Wo würdet Ihr Eure Immobilie verkaufen?

Bevor die Gerüchteküche zu brodeln beginnt, und der Buschfunk auf Hochtouren läuft: Nein, WIR wollen unser Haus nicht verkaufen. Unser verbliebenes Grundstück ist ja mittlerweile an den Mann gebracht, und wir sind heilfroh dass wir unser jetziges Haus mittlerweile einigermaßen im Griff haben. Die Sanierungen sind weitestgehend abgeschlossen und die wichtigsten Verschönerungsprojekte im Garten neigen sich auch langsam dem Ende. Einen ausführlichen Bericht über unsere neue Terrasse bin ich noch schuldig, da bin ich bisher noch nicht dazu gekommen ein paar spektakuläre Bilder aufzubereiten.

Wo würdet Ihr Eure Immobilie verkaufen? – mit dieser Frage kamen kürzlich Bekannte aus der Nachbarschaft auf uns zu. Wir haben Immobiliengeschäfte bis dato immer mit Immowelt getätigt, oder eben mit der klassischen Lösung, einem Immobilienmakler.

Beide genannten Optionen habe ich wie aus der Pistole geschossen genannt, erst im Nachhinein kam ich tiefer ins Grübeln. Wie verkauft man eigentlich sein Haus / sein Grundstück / seine Wohnung wenn man a) nicht besonders internetaffin ist und b) keine Lust auf die Zahlung einer Maklerprovision hat. Letzteres lässt sich zwar heutzutage ganz leicht komplett auf den Käufer umlegen, nur ist nicht jeder Immobiliensuchende scharf darauf, zweimal die 3,57% Provision zu bezahlen. Das macht in Summe 7,14%, bei einem Verkaufspreis von 250.000 Euro würde man damit 17.850 Euro für den Makler oben drauf legen. Für den potentiellen Käufer ist eine Immobilie damit gleich nicht mehr so lukrativ.

Spannend ist die Tatsache, dass die Höhe der Maklerprovision in Deutschland bundeslandabhängig ist. Da ich bisher Immobilien nur innerhalb Bayerns ge- bzw. verkauft habe, war mir das nicht bewusst. Eine Aufstellung der Maklerprovisionshöhen nach Bundesland habe ich hier gefunden, das ist ganz interessant. In Bremen, Hessen bzw. Meck-Pomm kann man auch mit 5,95% davonkommen.

Nichts desto trotz gibt es natürlich auch noch andere Möglichkeiten, eine Immobilie zu offerieren. Immer mehr unterschätzt wird die klassische Tages- bzw. Wochenzeitung. Wir haben diese Möglichkeit bei unserer Suche lange nicht genutzt um dann festzustellen dass es immer noch viele Angebote in Zeitungen gibt, die online nirgends auftauchen. Den besten Beweis dafür dass auch Mundpropaganda (bzw. der oben erwähnte „Buschfunk“) etwas bringen kann. Andere Bekannte von uns haben damit kürzlich innerhalb kürzester Zeit Ihr Haus verkauft. Der Verkaufspreis lag in einer Höhe, in der sich Käufer/Verkäufer insgesamt auch knapp 20.000 Euro für die Maklerprovision sparen konnten. Zahlungen für Grunderwerbesteuer, etc. schlagen unmittelbar nach dem Immobilienkauf sowieso noch ein tiefes Loch in die sowieso schon leere Kriegskasse.

Wir selbst haben wie erwähnt online Erfolg, hatten aber obendrein das Glück dass der Verkäufer ebenfalls auf einen Makler verzichten wollte, und das Haus von privat verkauft hat. Trotzdem halte ich vor allem die Tageszeitungen nach wie vor für ein sinnvolles Recherchemedium wenn es um gebrauchte Immobilien geht.

Welche Erfahrungen habt Ihr in dieser Beziehung bisher gemacht? Schreibt mir doch in den Kommentaren!

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