Die Conversion Rate im eigenen Shop optimieren

Kürzlich habe ich mich aus gegebenem Anlass mit einigen Leuten über die Thematik Conversion-Optimierung für Dropshipping-Händler unterhalten. Es stand die Frage im Raum, wie man mit möglichst einfachen Mitteln die Conversion-Rate im eigenen Shop verbessern kann. Da jetzt sicherlich einige von Euch fragend da sitzen und sich denken “Dropshipping?”, “Conversion-Rate?”, “Was wird hier eigentlich gespielt?”, fange ich mit einer kurzen Einführung an.

In einfachen Worten erklärt ist DropShipping Onlinehandel ohne Eigenkapital. Man baut sich eine Internetseite mit einem Shopsystem auf, und verkauft dort Waren. Die Waren liegen aber nicht im eigenen Lager, sondern direkt beim Lieferanten bzw. Produzenten. Kauft ein Kunde im Shop ein, wird der Lieferant informiert, und versendet die Waren. Dabei bleibt für beide Seiten ein Ertrag hängen. Der Lieferant verdient am Produkt, der Shopbetreiber erhält eine prozentuale Beteiligung.

  • Vorteil des Lieferanten: Kein eigener Shop und kein Marketing notwendig.
  • Vorteil des Shopbetreibers: Kein eigenes Lager und keine Warenbeschaffung, somit keine Kapitalbindung.

Die Conversion-Rate oder Konversionsrate ist die Anzahl der Bestellungen im Onlineshop geteilt durch die Anzahl der Webseitenbesucher mal 100 Prozent. Hat man also pro Monat 2.500 Besucher auf der Seite, die insgesamt 100 Bestellungen ausführen, errechnet sich daraus eine Conversion Rate von 4 Prozent.

Ziel eines jeden Shopbetreibers ist es, die Conversion-Rate möglichst hoch zu halten, bzw. immer weiter zu optimieren. Eine optimale Conversion-Rate lässt sich schwer in Zahlen festhalten, da Sie sehr stark vom Thema bzw. Produkt abhängt. Unabhängig von fixen Zahlenwerten gibt es diverse simple Möglichkeiten, die Conversion Rate eines Onlineshops zu erhöhen.

1. Bookmark-Button einsetzen
Wer täglich mit dem Medium Internet arbeitet, kann sich nicht vorstellen dass es noch Menschen gibt, die interessante Seiten nicht bookmarken. Viele kennen diese Browserfunktion nicht, andere vergessen es schlichtweg, und finden im schlimmsten Fall den Shop nicht wieder.
Lösung: Einen gut sichtbaren Bookmark-Button im Shop positionieren.

2. Home-Button integrieren
Jeder von uns “Profis” kennt es: Ein Klick auf das Firmenlogo oder das Banner führt zurück zur Startseite eines Internetauftritts. Das hat sich über die Jahre bei Webprogrammierern so eingebürgert. Es gibt mehr als genug Laien die diese Funktion nicht kennen, und plötzlich keinen Weg mehr finden, zurück auf die Startseite zu gelangen.
Lösung: Einen Menüpunkt “Home” oder “Startseite” einbauen und die Besucher nicht ihrer Orientierungslosigkeit überlassen.

3. Check-Out / Zur Kasse auf jeder Seite anzeigen
Wenn dieser Punkt nicht erfüllt ist, habe selbst ich meine liebe Not, wenn ich mich in fremden Shops bewege. “Wo war noch mal der Weg zur Kasse?” Im Supermarkt ist das kein Problem, da kann man zur Not den nächsten Verkäufer fragen, im Onlineshop hilft nur ein präsenter Einsatz eines Check-Out Buttons auf allen(!) Seiten. Mit “allen Seiten” sind übrigens auch Seiten wie Impressum, Datenschutz, AGB oder Versandkostendetails gemeint
Lösung: Check-Out Button auf jeder Seite einblenden

4. Stets eine gute Orientierung bieten
Dieses Thema fällt eindeutig in die Rubrik Usability und gehört eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden Shop-Programmieres. Folgender Fall ist sicherlich schon jedem einmal passiert: Man stöbert mit Elan in einem Shop, baut sich einen höchstkomplizierten Warenkorb zusammen, will vor Abschluß der Bestellung noch schnell auf die Seite mit den Versanddetails schauen, und findet alsdann nicht mehr zurück in den eigentlichen Shop. Fehlende Cookies vorausgesetzt ist im schlimmsten Fall der Warenkorb leer, wenn man sich mit Hilfe des Zurück-Buttons wieder in den Shop navigiert. Ist mir in der Vergangenheit bereits mehrfach passiert und hat in 100% der Fälle dazu geführt dass ich in diesem Shop NICHT mehr gekauft habe.
Lösung: Sich in die Sicht des Kunden versetzen und eine absolut wasserdichte Menüführung und Usability bereitstellen. Es muß sichergestellt sein, dass der Besucher auf keiner Seite vom rechten Weg abkommt, und stets seinen Weg zurück in den Shop und zu seinem Warenkorb findet.

5. Zwangs-Registrierung vermeiden
Mittlerweile bieten diese Funktion schon fast alle Shopsysteme Out-of-the-box an: Die Möglichkeit einer Bestellung als Gast, also ohne Registrierung im Shopsystem. Ich persönlich mag es nicht – vor allem bei Erstbestellungen – mich in einem Shop zu registrieren. Lieber bestelle ich als Gast und nehme in Kauf, bei einer erneuten Bestellung alle Daten erneut einzugeben. Das erspart mir schon das lästige Ablegen von Zugangsdaten. Bestelle ich regelmäßig in einem Shop, kann ich mir später immer noch überlegen, mich fest zu registrieren um ggf. abweichende Lieferadressen und Rechnungsdetails fest zu hinterlegen.
Lösung: Immer die Möglichkeit bieten, als Gast, also ohne die Erstellung eines festen Benutzerkontos zu bestellen.

Diese 5 Tipps sind für jeden Shopbetreiber absolut leicht umzusetzen (und zugegebenermaßen in einigen Lösungen bereits integriert bzw. freischaltbar). Natürlich gibt es noch unzählige weitere Möglichkeiten, die Conversion-Rate seines Shops zu erhöhen. Gerne philosophiere ich in einem der nächsten Artikel über filigranere Möglichkeiten, noch 0,5% mehr User zum Kauf zu bewegen.
Mehr als die halbe Miete sind aber tatsächlich schon die fünf oben erläuterten Tipps. Den DropShipping Ratgeber könnt Ihr übrigens auch hier nachlesen, wie auch viele weitere Tipps zum Thema Dropshipping.

Falls Ihr noch weitere schlaue Tricks kennt, wie man die Conversion Rate im Onlineshop erhöht, freue ich mich auf Eure Kommentare. Falls Ihr Fragen habt, versuche ich diese über die Kommentarfunktion ebenfalls möglichst erfüllend zu beantworten. 🙂

Die Conversion Rate im eigenen Shop optimieren
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