Erster Test des NextGen Gallery Plugins

Nachdem der Jan mich auf seiner Domain rk-lauf.de schon länger damit verrückt macht, wie toll denn sein Gallery-Script unter WordPress läuft, mußte ich das auch mal ausprobieren.

Als Testobjekt müssen die Bilder aus Österreich herhalten, die ich im Februar fotografiert habe. Das Plugin für WordPress ist innerhalb von 5 Minuten komplett eingerichtet.

  1. NextGen Gallery hier herunterladen
  2. Zip entpacken, Files hochladen, Plugin aktieren
  3. In WordPress Backend erscheint links im Menü unten ein neuer Punkt “Galerie”, dort könnt Ihr Euch die Einstellungen ansehen
  4. Dann einfach eine neue Galerie erstellen und die Bilder hochladen
  5. Im Artikel fügt Ihr einfach das Tag “nggallery id=x” ein, wobei Ihr die Anführungszeichen durch eckige Klammern ersetzt, das X steht für die Gallery ID.

Danach sollte das Ganze so aussehen wie bei folgender Galerie:

Update: Untenstehend nur noch ein Screenshot der Gallery, da ich heute auf das neue Bilderskript Fancybox for WordPress gewechselt habe. Dieses Plugin ist einfacher im Umgang, benötigt keinerlei Konfiguration, man braucht kein zusätzliches Lightbox-Script, etc.
Klickt mal auf dieses Bild und ihr seht was ich meine! :-)

NGG Screenshot

Leider funktioniert unter WordPress 3.1 die Kombination NGGallery + LightBox2 nicht mehr. Mal sehen ob die LightBox Programmierer hier noch etwas machen, ich persönlich fand das LightBox Script immer am Schönsten.

Startschwierigkeiten und andere Katastrophen

Die letzten Tage waren irgendwie ein einziges Drama. Einerseits hätte ich gute Lust, alles was in der letzten Woche schiefgegangen ist, hier aufzuschreiben, andererseits bin ich froh dass die Woche vorbei ist. Einen Lichtblick gabs aber auch, es ist also noch nicht alles zu spät! ;-)

Apropos Lichtblick, heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit hatte ich das Glück, genau den Sonnenaufgang zu erwischen (Ja, ich weiß, ein Hoch auf meine Arbeitszeiten). Das folgende Bild ist ziemlich crappy, da ich in Sekundenbruchteilen die Handykamera gezückt habe, da blieb keine Zeit mehr die Scheibe sauberzumachen oder zumindest grob scharfzustellen. Das was dabei rauskam find ich trotzdem irgendwie cool.

Manhattanhenge im Jahr 2010 (in Nürnberg)

Ein ähnliches Phänomen gibt es auch in Downtown Manhattan, das Prinzip nennt man Manhattanhenge. Die Straßenzüge in Manhattan sind genau von Ost nach West ausgerichtet, und an ein paar Tagen im Jahr geht die Sonne quasi genau am Ende der Straße auf. Bei Wiki gibts dazu auch ein Bild, auch wenn ein oberschlauer Wiki Autor das Prinzip wohl nicht verstanden hat:

Unfug – jede halbwegs in Ost-West Richtung zeigende Straße zeigt diese Eigenschaft an zwei Tagen im Jahr. Da ist Manhattan keine Ausnahme.

Ansonsten ists in Deutschland schon wieder arschkalt, und aufgrund eingeschränkter Heizmöglichkeiten auch in meiner Bude. Sobald ich den Artikel fertiggeschrieben habe, werde ich mal wieder Immoscout ausquetschen und mich nach einer neuen Bleibe umsehen. Im Sommer ists ja ganz lässig wenn alles schwitzen, und die Temperatur in meinem Bunker bei konstanten 20 Grad liegt, aber im Winter wird das teilweise richtig ungemütlich. Von daher, neue Wohnung, ich komme! :D

Passend zu meiner momentanen Stimmung gibts auch noch einen Musikitpp. Ich habe bereits vor fast drei Jahren über das Living With War Album von Neil Young berichtet. Die Songs haben seitdem nichts an Aktualität und Tiefgang verloren, richtig gute Antikriegs-Musik, die sich immer dann hervorragend hört, wenn man sowieso von allem angefressen ist.

Auch “unsere” Soldaten hocken ja noch in Afghanistan rum, bzw. leisten dort tagtäglich Ihren gefährlichen Job. Dank dem Karl-Theodor, unserem Verteidigungsminister, kriegt das auch endlich mal jemand von uns hier in Deutschland mit, was die Soldaten und Soldatinnen da unten leisten. Spätestens alle acht Wochen schaut zu Guttenberg am Hindukusch nach dem Rechten, zeigt Präsenz, und stärkt vor allem die dort stationierte Bundeswehrmannschaft. Heute nun das Novum, Karl-Theodor geistert mal wieder im Kriegsgebiet rum, diesmal allerdings mit niemand geringerem als seiner Frau Stephanie als Begleitung. Diese ist mit dabei, und kümmert sich vor allem um die Soldatinnen und hört deren Probleme und Ängste. Die Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan hält es vor Stolz und Freude kaum mehr in den Kampfanzügen, weil endlich mal jemand das zum Tagesgespräch macht, was von den meisten Bundesregierungen und Ministern in der Vergangenheit totgeschwiegen wurde. Guttenbergs Frau hat sich den Trip gen Osten übrigens nicht vom Steuerzahler sponsern lassen, sondern hat Ihren Mann auf eigene Kosten begleitet.

Trotzdem herrscht seit heute Mittag heller Aufruhr bei den deutschen Oppositionsparteien. Den Vogel abgeschossen hat SPD-Vorstand Sigmar Gabriel mit folgender Äußerung:

Ich halte das für absolut unangemessen! Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch, da hätten wenigstens die Soldaten was davon!

Der allgemeine Tenor lautet wohl, die zu Guttenbergs würden Ihre gemeinsame Afghanistan-Reise als PR-Show nutzen, um den lieben Karl-Theodor in ein gutes Licht zu rücken (vielleicht sogar im Hinblick auf die kommende Bundestagswahl?). Meiner Meinung nach wird genau andersrum ein Schuh draus. Zu Guttenberg hat von Anfang an, also seitdem er ins Ministeramt berufen wurde, gesagt, er mache Politik weil Sie ihm Spaß macht, nicht weil er damit sein täglich Brot verdienen muß. Auch hat er sich stets die Option freigelassen, mit der Politik wieder aufzuhören, wenn der Spaß weg ist, oder falls zu sehr quergeschossen wird.
Kurzum, und das ist das was die meisten Anti-Guttenbergs nicht verstehen: Der Mann hat es nicht nötig, seine Reputation aufzupolieren! Nur verstehen viele nicht, dass da plötzlich ein ehrlicher, unabhängiger Politiker steht, dessen Existenz nicht von Wählerstimmen abhängt. Auf jeden Fall hat sich Sigmar Gabriel mit den heutigen Aussagen jegliche noch vorhandene Rest-Sympathie bei mir verspielt.

München und Umland Teil 2

Nachdem ich Euch gestern im Artikel BMW Welt, BMW Museum und die Badewanne Münchens eine Fortsetzung versprochen habe folgt heute Teil 2 der Ausflugsgeschichte. Nachdem sowohl BMW Museum als auch BMW Welt erfolgreich abgehakt waren, hatte ich die Qual der Wahl: Einerseits hatte ich eine Einladung von Red Bull Racing, um im Salzburger Hangar 7 das Race of Champions zu verfolgen, andererseits wollte ich noch eine kleine Tour durch die oberbayerische Seenlandschaft machen.

Die Fahrt in Richtung Starnberg hat mir erstmal Zeit zum Überlegen verschafft, dort angekommen habe ich mich erstmal für eine Runde um den Starnberger See entschlossen. Die Strecke von Tutzing nach Seeshaupt kannte ich noch nicht, und ich hatte die Hoffnung ein paar schöne Plätze am Ufer des Starnberger Sees zu finden, um einige Bilder zu machen. Doch weit gefehlt, denn das komplette Westufer von Münchens Badewanne ist gesäumt von Villen und Palästen, und überall dort wo keine Immobilie steht ist jegliches Grünland eingezäunt und mit dem Hinweis “Privatgrund – Betreten verboten!” versehen. Von Parkmöglichkeiten ganz zu schweigen.
Die prunkvollen Villen allein waren aber die Fahrt schon wert. Quasi jedes Haus verfügt über ein großes Tor, hinter dem sich eine großzügige Zufahrt verbirgt, kaum ein Haus in dem nicht mindestens ein BMW X6 oder Porsche Cayenne parkt. Stellt sich natürlich trotzdem immer noch die Frage, wie viele der Rand-Münchner Ihren Fuhrpark bar bezahlen, und wer eine Autofinanzierung in Anspruch nimmt. Letzteres macht wahrscheinlich – und verständlicherweise – der Großteil.

Kurz vor Seeshaupt hatte ich dann doch noch Glück, dort konnte ich kurzzeitig auf einem Privatparkplatz stehen bleiben, und zumindest eine kleine Runde zum See laufen. Leider war das Wetter mittlerweile umgeschlagen, und ich hab kein sonniges Foto des Starnberger Sees mehr erhascht, stattdessen blieb mir nur die Möglichkeit, auf Schwarz-Weiß auszuweichen:

Idylle am Starnberger See im November 2010
Starnberger See bei Bernried

Von Seeshaupt aus gibt es eine wunderschöne Strecke über Geretsried und einen kurzen Schlenker über Dietramszell nach Bad Tölz. Dort hat mich dann jeglicher Elan verlassen, sodaß ich nicht weiter nach Salzburg gefahren bin, sondern die Heimreise in Richtung Nürnberg angetreten habe.

Aussicht Oberbayern Alpenvorland November 2010
Abendstimmung bei Dietramszell

Tja, somit steht ein weiterer Besuch im Voralpenland aus, um ein paar schöne Bilder der verschiedensten Seen zu machen. Für das nächste Mal suche ich mir besseres Wetter aus und schau dass ich ein wenig früher in Nürnberg loskomme. Folgende Seen stehen auf jeden Fall auf dem Programm:

  • Starnberger See, Ostersee, Staffelsee, Riegsee, Kochelsee, Walchensee, Sylvensteinsee, Tegernsee, Schliersee, Spitzingsee

Damit ich fototechnisch zumindest nicht komplett mit leeren Händen dastehe, hier noch ein Bild vom Walchensee im August 2008.

Walchensee im August 2008

Der Walchensee liegt 800 Meter über NN und zählt damit zu den Bergseen. Der See hat eine Fläche von 16,4km² und ist einer der tiefsten Seen im Voralpenraum, an der tiefsten Stelle geht es über 190 Meter nach unten. Wie der See entstanden ist, warum der Walchensee für Taucher sehr interessant ist und viele weitere Infos zur Geschichte und Ökologie könnt Ihr bei Wikipedia nachlesen. Das im Hochsommer 2008 entstandene Bild das Ihr oben seht mag etwas täuschen, die Wassertemperatur lag seinerzeit bei ca. 14 Grad.

An welchen Seen in Bayern wart Ihr schon? Schreibt mir in den Kommentaren!

BMW Welt, BMW Museum und die Badewanne Münchens

Eigentlich hatte ich ja gestern mal wieder was ganz anderes vor. Der Wetterbericht hatte Schneefall vorhergesagt, und ich hab mich richtig aufs Fahren gefreut. Ziel war das Alpenvorland um ein paar schöne Fotos von verschneiten Gegenden zu machen. Einen Strich durch die Rechnung hat mir die hervorragende Ausschilderung der BMW Welt gemacht. Sobald man die A9 in Schwabing verlässt wird man ja geradezu bombardiert mit Wegweisern die zum Herzstück der bayerischen Automobilkunst führen.

Direkt am Olympiapark ist ja seit jeher das BMW Museum, das vor einiger Zeit um einen Monumentalbau Namens “BMW Welt” ergänzt wurde. Klar, Autoteile kauft man woanders, aber mir war bis gestern nicht bewußt dass die BMW Welt sozusagen die Autostadt Wolfsburg für BMW Modelle ist. Sprich, wer sich einen neuen BMW bestellt hat, kann sich das überteuerte Gefährt standesgemäß prunkvoll übergeben lassen.

So stand ich also ehe ich mich versah, brav der Ausschilderung folgend, in der Tiefgarage der BMW Welt. Dort parkt man übrigens für zwei Euro die Stunde, jede weitere Stunde kostet 1,50 Euro. Dafür dass man vom Parkhaus aus direkt mit dem Aufzug in die BMW Welt reinfahren kann, ist das ein mehr als akzeptabler Preis. Im Erdgeschoß angekommen habe ich als kleiner Bub vom Lande natürlich erstmal Bauklötze gestaunt. Jeder der einen BMW sein Eigen nennt sollte sich das mal anzusehen, allein schon um zu wissen wo BMW das ganze Geld reinsteckt, das Sie mit ihren Premiumpreisen umsetzt.

Vom 1. OG aus hat man einen schönen Blick auf die Fahrzeugübergabe, wo gestandene Geschäftsmänner plötzlich ganz nervös und hibbelig wie kleine Kinder um Ihren neuen BMW herumwuseln und sich über die 30 Minuten VIP-Behandlung freuen, die der Kauf eines 70.000 Euro Autos mit sich bringt.

BMW Welt München - Ausblick Fahrzeugübergabe November 2010

Diese weißen Knubbel die unten blau leuchten, die Ihr auf dem Bild seht, sind übrigens lautlose Staubsauger, die unmotiviert durch die Halle fahren und den Boden sauberhalten. Alle 20 Minuten wuseln plötzlich alle Sauger in ein Eck und werden von einem BMW Mitarbeiter in Anzug und Krawatte wieder auseinandergeschubst, natürlich stets unter den Fragen der Besucher “Hallo, was ist denn das?”. Sehr lustig!

Nachdem ich mich noch etwas in der BMW Welt umgesehen hatte und dem “Doppelkegel” einen Besuch abgestattet hatte (in dem übrigens ausschließlich der neue 5er präsentiert wurde) bin ich über die Verbindungsbrücke rüber zum BMW Museum gelaufen.

BMW Museum München - Außenansicht - November 2010

Wie Ihr auf dem Bild seht war natürlich kein Schnee in Sicht, dafür war es arschkalt, aber wenigstens die Sonne hat geschienen. Nachdem ich dann zuerst die kostenfreien Bereiche im BMW Museum beschnüffelt hatte, unter anderem die halbrestaurierte Rohkarosse eines V8 Barockengel, einen orangefarbenen 3.0CS und der einladenden Bar “M1″ in der ein Schnitzel 14 Euro kostet, war ich dann doch heiß auf das eigentliche Museum.

12 Euro wollte die zweisprachige Dame am Empfang von mir haben, wäre ich EADS-Mitarbeiter wie die Frau neben mir, dann wäre ich für 6 Euro reingekommen. Das Highlight des Tages kam kurz nach dem Eingang ins Museum – am Samstag Mittag ist nämlich in dem Museum überhaupt nichts los! Kein Gedränge, wirklich kaum Leute, keiner der durchs Bild läuft wenn man Fotos machen will, und richtig still. Im Raum der M-Fahrzeuge war ich beispielsweise ganz alleine und hatte zeitweise das Gefühl als hätten die mittlerweile zugesperrt.

Somit hatte ich genug Zeit, einige Fotos zu schießen. Leider habe ich Depp mich immer noch nicht wirklich in die Bedienung meiner Kamera eingelesen, weshalb die meisten Fotos nicht wirklich vorzeigbar sind, ein paar Bilder sind etwas geworden, hier die schönsten Motive:

BMW Museum - Ahnenreihe - E21, E12, E24, E23 - November 2010

Ahnenreihe: E23 745i | E24 633csi | E12 520 | E21 323i

BMW E32 750iL - BMW Museum München - November 2010

BMW E32 750iL Heckansicht - BMW Museum München - November 2010
Steht ja hinten drauf – ein BMW E32 750iL | 12 Zylinder | 299 PS

Ein absoluter Traum ist der Raum mit den BMW Tourenwagen, sowohl der E30 M3 DTM als auch der E21 320 und der CSL sind aus der Nähe einfach der schiere Wahnsinn. Schön dass BMW auf Absperrbänder oder Vitrinen verzichtet hat. Man kann ganz nah an die Autos ran, und es tappt auch keiner auf den Autos rum, vielmehr spürt man richtig die Ehrfurcht in der Luft, sobald jemand den Raum betritt.

BMW M3 E30 DTM - BMW Museum - November 2010

BMW E21 320 - BMW Museum - November 2010

BMW 3.4 CSL - BMW Museum - November 2010
Das Endrohr lässt die brachiale Lautstärke schon erahnen

Nach den Tourenwagen ging es direkt weiter in den eben schon angesprochenen Raum mit den M-Modellen. Die Bestückung dort ist auf jeden Fall noch verbesserungswürdig, wieso steht da eigentlich kein E34 M5? Stattdessen sind aktuell folgende Modelle vertreten: BMW M1, BMW M635csi, BMW M3 E30, BMW M5 E28, BMW Z3 M Roadster und ein BMW E46 M3 CSL. Wobei letzterer in einem katastrophalen Lackzustand ist, anscheinend hat das Auto zuletzt nur Waschanlagen gesehen, und richtig aufpoliert war er auch nicht. Nun gut, der E30 M3 (ich glaube es war ein SportEvo, bin aber nicht ganz sicher), hat für alles entschädigt:

BMW E30 M3 SportEvo rot - BMW Museum November 2010

BMW M Modelle - Ausstellung - BMW Museum November 2010

Wer die BMW-Farben kennt der sieht schon, dass meine Kamera nicht wirklich auf die Lichtverhältnisse eingestellt war, wobei die Raumbeleuchtung ihr Übriges getan hat – ein M1 ist einfach nicht orange, sondern eigentlich rot! ;-)
Was ich leider nicht gesehen habe, aber eigentlich erwartet hatte, ist das BMW M1 ProCar. Davon wollte ich eigentlich ein paar Bilder machen, aber anscheinend steht der Wagen momentan in einem anderen Museum.

Außer dem BMW Museum mit den fest installierten Exponaten gibt es auch noch eine Wechselausstellung, dort sind die sogenannten BMW Art Cars untergebracht. Die Art Car Ausstellung war umfangreicher als ich gedacht hatte, drei Modelle hatte ich bisher noch gar nicht gekannt. Leider waren die Räume so stark abgedunkelt dass die meisten Fotos nicht gut geworden sind. Anbei trotzdem zwei der Art Cars:

BMW Museum - E36 M3 GT Art Car - November 2010

BMW Museum - E92 M3 Art Car Tourenwagen - November 2010

Die Art Car Ausstellung kann ich jedem wirklich nur empfehlen. Man braucht dazu auch kein Ticket für das komplette BMW Museum zu kaufen, die Tickets für die Wechselausstellung gibt es auch separat, für 6 Euro (November 2010). Vor allem ist bei jedem Art Car genau erläutert, wer das Fahrzeug bemalt hat, und aus welcher künstlerischen Verantwortung heraus.

Soviel zur BMW Welt und zum BMW Museum, Teil 2 des Tages gibts im nächsten Artikel.

Überdosis Nuttendiesel

Dem Wettergott sei Dank, war es in den letzten drei Tagen noch derart warm, dass ich noch ein paar Strecken auf dem Fahrrad runterreißen konnte. OK, insgesamt sind es zwar nur 46 Kilometer gewesen, trotzdem war vor allem die heutige Tour durch die Wälder ein richtiger Genuß. Leider wurde dieser – und das ist mir heute ganz extrem aufgefallen – von ein paar sportelnden Hausfrauen getrübt.

Wieso sagt eigentlich den zumeist in einer Beziehung befindlichen Weibsbildern niemand, dass es beim Sport an der freien Natur nicht notwendig ist, sich derart dick in Parfum zu tränken? Dreimal ist mir heute solch eine Spezies auf dem Fahrrad entgegengekommen, und ohne Witz, die ersten drei dem Aufeinandertreffen folgenden Atemzüge waren eine Katastrophe. Diese Frauen ziehen eine dermaßene Parfumfahne hinter sich her, dass man selbst aus zwei Kilometer Entfernung spielend Witterung aufnehmen könnte.
Es fängt einem dabei derart die Luft dass man fast nicht umhin kommt, seine Trittfrequenz zu verlangsamen, nur um wieder zu Puste zu kommen.

Also liebe Frauen, wenns Euch schon keiner sagt, dann mach ich das: Wenn Ihr zum Sport geht, und bereits im Vorfeld wisst dass Ihr ins Schwitzen kommen werdet – ein geruchloses Deo ist vollkommen ausreichend um danach nicht zu stinken wie ein Iltis!

Alle Eure Mitsportler, die zumindest noch den Hauch eines Geruchssinns haben, werden es euch danken, denn nach einem 100 Euro Parfum zu riechen mag im Alltag betörend sein, beim Sport ist es einfach unangebracht.

Vielleicht  begegne ich aber auch immer nur denen, die auch mit rot lackierten Fingernägeln und Highheels im Garten arbeiten. Oder aber es ist in der heutigen Gesellschaft schon Usus, dass man sich als Frau in einer Duftwolke versteckt, die größer als die Atomwolke von Tschernobyl ist. Mir ist das auch schon beim Einkaufen aufgefallen – manche Parfumträger kann man tatsächlich mit der Nase in einem ganzen Einkaufszentrum orten, frei nach dem Motto “Die die ich grad beim Karstadt getroffen habe, war vor 20 Minuten schon beim NewYorker”.

Kopfschüttelnde, gerade vor dem Notebook sitzende und dabei nicht einparfurmierte Grüße…