Gibt es eigentlich DSL-Alternativen?
In regelmäßigen Abständen zerbreche ich mir den Kopf über meinen DSL-Anschluß hier in der Wohnung. Im Schnitt nutze ich meine Arbeitswohnung an 3 Abenden in der Woche – und eben zum Übernachten. In der übrigen Zeit residiere ich ja daheim im Bayerischen Wald. Trotzdem habe ich in der Wohnung in Nürnberg seit jeher (in Nürnberg also seit 2004) eine DSL-Flatrate. Noch dazu mit ISDN & Analoganschluß im Paket.
Die DSL Geschwindigkeit setzt sich zusammen aus 6 MBit Downstream und ca. 600KBit Upstream. Für mich als Otto-Normalsurfer mehr als ausreichend. ABER: In Summe kostet mich der Spaß pro Monat knappe 50 Euro.
Deshalb grüble ich immer wieder über Alternativen nach. Wegen 3 Abenden pro Woche (an zwei davon bin ich sowieso meist unterwegs und nur zum Schlafen in der Wohnung) rentieren sich die 50 Euro pro Monat eigentlich nicht wirklich. Überlegt man objektiv, steckt da ein Einsparpotential.
- Nur was ist eine brauchbare Alternative?
- Wie ist eigentlich die Netzabdeckung bei e-Plus im Raum Nürnberg?
- Ist FONIC auch e-Plus?
- Soll ich das WLAN vom Nachbarn anzapfen?
Heute habe ich bspw. bei ALDI eine Internetflatrate via UMTS gesehen, für 14,99 Euro pro Monat klingt das auf den ersten Blick echt spannend. Ernüchternd ist dann allerdings dieser Hinweis:
Mit der Angabe der maximalen Leistung des Surfsticks verschweigt Aldi Talk aber geschickt, dass die Datentarife im Handynetz von E-Plus realisiert werden, welches solch hohe Übertragungsraten überhaupt nicht unterstützt. Während die Netze Von T-Mobile, Vodafone und O2 bereits den HSDPA genannten Standard unterstützen, welcher Übertragungsraten von 3,6 bis 7,2 Mbit/s ermöglicht, bietet E-Plus nur normales UMTS und somit maximal 384 Kbit/s.
OK, ich nutze zwar die 6MBit nicht aus, aber 384KBit sind mir dann doch entschieden zu wenig, um in ausreichender Geschwindigkeit surfen zu können. Eine Alternative wäre die FONIC Tagesflat (mittlerweile ist mir auch wieder eingefallen dass FONIC mit dem O² Netz arbeitet). Für 2,50 Euro am Tag hätte ich da echtes HSDPA mit zumindest 3,6MBit. Nutze ich den Surfstick an 10 Tagen im Monat bin ich bei 25 Euro – und damit bei der Hälfte der normalen Telefonkosten.
Steht aber immer noch das Thema Telefonieren im Raum. Das könnte ich einerseits durch meine Handyflatrate deckeln, alternativ könnte ich endlich mal über Internettelefonie nachdenken, und beispielsweise öfters mal die Dienste von Skype und Co. in Anspruch nehmen.
Außerdem würde ich mit einer UMTS-Anbindung gegenüber einer herkömmlichen DSL-Anbindung einiges an Strom sparen. Ad hoc fallen mir folgende Geräte und Stromverbraucher ein, die ich mit einer UMTS-Karte nicht mehr benötige:
- ISDN-NTBA (dieser muß bei mir am Strom angeschlossen sein)
- Schnurlos-Telefon mit Basistation
- DSL-Router
- A/B-Wandler (für das doofe Telefon) – braucht der eigentlich Strom?
Wenn ich so recht überlege ist das einzige was mich noch an der Kündigung meines DSL- und Telefonanschlußes hindert die Tatsache, dass ich mich ganz ohne Festnetzanschluß “nackt” fühle. Irgendwie schaudert es mich bei dem Gedanken.
Wie handhabt Ihr das? Nutzt Ihr bereits eine UMTS-Flat als einzige Datenverbindung in die weite Welt? Schreibt mir in den Kommentaren!
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