Wie arbeitet eigentlich eine Online-Druckerei?

Wir nutzen ja des Öfteren die Services von Online-Druckereien. Sowohl privat für individuelle Einladungskarten, Briefpapier für die Firma, Flyer für unseren Verein – zuletzt haben wir uns sogar eine eigens dafür gestaltete Geschenkverpackung zu Weihnachten drucken lassen.

Vor allem die Sache mit der Geschenkverpackung war ein voller Erfolg – die individuelle Note war bei der Übergabe Gesprächsthema Nummer 1. Als ich auf der Suche nach einer Online-Druckerei war, die Erfahrung mit solchen Faltkartons hat, fiel die Wahl – nicht zum ersten Mal – auf www.cewe-print.de. Dabei habe ich unter anderem gesehen, dass man mittlerweile sogar komplette Zeltpavillons bzw. Zeltwände bedrucken lassen kann. Sowas werde ich zwar, zumindest in diesem Jahr, nicht mehr benötigen, die Idee finde ich aber toll, und preislich ist die Sache durchaus in einem vertretbaren Rahmen.

Die Tatsache, dass die meisten Onlinedruckereien mittlerweile mehr machen als Briefpapier und Flyer, hat mich dazu bewogen, mich näher darüber zu informieren, wie Onlinedruckereien überhaupt arbeiten, auf welcher Basis deren Geschäft aufgestellt ist, und in welchen Dimensionen man sich einen solchen Betrieb überhaupt vorstellen kann.

Bis vor kurzem war ich der Meinung, die Webseiten mit Online-Druckangeboten stammen von alteingesessenen Druckereien, die Ihre Leerläufe mit Onlineaufträgen füllen. Ein Bekannter, Mitarbeiter bei den Heidelberger Druckmaschinen, hat mich hier eines Besseren belehrt. Vor allem Onlinedruckereien seien momentan mit die besten Kunden. Auch mein Verdacht, die Onlinedruckereien würden Ihre Druckmaschinen aus der Konkursmasse von Druckereibetrieben beziehen, wurde von meinem Bekannten entkräftet – er kann sich aktuell kaum vor Neuaufträgen retten.

Natürlich gibt es weiterhin viele Unternehmen, die auf regionale Druckereien setzen – die Angst, der Onlineanbieter könne keine langfristig gleichbleibende Qualität liefern, ist zu groß. Dies ist in meinen Augen einer der letzten Strohhalme der regionalen Druckbetriebe. Preislich mit den großen Onlinedruckereien mithalten können mittlerweile nur noch die wenigsten. Ich führe hier gern wieder mein Lieblingsbeispiel an: 3.000 Seiten Briefpapier (zugegebenermaßen auf hochwertigem Papier) für 880 Euro beim regionalen Drucker, für 179 Euro in der Onlinedruckerei – die Qualität lag auf demselben Niveau! Auch die nachhaltige Verfügbarkeit und stete Qualität ist bei den führenden Anbietern selbstverständlich.

Einen ganz kurzen Blick hinter die Kulissen einer Onlinedruckerei kann man in diesem Video werfen – hier werden einem die Dimensionen, in denen dort gearbeitet wird, erst klar.

Mein Tipp als regelmäßiger Nutzer von Onlinedruckereien: Wer Wert auf hohe, gleichbleibende Qualität legt, und ggf. von einem Druckauftrag in ein paar Jahren einen identischen Nachdruck benötigt, sollte sich für ein namhaftes und bekanntes Unternehmen entscheiden. Ich habe im Herbst bei einer polnischen Onlinedruckerei 1.000 Stück gefaltete DIN A4-Flyer drucken lassen. Die Qualität war absolut vorzeigbar, der Preis schier unschlagbar. Letzte Woche wollte ich einen Nachdruck von weiteren 1.000 Stück ordern – siehe da, das Unternehmen hat laut Webseite den Geschäftsbetrieb eingestellt, bzw. bietet ihre Dienste online nicht mehr an.

Wo lasst Ihr Eure Druckaufträge ausführen? Nutzt ihr den Service der regionalen Druckerei ums Eck, eine deutsche Onlinedruckerei, oder vergebt Ihr Eure Aufträge direkt ins Ausland? Schreibt mir doch in den Kommentaren, ich freue mich auf eine Diskussion!

Wie arbeitet eigentlich eine Online-Druckerei?
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3 Gedanken zu „Wie arbeitet eigentlich eine Online-Druckerei?

  • Pingback: Schreibblockade. | Whoopster

  • 15. Januar 2016 um 06:44
    Permalink

    Der Presiunterschied ist natürlich gravierend und wenn man ein festes standardisiertes Produkt benötigt, sind die Onlinedruckereien unschlagbar.
    Wenn man aber etwas individuelles benötigt, sei es das Papier oder Format, ist die Druckerei vor Ort immer noch die beste Wahl.
    Und nur mit dieser Individualität kann man sich als Druckerei heute noch am Markt halten.

  • 17. Januar 2016 um 01:05
    Permalink

    Das stimmt natürlich. Aber es stellt sich die Frage, ob sich nicht 99% der Kundenanforderungen durch ein standardisiertes Produkt einer Onlinedruckerei abbilden lassen.
    Da sind die eingesessenen Druckereien am Zug, sich sinnvoll (!) vom Online-Mitbewerb abzuheben.

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