) besticht.

Einen Besuch wert ist definitiv auch das ehemalige jugoslawische Verteidigungsministerium. Erinnert ihr Euch noch, als im Jahr 1999 die NATO gezielt Belgrad bombardiert hat? Dabei wurde auch das damalige Verteidigungsministerium schwer getroffen, und steht bis heute als Mahnmal in der Stadt. Das Gebäude wurde nicht mehr aufgebaut. Ich bin schon sehr gespannt auf den Ort, und habe bewusst noch keine weiteren Details recherchiert.

Sobald ich von Belgrad aus weiterreise, ist die bisherige Planung noch recht nebulös, und wird sich auch erst spontan vor Ort ergeben. Ein weiteres, lose definiertes Etappenziel ist die mazedonische Stadt Skopje.

Danach stehen Orte wie Thessaloniki, Delphi, Athen, Korinth, und Olympia auf meinem Zettel. Ob ich dort auch überall hinfahre, wird sich zeigen.

Die Rückreise habe ich über Albanien, Montenegro, Kroatien und Bosnien-Herzegowina ebenfalls noch lose geplant. Der Abschluss der Reise wird der kurze Schlenker nach Verona, danach geht es heimwärts. Mal sehen wie sich nach dem Ende der Reise Planung und Realität gleichen.

Die Nachtlager

Da ich über kein Wohnmobil in meinem Fuhrpark verfüge, und diesmal auf Camping mit dem Zelt keine Lust habe, werde ich mir spontan vor Ort ganz herkömmliche Unterkünfte suchen. An der Strecke gibt es ausreichend Hotels, Motels und Pensionen – und zur Not kann ich auch mal am Strand oder im Auto schlafen.

Länder und Strecke

Von Deutschland aus stehen folgende Länder auf dem Programm: Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Griechenland, Albanien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Italien.

Ich habe mich bewusst dazu entschieden, die Republik Kosovo zu umfahren. Zwar würde ich mir gerne die Hauptstadt Pristina ansehen, jedoch ist in Kosovo noch vieles etwas komplizierter. Den Kosovo als Transitland zu nutzen, kann zu Problemen bei der Ausreise führen (Stichwort Stempel im Pass), was aber der Hauptgrund war, ist das aufwändige zusätzliche Versichern des Fahrzeuges. Meine Autoversicherung deckt nämlich die Republik Kosovo nicht ab, und ohne Kfz-Versicherung fahren wäre grob fahrlässig.

Dadurch ergibt es sich, dass die Route durch das ehemalige Jugoslawien mich genau am sagenumwobenen „Autoput“ entlangführt. Zwar ist von der abenteuerlichen Strecke aus den 70er Jahren nicht mehr viel zu sehen, mittlerweile besteht die Route aus modernen Autobahnen. Trotzdem will ich ein wenig die Luft der Gastarbeiterroute von damals schnuppern.

Vermutlich stehen am Ende der Reise circa 6.000 Kilometer mehr auf dem Zählwerk meines Transportmittels.

Begleitet mich auf der Balkanhalbinsel

Dank moderner Technik ist man heute nicht mehr auf Postkarten oder Telex angewiesen, um ein Lebenszeichen von sich zu geben. Ich werde versuchen, meine Urlaubseindrücke auf Instagram (das könnt ihr hier oder hier sehen) zu teilen, und eventuell finde ich sogar Muse, meine schriftlichen Reiseberichte gleich vor Ort hier in den Blog zu tippen. Zeit dafür sollte ich ja haben.

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