Erste große Liebe

Heute hab ich in der Arbeit nach langer Zeit mal wieder eine Wolfgang Ambros CD gehört. Ein Arbeitgeber bei dem man auch tagsüber die Musik seiner Wahl hören kann ist selten – habe ich mir sagen lassen. Zumal fast jeder von uns ein 2.1 System am Rechner hat und sich die Subwoofer im Büro nahezu stapeln.

Für mich ist Musik während der Arbeitszeit motivierend – aber nur dann wenn ich nicht den ganzen Tag einen dieser Radiosender hören muß, die tagsüber ein Repertoire aus 8 Songs spielen und diese 14x wiederholen…

Während ich also den austrischen Klängen des Wolfgang Ambros lausche, mich über “den Hofer vom 20ger Haus” amüsiere oder mir die “Blume aus dem Gemeindebau” visualisiere, kommt plötzlich ein Stück, das ich schon fast vergessen hatte – “Die erste große Liebe”.

Ich weiß nicht ob / was ich mit diesem Lied verbinde, ich habe es nicht gehört als ich meine erste große Liebe kennenlernte, aber trotzdem ist dieser Song für mich etwas besonderes.

Text zu Erste große Liebe:

Mit vierzehn Jahr war’s wieder einmal klar,
es fangt jetzt ganz was Neues an.
A neue Schul’ und a neue Umgebung
und alles so fremd, wie’s nur sein kann.
I war nie bei den Guten, i war ned amal mittel,
i war immer bei die G’fraster,
beinahe jedes Jahr in einer neuen Schul’
und immer wieder dasselbe Desaster.
Uh, a Neuer in der Klass’, und a jeder fragt:
“Wer is des und wie haßt der?
Wos is des fia ana, wo kummt der her,
wos kann der und wos waß der?”
I bin ang’nagelt g’sess’n auf meiner Bank,
i hab’ mi ned amal umschau’n ‘traut.
Aber dann hab i di g’seh’n und du hast mi an’gschaut,
wir waren uns augenblicklich vertraut !
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ ned g’wußt, was da passiert mit mir,
i hab’ den ganzen Tag nur an di ‘dacht
und in der Nacht hab’ i träumt von dir.
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ nimmer g’wußt, was i tu oder red’,
und wir waren beide völlig ahnungslos,
doch miteinander san ma d’rauf’kommen
wie’s geht.
Zuerst war wochenlang nur Blickkontakt,
wir hab’n uns nur zufällig ‘troffen.
A endlose Zeit von Unsicherheit,
zwischen Warten, Verzweifeln und Hoffen.
Doch dann, durch a glücklich Fügung,
war ma alleine für a Weil,
auf der Fahrt zum Schikurs, von Wien nach Salzburg,
in an Zugabteil.
Und da hab’n ma plötzlich g’redt, und du hast ma erzählt
Von dein’ Vater, der so streng is,
und i dir von meinen Misserfolgen,
und dass für mi schon ziemlich eng is.
Du hast zu mir g’sagt, die Schul’ is ned
Des Wichtigste im Leb’n,
und dann, am nächsten Tag am Lift,
hob’n ma uns des erste Busserl geb’n.
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ ned g’wußt, was da passiert mit mir,
i hab’ den ganzen Tag nur an di ‘dacht
und in der Nacht hab’ i träumt von dir.
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ nimmer g’wußt, was i tu oder red’,
und wir waren beide völlig ahnungslos,
doch miteinander san ma d’rauf’kommen
wie’s geht.
Naja, und bald war Frühling, und i bin erblüht
in an schönen, heißen Sommer.
I hab’ sehr oft auf di g’wart’ im Bad,
du bist ned immer kommen.
Aber wenn wir z’amm waren, dann war sowas
wie Magie dabei,
doch bald war wieder Herbst
und dann war’s halt vorbei.
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ ned g’wußt, was da passiert mit mir,
i hab’ den ganzen Tag nur an di ‘dacht
und in der Nacht hab’ i träumt von dir.
Du warst mei erste große Liebe,
i hab’ nimmer g’wußt, was i tu oder red’,
und wir waren beide völlig ahnungslos,
doch miteinander san ma d’rauf’kommen
wie’s geht.

Mehr Infos zu Wolfgang Ambros findet Ihr auf seiner Webseite wolfgangambros.at

Erste große Liebe
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