Körperwelten in Augsburg

Es fehlt ja immer noch mein Bericht von den Körperwelten in Augsburg. Ich hatte am vorletzten Sonntag, der 12. Juli war das, das Vergnügen, zusammen mit Eva und zwei guten Freunden zur Körperwelten Ausstellung zu fahren.

Das Vergnügen begann wie immer beim Einsteigen ins Auto. Die A9 war auf 3 Spuren voll, trotzdem konnte man locker Geschwindigkeiten von 160-170km/h fahren. Wer mich kennt, weiß dass bei mir der Weg das Ziel ist – so ging es auch auf der B303 entsprechend zügig vorwärts, und wir waren recht bald in Augsburg am Messegelände.

Dort wurden wir gleich von einem Parkplatzwächter in Empfang genommen, der uns in Raubrittermanier drei Euro pro Fahrzeug abknöpfte. Vorteil: Gehfaul wie ich bin – der Parkplatz liegt ca. 40 Meter vor dem Haupteingang der Messe! 😀 An der Kasse lächelt mich die Ticketdame freundlich an, und bittet mich um 34 Euro Eintritt für zwei Personen. Innerhalb von 3 Minuten um 37 Euro erleichtert ging es in die Ausstellung.

Gerne hätte ich diesen Beitrag mit einigen Bildern aufgelockert, aber innerhalb der Ausstellung herrscht absolutes Fotografierverbot, und brav wie wir sind haben wir uns auch alle daran gehalten – was man von Benedict nicht behaupten kann, der war gestern und hat eiskalt fotografiert 😀

Die Ausstellung selbst fand ich im Nachhinein sehr interessant. Es gab neben ca. 10 Vollskeletten auch 7 oder 8 Babys in verschiedenen Entwicklungsstadien zu sehen, außerdem wurden fast alle menschlichen Organe ausgestellt. Das interessante dabei: Gesunde Organe wurden erkrankten Organen gegenübergestellt. So konnte man eine gesunde Lunge mit einer Raucherlunge vergleichen oder sah die Unterschiede einer gesunden Leber mit einer von Krebsmethastasen durchsetzten.

Spannend waren auch die Körperquerschnitte. Dort werden Menschen eingefroren und dann im gefrorenen Zustand mit einer Säge in ca. 2-8mm dünne Scheiben zerschnitten. Nach der Plastination (die Scheiben werden entsprechend behandelt und danach zwischen zwei Glasplatten gelegt) sieht man genau, wie die Organe im Körper angeordnet sind, und wie eng es dort eigentlich zugeht.

Wir haben ca. zwei Stunden in der Ausstellung verbracht. Ich war erstaunt darüber, dass trotz der ca. 250 Personen in der Ausstellung eine gespenstische Stille herrschte. Niemand sprach ein lautes Wort und man hätte die sprichwörtliche Stecknadel auf den Boden fallen hören.

koerperwelten-flyer

Ein Flyer der Körperwelten von Gunther von Hagens verrät dann mehr über die Ausstellung und beeindruckt mit einigen Zahlen. Bisher haben sich 27 Millionen Menschen, davon über 6 Millionen Menschen in Deutschland die Körperwelten Ausstellung angesehen.

Interessant ist auch, dass jeder Mensch ein dichtes Netzwerk von Arterien, Venen und Kapillaren besitzt, das über 96.500 Kilometer lang ist!

Alles in Allem ist die Körperwelten Ausstellung in Augsburg definitiv einen Besuch wert – das sage selbst ich als jemand, der im Biologieunterricht höchstens bei den Geschlechtsorganen gekichert hat. Wenn Ihr das Glück habt und in der Nähe wohnt – macht einen Sonntagsausflug und schaut euch die Körperwelten Ausstellung an.

Alle Infos dazu findet Ihr unter www.koerperwelten.de

Körperwelten in Augsburg
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Ein Gedanke zu „Körperwelten in Augsburg

  • 21. Juli 2009 um 20:55
    Permalink

    Die Ausstellung hab ich mir damals in München angesehen. Aber richtig genial ist das Plastinarium in Guben – dort waren wir im Dezember.

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