One step closer to the danger zone

Tja, was will uns der Dirty White Boy mit dieser Headline sagen? Anmerkung: wer diesen musischen Foreigner-Seitenhieb nicht verstanden hat, braucht eigentlich gar nicht weiterlesen, denn – heute wird es musikalisch, tragisch, schmalzig und irgendwie auch sinnlos werden…

Weil ich hier schon längere Zeit nichts mehr von mir gegeben habe, und langsam aber sicher die Lust am Schreiben zurückkommt, will ich Euch heute einen kleinen Einblick in meine Hirnwindungen geben. Wir beginnen um 21:30 Uhr – ich war gerade auf dem Weg ins Bett und habe beim Ausschalten des Bewegtbildempfangsgerätes ein paar Wortfetzen eines “One of us” Covers aufgeschnappt. Trotz der Tatsache dass Bruce Springsteen und “One of us” Welten trennen, mußte ich an den Boss denken. Kurzerhand wurde der Plan geändert, und auf der Treppe falschrum abgebogen, Bett ade, Musik und Notebook olé!

Wer Springsteen kennt, hat sicherlich schon irgendwann mal “Because the night” aus seinem Munde gehört. Eigentlich verbindet man diesen Song ja unweigerlich mit Patty Smith, so war es auch seit jeher bei mir. Vor einiger Zeit habe ich Nachts eine Springsteen Doku gesehen, in der erklärt wurde, dass der Boss den Song eigentlich für sein Studioalbum Darkness on the edge of town geschrieben hatte. Da ihm aber der Song nicht sonderlich ins Repertoire des Albums passte und er auch nicht sonderlich zufrieden mit dem Ergebnis war, übergab der Produzent des Albums den Song an Patti Smith, die parallel auch an einem neuen Album feilte.
Also, falls ihr auf dem nächsten Springsteen-Stammtisch angeben wollt, ich habe mein Möglichstes getan! 😉

Nachdem im Anschluß die üblichen Springsteen-Verdächtigen wie “Badlands” oder “London Calling” durchgehört waren, mußte ich feststellen, dass es vom JJ Cale Tribute Album “Call me The Breeze” bereits ein erstes Musikvideo auf Youtube gibt.
Bei meiner darauf folgenden Suche nach interessanten JJ Cale Coversongs – man denke alleine an das musische Schmankerl Travelin Light, bin ich über zwei Musiker gestolpert, die unter dem Namen 2CELLOS auftreten. Die Beiden – Sulic und Hauser – haben übrigens auch eine Facebook-Seite. Beim Sichten des aktuellen Tourplakates der Band bin ich fast abgebrochen…Supportbands der 2CELLOS sind “The Offspring” und “Lordi”. Also nur um es noch mal festzuhalten – 2CELLOS ist NICHT die Vorband der beiden, sondern umgekehrt. Verkehrte Welt! 😀
Nichts desto trotz: Hört ruhig mal in ein zwei Songs der 2CELLOS rein, die Covern mit ihren klassischen Musikinstrumenten Bands wie AC/DC, Sting & The Police, Nirvana oder Michael Jackson.

Achtung: Harter Gedankensprung: Von den 2CELLOS ging es gedanklich nahtlos weiter zum leider viel zu früh verstorbenen Eddie Rabbit. Immer wenn mich das Fernweh packt, muß aus irgendwelchen Boxen Drivin’ my life away ertönen. Der Song verkörpert viel mehr als man mit Worten ausdrücken kann. Aufgrund der Popularität – vor allem in den USA – gibt es von Drivin’ my life away unzählige Coverversionen, dummerweise sind die meisten davon einfach nicht gut. Eine rühmliche Ausnahme – und all denen die noch nicht mit dem Kopf auf der Tastatur eingeschlafen sind erkläre ich gleich wieso – sind die Tennessee Twisters.

Selbige Band hat mich heute dazu bewogen, überhaupt noch in die Tasten zu greifen und diese Zeilen hier zu verfassen…anscheinend habe ich mich mit der Einleitung mal wieder verschätzt, mein Monolog zählt bereits 520 Wörter…
Das Drivin’ my life away Cover der Tennessee Twisters ist derart authentisch und bodenständig, den Song schlecht finden funktioniert eigentlich gar nicht. Deshalb, falls ich mal in den Genuß kommen sollte, die US of A zu besuchen, schwöre ich hiermit feierlich: Ich werde mich mindestens eine Woche lang jeden Abend in einen Saloon in Nashville setzen, und den unvergleichlichen Flair einer dieser Blues/Rockabilly/Americana/Country/Rock-Bands in mich aufsaugen. Und damit ihr wisst wovon ich hier schreibe – werft einen Blick ins Video!

So stelle ich mir die Südstaaten vor…lauter Rednecks, Frauen und Männer in klassischen Jeans die niemals im Leben einen Musikwettbewerb gewinnen würden, aber trotzdem jeden Abend echt geniale Stücke zum Besten geben, gepaart mit diesem typischen Bar/Saloon-Feeling und dem Geruch von schwarzgebranntem Bourbon in der Luft! Also, falls mich mal jemand in den Full Moon Saloon in Nashville mitschleifen will, Freiwillige vor! 😉

Wie biege ich jetzt noch einigermaßen den Schluß hin? Bleiben wir bei den Rednecks und machen die Bühne frei für Roger Simms. Das Modern-Gipsy-Fiddling von Alice Pitts (wer sich nicht auskennt: das ist die rechte der Damen, die den Holzstab über die Violine schiebt) finde ich übrigens erstklassig…

Eigentlich…könnte ich mich jetzt noch über Waylon Jennings, Willie Nelson, Johnny Cash und Kris Kristofferson in einen wahren Rausch schreiben, aber ich denke dass alle von Ihnen einen eigenen Beitrag verdient haben. Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder keine Frage, und ich verabschiede mich mit “Big River” von The Highwaymen.

Stay tuned. Have a good trip. Don’t get too near to the danger zone! 😉

One step closer to the danger zone

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