Reisebericht 09. und 10. September

Nachdem ich bereits ausführliche Berichte der ersten Reisetage verfasst habe, hat heute, 12.September die Festplatte meines Netbooks das Zeitliche gesegnet. Alle meine bisherigen geistigen Ergüsse sind somit im digitalen Nirvana verschwunden.
Nach einer ersten Stunde der Resignation werde ich nun in Kurzform über den Urlaub berichten – gut dass Tom auch noch ein Notebook dabei hat.

Abfahrt 09. September 16:30 in Nürnberg, über Gunzenhausen (Tom hatte seine Sandalen daheim vergessen) und Nördlingen in Richtung Schweiz. In der Schweiz ging es über den San Bernhardino Pass, Toms lapidarer Kommentar “manchmal leiten die da um” führte uns schnurstracks auf die alte San Bernardino Paßstraße mit unzähligen engen Kehren. Oben angekommen ging es durch den San Bernardino Tunnel und die neue Straße wieder ins Tal. Ankunft in Monza gegen 2 Uhr morgens ohne weitere Vorkommnisse.

Leider durften wir mit dem Wohnmobil nicht direkt an die F1-Strecke in Monza fahren, und mußten uns auswärts einen Parkplatz suchen. Die stille Seitenstraße entpuppte sich im Laufe der Nacht als Hauptverkehrsanbindung nach Monza, entsprechend schauklig war die erste Nacht. Schlafdauer bis zum Morgen: ca. 30 Minuten.
Um 8:30 saßen wir schon auf unseren Fahrrädern unterwegs zur Strecke – ein kleiner Umweg führte mich in die Apotheke, zugleich das erste Geschäft auf unserem Weg – ich hatte schlauerweise meine Zahnbürste daheim vergessen. Merke: Zahnbürste in der Apotheke kaufen hat, wie der Name des Etablissements schon verrät auch seinen Preis. 6.400 Lire bzw. 3,20 Euro ärmer, dafür saubere Zähne.

An der Strecke angekommen erwies sich die Mitnahme der Fahrräder als goldrichtige Entscheidung, wir durften nämlich mit den Bikes auf Gelände, und konnten den königlichen Park von Monza inklusive des kompletten Streckenverlaufes mit dem Fahrrad erkunden. Die gut 10 zurückgelegten Kilometer wären wir zu Fuß sicher niemals gelaufen.

Neben einem leckeren Picknick im Monza-Park haben wir die Trainingsläufe diverser Rennserien verfolgt, mein Fazit des Renntages: Formel BMW Autos klingen sacklaut und haben einen ekelhaften Klang, GP2 ist fast nicht auszuhalten, Formel 1 geht für einen Ohr-Warmduscher wie mich nur mit Ohrstöpsel, dann jedoch ist der Klang genau richtig und gigantisch gut.

Um dem großen Verkehrsstau zu entfliehen haben wir gegen 15 Uhr den Rückzug angetreten. Die drauffolgende Diskussion ob der nächsten Destination war so kurz wie legendär. Beide fahrfaul und nach Entspannung lechzend haben wir kurzerhand den Trip nach Südspanien gestrichen, und sind in Richtung Gardasee aufgebrochen. Die dadurch gesparten Kilometer bedeuten zugleich eine Spritkostenersparnis von ca. 400 Euro.
Gegen 18 Uhr haben wir nach kurzer Suche einen netten Agri-Campingplatz in der Nähe von Lazise am Gardasee gefunden. Für unseren Camper + 2 Personen wollte der Campingplatzbetreiber insgesamt 20 Euro haben, Dusche, WC und ein richtig schicker Stellplatz inklusive.

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