Ich spende mein Flaschenpfand

Sicher kennt Ihr das, mit dem wöchentlichen Einwegflaschenpfand lässt sich im Supermarkt ein gehöriger Reibach machen. Mit 10 – 12 Euro bin ich eigentlich jede Woche dabei, wenn unzählige Cola, Spezi und Mineralwasserflaschen geräuschvoll im Schlund des Getränkeautomaten zerplatzen. Mit einem Druck auf die Bon-Taste hält man dann ein wertvolles Stück Papier in Händen, und an sparsamen Wochenenden ist damit gleich ein Drittel des folgenden Einkaufs refinanziert.

Flaschenpfand spendenDass es auch anders geht, zeigt seit einigen Jahren die Supermarktkette Lidl. Darauf aufmerksam geworden bin ich beim ersten Mal recht schmerzlich. Der Großteil der Lidl-Pfandautomaten verfügt über 2 verschiedene Knöpfe. Das Betätigen des blauen Knopfes veranlasst den Automaten wie gewohnt, den Pfand Bon zu drucken und auszuspucken. Der zweite, orangefarbene Knopf führt zu einer Spende.
Mit dieser Spende finanziert Lidl nicht etwa die alljährliche Weihnachtsfeier, sondern unterstützt den Bundesverband Deutsche Tafel e.V.. Richtig, das sind die, die man im Volksmund als „Die Tafel“ kennt. Dort können Bedürftige unter Anderem qualitativ einwandfreie Lebensmittel erstehen, entweder kostenlos oder zu einem symbolischen Betrag.

Da ein Verband wie Die Tafel neben zahlreichen Lebensmittelspenden auch andere Dinge benötigt, um als Solches zu funktionieren, wird für Anschaffungen wie Kühlsysteme oder Transportfahrzeuge ebenfalls Geld benötigt. Unter anderem – aber nicht nur – dafür werden die Flaschenpfandspenden von Lidl eingesetzt. Ich war im ersten Moment etwas skeptisch, was da mit meinen mühsam ausgetrunkenen Flaschen bzw. deren Pfandwert passiert und habe mich deshalb etwas in die Thematik eingelesen. Lidl spendet meinen Pfandbetrag 1:1 an den Bundesverband Deutsche Tafel e.V., der sich wiederum darum kümmert, dass das Geld sinnvoll in fest abgesteckte Projekte fließt.

Hier werden beispielsweise Pausenbrotinitiativen ins Leben gerufen, oder auch Lebensmittelbringdienste für Senioren bzw. kranke/behinderte Menschen unterstützt. Auch wird das Geld für Kühlsysteme genutzt, die ja im Lebensmittelbereich unabdingbar sind – Thema unterbrechungsfreie Kühlkette. Hier wird zudem Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, sodass bei der Auswahl von Geräten auch die energieeffiziente Nutzung berücksichtigt wird. In nur 5 Jahren hat es Lidl geschafft, so mehr als 6 Millionen Euro an Die Tafeln zu spenden und bereits eine Vielzahl von Projekten damit zu unterstützen.

Ich gebe zu, jede Woche drücke ich am Pfandautomaten auch nicht auf den orangenen Knopf. Aber Hin und Wieder habe ich ein so ein Gefühl der Nächstenliebe dabei, mit meinem Flaschenpfand den bedürftigeren Menschen unter uns etwas Gutes zu tun. Und das Schöne daran: 5 oder 10 Euro Flaschenpfand mal „so nebenher“ gespendet, tun dem eigenen Geldbeutel nicht wirklich weh – die Summe aller Teilnehmer aber schaffen für die Bedürftigen ein großes Maß an Unterstützung.

Und noch ein „Pro“-Tipp zum Schluss: Falls Ihr klein anfangen wollt, werft einfach 2 Flaschen in den Automaten und drückt dann den Spenden-Knopf. Dann sind 50 Cent Eures Pfandschatzes gespendet, und ihr habt trotzdem das gute Gefühl, jemand zu helfen der es nötiger hat als ihr selbst! 🙂

Ich spende mein Flaschenpfand
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Ein Gedanke zu „Ich spende mein Flaschenpfand

  • 30. Januar 2014 um 13:47
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    Wieso machen das andere Supermärkte denn nicht auch ? Das könnte doch jeder anbieten. Quasi als moderne “Spardosen für die 3. Welt” 🙂

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