Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 2

Gestern habe ich mich hingesetzt und Teil 1 von Lieder die (für mich) die Welt bedeuten verfasst – und mir einige Gedanken dazu gemacht, welche 10 Musikalben mein Leben nachhaltig beeinflußt bzw. mich besonders durch einen Lebensabschnitt begleitet haben.

Es ist für einen audiophilen Menschen gar nicht so einfach, all das in 10 Alben zu packen. Ich habe meine Liste chronologisch aufgebaut, und alleine in Teil 1 hätte ich statt der genannten 5 Alben locker die doppelte Anzahl nennen können. Alben wie

  • Billy Joel – Greatest Hits Vol. III
  • Die Ärzte – Bestie in Menschengestalt
  • EAV – Geld oder Leben
  • Enya – Watermark
  • Fiddlers Green – Folk Raider
  • Fleetwood Mac – Tango in the Night

gehören eigentlich auch in diese Liste. Aber: 10 heißt 10 und nicht 20, daran versuche ich mich zu halten. 😉 Deshalb folgt nun Teil 2 meiner bedeutungsvollen Platten, wieder 5 an der Zahl.

6. Dire Straits – Alchemy
Wegen der chronologischen Folge auf Platz 6, in meinem Herzen seit dem Jahr 1984 auf Platz 1. Müßte ich mich entscheiden und dürfte ab sofort bis an mein Lebensende noch nur 1 Album hören, ich würde mich für Alchemy entscheiden. Die Dire Straits wurden mir einmal mehr von meinem Bruder in die Wiege gelegt. Ich bin mit der Musik groß geworden und trotz der Tatsache dass die Band seit 21 Jahren nur noch auf dem Papier existiert (eine offizielle Trennung gab es nie), immer noch ein echter Fan. Auf der Alchemy Doppel-CD sind alle Songs Weltklasse, und selbstredend ist dort auch Telegraph Road zu finden (mittlerweile habe ich übrigens über 50 Versionen dieses Tracks in meiner bescheidenen Sammlung).

7. Mark Knopfler – Golden Heart
Das erste Soloalbum von Mark Knopfler – dem Kopf der Dire Straits – nach dem inoffiziellen Aus der Band. Das Album wurde 1996 veröffentlicht, und lief von Ende 1997 bis 1999 fast täglich in meiner ersten eigenen Wohnung. Damals wurde auch der Entschluß gefasst, ab sofort auf allen Mark Knopfler Tourneen mindestens ein Konzert zu besuchen. Daran konnte ich mich bis auf 1 Mal halten, seinerzeit war ich beruflich verhindert und habe meine Konzertkarte im letzten Moment verkauft. Der Besuch der 2015er Tournee ist gesetzt, Olympiahalle München, wir sehen uns wieder!

8. Nightwish – End of an Era
Zeitlich muß ich einen Sprung von fast 10 Jahren machen – direkt ins Jahr 2005, als die Band sich – übrigens ziemlich theatralisch – von Sängerin Tarja Turunen trennte. Ein Konzert der letzten Tournee mit Tarja wurde auf dem Album End of an Era für die Ewigkeit festgehalten. Wer es nicht kennt, möge sich knappe zwei Stunden Zeit für das Album nehmen. Ich kenne durchaus einige Symphonic-Metal Bands – und bin übrigens gar kein so großer Fan von Nightwish an sich – aber besagtes Album ist ein Meilenstein der Musikgeschichte!
Persönlich verbinde ich mit End of an Era abertausende geschäftlich gefahrene Autobahn-Kilometer, vorwiegend Nachts, mit Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits von Gut und Böse – damit wurde auch meine persönliche Referenzzeit von 3:43 Stunden (Hamburg Altona – Nürnberg Südtstadt) gesetzt. Selbige gilt wahrscheinlich für den Rest meines Lebens, da ich nicht glaube, mir nochmal so ein schnelles Auto zuzulegen, und ein Autobahn-Tempolimit in naher Zukunft absehbar sein wird. Ich schweife ab? Sorry, weiter mit Punkt 9!

9. The Raconteurs – Broken Boy Soldiers
The Raconteurs werden offiziell als Bluesrockband gehandelt. Vom Stil her liegt im Sound jedoch auch eine Menge Indierock, schwer sich hier wirklich auf ein Genre festzulegen. Ich habe beide Alben der Band im Jahr 2010 von einem Freund als Empfehlung bekommen, und einen kroatischen Sommer fast ausschließlich mit Earphones verbracht. Zu der Zeit lief auch noch regelmäßig The Dead Weather, Them Crooked Vultures und The XX. Aber ja, ich weiß, nur 10 Alben… 🙁

10. Broilers – Santa Muerte
Wer eine Frau zuhause hat, die aus dem Gothic/Industrial Genre kommt, muß schon eine gehörige Portion Mut an den Tag legen, mit einer (ich schreibe bewußt “ehemaligen”) Oi!- bzw. Punkrockband zu sympathisieren. Da ich mit meinem Musikgeschmack aber eigentlich sowieso nur Kopfschütteln ernte, ist der Ruf sowieso schon ruiniert. Broilers waren MEINE Musikentdeckung des Jahres 2011. Ich habe die Band vorher nicht gekannt, und bin erst durch Campino von den Toten Hosen darauf aufmerksam geworden. Campino habe ich zufällig in Düsseldorf an einer Hotelbar getroffen, neben ihm saß so ein großer, dunkelhaariger Typ. Bei einem Bierchen stellte sich heraus dass ich neben Sammy Amara saß. Da ich aber an diesem Abend noch nichts von seiner Musik kannte, habe ich dem Ganzen nicht so viel Bedeutung beigemessen. Bald darauf lief dann in stoischer Regelmäßigkeit der Track Tanzt du noch einmal mit mir auf Star FM. Kurzerhand wurde das Santa Muerte Album gekauft und regelmäßig gehört. Mittlerweile kenne ich so ziemlich alle musikalischen Ergüsse der Broilers, vieles gefällt mir, mit einigen – vor allem älteren – Songs kann ich nicht wirklich viel anfangen. Zumindest passt die Santa Muerte besser in mein jetziges Auto als die End of an Era von Nightwish, wir werden ja mit dem Alter alle etwas gemütlicher… 😉

Das waren sie also, DIE 10 Musikalben, die einen besonderen Platz in meinem musikalischen Herzen haben. Dass da noch viele viele andere sind, hatte ich ja bereits erwähnt. In meinen Teil 2 hätte ich locker 15-20 Scheiben packen können, persönliche Geschichten verbinde ich u.a. auch mit den Folgenden:

  • Combichrist – Making Monsters
  • Clannad – An diolaim
  • Clawfinger – A whole lot of nothing
  • Johnny Cash – At San Quentin (u.v.m.)
  • Life of Agony – Ugly
  • Loreena McKennitt – The Book of Secrets
  • Ministry – Rio Grande Blood
  • Nirvana – MTV Unplugged
  • Sisters of Mercy – A Slight Case of Overbombing
  • Tom Waits – Rain Dogs
  • Xavier Rudd – Food in the belly

Und je mehr ich nachdenke, umso länger könnte ich diese Liste schreiben. Mal sehen wann die erste Nominierung “Benenne deine 100 Lieblingsalben und erzähle zu Jedem eine persönliche Geschichte” kommt, dann bin ich dabei! 😉

Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 2
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2 Gedanken zu „Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 2

  • 9. November 2014 um 15:08
    Permalink

    NOMINIERUNG!

    Benenne deine 100 Lieblingsalben und erzähle zu Jedem eine persönliche Geschichte!

  • 18. November 2014 um 17:03
    Permalink

    Schöne Song-Auswahl – trifft ziemlich genau meinen Geschmack ..!

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