Kroatien Tag 3 – 02.06.2015 Rijeka, Socken und die verlassene Insel

Heute steigt es sich schon etwas schwerer aus dem Bett als tags zuvor. Um 07:58 Uhr, nach gut neun Stunden mehr oder weniger erholsamen Schlafs schmerzt der Rücken und der Schniefschädel (also meiner) präsentiert sich unverändert.

Zwei Packungen Taschentücher später entern wir das bereits gestern näher erläuterte Frühstücksbuffet. Heute sind wir nicht unter den Ersten, was sich in der Nahrungsausbeute bemerkbar macht. Nähere Ausführungen erspare ich mir, da mich meine Begleitung stets darauf hinweist, bei solchen Erklärungen gerne zu übertreiben. Satt sind wir (halbwegs), was ja als primäres Ziel gilt.

Entsprechend gestärkt (grumml) führt uns unsere Auslugsplanung in die Hafenstadt Rijeka, 45 Kilometer nördlich von Novi Vinodolski. In Rijeka leben ca. 150.000 Menschen, also uuuungefähr vergleichbar mit Regensburg inklusive der näheren Randbezirke. Wer Museen und Bauten aus dem Ende des 19. Jahrhunderts schätzt, kann in Rijeka gut auf Spurensuche gehen, für die anderen ist es eine südeuropäische Hafenstadt mit Fußgängerzone und einer dubiosen Eigenart – die anscheinend für Kroatien im Allgemeinen gilt: Man kann dort quasi keinen Kaffee bestellen! Es gibt Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato, koffeinfreies Gebräu und noch zig andere Unarten, aber einen stinknormalen Kaffee (Kava in der Landessprache) gibt es nicht. Der Wirt einer mexikanischen Botega bot mir alternativ einen Quadro Shot Espresso als Kaffee an – mit dem Verzehr setzt quasi nahtlos der plötzliche Herztod ein! Ich habe mich dann für einen Cappuccino entschieden, selbiger hat sich mit entsprechender Zuckerbefüllung als trinkbar erwiesen. Ansonsten war die obligatorische Suche nach Geocaches erneut erfolglos, dieses Jahr scheint es wie verhext zu sein, wir finden einfach keinen Cache. 🙁

Nach knapp 5 Stunden Aufenthalt und dem Kauf von Adidas Sneakersocken in einem Sportladen (es konnte ja keiner ahnen dass hier eine derartige Hitze herrscht dass es zu warm für meine Wollsocken ist), geht es an die überschaubare Rückreise. In Summe addieren sich damit knappe 100 Kilometer auf den Tacho der Diva und im Tank fehlen weitere 8 Liter des fossilen Brennstoffs mit der Oktanzahl 95.

Mittlerweile, um knapp 17 Uhr ist die Sonne zwar immer noch gnadenlos, trotzdem entscheiden wir uns für einen Besuch am Strand und vollziehen damit unsere erste aktive Begegnung mit dem Mare Adriatico im Jahr 2015. Meine EBH lässt es sich nicht nehmen, die ca. 200 Meter auf die unbewohnte vorgelagerte Insel schwimmend in Angriff zu nehmen, da sich dort ein Geocache befindet. Ein Teleobjektiv-Bild der vom anderen Ufer winkenden Badenixe reicht als Logbucheintrag für den Cache, Zufriedenheit stellt sich ein. Leider mache ich von ihrem Rückweg kein Foto, als sie beinahe von einem Ausflugsdampfer überschwommen wird, da ich am Strand kurzfristig unruhig werde.

Der Rest des Tages lässt sich mittels Copy & Paste erzählen: Heimweg, Duschen, Hunger, Essen (erneut zu viel), Kniffel am Balkon, jammern über den Muskelkater, Blogbeitrag tippen, und jetzt zügig ins Bett!

Morgen auf dem Programm: Etwas weniger zu Fuß, mehr mit dem Auto – wir erobern die Insel Krk – ohne Schiff, sondern durch Inanspruchnahme der eigens dafür gebauten Brücke. Mal sehen ob wir dort einen Cache finden!

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