Mark Knopfler und Bob Dylan Konzert in Nürnberg – 07.11.11

Gleich vorweg eine Warnung an alle Musikliebhaber, die nun diesen Artikel lesen werden: Das folgende Geschreibsel wird recht ausführlich werden, denn es gibt viel zu erzählen. Über die Virtuosität eines Herrn Mark Knopfler, die flotten Roadies auf der Tour und einen bellenden Bob Dylan.

Stattgefunden hat all das gestern Abend, den 07.11.2011 in der Nürnberger Arena. Grob geschätzt waren außer mir und meinem Bruder noch 4.998 weitere Mark Knopfler bzw. Bob Dylan Fans vor Ort, von denen jeder zwischen 68 und 249 Euro pro Karte bezahlt hat. Ob die VIP-Plätze mit Candle-Light während des Konzerts noch teurer waren, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber kommen wir zum Eigentlichen, nämlich der Konzertveranstaltung.

Mark Knopfler - Nürnberg Arena 07.11.2011 - Konzert mit Bob DylanBereits im Vorfeld wurde auf den Tickets, auf Konzertplakaten und auf der Webseite des Veranstalters darauf hingewiesen dass das Konzert pünktlich (!) um 19:30 Uhr beginnt. Tatsächlich kam der erste Ton aus Knopflers Fender Stratocaster um 19:30 Uhr und 0 Sekunden – absolute Punktlandung und ebenso untypisch für einen ehemaligen Rockstar. Knopfler eröffnete das Doppelkonzert mit seinem Song “Why Aye Man”, und alles war wie immer auf einem Knopfler Konzert: Man hastet hektisch hin, drängt sich durch die Schlange am Eingang, schüttet vor Beginn noch schnell ein zu kaltes Getränk in sich hinein, und nur eine Minute nach Konzertbeginn fühlt man sich als wäre man an dem dort angekommen, wo man sich schon seit langer Zeit hingesehnt hat. Mein Bruder und ich haben schon vor Jahren folgenden Spruch geprägt: “Wenn man Mark Knopfler hört, ist das ein Gefühl wie heimkommen!“. Genau so war es auch heute.

Mark Knopfler - Nürnberg, 07.11.2011 - Arena - Live Konzert mit Bob Dylan

Die folgenden 75 Minuten Konzerterlebnis könnte ich jetzt mit allen möglichen Superlativen füllen. Einfach Knopfler. Zwar fehlt ihm mit seinen mittlerweile 62 Jahren natürlich etwas der Drive und der Rock, den er während seiner Zeit mit den Dire Straits versprüht hat, und die der Grund waren, wieso er Stadien bis zum Zerbersten mit Fans füllen konnte. Doch dies passiert mit voller Absicht – die Wendung hin zum schottischen Folk und der typischen Highland Musik sind von Knopfler gewollt und dies stellt er seit nunmehr 6 Soloalben immer wieder aufs Neue unter Beweis. Damit die Fans am Schluß nicht traurig heimgehen müssen gab es zum Ende hin noch Brothers in Arms und So Far Away. Kurzum: Mir hat es richtig gut gefallen.

Als einen der letzten Songs des gestrigen Abends, bevor Knopfler ins bewährte Dire Straits Repertoire griff, stellte er Nürnberg seinen neuen Song “Privateering” vor. Auch dazu muß ich nochmal kurz ausholen: Vor dem Konzert wurde ja ein striktes Fotografier- und Filmverbot ausgesprochen – was ich erst später erfahren habe. Mir war sofort klar dass dies nicht von Mark Knopfler ausging, sondern von Bob Dylan, der es noch nie leiden konnte, wenn andere in fotografierten oder filmten. Gestern in Nürnberg durfte nicht einmal die Presse offizielle Fotos von Dylan schießen. Im Internet habe ich gelesen dass beim diesjährigen Konzert in Oberhausen sogar ziemlich fiese Taschen- und Leibeskontrollen stattfanden, und dabei mehrere hundert Kameras konfisziert wurden.
Mark Knopfler - Nürnberg Arena 07.11.2011 - Konzert mit Bob Dylan - AbschlußMark Knopfler hat es noch nie gestört wenn man während seiner Konzerte fotografierte, filmte, oder gar das komplette Konzert als Audioaufzeichnung mitschnitt. Vielmehr hat Knopfler viele seiner Konzerte im Nachhinein als Bootleg selbst auf dem Schwarzmarkt erstanden, bzw. seine guten Kontakte zur Dire Straits Fanbase “Spanish City” genutzt, um seine private Sammlung mit raren Livemitschnitten zu vervollständigen.

Mit dem Ende des Knopfler Auftritts begann der hastige Umbau der Bühne. Die Roadies haben hier echt gute Arbeit geleistet, dann bereits nach 20 Minuten war die Bühne frei für den zweiten Akteur des Tages: Bob Dylan.

Dass selbiger bereits den Zenit seines Schaffens überschritten hat, mag dem ein oder anderen bereits durch einen Blick auf sein Alter von nunmehr 70 Jahren klar werden, die letzten Zweifel waren spätestens nach den ersten Gesangsversuchen des Herrn Dylan wie weggeblasen. Ich gebe zu dass ich nicht so schockiert war wie einige andere Zuhörer, da ich in den Wochen vor dem Konzert bereits in einige Mitschnitte aus anderen Konzerten der Tour reingehört hatte, aber das was Bob Dylan hier gesanglich zum Besten gab, hatte mit Singen nicht mehr wirklich viel zu tun. Wer jetzt meint ich sei ein Knopfler Fan und Dylan Basher, dem sei gesagt dass ich seit Jahren eingefleischter Bob Dylan Fan bin, einen Großteil seiner Alben besitze und Songs wie “Like a Rolling Stone” oder “All along the watchtower” mitsingen kann. Zumindest dachte ich das bis gestern. “Like a Rolling Stone” habe ich nur erkannt, weil mir mein Bruder (ebenfalls Dylan-Fan) nach der 12-minütigen Singeinlage zuflüsterte “Das war jetzt Like a Rolling Stone, oder?”.

Ich wäre spätestens nach dem vierten Lied aufgestanden und gegangen, aber der große Bruder fand es doch einigermaßen toll, sodaß ich natürlich auch geblieben bin. Mit geschlossenen Augen und der Vorstellung dass da unten Tom Waits steht, der Bob Dylan Songs zum Besten gibt war es dann ganz unterhaltsam.

Lustig waren auch die Eindrücke anderer Zuhörer. Sprüche wie “Der spielt ja schlechter als der Club” (der 1. FCN ist momentan auf Platz 15 in der Bundesliga-Tabelle) waren für einen Lacher gut. Als ich Dylan bei seinem martialischen Einsatz auf der Bühne beobachtet habe, kam es mir so vor als stände da unten Helge Schneider und würde Bob Dylan parodieren. Ich mußte lachen als ich heute einen Artikel in der FAZ über ein anderes Dylan-Konzert dieser Tour las – der Autor hatte wohl den gleichen Gedanken:

Manchmal tönt es auch, als würde Helge Schneider in Las Vegas düstere Bluesrock-Exorzismen aufführen. (Quelle: FAZ)

Ohne Witz, es war wirklich so schlimm wie bei mir und in dem FAZ-Artikel beschrieben. Manchmal hatte man das Gefühl, auf der Bühne findet ein Instrumentalkonzert statt, dass von den herzzerreissenden Lauten zweier raufender Hunde gestört wird.

Lesenswert ist dazu auch noch der Artikel aus der Berliner Morgenpost, der das Knopfler/Dylan Konzert in der O²-Arena Revue passieren lässt.

An diesem Abend tanzt Bob Dylan munter durch sein Werk wie ein betrunkener Wanderprediger. Geht in die Knie am Mikrofon und mit der Mundharmonika und lässt die Hüften kreisen, wenn er sich an seiner Orgel festhält. (Quelle: Berliner Morgenpost)

Dem Wunsch von Bob Dylan habe ich natürlich Folge geleistet und weder Foto- noch Videomaterial aufgenommen. Vielleicht auch, weil ich ihn nicht erschrecken wollte.

Nun zu Euch: Wart Ihr auch auf dem Konzert in Nürnberg? Oder einem anderen Konzert der Tour? Wie habt Ihr die Performance von Mark Knopfler und Bob Dylan empfunden? Und wie findet Ihr den neuen Song “Privateering” von Mark Knopfler? Schreibt mir doch bitte in den Kommentaren!

Mark Knopfler und Bob Dylan Konzert in Nürnberg – 07.11.11
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27 Gedanken zu „Mark Knopfler und Bob Dylan Konzert in Nürnberg – 07.11.11

  • 9. November 2011 um 10:05
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    Großartige Konzertbeschreibung! Genau so war es! 🙂 Ich habe meinen Mann begleitet, der selbst Gitarrist ist und Knopfler-Verehrer. Mark Knopflers Darbietung war großartig, wie erwartet. Auch wir sind keine Dylan Basher, aber das, was Bob Dylan am Montag in Nürnberg von sich gab, war grottig. Uns hat sein Gesang an das Gebell eines sehr alten Kettenhundes erinnert.

  • 9. November 2011 um 12:18
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    Privateering war wirklich ganz nett – auf die Band, die später einstieg hätte ich allerdings verzichten können. Zuviel Drumherum… Die Dire-Straits-Songs haben mir als altem Fan schon gefallen, aber Marks Solo-Werk ist mir meist zu langweilig – abgesehen von seinen Country-Projekten.
    Und eigentlich war ich ja sowieso wegen Dylan da, und der hat mich ganz und gar nicht enttäuscht. Wer da lästert hat einfach keine Ahnung bzw. soll in Gottes Namen Platten / CDs hören, wenn er damit glücklicher ist!

  • 9. November 2011 um 12:45
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    Hallo Kätl, danke für deine Eindrücke. 🙂

    Was mich interessieren würde – was genau hat dir denn am Dylan-Konzert besonders gut gefallen? Wenn ich von mir ausgehe, ich fand die Stimmung die die Band gemacht hat, erstaunlich gut, nur lag das aus meiner Sicht weniger am Gesang von Dylan als an den beteiligten Musikern.
    Ich fand die Performance von Dylan einfach ziemlich ernüchternd, wenn man davon ausgeht was man seit Jahren von ihm kennt – und ich zähle mich wie gesagt auch nicht zu den Lästerern, sondern zu den Fans, die in Ihrem Leben einen nicht zu verachtenden Betrag für Tonträger des Herrn Dylan ausgegeben haben und seine Musik über Jahrzehnte hinweg einfach mögen.

    Also zurück zu meiner Frage: Liegt deine Begeisterung an der Performance von Dylan, oder davon zu wissen, dass er noch lebt und noch auf Tour geht, und zumindest “irgendwas” abliefert? Oder muß man Dylan heutzutage einfach konträrer betrachten und in Kauf nehmen, dass ein alter Mann – dem es seit jeher egal war was andere über ihn denken – einfach das macht was ihm Freude bereitet?

    Viele Grüße,
    Sascha

  • 9. November 2011 um 15:05
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    9.Nov.14:55

    Ich war auch wg. Dylan da und Bob war grandios! Ich war in Mainz und auch in München.
    Dylan ist nieee langweilig und wenn auch “nur” 14 Lieder in Nürnberg, so ist das eine gewaltige Leistung. Bob war bestens drauf, er hat sich am keyboard völlig und ganz gegeben und seine songs wunderbar zelebriert. Wer Dylan nicht versteht, dem kann man ihn auch nicht erklären. Ich kann auf alle Nichtversteher bei so einem Konzert verzichten, sie stören mit ihrem Dazwischengerede nur. Knopflerfans haben 2x ihr Bier neben mich gekippt, sie haben über Dylan schlecht geredet. Da hab ich mir einen anderen Platz gesucht. Egal – Bob sah fantastisch aus und ich werde immer wieder hingehen!!

    Mark Knopfler habe ich seinen Aplaus gegönnt, Privateering war super (besonders der Mann mit der Fiedel)aber alles andere hat mich pers. gelangweilt. Knopfler und band waren auch nur Vorgruppe zum eigentlichen Superstar.

    Dylan forever! Love You so much!
    b.boheme

  • 10. November 2011 um 17:25
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    Ich war vorgestern beim Konzert in Innsbruck. Mark Knopler und seine Band waren unglaublich gut und es hat sich rentiert so viel Geld auszugeben um ihn zu sehen. Aber….Dylan war derart schrecklich und eine Zumutung. Es hat jemand geschrieben, “He is definately the legend that was and Mark the legend that is!” Genau so ist es!

  • 10. November 2011 um 20:06
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    Hi Jackie,
    das was Dylan abliefert ist DIE HOHE KUNST DES ROCK`n ROLL! Noble, intelligent und klug (das schrieb die größte FREIE Presse Sachsens, M.Zwarg).
    ” Like A Rolling Stone ” wie eine Hymne – klar daß DAS nicht jeder versteht. Wer bei Dylans Musik ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben kann, sollte besser gar nicht hingehen. Alles ist genial, Dylan biedert sich nicht an, hat er nicht nötig aber am Schluß seiner Konzerte sendet er Sehstrahlen aus, er braucht keine Worte mehr, er hat sie gesungen.
    Mark Knopfler hat ein paar gute Lieder gespielt, aber er hat kein Feuer obwohl er fast 10 Jahre jünger ist. Möglicherweise ist das Geschmacksache aber Dylan kann man nicht kleinreden.
    Den Nobelpreis hat er sowieso verdient aber er ist nicht darauf angewiesen.
    Dylan der Unzeitgemäße ist presenter denn je!

    Also….ZUMUTUNG ist eher ein Publikum, das es nicht versteht, sich auf den Künstler einzulassen. Die Banausen stören beim Konzert empfindlich.

    b.boheme

  • 10. November 2011 um 20:22
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    Hi Dylan-basher,

    kenne Dich nicht . Erkenne keinen Namen unter Deinem Bericht. Nur so viel ist klar. DU bist ein reiner Knopfler – fan. Darum haben sie DICH auch nicht nach einer Kamera durchsucht. Für mich waren die Kontrollen schlimmer als in München. Bin eben ein Dylan fan und ziemlich stolz darauf, daß man DAS erkennen kann!

    Für Dylan würde ich auch mehr als eine Reise um die Welt machen, einfach weil ER es wert ist.
    Für die Nichtfans, die über Dylan nur ihre Dreckkübel ausleeren habe ich tiefstes Mitleid. Dylan hat Achtung verdient !

    b.boheme

  • 11. November 2011 um 08:47
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    Hallo b.boheme,

    anscheinend sprichst du mit “Dylan-basher” mich, den Autor des Artikels an.
    Es amüsiert mich dass du dich aufgrund meines – zugegebenermaßen subjektiven – Konzertberichtes, es ist ja auch keine Pressemitteilung sondern eine Zusammenfassung meiner persönlichen Eindrücke, so direkt angegriffen fühlst.
    Von daher nehme ich dir voll ab, dass du ein RICHTIGER Dylan-Fan bist, jeden anderen Leser hätten meine Zeilen nicht so persönlich getroffen wie dich.

    Den Artikel habe ich unter anderem auch deshalb geschrieben weil ich mich die Meinung von Euch allen interessiert hat – und es scheint sich wirklich herauszukristallisieren dass man Musik nicht nur hören sondern “verstehen” muß.
    So wie ich mich bei Knopfler “abgeholt” fühle geht es dir mit Bob Dylan.

    Ich möchte hier nur nochmals unterstreichen dass ich die Musik von Bob Dylan gerne höre, wie gesagt fast alle seine Studioalben besitze, nur kann ich mich mit dem musischen Wandel von Dylan in den letzten sagen wir 10 Jahren irgendwie nicht mehr identifizieren. Das ist zumindest meine Quintessenz des Konzerts vom letzten Montag.

    Trotzdem finde ich es ein bisschen schade wenn man als Fan gleich persönlich werden muß, nur weil jemand anders nicht die gleiche Meinung äußert. Alle Fans von Knopfler pauschal als Störer, Zumutung, Banausen oder Menschen die Dreckskübel ausleeren zu bezeichnen, zeugt leider nicht von Weltoffenheit – übrigens eine Charaktereigenschaft die ein Bob Dylan gegenüber seinen Zuhörern kommuniziert.

    Ich freue mich aber allemal dass hier gerade eine interessante Diskussion entsteht! 🙂

    Und mal ganz ohne Flachs: Haben die dich in Nürnberg wirklich kontrolliert ob du eine Kamera mitbringst?

    Viele Grüße,
    Sascha

  • 11. November 2011 um 15:24
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    Hi Sascha,

    möglicherweise hast Du diesmal sogar recht und dann tut es mir doch tatsächlich ein bißchen leid, sooo persönlich geworden zu sein. Wahrscheinlich war Dein Artikel das Pünktchen auf dem “i” denn ich hatte schon vorher mehrere flache Konzert-Berichte gelesen. Ich habe mich so aufgeregt darüber, daß ich doch tatsächlich an die Süddeutsche und die Abendzeitung einen Brief geschrieben habe.
    Normalerweise bin ich mehr als tolerant nur eben bei Dylan nicht.
    Und in Nürnberg whow! die haben mich extrem “gefilzt” sie haben mir alles mögliche aus der Tasche genommen, die Colabüchse weggeworfen, das fotohandy aber wieder
    gegeben, eine Wasserflasche mit 0,33 l durfte ich für die Rückfahrt behalten. Den discman an der Gardarobe abgeben müssen usw. Kann es nicht leiden, wenn andere so dreist in meiner Tasche fingern. Aber die Kamera haben sie nicht gefunden!
    Wenn Bob Dylan keine Kameras mag kann ich das fast akzeptieren, ich störe ihn dann eben nicht mit Blitzlichtern. Jaa die Kontrollen waren fies aber in Mainz und München war es nicht so heftig.

    Also…. reg Dich nicht auf, daß ich mal geschrieben habe was ich empfinde. Ich habe Knopfler seinen Applaus gegönnt, weil er natürlich super ist, nur im Vergleich zu Dylan fehlt MIR halt sooo viel. Ich bin wahrsccheinl.wesentlich älter als Du und habe noch nie irgendwas im internet geschrieben. Das ist so ziemlich das erste Mal.
    Außerdem muß ich zuhause schon erleben, daß die Stimmung rapide in den Keller sinkt, wenn ich eine Dylan – Platte auflege.
    Ich bin auch Bruce-Springsteen fan und Neil Young fan und Van Morrison fan. Also ein bißchen von gestern. Und Bob Dylan war der Erste, der mir neben den stones positiv aufgefallen ist und er soll auch der Letzte sein, den ich hören möchte.

    Danke für Deinen Kommentar und ich werde versuchen fairer und weltoffener zu sein!
    Ganz im Sinne Dylans!
    Im übrigen habe ich nicht gesagt, daß ALLE Knopfler-fans Dreckkübel ausleeren. Wie kannst Du aber gerne Dylan hören und nach dem 4.Lied heimgehen wollen??? Da geht es doch erst richtig los. Jedes Lied ist wichtig und anders. Er macht sich doch die Mühe, immer wieder zu verändern….. ich verstehe Dich wirklich nicht.

    Viele Grüße
    b.boheme

  • 11. November 2011 um 21:54
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    Hallo b.boheme,

    an dieser Stelle erstmal Danke, genau so macht eine Konversation Spaß, vor allem wenn zwei vollkommen konträre Meinungen aufeinandertreffen!

    Wenn bei deinen Briefen an SZ und AZ noch etwas herauskommt, sei es ein Feedback, eine Veröffentlichung auf deren Webseite o.ä. würde ich mich freuen wenn du mich – bzw. alle Leser dieses Artikels hier – daran teilhaben lässt.

    Das mit der Kontrolle in Nürnberg ist echt erstaunlich, ich wurde vom Ticketkontrolleur nicht eines Blickes gewürdigt, und das obwohl ich mit meinen 30 Lenzen nicht gerade zum typischen Abendpublikum gehört habe, den Altersdurchschnitt habe ich auf gut 45 Jahre geschätzt. Wie bereits oben geschrieben habe ich das Fotoverbot, von dem ich weiß dass es von Dylan ausging auch respektiert, und lediglich vom Auftritt Knopflers Bilder und ein Video gemacht – natürlich allesamt ohne Blitz.

    Du wirst an meiner Antwort gemerkt haben dass ich dir keineswegs “böse” bin, ich mag es wenn man konstruktiv über ein Thema diskutieren kann. 🙂
    Ich lese heraus dass unser Musikgeschmack ziemlich deckungsgleich ist, auch wenn ich mit dem aktuellen Dylan – das hat mir das Konzert am Montag bewiesen – relativ wenig anfangen kann.
    Ich bin beispielsweise auch großer Springsteen Fan, und auch bei Ihm hatte ich anfangs herbe Schwierigkeiten, seine neuen Alben wie “The Seeger Sessions” für mich zu gewinnen. Mittlerweile fühle ich mich dort gut aufgehoben und kann sogar das London Calling Album mit ähnlicher Begeisterung hören als seine alten Hits wie Badlands oder Better Days.
    Mit Neil Young wiederum bin ich erst seit seinem – mit Verlaub gesagt – schnell dahingerotzten Album “Living with war” warm geworden. Ich kann nicht mehr zählen wie oft ich das Album gehört habe.
    Mit gutem Bob Dylan verbinde ich Sachen wie das frühe Subterranean Homesick Blues oder Nashville Skyline. Aber unsere Diskussion hier hat mir die Augen geöffnet und ich werde mir demnächst die Zeit nehmen, und nochmal eines der 2011er Konzerte hören, unvoreingenommen, mit anderen Vorzeichen…

    In deiner Favoritenliste habe ich John Stewart vermisst. Ich weiß nicht ob du ihn kennst, falls nicht, möchte ich dir empfehlen, dir ein paar Stücke von ihm anzuhören. Meiner Meinung nach ist John Stewart ein sehr unterschätzter Musiker, der richtig gute Stücke gemacht hat, ich denke das könnte dir auch gefallen, hier ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=k-SjdN6kuew

    Ich höre jetzt aber erstmal “Days like this” – du weißt bestimmt von welchem Interpreten! 😉

    Viele Grüße,
    Sascha

  • 12. November 2011 um 11:42
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    Hi Sascha,

    klar weiß ich von wem “Days like this” ist. Ist auf dem Album still on top drauf, der große VAN.
    Der Text könnte gut und gerne von Dylan sein, Van hat so wahnsinnig viel Musikverständnis, meint aber immer , in der Dichtung komme er an Dylan nicht ran. Erst durch den Scorsese Film”the last waltz” bin ich wieder auf Van Morrison aufmerksam geworden und habe so ziemlich alle Alben erstanden und natürlich einige LP`s, wie das phantastische Astral weeks.

    Ich lasse Dich wissen, wenn ich von der SZ oder AZ feedback bekomme. Ehrensache! Bleibt nur zu befürchten daß auch in den Briefen an diese, mein Temperament wieder mit mir durchgegangen ist und ich nicht ganz so sachlich und weltoffen war, wie es gewünscht wird.
    Michael Zirnstein von der SZ hat vor dem Dylan-Konzert(o.k.Dylan/Knopfler )einen guten Bericht geschrieben.” Das Genie und sein Handwerker”. leider hat nach dem Konzert Karl Bruckmaier geschrieben “Knarzen aus Kasperls Kaffeemühle” und dieser Bericht hat mich total wütend gemacht. Wie gesagt, Bruckmaier kann Dylan das Wasser NICHT reichen…

    Hm..John Stewart. “Lost her in the sun” gefällt mir ganz gut. Nur viele von den anderen Lieder sind mir zu ähnlich und zu glatt. Er ist ja Anfang 2008 gestorben und man hört tatsächlich nicht mehr viel von ihm. Will ja noch nichts heißen.
    Als Bruce Springsteen in München war im Sommer 2009, da gab er ein tolles Konzert im Olympiapark und auch die Kritiken waren einheitlich super. Trotzdem spielten die verschiedensten Radosender immer nur “Born in the USA” von ihm. Das macht mich rasend, weil die natürlich nur ganz wenig über bruce wissen und DAS kommt dann dabei heraus. Born in the… ist doch sowieso immer falsch verstanden worden.

    An meinen Musiker Favoriten mag ich halt meistens das Gesamtbild. Ich habe Bruce Springsteen gelesen, habe über Dylans Leben (unter anderem auch viel Mist) gelesen und mir gefällt der Werdegang. VAN gefällt mir nach “them” optisch nicht mehr so gut. Er hat wohl große psychische Probleme ist aber trotzdem ein Wahnsinns-Musiker! Da lese ich gerade von Marcus Greil – “über Van Morrison”.

    Wenn ich was Leichtes anhöre, dann darf es sogar Tom Petty sein!
    Und das Album von U2 ” Joshua tree” liebe ich auch!!
    Habe ziemlich viele Musik-dvd`s von Dylan, Spingsteen,Young usw.

    Weiß nicht warum ich das jetzt gerade Dir schreibe. Denn eines ist mir jetzt klar:
    Wenn DU 30 Jahre alt bist, dann habe ich Dich total mit einem 70-jährigen Dylan überfordert. Unmöglich, ihn so zu empfinden, wie jemand, der wesentlich älter ist, so wie ich.

    Da kannst Du die letzten Konzerte 100x Revue passieren lassen, es wird sich nicht viel ändern. Deshalb interessiert Dich ja wahrscheinlich gerade, WAS wir so toll an Dylan finden. Und genau das schwer zu erklären. Da spielt das eigene Leben und Erleben ein mächtige Rolle. Darum können auch meine Kinder DAS nicht verstehen. Sie haben kaum etwas, wogegen sie protestieren können – aber wenn mans genau nimmt, git es die gleichen Themen immer noch. Ungerechtigkeit, Umwelt, Macht usw.

    So, jetzt muß ich den PC wieder abgeben, habe nämlich noch immer keinen eigenen.
    Jetzt brauch ich ein lautes “like a rolling stone” in welcher meiner vielen Fassungen, die ich besitze, auch immer.
    Bye,
    b.boheme

  • 14. November 2011 um 09:13
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    Hallo b.boheme,

    habe an die Mailadresse die du hier bei deinen Kommentaren angegeben hast, eine Mail geschickt! 😉

    Viele Grüße,
    Sascha

  • 14. November 2011 um 16:55
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    Hallo Sascha,

    DANKE für den Bericht von Köster!
    Einmal hatte ich den schon gelesen, weil ich das internet immer nach Berichten abgrase, die etwas über Dylan bringen. Jaaa der hat schon ganz gut geschrieben – den besten Bericht habe ich aber immer noch in der http://www.freiepresse.de gelesen: “Musik eines weisen Mannes”. Diesen Artikel vom 29.10.11 hat Matthias Zwarg verfasst und dafür wollte ich ihm noch danken.
    Unglaublich, wie man soooo schreiben kann – genial!! So wie Du Dich auskennst findest Du den auch ohne meine Hilfe!
    Er hat über das Konzert in Leipzig geschrieben.

    Phuu, ich habe gar nicht gewußt, daß DU meine e-mail Adresse lesen kannst. Da muß man also ziemlich vorsichtig sein, wenn man jemanden seine Meinung schreibt.
    Denke aber ich habe nichts zu befürchten. Bleibe lieber anonym.

    Gerade habe ich mir erklären lassen, warum Du einmal Sascha heißt und dann unter ADMIN schreibst… Administrator…. oh Unwissenheit….

    Macht mir Spaß, mit jemanden zu korrespondieren, der eine echte Meinung zu was hat und auch noch die Meinung anderer ernst nimmt.

    Jetzt gibt`s mal eine Weile kein Konzerterlebnis mehr für mich in nächster Zeit denn Weihnachten steht vor der Türe und Geschenkekaufen und sparen (na ja so ähnlich). Aber nächstes Jahr bin ich wieder dabei…..

    Hm – irgendwie ist mir das Album “Living with war” von Neil Young entgangen (unverzeihlich). Super Tipp von Dir! Das ekomme ich dieses Jahr noch.
    Hab “schon” mal bei YouTube reingehört. Hast doch nen guten Musikgeschmack!

    Da war noch was: In Nürnberg vor der Halle hat mich ein Mann (ca.55 Jahre) angesprochen und in ein längeres Gespräch verwickelt. Er wollte genau wissen warum ich so weit für Dylan reise und WAS ich hoffe von ihm zu hören, also WELCHE BOTSCHAFT usw.. usw.. Da waren noch mehrere wie er ,friedliche Gesichter , längere Haare und so was leicht sektenhaftes. Ich wollte einfach die Lektüre nicht haben, die sie verteilt haben. Habe denen gesagt, daß es unwahrscheinl. ist, daß sie etwas über Dylan zu lesen haben, was ich noch nicht kenne…. Kurz vor Einlaß habe ich sie dann doch genommen. Das ist tatsächlich so ne Art Sekte. Sind auf der ganzen Welt verteilt, heißen “Die 12 Stämme” und die haben sich total Bob Dylan verschrieben. Dieser will aber zu deren Kummer keinen Kontakt. (Da hätte er viel zu tun!)

    Tja, was man so alles erlebt in Nürnberg. Der ICE nach München hatte Verspätung und die S-Bahn zuhause Feierabend . So bekam ich zur Weiterreise nach Hause von der DB einen Taxi-Freischein. Auch nicht schlecht!
    Am 7.11. ist im Nachtmix mit Karl Bruckmair um 23.05 auf Bayern 2 “Mehr Musik von Bob Dylan” gelaufen. Das habe ich leider verpaßt wg. der Heimfahrt. Hast Du Dir das angehört??? Da haben die in der Halle Werbung gemacht.

    Im Konzert war mein Platz li der Bühne ganz oben- freie Sicht auf Dylan ! Ich hatte als einziger Konzertbesucher blaue Leucht-Stäbe in der Hand. Nächstes Mal will ich aber wieder näher an die Bühne ran.
    In Mainz hatte ich 8000 Leute hinter mir und es war höllisch anstrengend den Platz zu halten. Dort stand ich neben Wolfgang Niedecken.

    So Sascha, genug geschrieben, DANKE daß Du mir den Bericht geschickt hast!
    Und wieee bekommst Du die smileys in die Kommentare??

    Werde mir gleich die dvd TAKE THE LONG WAY HOME ansehen. ROGER HODGSON von Supertramp. Die habe ich früher live gehört. Er ist mir allerdings irgendwie viel zu nett, aber er kann was.

    Bye
    b.boheme

  • 17. November 2011 um 08:08
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    die Beschreibung vom Konzert war genau so, wie ich es auch beschrieben hätte! 🙂 Ich war gestern am 16. 11. in Zürich im Hallenstadion . Mark Knopfler war wirklich so wie “heimkommen” in Sachen Musik! Dann das “Desaster mit dem “guten” Bob Dylan…! Nach drei gekrächzten Stücken begann die Abwanderung der Zuschauer; inkl. mir! Das war einfach nur eine Zumutung!
    Der Mann sollte endlich mal kapieren, dass es Zeit ist um aufzuhören!

  • 17. November 2011 um 19:44
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    Hallo Susanne,
    mir blutet das Herz, wenn Du sowas schreibst. Ich kann das einfach nicht verstehen, daß Bob bei den Menschen soo unterschiedlich ankommt. Ich, als fan der ersten Stunde, kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als daß Dylan nicht mehr auftritt. Ich finde, daß er mir soo viel gibt und allen seinen fans. Wir haben ihn von Anfang an begleitet und natürlich hat sich einiges geändert, nur gerade DAS halte ich für äußerst wichtig.

    Klar hat auch er Stimmungen und die kommen voll rüber. Nur er ist immer echt. Ich habe Sascha schon gesagt, nach dem 4. song geht es erst richtig los und Dylan ist immer ein Erlebnis. Außerdem hat er wahnsinnig viel für den Rock`n roll getan. Der Mann ist legende und es ist ein unheimliches Glück, daß er noch nach Europa und in die ganze Welt tourt mit 70 Jahren.

    Ich finde überhaupt nicht, daß er endlich aufhören sollte, ich empfinde es als hohe Kunst, WIE er seine Lieder singt. Ich versuche gerade für mich rauszufinden, welche Wesensunterschiede zwischen Dylans fans und seinen Nicht-fans bestehen. Vieleicht sind die Menschen, die Dylan ablehnen sehr viel romantischer oder auch empfindlicher vielleicht brauchen die fans einfach die power, die Dylan rüberbringt. Vielleicht sind die Nicht-fans nicht so politisch, aber das wollte Dylan auch nie sein.

    Auf jeden Fall hast Du es einfacher als ich, weil Du nicht Angst haben mußt, es gibt ihn nicht mehr. Ich habe viele Dylan-SchallPlatten (weil er da besser klingt als auf CD), fast alle Bücher und zu Weihnachten wünsche ich mir fast nur Lektüre über Dylan, dabei habe ich aber noch sehr viele andere Interessen, keinen Fernseher und nie Langeweile.

    Du bist jedenfalls in bester Gesellschaft mit meinen Kindern, die mögen Dylan überhaupt nicht. Ich werde jetzt auf die fanseite expecting rain gehen und dort nachlesen, was sich in Zürich abgespielt hat. Allerdings schreiben da nur fans.Ich konnte leider nicht dort sein, weil mir nach 3 Dylan-Konzerten dieses Jahr das Geld ausgegangen ist, aber für Deine Karte hätte ich so zieml. Alles gegeben.
    Wahrscheinlich bist Du so um die 30 Jahre jung und kannst deshalb Bob Dylan nicht verstehen. Muß ich akzeptieren, aber ich finde es schlimm, wenn ich lese, er sollte endich mal kapieren, dass es Zeit ist…usw. usw.

    Schließlich wirst Du Deine Eltern auch nicht abtreten lassen, nur weil sie alt sind. Sie werden auch immer kostbarer . (So sehe ich es jedenfalls).

    Viele Grüße
    b.boheme

  • 22. November 2011 um 15:35
    Permalink

    Hi Sascha, ( Tatjana, Kätl, Jackie, Susanne ).

    Nachdem ich Eure Kommentare nochmal gelesen habe, ist mir aufgefallen, daß ich irgendwie auf der falschen Seite schreibe. Hier bei Sascha kommt von niemand was Positives über Bob Dylan.
    Die fans – und es gibt soooo viele – tummeln sich auf einer anderen Seite. Expecting rain.
    Alleine was über die Konzerte in London/im Hammersmith Apollo geschrieben wurde ist so fantastisch, daß ich Euch rate, DAS mal zu lesen. Da ist überhaupt nichts Oberflächliches dabei und ich bin sehr begeistert darüber!!!

    http://www.boblinks.com/dates.html#111911 Da dann auf review bei London 19./20.11. klicken und lesen.

    Jaaa, so siehst`s wirklich aus mit/um Dylan. Ich schreibe DAS nur zu eventuellen Erweiterung.

    viele Grüße (vor allem an Sascha)
    b.boheme

  • 23. November 2011 um 22:21
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    Hallo b.boheme,

    entschuldige bitte meine verzögerte Antwort, aber ich bin momentan beruflich übermäßig eingespannt, entsprechend ruhig war es auch hier im Blog seit meinem Beitrag über das Dylan-Knopfler Konzert.

    Deinen Link mit dem Bericht über das Konzert und die durchweg positive Dylan-Beurteilung habe ich gelesen. Unabhängig davon wie ich persönlich das Konzert empfunden habe, ist genau das die Krux des Internet. Die von dir gezeigte Seite boblinks.com ist eine Bob Dylan Fanseite, dort wird man natürlich nur sehr wenig Anti-Dylan Propaganda zu lesen bekommen. Andersherum gibt es ein recht großes Mark Knopfler Forum (http://www.amarkintime.org/forum/index.php) – dort verhält es sich genau anders…ultimative Lobhudeleien über Mark Knopfler, und nur Randnotizen von Bob Dylan.

    Von daher denke ich dass die einzigen halbwegs objektiven Reviews und Berichte auf unabhängigen Seiten zu lesen sein werden – sei es ein Zeitungsbericht, wobei auch dort die Subjektivität des Autors stark mit einwirkt – oder eben auf allgemeinen Weblogs.
    Schwieriges Thema… 🙂

    Ich hatte leider in den letzten Tagen überhaupt keine Zeit, mich der Musik zu widmen, aber zumindest gerade im Moment läuft Roger Hodgson auf meinen Kopfhörern 🙂

    Ach ja, ich habe kürzlich mit jemand diskutiert, von wem die Beste Version von “All along the watchtower” kommt. Wir waren uns beide einig, das hier Bob Dylan punktet.
    Ich mochte die Jimi Hendrix Version noch nie, Bruce Springsteen kommt am nähesten an Dylan heran, Dave Matthews Band ist anderer Stil aber ähnlich gut, U2 sackt schon etwas ab und Neil Young und Eric Clapton schwimmen mit der Menge der Coverguys mit.
    Bei der Diskussion habe ich zumindest gelernt, dass sogar Rage Against the Machine den Song schon gecovert haben! 😉

    Viele Grüße,
    Sascha

  • 24. November 2011 um 20:37
    Permalink

    Hi Sascha,

    danke daß Du mir immer noch antwortest, obwohl Du so wenig Zeit hast! Freue mich darüber!

    Es wird tatsächtlich so sein mit den fan-Seiten. Ist natürlich klar, daß ich mich besonders freue, wenn auf den fan-Seiten genau DAS steht, was ich empfunden habe. Da fühle ich mich natürlich bestätigt und dabei ist alles wahrscheinlich subjektiv.

    Mit der Musik ist es eine seltsame Sache. Den einen berührt sie sehr, sie geht ihm bis zur Seele, den anderen läßt sie absolut kalt. Komisch!

    Ich habe natürlich auf diesen Seiten auch mitbekommen, daß es fans gibt, die genau das ausdrücken können, was sie empfinden. Da tue ich mich ziemlich schwer. Ich könnte es nie so auf den Punkt bringen, wie welcher song gespielt wurde. Aber ich erkenne es für mich wieder.

    Auch DU verstehst so viel und kennst viel mehr als ich. Warum ist das so? Bist Du eigentlich Reporter? Bestimmt heißt das anders. Musik-Kritiker vielleicht?

    Ich werde mir demnächst mal die fan-Seiten von Mark Knopfler ansehen. Danke für den link. Bin ja auch lernfähig. Zumindest kann ich sagen, Deine Seite war für mich ganz gut, ich übe den Weitblick ha ha ( ist doch auch ein Erfolg für Dich )!
    Denn wenn Du nach dem 1. Beitrag von mir beleidigt gewesen wärst, dann wär`s das wohl gewesen für mich.

    Habe gehört, das Bruce Springsteen 2012 wieder tourt und bei eventim schon mal den ticket alarm angeklickt. Bruce war im Juli 2009 im Olympiastadion/Mü (die working on a dream-tour) und echt klasse! Und da hat Clemons Clarence noch gelebt und teils im Sitzen
    sein wunderbares Saxophone gespielt. Er hat genauso viel Jubel wie Bruce bekommen. Wenn Bruce wieder nach München kommt, das wäre super aber Clemons wird ihm und uns sehr fehlen!
    Ich mag auch Patti Scialfa (die Frau von Bruce) aber von ihr habe ich nur 1 CD -” play it as it lays” Sie hat eine besondere Stimme. Die werde ich heute mal wieder anhören.

    Jetzt muß ich den PC wieder abgeben. Bis demnächst viele Grüße und wie bekomme ich die smileys in den Kommentar???

    b.boheme

  • 9. April 2012 um 09:05
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    Hallo!
    Wir waren in Zürich und konnten kaum das Knopfler -Gedudel aushalten. Wir sind echt fast eingeschlafen. Früher war Knopfler ja noch gut, rockig und cool, aber jetzt ist er wirklich laaang-
    weilig und seine Band( Fiddel! ) alles andere als vituos. Langweilig und ohne Ausstrahlung! Für
    mich! Dann stürmte Dylan die Bühne und war voller Energie und Power! Das war cool und es war, als wolle Dylan den Nebel, der uns mit Knopfler einlullte, wegpusten , durch extra laute, krachig schräge Musik! Für mich ist Dylan einfach nur der Beste, und jedes Konzert einzig-
    artig! Das kann man bei Knopfler nicht behaupten und ich würde nie mehr zu einem Knopfler
    Konzert gehen, außer wenn Bob Dylan mitspielen würde! Tja, so sind die Geschmäcker verschieden!

  • 10. April 2012 um 12:26
    Permalink

    Hi Inro,
    danke für deinen Kommentar – ich dachte schon hier meldet sich gar kein Dylan/Knopfler Anhänger mehr um seine Meinung zur Tournee kundzugeben.
    Ich habe wirklich noch nicht viele Aktionen erlebt, wo die Meinungen so derart auseinandergehen wie bei diesen beiden Akteuren.
    Wenn ich die Entwicklung der Kommentare hier verfolge scheint es mir, als wäre das Duett Knopfler/Dylan eher mit Andre Rieu / Rammstein zu vergleichen, von der Synergie her.
    Mich würde mal interessieren ob sich Knopfler / Dylan nochmal zu so einem musikalischen Stelldichein überreden lassen würden, oder ob mit dieser Tournee einfach klargeworden ist, dass die Zeit der sich deckenden Musikstile doch schon gute 20 Jahre zurückliegt.

  • 30. Mai 2012 um 15:24
    Permalink

    Ich war nicht live dabei aber es gibt ja jede Menge Mitschnitte auf Youtube vom Dylan/Knopfler-Konzert. Meine Meinung: Wäre da nicht der Name und die Legende Dylan, hätte der Mann keine 5 Zuschauer mehr. Ich selbst bin Gitarrist, aber das was Dylan noch spielt wäre das Aus für jeden Rhytmusgitarristen in einer Dorfband. Hinzu kommt, dass Dylan seine Stimme verloren hat. Er kann nicht mehr singen. Und hier geht es nach meiner Meinung nicht um Geschmack.

    Warum Dylan noch auf eine Bühne steht? Ich weiß es nicht. Die Verdienste von Bob um die Pop und Rockmusik sind beinah einzigartig, lediglich noch mit den ganz großen Bluesern und Jazzern vergleichbar oder mit Titanen wie den Beatles. Aber was er heute tatsächlich auf die Bühne bringt ist vom rein musikalischen Standpunkt her, instrumental und stimmlich, eine Zumutung. Was nützt da eine 1-A-Band, wenn Dylan mit seinen Instrumenten wie seiner Stimme als Chaot unterwegs ist.

    Ich habe auch unzählige Scheiben von Bob zuhause und will ihn lieber als den in Erinnerung behalten, der er jahrzehntelang war. Bei der Selbstzerstörung einer Legende will ich lieber nicht Augen- und Ohrenzeuge sein. Ich glaube, ich hätte auf einem Live-Konzert von ihm so wie zuletzt zu sehen traurig geweint.

    Jürgen

  • 3. Juli 2012 um 21:01
    Permalink

    b.boheme

    Unglaublich was ich hier lesen muß!!! Jüüüürgen – Du weigerst Dich ganz einfach, die Erweiterung eines Bob Dylan anzuerkennen oder Du erkennst sie einfach nicht oder nicht an….
    Es gibt scheints immer noch Leute, die Bob genauso wie in den 60 er Jahren hören wollen. Das finde ich einfach einspurig.

    Habe Sascha versprochen, nicht mehr über Menschen ‘herzufallen’, die das mit Bob tun.
    Aber in Deinem Fall bin ich wieder ganz nah dran. Ist es etwa Neid auf Dylan?

    Er ist so wahnsinnig gut und das mit über 70 Jahren. Er ist ein großer Lyriker, einer der größten und er spielt und singt sich immer wieder neu in die Seele, zumindest die seiner wahren fans.

    Ich werde dieses Jahr nur in Bad Mergentheim dabei sein können, aber dafür gäbe ich so ziemlich ALLES. Er ist spannend, überraschend und ganz ganz ehrlich. Er tut es für uns! Könnte ja einfach seine Lieder immer gleich singen, dann wäre er aber nicht Bob Dylan.

    Also geh hin in Bad Mergentheim, laß Deine Erweiterung zu oder bleib da wo Du gerade bist. (vielleicht in Deiner Dorfband – aber die hat Dylan nie verachtet).

    Zu sascha will ich noch was sagen. Hey sascha Du fängst glaube ich schon wieder an zu maulen…. doch, ich glaube daß Du der ylex bist, der auf spiegel online was gepostet hat – irgendwie glaub ich Dich zu erkennen… Neeeeiiiin es geht Dir auch diesmal nicht durch!

    Komme grad vom Tom Petty Konzert in Mannheim . War gar nicht übel, brilliante Musiker, die ihre Sache echt lieben und leben! Nur mir fehlte die message…. Habe mir gedacht, wenn er jetzt noch Bob auf die Bühne bringt, wäre es vollkommen

    Und Jürgen. … Du hättest möglicherweise nicht geweint, wenn Du Bob live erlebt hättest, vielleicht hättest Du … begriffen.

    Bye! Bob im Schloßhof – dafür lohnt sich jede Reise – ich freue mich riesig!

    b.boheme

  • 5. August 2012 um 18:21
    Permalink

    Hallo,

    wer ist denn bloß diese tapfere B. boheme, die Dylan hier so vehement verteidigt?
    Um es kurz zu machen, ich fand die Dylan Konzerte in Oberhausen, Berlin, Hannover und Nürnberg im letzten Jahr großartig, aber das galt auch schon für die 150 Shows davor, die ich seit 1984 von ihm gesehen habe.
    Natürlich hat sich seine Stimme verändert, wobei er in 2012 ja schon wieder ganz anders gesungen hat, als vor einem Jahr (man höre nur “She Belongs To Me” aus Berlin oder “Simple Twist Of Fate” aus Bonn).
    Dass viele seinen Gesang als bellen bezeichnen, was solls. Natürlich könnte er auch noch anders, z.B. softer klingen, aber wieso eigentlich?
    Mir war vor der Tour mit Knopfler schon klar, dass viele irritiert sein würden, aber das war z.B. 1991 in Essen auch schon so.
    Nun schreiben hier Leute, Dylan sollte aufhören, und ich frage mich mit welchem Recht sie das fordern.
    Besser wäre hingegen, dass diese Menschen damit aufhören zu Dylans’ Konzerten zu gehen, das wäre für diese Leute auch billiger.
    Und übrigens: in diesem Jahr waren die Spielstätten bei vier Deutschland Konzerten wieder recht gut besucht und da sind nicht wenige gekommen, die auch im vergangen Jahr dabei waren, die sich ja nicht alle irren können. Und die Stimmung war jeweils sehr gut, auch wenn es sicherlich nicht jedem gefallen hat.
    Muss ja auch nicht! Ich hatte selber kurz vorher Tom Petty gesehen und war total gefrustet, weil er mir trotz bestem Platz vor der Bühne rein garnichts gegeben hat. Ich würde ihm deshalb aber nicht raten aufzuhören, soviel ist klar!
    Und für alle, die es nicht mitbekommen haben: Mark Knopfler, den ich seit 35 Jahren auch sehr schätze und letztes Jahr absolut toll fand, geht im Herbst schon wieder mit Bob auf Tour.
    Diesmal in den USA, wo nach meinen zahlreichen Konzerterfahrungen, die Menschen erheblich aufgeschlossener sind.
    Ob Mark Knopfler über Dylans’ Auftritte im letzten jahr wohl genauso negativ geurteilt hat, wie seine Fans?
    Ich glaube es kaum und würde seinem Urteil auch mehr Vertrauen schenken!
    Neue Dylan CD im September…Can’t Wait!!

    Frank

    PS.: b.boheme melde dich doch hier nochmal, vielleicht sind wir uns ja schonmal bei einem Dylan Konzert begegnet, wer weiß!

  • 9. August 2012 um 19:40
    Permalink

    Also ich war am 16.11.11 in Zürich. Ich bin absoluter Mark-Fan, und kannte Bob eigentlich nur altershalber und von Coversongs. Der Mann hat mich schlicht umgehauen! Wie der die Rebellion ins Mikro gebellt hat, Leute, das war Rock ‘n Roll. Bob Dylan hat ‘nen Fan gewonnen. Coole Sau, der Mann.

  • 31. März 2013 um 22:16
    Permalink

    Hi Frank,
    wir schreiben auf Saschas Seite und da darfs nicht so persönlich werden. Aber Du hast echt gut geschrieben, ja, gefällt mir! Hm tapfer bin ich aber nicht wenn es um Dylan geht.
    Denke auch, daß wir uns schon mal bei einem Konzert begegnet sind. Ich trage da anfangs immer einen Hut (ein Muß bei Dylan) stehe meistens ganz vorne und ‘kämpfe’ um meinen Platz (stundenlang).
    Aber ich bleibe lieber anonym. Habe etwas Angst vor Nähe und halte die nur bei Dylan-Konzerten aus ha! Vorne stehen immer interessante Menschen .
    Jetzt habe ich lange nichts geschrieben. (Mein Papa gestorben)
    Aber nun kommt bald wieder Bruce Springsteen ins Olympiastadium München. Da bin ich dabei. Er ist auch im Alter bestens.
    Und ein Riesen highlight: Neil Young im Juli in Stuttgart. Die Karte habe ich auch schon längst. Da wird ne message von ihm rüberkommen und die will ich live erleben.

    Und hier noch ein Satz an Werner! Haut mich glatt um – Du bist n absoluter Mark – Fan und jetzt so begeistert von Dylan?? Freut mich mega!! Da hat er doch was richtig gemacht, yeah!
    Lb. Gruß an Sascha, den Vielbeschäftigten, von
    b.boheme

  • 13. Mai 2013 um 20:33
    Permalink

    Hallo Birkha,

    Danke für deine Antwort, die ich eben erst gelesen habe.
    Also Mark Knopfler mag ich wirklich sehr und stehe auch auf seine Musik (da gehörte ich 2011 wohl zu den wenigen Konzertbesuchern, die beide Künstler gut fanden).
    So war ich auch am letzten Freitag im Mark Knopfler Konzert in Berlin und fand es großartig. So wie immer eigentlich! Sehe Mark nun schon seit den 80er Jahren regelmäßig live und das auf jeder Tour.
    Damals noch mit den Dire Straits, aber “solo” mag ich ihn noch mehr. Allerdings totale Gänsehaut in Berlin bei Sultans Of Swing und Telegraph Road. Auch die letzte CD, Privateering, finde ich sehr, sehr gut.
    Nach dem Konzert hörte ich dann zwei Frauen in meinem Alter (48) schimpfen, wie unmöglich Dylan an gleicher Stelle in 2011 doch gewesen sei. “Arrogant wie immer”, regte sich eine der beiden Damen künstlich auf.
    Ich hatte meinen Spaß und meine Frau Martina auch, die Dylan leider auch nur auf Platte hören kann und ihn live jedes Mal irgendwie schlimm findet (seit 1998 habe ich sie ein ums andere Mal überredet mitzukommen, 2011 soll es dann aber zum definitiv letzten Mal gewesen sein, sagt sie jedenfalls…aber wir werden sehen).
    Zu Neil Young gehe ich auch (nach Köln), außerdem zu Emmylou Harris, Leonard Cohen und E.C.
    Springsteen mochte ich auch immer sehr, jedoch live nicht mehr, seit er wieder in Stadien spielt. Da wird es mir dann zu groß und unpersönlich und ein Stadion würde ich vielleicht noch einmal betreten, wenn die Stones noch einmal kommen sollten.
    Was sagst du zu Bob’s letzter Tour? Ich habe einige der April Konzerte auf CD angehört und finde ich sie absolut stark.
    Der neue Gitarrist ist ganz wunderbar und Bobby klingt ziemlich entspannt, konzentriert und mit sich und der Welt völlig im Lot.
    Tangled Up In Blue, ja, damit experimentiert er weiter und mir gefällt das gut.
    Ich werde allerdings immer die Version aus Köln 1984 als die für mich ultimative ansehen, damals noch solo zu akustischen Gitarre. Zwar auch im Stadion, aber ich stand ganz vorne, war noch ziemlich jung und von dem Mann und seiner Kunst dermaßen ergriffen, dass danach eine lange Leidenschaft ausbrechen sollte, die alle Zeiten, Höhen wie Tiefen, sowie 156 gesehene Konzerte bis heute überdauert hat. Und auch die sogenannten Tiefpunkte waren oft spannend und niemals langweilig!!

    Hoffen wir mal auf Shows in Europa im Herbst!!!!!

    Ganz liebe Grüße,

    Frank

    PS.: Das mit deinem Vater tut mir leid, und ich weiß aus eigener sehr schmerzlicher Erfahrung, wie das ist.

  • 29. Juli 2014 um 09:35
    Permalink

    Hi, this weekend is nice designed for me, since this point
    in time i am reading this enormous educational paragraph here at my house.

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