Überdosis Nuttendiesel

Dem Wettergott sei Dank, war es in den letzten drei Tagen noch derart warm, dass ich noch ein paar Strecken auf dem Fahrrad runterreißen konnte. OK, insgesamt sind es zwar nur 46 Kilometer gewesen, trotzdem war vor allem die heutige Tour durch die Wälder ein richtiger Genuß. Leider wurde dieser – und das ist mir heute ganz extrem aufgefallen – von ein paar sportelnden Hausfrauen getrübt.

Wieso sagt eigentlich den zumeist in einer Beziehung befindlichen Weibsbildern niemand, dass es beim Sport an der freien Natur nicht notwendig ist, sich derart dick in Parfum zu tränken? Dreimal ist mir heute solch eine Spezies auf dem Fahrrad entgegengekommen, und ohne Witz, die ersten drei dem Aufeinandertreffen folgenden Atemzüge waren eine Katastrophe. Diese Frauen ziehen eine dermaßene Parfumfahne hinter sich her, dass man selbst aus zwei Kilometer Entfernung spielend Witterung aufnehmen könnte.
Es fängt einem dabei derart die Luft dass man fast nicht umhin kommt, seine Trittfrequenz zu verlangsamen, nur um wieder zu Puste zu kommen.

Also liebe Frauen, wenns Euch schon keiner sagt, dann mach ich das: Wenn Ihr zum Sport geht, und bereits im Vorfeld wisst dass Ihr ins Schwitzen kommen werdet – ein geruchloses Deo ist vollkommen ausreichend um danach nicht zu stinken wie ein Iltis!

Alle Eure Mitsportler, die zumindest noch den Hauch eines Geruchssinns haben, werden es euch danken, denn nach einem 100 Euro Parfum zu riechen mag im Alltag betörend sein, beim Sport ist es einfach unangebracht.

Vielleicht  begegne ich aber auch immer nur denen, die auch mit rot lackierten Fingernägeln und Highheels im Garten arbeiten. Oder aber es ist in der heutigen Gesellschaft schon Usus, dass man sich als Frau in einer Duftwolke versteckt, die größer als die Atomwolke von Tschernobyl ist. Mir ist das auch schon beim Einkaufen aufgefallen – manche Parfumträger kann man tatsächlich mit der Nase in einem ganzen Einkaufszentrum orten, frei nach dem Motto “Die die ich grad beim Karstadt getroffen habe, war vor 20 Minuten schon beim NewYorker”.

Kopfschüttelnde, gerade vor dem Notebook sitzende und dabei nicht einparfurmierte Grüße…

Talk the talk, walk the walk

Manchmal passts einfach, wenn man Dinge unkommentiert wirken lassen kann. The funeral. Thank you Band of Horses for this brilliant masterpiece!

I’m coming up only to hold you under, I’m coming up only to show you wrong
And to know you is hard and we wonder, To know you all wrong, we were

Really too late to call, so we wait for, Morning to wake you; it’s all we got
To know me as hardly golden, Is to know me all wrong, they were

At every occasion I’ll be ready for a funeral, At every occasion once more is called a funeral
Every occasion I’m ready for the funeral, At every occasion one brilliant day funeral

I’m coming up only to show you down for, I’m coming up only to show you wrong
To the outside, the dead leaves, they all blow (alive is very poetic), For’e (before) they died had trees to hang their hope

At every occasion I’ll be ready for the funeral, At every occasion once more is called the funeral
At every occasion I’m ready for the funeral, At every occasion one brilliant day funeral

Der Song ist im Original natürlich unschlagbar, trotzdem haben Serena Ryder and The Beauties ein würdiges Cover veröffentlicht. Wenn auch nicht ganz so breathtaking wie das BoH Original, trotzdem schwingt diese bedrückende Stimmung mit.

Wooot?

Liebe Leser, what happened?

Ich weiß, meine Schreibfrequenz lässt zu wünschen übrig. Ich nenne es eine klassische Schreibblockade und schiebe es offiziell ganz gerne auf den Zeitmangel. Mittlerweile habe ich auch damit aufgehört, Besserung zu loben, weil das sowieso immer nicht klappt. Zu erzählen hätte ich viel, ist ja sonst keiner da dem ich meinen ganzen Hirnkrampf erzählen könnte. Letzteres könnte der Grund sein, euren RSS-Feed zukünftig doch wieder regelmäßiger zu belästigen.
Andererseits ist Facebook mittlerweile ein Medium geworden, mit dem man Quick and Dirty auch die neuesten Infos verbreiten kann, aber eben kurz, ohne Hintergründe, irgendwie kalt und ohne Seele. Fast jeden Tag veröffentliche ich dort irgendwelche Musik die mir gerade gefällt, ohne dazuzuschreiben aus welchem Grund ich gerade dieses oder jenes höre.

Also, mal kurz zusammengefasst was momentan auf meiner Festplatte herumliegt und noch in den Blog soll:

  • Alles Mögliche an Musik, von Warren Zevon über Garbage, einige Californication Songs bishin zu Komeda (auf die bin ich heute erst aufmerksam geworden)
  • Viele Bilder (einen kleinen Vorgeschmack gibt es gleich weiter unten)
  • Mal wieder etwas zu diversen Auto-Reiseplanungen
  • Die geplante Fahrzeuganschaffung (Trommelwirbel)

Zur Foto-Einstimmung und fürs Fernweh gibts ein Bild – leider nicht von mir aufgenommen, sondern von Max bei einer seiner letzten Reisen. Es darf gerne geraten werden wo das Foto aufgenommen wurde, schreibt einfach einen Kommentar (Eure aktive Beteiligung an meinen geistigen Ergüssen lässt in letzter Zeit sowieso zu wünschen übrig). ;-)

North African Border - October 2010

Achja, Max, du darfst natürlich nicht mitraten!

Skoda Diesel vs. Benzinmotor

Gerade grüble ich mal wieder darüber, ob ein Auto mit Benzinmotor wirklich so viel mehr im Unterhalt kostet, was die Spritkosten betrifft. Gleich vorweg, es ist schier unglaublich, wieviel Geld man nach wie vor mit einem Diesel sparen kann. Hier die simple Berechnung bei einer Jahresfahrleistung von 30.000km und einer Betriebsdauer von 4 Jahren – unabhängig von den Versicherungskosten:

Anschaffungskosten

  • Skoda Octavia RS Combi 2.0 TFSI 30.490 Euro
  • Skoda Octavia RS Combi 2.0 TDI 31.390 Euro

Der Benziner ist in der Anschaffung also 900 Euro günstiger.

Spritpreis Stand 26.09.2010

  • SuperPlus: 1,46 Euro
  • Diesel: 1,22 Euro

Langzeit-Durchschnittsverbrauch

  • 2.0 TFSI: 8,9 Liter / 100km (=2.670 Liter bei 30TKM)
  • 2.0 TDI: 6,7 Liter / 100km (=2.010 Liter bei 30TKM)

Bei 30.000km pro Jahr ergeben sich folgende Kosten:

  • 2.0 TFSI: 3.898,20 Euro
  • 2.0 TDI: 2.452,20 Euro
  • Mehrkosten TFSI: 1.446,00 Euro pro Jahr

Gesamtkosten / Differenz

  • Mehrkosten TFSI auf 4 Jahre: 5.784,00 Euro
  • Ersparnis TFSI Anschaffung: 900 Euro

Bleiben Mehrkosten von 4.884,00 Euro wenn man statt dem Diesel auf das Benzin-Modell zurückgreift.

Berücksichtigen wir nun noch die Kfz-Steuer (Stand September 2010):

  • Steuer Benziner je angefangener 100ccm: 6,75 Euro = 135 Euro pro Jahr
  • Steuer Diesel je angefangener 100cm: 15,44 Euro = 308,80 Euro pro Jahr

In vier Jahren spart man mit dem TFSI 695,20 Euro an Steuern, bleiben unterm Strich immer noch Mehrkosten von 4.188,80 Euro.

Spaßeshalber habe ich diese Berechnung auch mit einer Jahresfahrleistung von 9.000 Kilometern durchgeführt – auch dann kostet der Benziner pro Jahr noch 140 Euro mehr als das Diesel-Modell. Von daher leuchtet es mir absolut nicht ein weshalb man sich heutzutage ein Auto mit Benzinmotor kaufen sollte. Doch mich beschäftigt außerdem noch was anderes, mämlich die Versicherung. Ich denke, dass man mit einem Kfz Versicherungsvergleich auch einige Versicherungsanbieter angeboten bekommt, die noch günstiger sind, als die eigene.

Einwände anyone? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

The Boys are back in town

Zugegebenermaßen schon etwas länger, seit gut einer Woche. Nur hat es die Zeit noch nicht zugelassen, mich hier im Blog ausführlich über den Urlaub auszulassen. Zumindest habe ich es geschafft, während der Reise zwei kurze Statusberichte abzuliefern. Viel mehr ist auch für den Rest der Vakanz nicht passiert, denn wir hatten uns an dem Campingplatz in Kroatien derart festgebissen, dass wir fahr- geh- und bewegungsfaul wie wir waren, die ganze Woche dort zugebracht haben. Bis auf ein paar Fahrradtouren war die Woche von in der Sonne liegen, Essen, Trinken, Fernsehen und Schlafen beherrscht.

Bilder habe ich natürlich auch geschossen, 339 an der Zahl, ich kann ja ein paar Kostproben geben (nein, ich werde nicht das komplette Album in irgendein abgehalftertes, nicht vertrauenswürdiges Online-Fotoalbum stellen).

Ausgang San Bernardino Tunnel in der Schweiz

Ausgangs des San Bernardino Tunnels in der Schweiz. Ich bin jetzt schon mehrmals gefragt worden, wie ich diesen Effekt hinbekommen habe, da die meisten Probleme haben, Tunnelfotos durch die Frontscheibe zu schießen. Mir geht das eigentlich genauso, hier war es mehr Glück. Folgende Konstellation mit der ein Foto einigermaßen brauchbar wird: Kein Gegenverkehr = keine Blendung, Blitz der Kamera aus, auf gute Beleuchtung im Tunnel hoffen (lichtreflektierende Tunnelwände), und dann noch in einem holpernden Wohnmobil sitzen und beim Betätigen des Auslösers unbeabsichtigt wackeln. Schon hat man so ein Bild! ;)

Michael Schumacher - Parabolica - Monza 2010 Formel 1

Parabolica Kurve im Autodromo di Monza, Italien. Auch hier hat mich meine Kamera verarscht, und statt der Strecke den Zaun fokussiert. Im Nachhinein betrachtet gefällt mir das Bild erst durch diesen Effekt richtig gut. Rechts ins Bild fährt übrigens gerade Michael Schumacher rein, erkennbar am roten Helm.

Variante Ascari - Autodromo di Monza - Formel1 2010

Die berühmte Variante Ascari im Autodromo di Monza. Die Fahrer kommen von links, bremsen von knapp 350km/h auf ca. 150 ab, um dann die Variante mit Vollgas zu durchfahren. Um die ganze Kurvenkombination rum stehen Tribünen, dort wo das Foto entstanden ist, ist meiner Meinung nach der beste Platz zum Zuschauen – und wir haben so ziemlich jede Tribüne getestet.

Ruine zwischen Mailand und Triest - September 2010

Auf Facebook habe ich dieses baufällige Haus als unser Hotel betitelt. Des ehemals stattliche Haus steht an der italienischen A4 zwischen Mailand und Venedig, die Aufnahme ist – wie die meisten – bei ca. 110km/h aus dem Seitenfenster heraus entstanden.

Camping in Lazise, Agricamping Italien 2010

Hier seht ihr ein Bild unseres dekadenten Campers, 6 Meter 67 lang, ausgestattet mit wirklich allem was das Herz begehrt. Wir waren dort an einem sogenannten “Agricamping” Platz ca. 5 Kilometer vom Gardasee entfernt. Dieses Agricamping bieten dort viele Weinbauern an. Die haben genügend Grundstücke, stellen auf eine Wiese ein Haus mit Duschen und Toiletten und einer Ver- und Entsorgungsstation, verlegen ein wenig Strom, und fertig sind die Stellplätze für die Wohnmobile. Für 20 Euro darf man mit dem Camper stehenbleiben, und mit zwei Personen die Sanitäreinrichtungen nutzen, und hat eine Strom-Flatrate. Und das Ganze inmitten eines Weinbaugebietes. Wir sind dort für 1 Nacht gestanden, als Zwischenstop nach Monza in Richtung Kroatien.

Triest Panorama - Hafen Autobahn - September 2010

Auch das ist wieder so ein “schnell aus der Seitenscheibe raus” Foto. Noch dazu wird dieser atemberaubende Blick eigentlich von einer hohen Leitplanke verdeckt. Nur dadurch dass man im Camper etwas höher sitzt, und ich mich hingestellt und die Kamera ganz nach oben gehalten habe, ist dieses Bild entstanden. Zu sehen ist der Hafen von Triest, das Meer ist der oberste Teil der italienischen Adria und gleichzeitig der Golf von Triest.

Camping in Medulin, September 2010, Wohnmobil Campingplatz

An genau der Stelle stand unser Camper für 5 Tage, an der kroatischen Adriaküste. Der Platz in der ersten Reihe war zwar zeitgleich auch der windigste Fleck auf dem kompletten Gelände, aber die Aussicht wenn man morgens aufsteht ist unbezahlbar. Links davon ist in ungefähr 1 Kilometer Entfernung noch das Camp Kazela, das ist die südlichste Spitze der istrischen Halbinsel.

Steinmauer Kroatien, Jugoslawien

Hier seht Ihr eine typische Steinmauer, die Steine werden hier nur aufeinandergelegt und nicht anderweitig miteinander verbunden. Also kein Beton, kein Zement, die Steine passen einfach. Ich bin leider nicht auf die Idee gekommen mal dran zu wackeln, hätte ich mal probieren sollen. Ich gehe aber schon davon aus dass so eine Mauer stabil ist, die hat jetzt nicht ausgesehen als stünde Sie erst seit gestern dort. Das Foto ist während eines Fahrradausflugs ins Hinterland entstanden.

Medulin, September 2010 - Blick aufs Meer

Zum Abschluß noch ein Bild, aufgenommen direkt vor dem Wohnmobil morgens um dreiviertel Neun. Wohlgemerkt handelt es sich bei dem Gewässer nicht um einen Binnensee, sondern um die Adria.