Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 1

Die sehr geschätzte Sabrina hat mich – zugegebenermaßen mit etwas Nachdruck meinerseits – auf Facebook nominiert, 10 Musikalben zu nennen, die mich in meinem bisherigen Leben am meisten bewegt, und besonders durch mein Leben begleitet haben.

Da ich bei erfolgter Nominierung mit einer 10-seitigen Abhandlung über Musik im Allgemeinen und der Darlegung persönlicher Hintergründe über jedes Einzelne der nun folgenden Alben geprahlt habe, stehe ich nun gewissermaßen in der Pflicht. Was nun folgt, wird ein großer Spaß für mich, und zugleich eine kleine Reise in die Vergangenheit. Auch wenn nicht alle der folgenden Platten zugleich mit meinen ewigen Lieblingsalben decken, so hat mich doch jedes Album in einem Abschnitt meines Lebens begleitet und einen besonderen Platz in meinem musikalischen Herzen eingenommen.

Eventuell werdet Ihr Euch gleich ungläubig die Augen reiben ob meines wundersamen Musikgeschmacks. Hier sei erwähnt dass mich mein 13 Jahre älterer Bruder in Sachen Musik bereits sehr früh (in meinen Augen positiv) beeinflußt und in eine Richtung gelenkt hat. Eines von vielen Dingen wofür ich ihm noch den Rest meines Lebens dankbar sein werde! Nun aber genug der Vorrede, here we go…

1. ZZ Top – Greatest Hits
Meine allererste CD, selbst vom Taschengeld gekauft. Damals war ich entweder 7 oder 8 Jahre alt. Damals gab es ja noch kein Amazon oder Onlineshops, und bei uns “im Wald” auch keine Plattenläden. Wir hatten stattdessen einen Bestell-Katalog mit Seiten so dünn wie ein Gotteslob und einem grünen Drachen vorne drauf. Ich weiß nicht mehr wie der Laden hieß… Jede Ausgabe dieses Heftes war am Ende total zerfleddert, und mit Kugelschreiber waren die Musikwünsche markiert. Einer Sammelbestellung meines Bruders sei Dank wurde das ZZ Top Greatest Hits Album meine erste eigene CD. Ursprünglich eigentlich nur wegen dem Song “Legs” gekauft, höre ich die CD heute noch gerne – und finde nahezu alle Songs gelungen.

2. Tracy Chapman – Tracy Chapman
Das Self Titled Album von Tracy Chapman – erschienen 1988 – schafft es 26 Jahre nach Veröffentlichung immer noch, mir eine Gänsehaut zu verpassen. Auch hier ist mein Bruder “schuld”, dass das Album einen besonderen Platz in meinem Leben einnimmt. Ich durfte damals in den Schulferien regelmäßig mit ihm auf “große Fahrt” gehen. Als Fernfahrer kam er in die entlegensten Gegenden Osteuropas – zu Zeiten als der Eiserne Vorhang noch existierte, ergab das durchaus spannende und erzählenswerte Stories. Damals noch als Musikkassette, begleitete uns Tracy Chapman durch nebelverhangene Berge der Slowakei und sang mich das ein oder andere Mal in den Schlaf.
[Besonders Erwähnenswerte Songs: Talkin’ Bout a Revolution, Fast Car, For My Lover]

3. Billy Idol – 11 of the Best
Wer kann im Alter von 10 Jahren behaupten, Billy Idol Fan gewesen zu sein? Nun gut, ich weiß bis heute nicht, ob man darauf stolz sein sollte, aber die “11 of the Best” Platte von Billy Idol ist ein echter Knaller! Ich bekam damals die überspielte MC aus dem Zimmer meines Bruders gereicht – hatte damals selbst schon eine – im Nachhinein und für die damalige Zeit – bemerkenswerte Sony-Stereoanlage (Neupreis 249DM), die das Tape bis zum Exitus abspielen mußte. Woran ich mich heute noch erinnere: Track 10 der Platte “Don’t need a gun” fand bei 3:24 sein jähes Ende, weil da die Kassette zu Ende war. Jahrelang dachte ich der Song gehört so – bis ich irgendwann erfahren habe dass mein Bruder beim Überspielen mittels eines Fade Outs zumindest halbwegs den Eindruck erwecken wollte, das Lied sei hier zu Ende. Heutzutage reicht es, regelmäßig Radio Gong einzuschalten, dort wird nämlich das 11 of the Best Album rauf und runter gespielt – für mich täglich ein schöner Flashback in die Kindheit!

 4. Paul Simon – Graceland
In den Genuss der Solokünste von Paul Simon kam ich erst über den Umweg “Simon & Garfunkel”. Lieder wie “The Boxer” oder “El Condor Pasa” sind echte audiophile Leckerbissen und eine wunderbare Cruising-Musik an einem wolkenverhangenen Nachmittag. In meine Liste geschafft hat es jedoch Graceland – nicht zuletzt wegen “You can call me Al“. Bei genauerem Hören des Album durfte ich dann feststellen dass Lieder wie “Under african skies” oder “I know what I know” mindestens genau so viel Spaß machen. Heute, 28 Jahre nach dem Graceland Album hört man Paul Simon kaum mehr im Radio. Eine Diskussion darüber, was heutzutage im Radio gespielt wird, erspare ich mir an dieser Stelle. “Graceland” kann ich mit keiner besonderen Erinnerung im Leben verbinden, trotzdem hat mich das Album immer begleitet.

5. John Illsley – Glass
Glass ist definitiv in den Top 3 meiner ewigen Lieblingsalben. Realistisch überschlagen habe ich das komplette Album weit mehr als 500x gehört. Glass ist auch eines der wenigen Alben, das ich nicht einfach nebenher anhören kann. Alle 9 Songs des Album sollte man bewußt genießen. Sicher kennt Ihr alle diese “Alles Scheiße mit dem eigenen Dasein” Stunden. Immer wenn ich soweit war, wußte ich zu welchem Album ich greifen muß. Glass hat mich durch schwere Zeiten begleitet, meinen Kopf ziemlich oft wieder geradegerückt und mir immer dann neuen Lebensmut gegeben wenn es nötig war.
[Besonders Erwähnenswerte Songs: I want to see the moon, The world is made of glass, Let’s Dance]

Hier endet der erste Teil meiner Lieder die (für mich) die Welt bedeuten. Teil 2 mit den Nummern 5-10 folgt in Kürze, ich weiß schon recht genau, welche Alben hier noch auf die Liste kommen.

Up to that time, stay tuned! 😉

Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 1
Markiert in:                     

3 Gedanken zu „Lieder die (für mich) die Welt bedeuten – Teil 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.