Fred Bear und das Energiesparhoflicht

Der heutige Abend steht ganz im musikalischen Zeichen von Ted “The Nuge” Nugent. Menschlich kann ich die rassistischen und faschistoiden Züge des Mr. Nugent unter keinen Umständen nachvollziehen, aber mit seinem Song “Fred Bear” träume ich mich in Sekundenschnelle an ein flackerndes Lagerfeuer, irgendwo in den Wäldern von Colorado, das spiegelnde Wasser des Grand Lake zwischen den Ästen in Sichtweite.

There I was, back in the wild again, and I felt right at home where I belong…

Neben der Tatsache dass meine Trommelfelle ob des inflationären Musikgenusses immer poröser werden, feile ich gerade an einer Route für den Sommerurlaub. Zwar steht bis dato weder ein Termin noch ein konkretes Ziel fest, und auch die Urlaubskasse ist so leer wie ein Freibad im Winter, aber planen wird man ja wohl noch dürfen.

Letzten Samstag hatte ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen Transporter-Job zu erledigen (Regel #1: Öffne niemals das Paket), und dabei festgestellt, wie sehr mir doch das Autofahren fehlt. So entspannt habe ich mich seit Monaten nicht mehr gefühlt, entsprechend hoch war danach die Motivation, den diesjährigen Auto-Urlaub greifbarer zu machen.  Details sind bisher noch nicht ausgearbeitet, aber die grobe Route soll ungefähr so aussehen:

Leinburg – Innsbruck (endlich mal wieder über den Brenner rumpeln) – Mailand – Turin – Diano Marina – San Remo – Monte Carlo – Nizza – Cannes – Saint Tropez – Setè – Perpignan – Barcelona – Valencia – Alicante…

…und dann mal schauen ob noch weiter runter Richtung Gibraltar, und irgendwie spannend wieder zurück. Oder auch nur gedankenlos über die Autobahn heim. Das hängt alles noch ein wenig davon ab, wie gut sich unsere Urlaube planen lassen, und vor allem wie viel Zeit und Budget vorhanden ist.

Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo
Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo…

Einfach gerechnet (und ohne große Eckenfahrerei) sind das gute 2.000km bis Alicante. Mit der typischen zusätzlichen Rumkurverei und dem Rückweg wären das geschätzte 5.000km – bleiben wir realistisch werden es 6.000 Kilometer. Ich erinnere gerne an unseren letzten Kroatien Urlaub. 640km einfach, also eigentlich 1.280km. Wir sind in den 6 Tagen 2.900 Kilometer gefahren! “Schau mal – was interessantes auf der Karte, lass uns da hinfahren (+100km)”, “Wenn wir schon mal da sind müssen wir aber auch… (+180km)”, “Da unten sieht man das Meer, das ist nicht weit… (+90 Kilometer weil irgendwann die Straße gesperrt war)”.

Da momentan ein benzinverbrauchender Reihensechszylinder sein Dasein in unserer nicht vorhandenen Einfahrt fristet, werde ich nochmal kurz den Bleistift spitzen, bevor ich mit der Spritkalkulation beginne. Wir rechnen simpel: 6.000 Kilometer bei (gut) geschätzten 9,5 Litern Verbrauch (wahrscheinlich werdens sowieso 11…) ergibt einen Kraftstoffdurchfluss von wahnwitzigen 570 Litern. Bei durchschnittlich 1,50€ Literpreis (wahrscheinlich werdens sowieso 1,65€…) macht das 855 Euro Benzinkosten. Jeder vernünftig denkende Mensch hört hier das Rechnen auf, denn damit kann man zu zweit in der Nebensaison auf die Kanaren fliegen, All Inclusive wohlgemerkt! Note to self: Das ist die Reiseform, bei der bereits Hotel, Essen und Getränke inbegriffen sind – in meiner Rechnung ist bis jetzt nur das Auto satt, den Ölverbrauch habe ich hier noch gar nicht einberechnet (Wer meinen BMW kennt, weiß wovon ich rede…von wegen 1 Liter auf 1.000km sind laut Bordbuch normal – natürlich nur das Synthetikgedöns zum Literpreis von 18 Euro). Nun, ich bin an einem Punkt angekommen an dem die Planung aufgehört hat, Spaß zu machen, in Sachen Fortbewegungsmittel muß eine Alternative her!

Range over bosnian roads...
Range over bosnian roads, summer 2011…

Macht es vielleicht Sinn, sich für so einen Trip einen 5 Jahre alten TDI Kombi zu kaufen, um ihn direkt danach wieder zu veräußern? Rechnet sich wahrscheinlich auch nicht. Andernfalls könnte ich auch die Route, respektive das Reiseziel nochmals überdenken. Vielleicht doch nach Montenegro – wäre nicht ganz so weit, steht schon lange auf unserer “Müssen-wir-sehen” Liste, und die Kosten für Verpflegung und Unterkunft wären dort sicherlich überschaubarer als bei den Franzosen und Spaniern, die momentan sowieso auf jeden Euro angewiesen sind. Ihr lest selbst, das Fernweh ist momentan schier endlos!

Dem aufmerksamen Leser wird vor genau 635 Worten die Vokabel Energiesparhoflicht aufgefallen sein. Darüber wollte ich eigentlich schreiben, um vor allem den Jörg bei Laune zu halten! Spannende Geschichte, aber darüber schreibe ich vielleicht morgen, oder in der kommenden Woche.  Stay here, stay trusty! 🙂

Falls ihr noch einen heißen Urlaubstipp parat habt, immer her damit, dafür gibts da unten so eine Kommentarfunktion!

Fred Bear und das Energiesparhoflicht
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