Nach einer wohlverdienten Dusche und einem leckeren Frühstück sind wir wieder aufgebrochen, das Fahrtziel wurde während dem nächsten Tankstop besprochen. 406 Kilometer und knapp fünf Stunden Fahrzeit später standen wir am Eingang des Campingplatzes von Medulin in Kroatien. Die Fahrt dahin war kurzweilig und mit einer lustigen Begegnung an der slowenischen Grenze verbunden. Ein älteres Ehepaar fragte mich, O-Ton: “Haben Sie eventuell eine Landkarte dabei, wo ganz Jugoslawien drauf ist?”. Im Gespräch stellte sich heraus dass der Mann die alte Küstenstraße in Richtung Rijeka fahren wollte, er allerdings immer wieder auf die Autobahn geleitet wurde. Die Slowenen sind nicht doof, denn die meisten Reisenden fahren nur 20 Kilometer durch Slowenien, um Ihr hart erspartes Geld sodann in Kroatien auszugeben. Damit die Slowenen auch etwas vom Kuchen bekommen, haben Sie 20 Kilometer Autobahn hingeklatscht, die Beschilderungen zu allen anderen kroatischen Zufahrtswegen entfernt, und auf der Autobahn eine Vignettenpflicht – 15 Euro für 7 Tage eingeführt. Mir unverständlich wieso die Deutschen immer noch so blöd sind, und sich das Geld der Transitreisenden durch die Lappen gehen lassen.

Am Campingplatz haben wir nach kurzer Suche einen richtig netten Stellplatz direkt am Meer gefunden. Der Platz kostet 8,68 Euro pro Tag, pro Person kommen noch 5,50 Euro dazu – insgesamt also 19,68 Euro pro Tag. Spanische Campingplätze kosten um diese Zeit noch gut das Doppelte, die Kosten für die ca. 2.000 Mehrkilometer nicht eingerechnet.
Zwar war der Platz bisher ziemlich windig, da die Temperaturen aber um die 26 bis 29 Grad betragen fühlt sich das gar nicht so schlimm an.

Am heutigen Sonntag, den 12. September war nicht viel geboten. Rumgammeln am Vormittag, Formel 1 Rennen am Nachmittag, wieder rumgammeln, Spaghetti mit Tomatensoße kochen.
Am Abend wollte ich dann mit meinem Netbook zu einer Stelle mit WLAN Radeln, um kurz zu surfen und die ersten Reiseberichte hochzuladen. Am Ziel angelangt habe ich festgestellt, dass die Festplatte im Netbook nicht mehr bootet, natürlich inklusive aller bisher verfassten Berichte. Die Fotos habe ich zum Glück noch alle auf der Kamera.

Nun habe ich mir Toms Notebook ausgeliehen, und zumindest noch eine kurze Zusammenfassung der ersten vier Tage geschrieben, ich wollte Euch das Lebenszeichen aus der Ferne zumindest nicht ganz schuldig bleiben. Fotos kann ich allerdings erst hochladen wenn wir zurück sind.

Wir haben den Campingplatz bis morgen früh um 10 Uhr gebucht, wissen aber bisher noch nicht wie wir jetzt weiterreisen. Die Küste Richtung Split und Dubrovnik klingt interessant, eventuell noch einen Abstecher nach Serbien und Bosnien Herzegowina. Wobei ich da erst googlen muß ob es dort noch irgendwelche Einreisebeschränkungen gibt, mit diesen Ländern habe ich mich bis dato noch nicht beschäftigt. We will see…sofern mich Tom auch in den nächsten Tagen nochmal an sein Notebook lässt, halte ich Euch natürlich auf dem Laufenden. Mein Netbook werde ich jetzt wohl im kroatischen Meer versenken.

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