Historische Altstadt von Zadar, Kroatien, August 2016

Kroatien 2016 – 15. August – Zadar die Zweite und der Firework Tower

Nachdem wir uns ausgiebig von der gestrigen Kahn-Strapaze erholt haben, führt uns der Weg nach dem Frühstück in die Hafenstadt Zadar. Da wir beim ersten Besuch einige Geocaches zu absolvieren hatten und uns der Tag zu kurz wurde, machen wir uns heute an die Erkundung von Zadars Altstadt.

Bereits um kurz vor 11 Uhr brennt die Sonne unerbittlich vom Himmel, die Klimaanlage im Fabia läuft bereits auf der Hinfahrt am Anschlag. Glücklicherweise finden wir direkt am Hafen eine freie Parklücke, die Kroatische Hauptsaison hat uns gelehrt, dass vor allem Parkmöglichkeiten in bewohntem Gebiet absolute Mangelware sind. Da sich der Parkscheinautomat unter Fluchen der vor mir in der Schlange stehenden Benutzer nicht dazu herablässt, Restgeld auf zugeführte Scheine auszugeben, und ich nur einen 100 Knoten Schein einstecken habe, geht das Leben am Limit auch heute weiter: Mit der Fahrzeugfront zur Stadtmauer wird schwarzgeparkt!

Auf in die Stadt

Zadar, Kroatien, historische Altstadt im August 2016
Zadar – So ein Verhau!

Der Weg zu Zadars Hauptattraktion ist kurz, nach gut 5 Minuten stehen wir an Zadars Meeresorgel. Dabei handelt es sich um eine in die Kaimauer eingelassene Orgel aus Stein, die allein durch den Wellengang gespielt wird. Das hört sich im geschriebenen Wort komisch an, klingt aber in natura sehr majestätisch! Solltet ihr Zadar einmal besuchen, besucht unbedingt das “sea organ”. Die Orgel ist übrigens auch bei wenig Wind gut zu hören, das Grundrauschen des Meeres reicht aus, um genug Bewegung für das Erklingen der Orgelpfeifen zu erzeugen.

Unmittelbar daneben liegt der “Gruß zur Sonne”, ein überdimensionaler, in den Boden eingelassener Kreis, der komplett aus begehbaren Solarpanels besteht. Leider findet sich vor Ort keine Erläuterung, welches technische Gerät die Panels speisen – eventuell ist es die Straßenbeleuchtung an den Kaimauern, ich weiß es nicht.

Weiter geht es zum alten Forum und zur Stadtmauer. Weitere historische Details erspare ich euch hier, Wikipedia weiß sicher darüber Bescheid. 🙂 Aufgrund der fast unmenschlichen Hitze des heutigen Tages halten wir den Zadar-Besuch kurz, fest entschlossen, in naher Zukunft wiederzukommen. Meine Park-Taktik hat übrigens funktioniert, weit und breit ist kein Strafzettel zu sehen.

Der Firework Tower

Stattdessen gilt es heute noch einen weiteren “wichtigen” Spot abzuhaken, die Besteigung des Firework Towers in der Sveti filip i jakov.
Dabei handelt es sich um einen Aussichtsturm für die umliegende Feuerwehr, die vom Turm aus eine 360 Grad Rundumsicht genießt und so etwaige Waldbrände im Sommer sehr schnell entdeckt. Auf dem “Gipfel” befindet sich zudem ein Geocache den wir unbedingt erfolgreich loggen möchten.

Blick vom Firwork Tower nach Sveti filip i jakov und Sveti petar.
Blick vom Firwork Tower nach Sveti filip i jakov und Sveti petar.

Für den Aufstieg stehen mehrere Wege zur Auswahl. Wir wählen den auf der digitalen Karte vermeintlich kürzeren, der sich jedoch alsbald nicht mehr als Weg zu erkennen gibt, stattdessen ist eine ernsthafte Klettereinlage über Felsen notwenig, um den Berg zu erklimmen. Wir brauchen für den Aufstieg knappe 45 Minuten – dank der prallen Sonne und Temperaturen von 33 Grad schwinden die Getränkevorräte immens. Der am Aussichtspunkt befindliche Cache ist nach ca. 10-minütiger Suche gefunden, für den Abstieg wählen wir die Schotterstraße, mit knapp 3 Kilometern auch nicht wirklich viel länger als der Hinweg.
Unser Zustand zurück beim Auto lässt sich in einem Wort mit “exhausted” beschreiben, weshalb wir nur noch zwei schnelle Caches am Wegesrand erfolgreich loggen und uns dann auf den Weg zurück ins Hotel machen.

Eine eiskalte Dusche später statten wir dem Kroaten in Turanj nochmals einen Besuch ab, die EBH genehmigt sich Schwamm mit Salat, ich esse die leckersten Cevapcici seit einer Woche (quasi beim letzten Besuch dieses Etablissements).
Danach stehen jeweils zwischen 15.000 und 20.000 Schritte auf den Aktivitätstrackern und es geht früh zu Bett. Trotz der 24×7 laufenden Klimaanlage wälze ich mich bis kurz vor Mitternacht, unfähig bei dieser Hitze Schlaf zu finden.

Morgen bricht der letzte volle Urlaubstag an, wir planen erholsame Stunden in den Sonnenliegen des Hotelgartens.

Bilder des Tages

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