“Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.” – das hat vor über 2500 Jahren schon der Grieche Heraklit von Ephesus erkannt. Sobald jedoch mein Körper nach Erholung und Entspannung in Form eines Urlaubs lechzt, werfe ich dieses Zitat gänzlich über Bord. Wer mich kennt, weiß: Auch dieses Jahr ging es wieder für 1 Woche an die Adria, selber Ort wie immer, selbes Ferienhaus wie immer, sogar die Liege am Strand stand fast am gleichen Fleck wie beim letzten Besuch (der allerdings schon 3 Jahre zurücklag).
Kurzer Einwurf, wer sich für griechische Philosophen und deren schlaues Geschwätz interessiert, Christian Lapp hat das obenstehende Zitat von Heraklit einmal näher beleuchtet und in einer mathematischen Herleitung genau analysiert wieso es sich dabei eher um ein Paradoxum denn eine korrekte Weisheit handelt – Veränderung und Beständigkeit stehen in einem aporetischen Verhältnis.
Zurück zum Urlaub. Über sieben Tage faules Rumhängen am Strand mit grenzenloser Völlerei vielen Unterbrechungen zum Essen kann man eigentlich nicht viel Erzählen, deshalb habe ich ein paar Bilder aus der Kamera herausgepickt die ich hier mit einbinde – Trotzdem dass schon so oft hier waren sind es wieder 240 Bilder geworden.

Ein überbelichtetes, nicht recht scharfes Bild, aufgenommen mit dem Handy durch die schmutzige Frontscheibe – hat auch was!
Am Strand liegend habe ich darüber philosophiert ob es denn nun gut oder schlecht ist, wenn man unzählige Fotos jeder Gelegenheit knipst, um diese dann Jahre später im heimischen Wohnzimmer immer wieder anzusehen. Macht das nicht langsam aber sicher unser Hirn kaputt? Haben nicht unsere Eltern, die auf einer ausgedehnten Reise nur 1 oder 2 Filme (also 48 oder 72 Fotos) zur Verfügung hatten, Ihre Urlaube vielleicht schöner in Erinnerung? Die Kunst unseres Gehirns liegt nämlich darin, Erinnerungen im Laufe der Jahre zu verwaschen – wird dann nicht alles noch schöner als es in Wirklichkeit war?

Sonnenaufgang um 5:21 Uhr, oder: The early bird catches the worm!
Und werden wir Digicam-Junkies nicht mit der schonungslosen Wirklichkeit konfrontiert und versäumen dadurch weichgespülte, weil nur in der menschlichen Erinnerung vorkommende Bilder? Stirbt damit letztendlich die Legendenbildung, weil jeder Schritt und Tritt mit einem Foto bewiesen werden kann? Ernsthaft, ich bin tatsächlich am Überlegen, im nächsten Urlaub meinen Bilderverbrauch zu rationieren, und mich darauf zu konzentrieren in der ganzen Zeit nur die sprichwörtlichen “1-2 Filme” zu knipsen.

Leuchtturm in Bibione. 30 Minuten Fußweg. Sowohl der Hinweg als auch die Szenerie erinnern ein wenig an den Film Shutter Island. So ein maroder Turm, da hatte ich mehr erwartet.
Die Hin- und Rückfahrt verlief ebenfalls komplett unproblematisch, die 594km Wegstrecke schafft man trotz 300km Bundesstraße tatsächlich auch in 6 Stunden, ohne Geschwindigkeitsübertretungen und ohne übertriebene Hetze. Es ist schon erstaunlich wieviel Zeit man spart wenn man nicht jede Stunde zum Rauchen anhalten muß!
Urlaub mit dem Auto ist überhaupt viel praktischer und unkomplizierter als mit dem Flugzeug. Bei Flügen bin ich viel zu eingeschränkt was das Gepäck betrifft, vor Ort muß ein Mietwagen organisiert werden, etc.
Das Thema Rauchen ist momentan auch leidig, mittlerweile liegt der Genuß meiner letzten Zigarette knapp 13 Monate (!) zurück, und trotzdem begleitet mich das gierige Verlangen tagtäglich. Schlimmer noch, die süchtigen Schübe werden immer mehr. Mittlerweile hoffe ich inständig dass ich den Zenit der nikotinösen Enthaltsamkeit bald erreicht habe…

Laubfrosch – saß auf dem Weg zu unserer Ferienwohnung
Ach, weil ich grade die Post öffne, die deutsche Rentenversicherung hat mich in ihrem jährlichen Schrieb über mein aktuell angehäuftes monatliches Almosen informiert. Sollte ich beschließen ab Morgen nicht mehr zu arbeiten könnte ich ab meinem 65. Lebensjahr jeden Monat 311,77 Euro auf den Kopf hauen. So hoch ist nämlich meine momentane “Rentenanwartschaft“. Ein Wahnsinn…
So. Jetzt erstmal frühstücken. Ach, falls Ihr doch mal wieder hier auf meinem Blog, der sich immer mehr zu einem Monolog meiner Person entwickelt, kommentieren wollt, dann schreibt mir doch Euere Urlaubsziele für 2010. Wo gehts hin? Mit dem Flugzeug, Auto, whatever. Ich würde mich freuen ein Lebenszeichen von dem ein oder anderen zu hören…
Seitdem Tom und ich an unserem Nürnberg-Singapur Projekt planen, sauge ich alle möglichen Globetrotter- und Expeditionsberichte förmlich auf. In der heute erschienenen Auto Bild gibt es einen Bericht über die Tour “Vom Kiez zum Kap”. Dort fahren zwei Fußballbegeisterte von Hamburg nach Südafrika.
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enau wie bei uns ist auch bei Ihnen das Budget begrenzt, weshalb ein VW Bulli T3 synchro mit 350.000km als Fahrzeug ausgewählt wurde. Los ging die Reise von Bernd, Kay und Maria am 8. Februar in Hamburg, das Ziel war es, heute Abend – der 11. Juni 2010 – im Fußballstadion zu sitzen und dem WM-Eröffnungsspiel zu fröhnen. Was soll ich sagen, anscheinend haben Sie es nicht geschafft.
Der Artikel in der Auto Bild hat nicht alles verraten, da stand nur irgendwas von Motorbrand in Kenia. Genauere Infos gibt es da schon auf der Projekt-Webseite der Weltenbummler. Der letzte Eintrag stammt vom 07. Juni 2010 (also vor 4 Tagen). Da sieht alles danach aus dass Bernd und Kay in Nairobi festsitzen, bzw. dort den Bus repariert haben, und zu allem Überfluß noch von zwei Zivilpolizisten beraubt wurden.
So wie sich das Ganze darstellt wird es wohl sogar dünn, dass die Jungs (und das Mädel, wobei ich nicht genau herauslesen konnte ob die immer noch dabei ist) es bis zum WM-Finale nach Südafrika schaffen. Moment, gerade lese ich noch im Twitter-Channel dass mittlerweile zumindest Malawi erreicht wurde!
Sei es wie es sei, die zwei bzw. drei haben meine absolute Hochachtung. Erstens vor einem Arbeitgeber für den wohl 3 (oder 4) Monate Urlaub kein Problem darstellen, andererseits für den Pioniergeist auch mit einem schmalen Geldbeutel so ein Projekt runterzureißen und nicht zuletzt dafür dass Sie bisher immer weitergemacht haben und trotz 3-wöchiger Reparaturpause immer noch Auf Achse sind!
Das Bild links ist eine Fotografie der Seite in Auto Bild – ich hoffe das Auto Bild Team ist so fair und mahnt mich nicht gleich ab weil ich das Foto verwendet habe – deshalb hier zusätzlich noch der Copyrightvermerk: (c) Auto Bild – www.autobild.de.
Wenn Ihr den kompletten Bericht lesen wollt, dann schnappt Euch die aktuelle Auto Bild am Kiosk und/oder seht auf der Webseite vom-kiez-zum-kap.com nach! Jungs, ich drück Euch die Daumen!
Mal sehen, wie fang ich das hier jetzt am geschicktesten an. Nächstes Jahr steht ja – rein theoretisch – unser Singapur-Trip an. An die 18.000 Kilometer im Auto sitzen wird sicher spaßig, aber ich würde mich noch wohler fühlen wenn ich vorher zumindest einen Aufwärmtrip gefahren hätte. Gut, in 3 Wochen geht es an die Adria, aber im Normalfall steige ich wegen 660km nicht mal aus, das zählt also gar nicht.
Nun, *rumdrucks* jetzt habe ich da in Facebook kürzlich den Tom wiedergefunden, er kommt aus dem gleichen Ort wie ich, wir haben uns geschätzte 15 Jahre nicht mehr gesehen, und irgendwie würd ich schon gern mal wieder Hallo sagen. Da es aber direkt fad ist, ihn daheim zu besuchen habe ich überlegt ihn an seiner Arbeitsstätte aufzusuchen. Ihr habt es vielleicht schon an der Überschrift erkannt, der Gute arbeitet in Libyen. So wirklich weiß er auch noch nichts von seinem Pech dass ich auf nen Kaffee (oder ein Bierchen) bei ihm vorbeischauen will, auch weiß ich noch garnicht ob ich a) Willkommen bin und die Sache b) überhaupt funktioniert, aber einen Budgetplan kann ich ja mal aufstellen. Meist kommt danach sowieso die erste Ernüchterung…
Was auf den ersten Blick so nach Afrika, Wüste und furchtbar weit weg klingt entpuppt sich auf den zweiten Blick als durchaus machbare weil übersichtliche Reiseroute. Das Ganze zuerst in Kürze:
- Wald (Deutschland) nach Salerno (Süditalien) per Auto
- Salerno (Süditalien) nach Tunis (Tunesien) per Schiff
- Tunis (Tunesien) nach Tripolis (Libyen) per Auto
In Zahlen ausgedrückt sind das 1.357 km vom Startpunkt bis zum Hafen in Salerno, dann geschätzte 20 Stunden auf der Fähre, danach nochmal 947 km von der tunesischen Hauptstadt in die libysche Hauptstadt. Und dann natürlich wieder zurück.
In Bildern ausgedrückt sieht die Sache folgendermaßen aus: Streckenabschnitt 1

Streckenabschnitt 2, also den Teil mit dem Schiff kann sich ja wohl jeder vorstellen. Das Blaue auf der Karte ist das Wasser, auch Mittelmeer genannt, keine Ahnung wie der Kapitän da fahren wird, Hauptsache er geht am Hafen von Tunis vor Anker. Dort beginnt Streckenabschnitt 3:

Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher dass man nicht über Nalut nach Libyen einreisen muß, denn es gibt noch einen Grenzübergang weiter nördlich in Ra’s Ajdir. Da geht nämlich eine staatliche Küstenstraße – gut ausgebaut – direkt bis nach Tripolis rein. Von daher könnte sich Streckenabschnitt 3 auch noch um ein paar Kilometer verkürzen was mir ob der Gesamtreisezeit sehr gelegen käme.
Stellt sich die nächste Frage, nämlich die des Fahrzeuges. Definitiv sicher ist, dass mein Alltagsauto für die Reise ausfällt. Einerseits aus unzähligen Gründen, andererseits weiß ich dass ich ohne Blessuren nicht auf die Fähre komme – wer die Auf- bzw. Abfahrtswinkel von Mittelmeerfähren kennt weiß was ich meine. Da für unseren Singapur-Trip sowieso noch ein Auto angeschafft werden muss, müssen wir noch ausknobeln ob wir damit gleich die Jungfernfahrt machen, oder ob ich dafür ein günstiges Auto kaufe. Aktuell würde mir da ja ein alter 3er oder 5er BMW vorschweben, damit werde ich jetzt auch die Kosten kalkulieren.
Was brauchen wir also alles?
- 2-Monats Vignette Österreich: 23 Euro
- Mautgebühren Italien: ca. 90 Euro einfach = 180 Euro
- Tunnelmaut Divers: 60 Euro
- Zollformalitäten Tunesien / Libyen: 200 Euro
- Fähre für zwei Personen + Auto: 860 Euro
- Spritkosten für ca. 5.000km: ca. 600 Euro
Die Kosten der Fähre sind tatsächlich ein Wahnsinn. Von Salerno nach Tunesien verkehrt eigentlich nur die Grimaldi Lines, und bei den 860 Euro ist KEINE Kabine dabei, nicht einmal ein Pullman-Sitz, sondern stinknormale Deckübernachtung. Das sieht dann so aus, dass man sich irgendwo ein Eck sucht in dem man Isomatte und Schlafsack ausbreitet. Mit Kabine reden wir von ca. 1.400 Euro für Hin- und Rückfahrt. Anbei ein Screenshot des Fährangebotes:

Meine flüchtige Kalkulation beläuft sich also auf 1.923 Euro, geteilt durch zwei Personen wären wir bei roundabout 960 Euro pro Person. Okay, dazu kommen noch die Verpflegungs- und Übernachtungskosten, aber Essen muß ich ja daheim auch was und schlafen kann ich zur Not im Zelt. Wobei, wenn es natürlich selbst im zivilisierten Tripolis Schlangen oder Skorpione geben sollte, würde ich doch ein gemauertes Zimmer vorziehen.
Jetzt muß ich nur noch rausfinden was man sich in Libyen so tolles anschauen kann, zumindest für den tunesischen Teil weiß ich schon einiges, und auch die Strecke durch Italien ist – zumindest ab Rom – recht kurzweilig. Mal sehen was draus wird, auf jeden Fall mag ich die Idee…
Ach ja, und natürlich kenne ich den Spruch
:
When preparing to travel,
lay out all your clothes and all your money.
Then take half the clothes and twice the money.
Letztes Wochenende war ich mit meiner kürzeren Hälfte nach langer Zeit mal wieder im Kino. Entgegen meiner sonstigen Eigenart, extra bis ins Kino nach Plattling zu fahren, habe ich mich diesmal durchgerungen nach fast 10 Jahren mal wieder das Lichtspielhaus in Cham zu besuchen. Jeder den ich im Vorfeld fragte hat mir ganz begeistert erklärt: “Ja, die haben umgebaut, alles supi!”.
Vor Ort angekommen konnte ich mich davon überzeugen dass der Eingangsbereich tatsächlich modernisiert wurde. Anscheinend ist den Betreibern aber nach dem Aufenthaltsbereich das Geld ausgegangen, der Bereich der Vorführsäle (und v.a. die dortigen Sanitäranlagen) sind immer noch im niemals aufgehübscht wordenen 80er-Jahre Styling. Wuah, mich schüttelt es jetzt, eine Woche nach dem Besuch immer noch.
Trotzdem warteten geschätzte 150 Besucher gespannt auf den Einlaß in die heiligen Vorführhallen. Mal ehrlich? Besucht Ihr dieses Kino weil Ihr keine Alternativen habt, oder findet Ihr das wirklich ganz passabel? Für mich gehört zum Kinoerlebnis ein klein wenig mehr als ein dunkles Zimmer mit durchgesessener Bestuhlung und ein paar Audioboxen an den Wänden – da sollte schon das ganze Ambiente stimmen, und nicht an ein Kellerverlies aus SAW II erinnern.Vielleicht bin ich aber auch nur zu verwöhnt… Falls also zufällig ein Chamer-Kinogänger mitliest, hinterlasst mir doch mal einen Kommentar, entweder hier oder in Facebook.
Ach ja, auf dem Weg zum Kino konnte ich noch einen Blick in einen Hinterhof mit spaßiger Türbeschriftung werfen. OK, der Witz ist platt, aber vielleicht handelt es sich ja tatsächlich um die Wohnungstüre eines dort hausenden Chinesen…

Der Film den wir uns angesehen haben war zum Glück anspruchslos und seicht genug, sodaß mir die gelegentlichen Bildhüpfer, die kurzfristigen Tonaussetzer und die komplett dreckige und verschmierte Leinwand nichts mehr ausgemacht haben. Wer sich 107 Minuten mit einer typisch amerikanischen Teeniekomödie berieseln lassen möchte, “Zu scharf um wahr zu sein” kann man sich durchaus 1x ansehen, ein DVD-Kauf lohnt allerdings nicht wirklich.
So. Blick aus dem Fenster – es regnet immer noch nicht. Blick aufs Thermometer: 7° Celsius. Ich bin gleich gut verpackt auf dem Mountainbike zu finden!
…but I did not shoot the Comic Sans!
Ja, momentan blogge ich zu wenig. Wie eigentlich meistens. Einen Grund meiner momentanen Schreibflaute hab ich in meinem letzten Beitrag schon erwähnt. Ach ja, apropos: Ich bin mittlerweile 10 Tage weg von meinVZ, und habe keinerlei Entzugserscheinungen. Auch meinen abrupten Bruch mit Frohe Ernte habe ich gut überstanden. OK, ich muß zugeben dass ich mir recht schnell adäquaten Ersatz gesucht habe, mittlerweile bin ich Social City addicted. Das ist ein Facebook-Onlinegame und ähnelt vom Spielprinzip her dem fast 20 Jahre alten Sim City 2000. Hier mal ein Screenshot meiner Stadt mit mittlerweile knapp 50.000 Einwohnern:

Zurück zum Thema. In einer Stunde werde ich aufbrechen, Freunde von mir sind umgezogen und wir müssen heute noch ein paar Netzwerkkabel quer durch die Wohnung verlegen. Angeblich liegt Cat.7 Verlegekabel und Dosen bereit, dann müssen nur noch die Dosen angeklemmt werden, und der Netzwerk-Spaß kann beginnen. Aller Voraussicht nach habe ich also diesen Abend genügend Zeit, mich etwas um diesen Blog hier zu kümmern. Wobei es natürlich Abends auch wieder passieren kann dass ich keine Lust mehr zum Schreiben habe, we will see.
Ach ja, und um den Kreis zur Überschrift dieses Beitrags zu schließen – das Ganze hat nichts mit Eric Clapton zu tun, sondern hiermit:

gefunden via [somuchpun.com]