Keine Geschäftsidee und trotzdem erfolgreich selbständig?

In der letzten Zeit versuche ich in regelmäßigen Abständen, meine Gedanken zum Thema Selbständigkeit und Existenzgründung zum Besten zu geben, und einige Ideen und Ansätze mit Euch zu teilen. Bei mir ist es so, dass ich wahnsinnig viele Ideen habe, mit denen sich wunderbar Geschäft generieren ließe, nur fehlt mir hauptsächlich die Zeit, die Projekte umzusetzen, und andererseits auch der Drive, meine wenige, noch übrige Freizeit komplett in neue Projekte zu versenken.
Vielen Wunsch-Existenzgründern geht es aber genau andersrum. Der Wunsch, der Mut und vor allem die Zeit, eine eigene Existenz auf die Beine zu stellen ist da, aber es fehlt an der zündenden Idee, die zugleich zumindest einigermaßen ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Das Thema Alleinstellungsmerkmal ist heutzutage fast das größte Problem – es ist extrem schwer eine Geschäftsidee herauszufinden die nicht bereits 5x von anderen umgesetzt wurde. Bestes Beispiel meine – zumindest für mich – so ach geniale Idee einer Handy- und Smartphone App zum schnellen Auffinden von mobilen Defibrillatoren. Gibt es schon, auf die Schnelle fand ich 4 solche Anwendungen im App Store zum Download.

Das Ziel, die Geschäftsideenlücke zu schließen, hat sich das Portal www.geschaeftsideen.de gesetzt. Dort ist der Name Programm, es gibt unzählige Geschäftsideen und Tipps zur eigenen Umsetzung.

167 Geschäftsideen - Kostenloser Einblick

Einerseits gibt es gratis einen Einblick in viele der Geschäftsideen, wenn Ihr dann auf eine interessante Idee gestoßen seid, habt Ihr die Möglichkeit für einen Jahresbeitrag von momentan 49 Euro detaillierte Einblicke in die Geschäftsideen zu erhalten. Darin enthalten sind unter anderem folgende Informationen:

  • Sämtliche Eckedaten der einzelnen Geschäftskonzepte
  • Bewertung vorgestellter Ideen, Dialog mit den Ideenlieferanten
  • Selektion der vorgestellten Ideen nach verschiedenen Kriterien
  • Monatliches Magazin mit neuen Erfolgskonzepten und Geschäftsideen

GeschäftsideenWahrscheinlich denkt Ihr Euch jetzt “Was hilft mir eine Geschäftsidee die schon im Internet steht, da ist das oben angesprochene Alleinstellungsmerkmal gleich wieder dahin!”. Richtig, es geht auch nicht primär darum, die dort vorgestellten Ideen 1:1 zu kopieren, sondern sich Denkanstöße zu holen, und ggf. ist eine um Nuancen angepasste Idee gleich wieder einmalig.

Mein Tipp: Werft einfach mal kostenlos und unverbindlich einen Blick in die momentan 167 veröffentlichten Geschäftsideen und bildet Euch selbst Eure Meinung.

Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare: Woran hapert es bei Euch? Fehlen Euch die Ideen oder die Zeit für die Umsetzung? Oder habt Ihr Eure Geschäftsidee bereits erfolgreich verwirklicht?

Die Web 2.0 Krux…

Ich stelle immer wieder fest dass ich in der letzten Zeit viel zu wenig blogge. Dabei gäbe es eigentlich immer genug zu erzählen. Nur entweder fehlt die Zeit oder die Lust. Ich habe mich sogar schon dabei erwischt dass ich Lust zu bloggen hatte, aber zu faul war, an den Rechner zu gehen und drauflos zu schreiben.

Naja, heute ist nun wieder so ein Tag an dem ich mir vornehme, zukünftig wieder regelmäßiger hier meinen Senf zum Besten zu geben. Irgendwie finde ich mittlerweile auch mein Blogdesign zu überholt, weiß aber andererseits auch nicht wirklich was ich anders machen könnte! Bessere Facebook-Integration, Kommentare direkt mit Facebook vernetzen? Wobei das ja auch schon wieder datenschutzrechtlich problematisch ist, und die Datenschützer mittlerweile komplett davon abraten, Facebook einzusetzen. Ich nutze ja Facebook auch im Unternehmensumfeld, und vor einigen Wochen kam tatsächlich die Info von unserem Datenschutzexperten dass wir doch unsere Facebook-Fanpage und jegliche “Like”-Möglichkeiten komplett stilllegen sollten, wenn wir auf der rechtlich sicheren Seite sein wollen. So macht das Web 2.0 irgendwie gar keinen rechten Spaß mehr.

Des Internets müde...November 2011Auch privat wird Facebook für den Laien immer undurchsichtiger. In den letzten Wochen haben sich derart viele Optionen geändert dass selbst ich anfangs kaum mehr durchgeblickt habe. Irgendwie war das eigene – eigentlich gut gegen Nicht-Freunde gesicherte – Profil plötzlich von allen einsehbar. Auch die ach so vorsichtig mit Berechtigungen versehenen Fotos waren alsdann auch von “Freunden der Freunde” sichtbar, sobald ein Freund derer ein Bild von mir kommentiert hat, etc.. Im Endeffekt also auch wieder ein Haufen Arbeit und Hirnschmalz, um das Profil nur der Klientel zur Verfügung zu stellen, die man auch zur Belustigung eingeladen hat. Ein Kreuz…

Achja, einen Twitter Account habe ich ja auch noch. Anfang 2010 war das Thema ja in Deutschland noch recht neu, und natürlich wollte auch ich mitreden können. Der Account ist ja schnell eingerichtet, und recht schnell hat man sich dabei ertappt seine regelmäßigen Besuche beim Bäcker der restlichen Welt mitzuteilen. Um es mit den Worten von Magnum zu sagen: “Sie werden jetzt denken das ist ein absoluter Schmarrn…und Sie haben Recht!”.
Mittlerweile schreibe ich nahezu gar nichts mehr in meine Twitter Timeline, nur die Blogbeiträge hier auf whoopster werden automatisch in den Feed gepusht, und alle Youtube-Videos die ich in meine Favoriten verschiebe. Das eigentlich auch nur noch weil meine Mama meinen Twitterfeed verfolgt und sich freut wenn da hin und wieder ein neues Lied auftaucht! ;-)
Anderen Leuten folgen mag ich mittlerweile auch nicht mehr, weil man muß dann ja ständig nachlesen was die zu sagen haben, und sind wir ehrlich – mehr als 99% sind wirklich absoluter Mist. Stand heute folge ich auf Twitter 15 Personen die allesamt bestätigte Accounts aus dem Formel1 und Rennsportbereich sind. Damit bleibe ich zumindest in diesem Bereich auf dem neuesten Stand und kann hin und wieder ein paar Hintergrundinfos oder Backstagebilder erhaschen. Und übersichtlich bleibt die ganze Sache bei 15 Leuten auch. Na gut, dem Niels Ruf folge ich auch noch… :D

Dafür bin ich seit einiger Zeit wieder aktiver auf Xing unterwegs. Nachdem der Hype um den ehemaligen Open Business Club etwas abgeflaut ist, und sich die nervtötenden Kontaktanfragen alle auf Facebook verschoben haben, kann man hier tatsächlich einigermaßen gut im Business-Sektor “networken” wie es so schön neudeutsch heißt. Unterm Strich bedeutet das aber in den meisten Fällen auch nur dass man Geschäftspartner und Kunden mit denen man regelmäßiger zu tun hat in sein Netzwerk aufnimmt, um Sie sodann auf der Kontaktliste dahindümpeln zu lassen. Sucht man den Kontakt greift man dann ja doch zum Telefonhörer oder schreibt eine Email.

Neben all den Social Media Portalen, Blogs und Webseiten ist Skype ein wichtiges Werkzeug für mich geworden. In einem digitalen Aufräumwahn Ende letzten Jahres habe ich es tatsächlich geschafft, mich von Yahoo Messenger und Windows Live Messenger zu trennen, und auch meine ICQ-Liste ist mittlerweile sehr sehr klein. In letzterem war ich das vor ca. 9 Monaten zuletzt online. Die meisten dieser virtuellen Kontakte konnte ich tatsächlich auf Skype umschlichten. Also wirklich nur noch ein Stück Software das sich Morgens mit dem Start des Rechners automatisch öffnet. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit von permanenten Gruppenchats, die sich für verschiedenste Business-Bereiche hervorragend nutzen lassen.

So, nun ist dieser eigentlich als kurz angedachter Beitrag zu einem Social-Media Tabularasa geworden. Nach dem Schreiben dieser Zeilen stelle ich fest, dass ich einerseits des Internet irgendwie müde geworden bin. Was beneide ich auf meinem täglichen Weg zur Arbeit die Landschaftsgärtner, die Rasen mähen, Hecken schneiden, Blumen pflanzen oder Randsteine setzen, die sich nicht den ganzen Tag Gedanken über Social Media Vermarktung und Online Reputation machen müssen…

Andererseits hat das Internet auch sehr viele, genial positive Faktoren die uns alle in den nächsten Jahren noch einen immensen Mehrwert bringen werden. Vielleicht ist das Internet momentan im Umbruch, vielleicht bin ich auch erst jetzt gerade “wach” geworden. Ideen habe ich viele, umsetzen werde ich einen Bruchteil davon. Aber selbst das ist noch mehr als genug. Und anfangen werde ich NICHT mit diesem Blog hier. Der bleibt erstmal so wie er ist, irgendwie gefällt er mir ja doch noch! ;-)

Schreibt mir trotzdem mal ein paar Kommentare: Ist der Blog gut so wie er ist, oder wünscht Ihr Euch irgendwas anderes, innovatives? Ich bin für alle Vorschläge offen, nur fehlen mir hier, bei der eigenen Baustelle, mal wieder die richtigen Ideen…

Wie macht man sich eigentlich “online” Selbständig?

Hallelujah! Sonntag Abend, kurz nach 17 Uhr finde ich endlich die lang gesuchte Zeit, mich näher mit der aktuellen Ausgabe der INTERNETHANDEL zu beschäftigen. Nach den zwei super-interessanten Leitthemen des letzten Monats…

INTERNETHANDEL - Selbständig im Onlinehandel - Ratgeber Existenzgründungdreht sich in dieser Ausgabe alles um die Frage Existenzgründung Ratgeber für den Onlinehandel: INTERNETHANDEL erklärt den Einstieg in die Selbständigkeit“.
Die Autoren des Magazins gehen dieser Frage wie gewohnt sehr fundiert auf den Grund, und sprechen offen die nur allzu bekannten Ängste der Wunsch-Selbständigen an. Hand aufs Herz: Die meisten von uns haben schon mindestens einmal darüber nachgedacht, sich online selbständig zu machen. Sei es weil man einen Bericht über den Jungmilliardär Mark Zuckerberg im Fernsehen verfolgt hat, oder weil man sich nach dem eBay-Kauf wundert, wie ein vergleichsweise junger Online-Händler innerhalb von 12 Monaten mehr als 10.000 Kaufabschlüsse zustande bringt.
Liegt man dann Abends im Bett und grübelt über seine eigene, zukünftige Existenz nach, scheitern die meisten an Punkten wie Finanzierung, Privatversicherung, Verhalten im Krankheitsfall, und ähnliches. Genau hier setzt der Artikel in der aktuellen INTERNETHANDEL an.

Dort kann im Vorfeld jeder Leser klären, ob er überhaupt zu den “Gründertypen” gehört, oder ob er besser auch zukünftig in einem Angestelltenverhältnis aufgehoben ist. Auch die bohrende Frage nach einer Geschäftsidee steht im Raum – ich kenne in der Praxis einige Leute die sich gerne selbständig machen möchten, aber im Endeffekt überhaupt nicht wissen, womit.

Weitere Fragen der angestrebten Online-Existenzgründung betreffen die Entscheidung über eine Gründung im Nebenberuf oder Vollerwerb, ob konventioneller Onlinehandel oder DropShipping betrieben werden soll und auf welchen Füßen die zugehörige Onlinepräsenz stehen soll.
Wer bis dahin immer noch nicht das Handtuch geworfen hat, dem wird gezeigt, wie man einen Businessplan erstellt und gegebenenfalls anpasst, sofern man bei der vorhergehenden Planung etwas übers Ziel hinausgeschossen ist. Abschließend gibt es Informationen darüber, wie die eigentliche Gründung von statten gehen würde, erhält Einblicke in die notwendigen Schritte, und überdies gibt es eine übersichtliche Checkliste inklusive 10 Praxistipps an die Hand.

Natürlich kann einem auch so ein Artikel die Entscheidung einer Existenzgründung im Onlinebereich nicht abnehmen, aber eines weiß man nach dem Lesen sicher: War der Traum der eigenen Existenz lediglich ein schönes Hirngespinst für einsame Abendstunden, oder stehen die Weichen für einen Einstieg in die eigene Firma gut.

Weitere interessante Themen der aktuellen Ausgabe von INTERNETHANDEL:

  • Änderungen und Einschränkungen des staatlichen Gründungszuschusses
  • Die häufigsten eBay-Suchbegrife
  • Technische Möglichkeiten des Webmonitoring
  • Juristisches Fachwissen zu “Transport im Onlinehandel”
  • Infos über den “Klub der eBay Millionäre”
  • Der Abmahnschutz von Trusted Shops
  • Terminkalender mit allen wichtigen Messen, Ausstellungen, Events und Konferenzen

Ihr könnt jederzeit selbst einen Blick in den Leitartikel werfen, klickt einfach auf diesen Link. Dort könnt Ihr außerdem eine Gratis-Leseprobe der aktuellen Ausgabe von INTERNETHANDEL anfordern.

Falls Ihr bereits Leser der INTERNETHANDEL seid, oder die Leseprobe angefordert habt, würde ich mich über Eure Meinung zum Magazin in den Kommentaren freuen!

Toskana-Roadtrip: Die Ausflüge Tag 5-8

Ich bin ja noch Teil 2 unserer Italien-Ausflüge schuldig, Die Anreise und die Ausflüge Tag 1-4 könnt Ihr ja bereits nachlesen. Bevor ich aber mit dem nächsten Ausflug loslege, bin ich Euch noch ein Bild vom ersten Ausflug schuldig geblieben. Bei unserer Anreise in die Felsnekropolen von Sovana sind wir an Scansano vorbeigefahren. Ich weiß nicht wie alt dieser Ort mittlerweile ist, laut Wikipedia gab es dort bereits im 13. Jahrhundert eine Kirche.

Das folgende Foto ist bei ca. 80km/h aus dem Handgelenk durch die Seitenscheibe aus dem fahrenden Auto geschossen, also erwartet nicht sooo viel von der Bildqualität. Trotzdem ein schönes Dorf, im Nachhinein ärgert es mich dass wir dort nicht gehalten haben.

Scansano - Toskana - September 2011

Nun aber weiter mit Teil 2 der Toskana-Ausflüge, wir beginnen mit…

Tag 5: Ausflug nach Portoferraio auf Elba
Für diesen Tag stand ein Ausflug auf die Insel Elba auf dem Programm. Insel bedeutet gleichzeitig dass ausnahmsweise das Standardtransportmittel Auto wenig Sinn macht. Ein Schiff musste her. Wer mich kennt der weiß dass eine Fortbewegung dieser Art nicht unbedingt zu meinen ersten Präferenzen gehört, aber gut. Wer die Insel sehen will, der muss aufs Boot.
Das folgende Bild zeigt nicht die zu diesem Zeitpunkt vorherrschende Nervosität die ich empfand, unmittelbar bevor ich mein Leben in die Hand eines italienischen Seelenverkäufers gelegt habe, der pro Person 32,80 Euro dafür bekam, uns von Piombino nach Portoferraio zu schippern.

Hafen von Piombino - vor der Moby Baby - nach Portoferraio - September 2011

Im Hintergrund seht ihr die Fähre, die Moby Baby, laut Internet bunt bemalt, um damit von technischer Nachlässigkeit bei der Schiffswartung abzulenken. Objektiv betrachtet war die Überfahrt natürlich ein Witz, absolut ruhige See, und man hat kaum etwas davon mitbekommen, dass man sich auf einem Schiff befindet.

Auf Portoferraio angekommen – die Überfahrt dauerte 60 Minuten – wollten wir eigentlich einen Bootsausflug mit einem Panoramaboot machen. Es gibt dort ein unterseeisches Deck mit Panoramafenstern durch die man die örtliche Meeresfauna betrachten kann. Ich gebs zu, da hab ich gekniffen – der Kahn war derart klein und die Panoramafenster waren nicht in einem “Deck”, sondern lediglich in den Kufen des Bootes angebracht. Schwer zu erklären, aber das hat echt nicht vertrauenserweckend ausgesehen. Zähneknirschend war damit Alternativprogramm angesagt und wir haben uns die Festung und Altstadt von Portoferraio angesehen. Im Garten der Burg hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Spiaggia von Portoferraio und das Mittelmeer:

Aussicht Spiaggia Portoferraio und Mittelmeer - Toskana - September 2011

Die Rückfahrt aufs Festland nach Piombino verlief ebenso komplikationslos, allerdings haben wir uns auf dem Sonnendeck des Schiffs einen Fetzen-Sonnenbrand geholt. Ende September hatten wir die >30 Grad irgendwie unterschätzt. Fenistil und Apres Sun Lotion am Abend war die Rettung. Hier noch ein Blick auf das Panorama des Hafens von Portoferraio beim Ablegen:

Hafen Panorama von Portoferraio auf Elba - September 2011

Tag 6: Livorno
An diesem Tag wußten wir nicht so recht, was wir anfangen sollten. Einen festen Plan hatten wir nicht, am Pool rumgammeln war aber ob der Tatsache dass wir schon einmal in der Toskana sind, zu verschwenderisch. Nach kurzer Rücksprache mit Higgins (siehe Erklärung bei der Anreise) führte uns dieser Tag in die Hafenstadt Livorno (ca. 15 Kilometer südlich von Pisa). Dort angekommen galt es, einen Parkplatz in Citynähe zu finden. Bereits kurz nachdem wir die Stadtgrenze überschritten hatten, habe ich innerlich mit den Außenspiegeln meines Autos abgeschlossen. So viele Motorroller auf einem Fleck kenne ich nur aus Youtube-Videos die eine Überwachungskamera einer belebten Kreuzung in Neu-Delhi zeigen. Pro Ampelschaltung waren da mindestens 40 Roller die rechts und links an einem vorbeisausten, sich vordrängelten, dabei am Auto abstützten und manchmal fast stürzten. Hier ein Bild von der gegenüberliegenden Straßenseite:

Viele Motorroller in Livorno, Toskana - September 2011

Im Stadtzentrum von Livorno-City angekommen führte uns der Weg zuerst in den Hafen, dort hatten wir nämlich bei der Hinfahrt ein paar Kreuzfahrtschiffe gesehen. Diesbezüglich hatte ich ja schon im Juni in Dubrovnik richtig Glück, dort lag seinerzeit die Voyager of the Seas vor Anker. Diesmal war es zwar “nur” die MSC Sinfonia, jedem Kreuzfahrtinteressierten wird dieses Schiff jedoch trotzdem ein Begriff sein:

MSC Sinfonia im Hafen von Livorno - September 2011

Der Rest des Tages war recht schnell vorbei und bestand aus Shopping, Souvenierkäufen und einem Besuch bei McDonalds. Das schmeckt übrigens wie überall!

Tag 7: Rocca di San Silvestro
Für den letzten richtigen Urlaubstag hatten wir uns die stillgelegte Kupfermine von San Silvestro vorgenommen, inklusive des alten Bergdorfs “Rocca di San Silvestro” das sich auf der anderen Bergseite befindet. Die Führung begann mit einer 40-minütigen Stollenbegehung und einer Führerin die nur italienisch sprach, uns jedoch zu Beginn mit einem deutschen Audioguide austattete. Danach folgte eine 20-minütige Zugfahrt durch einen stillgelegten Stollen, auch recht spannend. Da es überall dunkel war und der Blitz meiner Kompaktkamera nicht der Beste ist, gibt es hier keine Bilder. Nach der Zugfahrt stand uns noch ein 30-minütiger Fußweg auf den Rocca di San Silvestro bevor, dort oben ist das eben angesprochene verlassene Dorf:

Rocca di San Silvestro - September 2011

Auf dem Foto sieht das Dort wirklich unspannend aus, vor Ort erhält man als zahlender Deutscher ein Büchlein, in dem 24 Stationen des Dorfes detailliert erläutert sind, vom Eingangstor über das Wachhäuschen, den Friedhof, die Kirche, die Latrine, den Turm, etc. Der Erhaltungszustand ist trotz der Tatsache dass es sich bei vielen Teilen des Dorfes um Ausgrabungen handelt, beachtenswert. Wer die Gelegenheit hat, in die Toskana zu fahren sollte sich das unbedingt ansehen.

Leider war das Wetter an diesem Tag nur bedingt auf unserer Seite, kurz nachdem wir mit der Besichtigung begonnen hatten, donnerte und blitzte es, ausgesehen hat das dann so:

Rocca di San Silvestro - Gewitter - September 2011

Das Gewitter schwappte tatsächlich über den Hügel drüber den Ihr auf dem obigen Foto sehen könnt. Kurzum: Als wir den ersten Schritt in die Überdachung im Tal gesetzt haben, begann es fürchterlich zu schütten. Erstaunlicherweise waren wir die 30 Minuten Fußweg trocken ins Tal gekommen.

Abends stand dann noch Campiglia Marittima auf der ToDo-Liste. Das war unser eigentlicher Urlaubsort, unser Ferienhaus war etwas außerhalb. Campiglia Marittima ist nachgewiesen einer der schönsten Orte in der Toskana, und so wollten wir natürlich den vielgepriesenen “unvergesslichen Blick in die Toskana” nicht verpassen.  Über Campiglia Marittima kann man alles Wichtige in Wikipedia nachlesen. Mir wird der vollständig mit dem Auto befahrbare Ortskern in Erinnerung bleiben – dort ist relativ viel Verkehr, obwohl das Stadttor keine 2 Meter breit ist. Ich kam nur durch Einklappen der Seitenspiegel überhaupt rein und auch nur weil ich mich verfahren hatte, und das Tor unvermittelt auftauchte, nachdem ich bereits gute 500 Meter durch eine steile Einbahnstraße gefahren war.

Ortskern von Campiglia Marittima, Toskana - September 2011

Der letzte Abend war dann leider bereits dem Einpacken gewidmet, da am nächsten Tag die Heimreise unausweichlich bevorstand.

Tag 8: Heimreise
Die Heimfahrt war aus fahrerischen Aspekten ein schierer Traum. Von Campiglia Marittima zurück nach Nürnberg lagen genau 974 Kilometer vor uns, für die wir exakt 8 Stunden gebraucht haben. Der Skoda hatte somit in den letzten 14 Tagen kaum eine Verschnaufpause. Die Woche vor dem Toskana-Urlaub war ich quer durch die Republick unterwegs, somit waren bei der Ankunft in Nürnberg ziemlich genau 5.000 Kilometer mehr auf dem Tacho.

Skoda Octavia RS Combi TDI - Toskana - September 2011

Rückblickend betrachtet war die Toskana ein gut gewähltes Reiseziel. Von den Sehenswürdigkeiten haben mir weder meine Bekannten noch die einschlägigen Reiseführer zu viel versprochen. Trotzdem gefällt mir die slawische Landschaft, beispielsweise in unserem Kroatien-Urlaub im Juni 2011 irgendwie besser.
Ich habe noch keine Ahnung was als nächstes Urlaubsziel ansteht. Schweden reizt mich ja schon lange, alternativ lasse ich mich vielleicht auch zu einer kurzen Flugreise überreden, wobei ich da noch nicht wüßte, was ich wirklich anschauen möchte. Und für die USA ist das Budget noch etwas dünn. Seid gespannt und lest fleißig mit, ihr werdet es erleben! :-)

Wenn Euch der Toskana-Reisebericht gefallen hat, würde ich mich freuen wenn Ihr regelmäßig hier im Blog reinschaut. Ansonsten freue ich mich natürlich auch über Eure Kommentare im Blog!

Toskana-Roadtrip: Die Ausflüge Tag 1-4

Wie bereits in meinem letzten Eintrag – der Anreise in die Toskana – erwähnt, hatten wir uns für die italienischen Tage einiges vorgenommen. Jeden Tag stand eine andere Stadt auf dem Ausflugsplan. Aufgrund meiner momentan wieder viel zu knappen Zeit gibt es diesmal nicht so viel Text, dafür aber mehr Bilder von den Ausflügen. Here we go…

Tag 1:
Der aufmerksame Leser wird feststellen dass ja Tag 1 für die Anreise draufging. Die könnt Ihr ja schon hier nachlesen.

Tag 2: Felsnekropolen von Sovana
Gleich nach dem Frühstück schwangen wir uns ins Auto, laut Navi lagen 142 Kilometer Fahrtstrecke bis zum Eingang in die Felsnekropolen von Sovana an. Eine Nekropole hat übrigens nichts mit unseren osteuropäischen Nachbarn zu tun, sondern ist schlicht und einfach eine Totenstadt. Noch flapsiger: Ein verlassener Friedhof, zumeist derart alt dass er nicht mehr eindeutig als solcher zu erkennen ist. Die Nekropolen von Sovana stammen aus der Zeit der Etrusker und sind das einzige erhaltene Tempelgrab aus dieser Zeit. Wikipedia sagt, die Gräber seien ca. 2.400 Jahre alt.
Ein Archäologe würde hier wahrscheinlich stundenlang onanierend im Kreis laufen, ich fand diese Stätte irgendwie langweilig. Einerseits ist nicht mehr viel zu sehen, zum Anderen hielten es die überheblichen Italiener nicht für notwendig, Ihre Informationen in einer anderen Sprache als italienisch an die zahlenden Besucher auszugeben. Ich war ja schon überrascht dass der Handzettel nicht in Latein geschrieben war.

Trotzdem konnten wir wenig damit anfangen, und haben uns nach ca. 2 Stunden wieder ins Auto geschwungen, um ziellos ins Hinterland nach Pitigliano zu fahren. Dieses Dorf ist auch schon über 1000 Jahre alt, und da der historische Teil der Stadt komplett auf einem Felsen steht, auch noch recht hübsch anzusehen.

Pitigliano - Toskana, September 2011, Stadtpanorama

Nach Pitigliano traten wir über eine andere Route (mit unzähligen toskanischen Kuhdörfern deren Namen ich mich nicht gemerkt habe) die Heimreise ins Headquarter nach Campiglia Marittima an.

Tag 3: Pisa
Wir hatten ja schon kurzzeitig überlegt, Pisa ausfallen zu lassen. Die meisten Pisa-Besucher haben uns erzählt, dass dort neben dem berühmten Schiefen Turm (weil er berühmt ist schreibt man schief übrigens groß ;-) ) nicht viel geboten sei. Neugierig waren wir trotzdem, somit machten wir uns auf den 90 Kilometer nahen Weg nach Pisa.
Dort angekommen fanden wir tatsächlich einen Parkplatz der nur 500 Meter vom Domplatz entfernt war. An dieser Stelle ein Hoch auf die Nebensaison, es war zwar einiges los, aber man hatte nicht das Gefühl, von Touristen überrannt zu werden. Bevor ich mich in Details verliere: Pisa war schöner als gedacht, und ist tatsächlich einen Tagesausflug wert. Nun lasse ich ein paar Bilder und deren Überschriften sprechen:

Domplatz Pisa - Toskana - September 2011

Der “berühmte” Domplatz in Pisa. Ich muß zugeben, trotz der Tatsache dass ich immer davon überzeugt bin, zumindest in der Theorie recht polyglott informiert zu sein, war mir bis dato nicht bewußt, dass der Schiefe Turm direkt am Domplatz, neben Dom und Kathedrale steht. Ich dachte immer der Turm steht irgendwo in der Prärie. Wer zufällig mal nach Pisa kommt und angeben will, dem sei gesagt dass der Schiefe Turm seinerzeit nichts anderes war als der Glockenturm des Doms. Damals wußte noch keiner dass das Grundfest nicht hält und das Ding einmal da steht wie ein Matrose auf der Reeperbahn in der Früh um halb 5.

Der Dom von Pisa - Toskana - September 2011

Nach den ersten Fotos begann die Diskussion, welche Gebäude wir denn nun von innen sehen möchten. Die Einwohner Pisas (wie heißen die eigentlich? Pisaer? Pisaner? Piss…?) machen das mit den Eintrittspreisen ganz schlau, denn auch dort ist nur der Tod umsonst. Man kann entweder eine (1) Sehenswürdigkeit für 5 Euro besichtigen, zwei für 6 Euro oder alle Fünf für 12 oder 15 Euro. Der Bimmelturm kostet nochmal 15 Euro extra wenn man von oben runter schauen will! Wir haben uns schlußendlich für das 2er-Set für 6 Euro pro Person entschieden. Und als mich der Bigliettabzwicker fragte, was wir denn anschauen möchten zeigte ich einfach auf die drei größten Gebäude, weil ich mir dachte da hol ich das Meiste raus. Im Nachhinein hat sich dieser Bauerntrick ausgezahlt, denn nun hatten wir Eintritt in den Dom und das Camposanto Monumentale (mal wieder eine Grabstätte, aber das wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht).

Innenhof des Camposanto Monumentale in Pisa - September 2011

Der Innenhof des Camposanto Monumentale. In Natura sah das noch ein Eck schöner aus, der weiße Fleck am Himmel ist nämlich kein Pixelfehler sondern der Mond, der dort um 13 Uhr ziemlich kräftig vom Himmel strahlte. Auf der Digicam sind auch noch ca. 100 Bilder von den anderen Räumlichkeiten des Camposanto Monumentale, wen es interessiert, dem lege ich diesen Artikel (auch die Einzelnachweise recherchieren) ans Herz, da bleibt kaum eine Frage offen.

Camposanto Monumentale Pisa - Geisterbild, Geist eines Toten

Zu diesem Bild muß ich hinzufügen, innerhalb des kompletten Camposanto Monumentale läuft man direkt über die Gräber bzw. Gruften der damaligen Besserverdiener.  An einer Stelle – ich stand genau über einem ca. 800 Jahre alten Grab – war es nicht möglich, ein scharfes Foto zu schießen. Bei den über 1.000 Fotos die wir in diesen 7 Tagen geschossen haben bin ich sicher dass wir den Autofokus im Griff hatten. Sobald ich mich auf dieses Grab gestellt habe, kam lediglich unscharfes Gewäsch dabei heraus, das obige Foto ist dabei noch am Besten. Entweder habe ich einen Geist gestört, oder es lag an meinem Superman T-Shirt…

Danach spazierten wir noch durch Pisa und an der alten Piazza gab es noch lecker Mittagessen. Die Souveniers in Pisa sind wie überall exorbitant teuer, eingekauft haben wir natürlich trotzdem, man will sich ja im Urlaub auch wie ein Touri fühlen! ;-)

Tag 4: Volterra
Für Heute stand Volterra auf dem Programm. Volterra sagt Euch nichts? Dann habt Ihr wahrscheinlich nicht den Film “New Moon: Bis(s) zur Mittagsstunde” gesehen. Darin fährt der Vampir Edward in die italienische Stadt Volterra, die einer mächtigen Vampirfamilie gehört, mit dem Ziel, sich von den Selbigen töten zu lassen. Warum? Wegen einer Frau natürlich…
Da dieses ominöse Volterra im Film atemberaubend ausgesehen hatte, mußten wir da natürlich hin um nachzusehen, ob auch alles so war wie im Film gezeigt. Ihr denkt es Euch sicher schon, genau: Nix wars, es lebe die Computertechnik. Aber zumindest das alte Rathaus mit der Uhr gibt es noch, den dazugehörigen Brunnen haben wir jedoch vergeblich gesucht.

Viel interessanter war jedoch das Teatro Romano in Volterra, selbiges wurde zu Zeiten des Kaisers Augustus gebaut, also vor ziemlich genau 2.000 Jahren. Das Theater bot damals Platz für ca. 2.000 Personen, dahinter wurde in späterer Zeit eine Thermenanlage gebaut. Irgendwann scheinen die dann einen schlechten Hausmeister eingestellt zu haben, zumindest haben beide Gebäude schon bessere Zeiten gesehen:

Volterra - Teatro Romano - Toskana - September 2011

Das Bild ist quasi von der Tribüne aus aufgenommen. Ganz vorne also die halbkreisförmige Tribüne, dahinter das Ding mit den Säulen war die eigentliche Bühne, ganz hinten auf dem Bild etwas schwer zu erkennen war dann die Thermenanlage. Das schaut auf dem Foto jetzt alles etwas mickrig aus, aber achtet mal ca. in der Bildmitte auf das große weiße Wohnmobil am Straßenrand. Auch hier wollten die geschäftstüchtigen Italiener 4 Euro Eintritt, dafür gab es diesmal auch einen deutschsprachigen DIN A4-Zettel der etwas mehr über die Geschichte des Teatro Romano verriet. Nach Teatro und Therme machten wir noch die komplette Altstadt unsicher. Ganz oben auf dem Berg von Volterra steht der Torre del Porcellino, ein mächtiges, burgähnliches Gebäude. Dies ist so monumental dass es auch heute noch als Gefängnis genutzt wird. Eine Besichtigung ist deshalb nicht so einfach möglich.
Summa sumarum ist Volterra trotz meiner flapsig geschriebenen Einführung wirklich einen Ausflug wert, wir haben uns gut einen halben Tag dort aufgehalten – und nicht umsonst zählt Volterra in der einschlägigen Literatur zu den schönsten Orten der Toskana.

Teil 2 der Ausflüge, also Tag 5 – 8 folgt in Kürze, es erwarten Euch unter anderem noch eine Fährüberfahrt, mal wieder ein großes Kreuzfahrtschiff und eine stillgelegte Kupfermine (von innen!). Ich würde mich freuen wenn Ihr wieder mitlest. Über Eure Kommentare, Anmerkungen und Ergänzungen freue ich mich ebenso! :-)