19. Juli 2019 – Tag 18 – Geschäftig in Zadar

Am Beginn der achtzehnten Urlaubstages wird deutlich, dass ich in den letzten Tagen tendenziell wenig ausgelastet bin. Um 3:47 Uhr entschließe ich mich, aufzustehen. Ich beobachte, wie langsam die Sonne aufgeht, und begrüße den Tag. Also sinnbildlich. Würde ich aber wissen wie das mit diesem Yoga funktioniert, hätte ich heute wohl wirklich den Sonnengruß zelebriert. Falls jemand weiß wie das geht, ich bin wissbegierig!

Entsprechend zeitig bin ich beim Frühstück. Mit mir ein Großteil der asiatischen Reisegruppe, die gestern Abend aus Dubrovnik hier eingetroffen sind, und bereits um kurz vor neun Uhr die Weiterreise antreten.

Zur gleichen Zeit mache ich mich ebenfalls auf den Weg. Heute Vormittag will ich ins knapp siebzig Kilometer entfernte Zadar. Zadar kenne ich bereits. Außerdem ist die Gesamtanzahl der Sehenswürdigkeiten – so schön die Stadt auch ist – durchaus überschaubar. Außerdem liegt in der Altstadt alles Sehenswerte in Laufweite beieinander.

Wenn ich nur überall so viel Glück hätte wie beim Finden von Parkplätzen…

Heute komme ich aber nicht nur wegen den Sehenswürdigkeiten in die Stadt. Ich habe mich spontan mit einer Kollegin (Huhu Jessy, aber du liest hier eh nicht mit) und Ihrem Mann verabredet, die im Moment auf Mittelmeerkreuzfahrt sind, und heute in Zadar Station machen.

Wir flanieren gemeinsam durch die engen Gassen der Stadt, schauen hier, staunen dort, und machen ein paar Fotos. Den Rest des Vormittags verbringen wir im Schatten in einem der zahlreichen Cafés der Altstadt. Drei Getränke kosten zusammen knapp sieben Euro. Das geht auch durchaus anders. In Dubrovnik werden dafür annähernd zwanzig Euro aufgerufen.

Um die Mittagszeit verabschieden wir uns. Die beiden fahren mit dem Shuttlebus zurück zu ihrem Kreuzfahrtriesen, und ich trete mit dem Auto die Rückfahrt an meine momentane Destination an. Ich fahre einmal mehr über die Jadranska Magistrale, die berühmte Küstenstraße. Vorbei an Orten wie Sukosan, Sveti Filip i Jakov und Biograd na Moru bin ich nach knapp eineinhalb Stunden wieder am Hotel.

Und zurück nach Süden. Die Welt liegt am Strand, die Straße gehört mir.

Da ich ja morgen früh weiter nach Verona reise, genieße ich den letzten Nachmittag erneut am Strand und höre dabei unter anderem ein unfassbar schlechtes und grusliges Hörspiel. Sollte euch in eurer Musik-App einmal “Fleischfabrik” begegnen, spart euch einfach die Stunde an Lebenszeit! 🙂

Abends gibt es nochmal eine unübersichtlich große Portion Cevapcici mit Pommes. Der letzte Tag am Balkan will ja auch kulinarisch zelebriert werden.

Kroatische Stäbchenmahlzeit vom Grill

Nun sitze ich am Hotelbalkon und tippe den heutigen Bericht. Fast interessanter als diese Zeilen ist jedoch der Ehestreit am Nachbarbalkon. Unfassbar, was sich manche Menschen gegenseitig vorwerfen. Auf der Welt ist sowieso so wenig Harmonie. Wieso muss man sich dann auch noch aus schier unerfindlichen Gründen streiten? Und auch noch in der vermeintlich schönsten Zeit des Jahres?

Mal sehen, was ich morgen so zu berichten habe. Knapp 700 Kilometer trennen mich von Verona. Die Fahrtstrecke dorthin ist recht eintönig. Vom Hotel zur Autobahn sind es ungefähr zehn Kilometer. Die geht dann nach Triest, und von dort aus weiter nach Verona.

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