Ich komm nicht mehr mit…

Kennt ihr das – wenn Ihr einfach nicht mehr hinterherkommt? Mir geht es momentan fast überall so. Egal was ich anpacken will, es beschleicht mich immer öfter das Gefühl, dass der Tag zu wenig Stunden für das hat, was ich eigentlich erledigen möchte.

Aufgestanden wird um 7 Uhr, ins Bett gehts um 0 Uhr. Dazwischen liegen 7 Stunden des Schlafs, die nutze ich auch. Bleiben 17 Stunden, die man für Arbeiten und andere lebenswichtige Dinge nutzen kann.

Mir sind die 17 Stunden irgendwie zu wenig. Und das, obwohl ich die eigene Bespaßung auf durchschnittlich 60 Minuten pro Tag zurückgeschraubt habe – sprich da wo ich das mache man gemeinhin “Freizeit” nennt. Dazu gehört zum Beispiel sinnloses Zocken auf der Playstation, oder Sport, egal ob das normale Pushup/Situp/Squat Training, Fahrradfahren oder Schwimmen.

Obwohl ich also 16 Stunden am Tag für Produktives aufwenden kann, schaffe ich trotzdem nicht alles was ich mir vornehme. Ich habe mir mal kurz Gedanken dazu gemacht und all das notiert, was momentan eindeutig zu kurz kommt, bzw. wofür ich mir in Zukunft wieder mehr Zeit nehmen möchte:

  • Mehr Schreiben – vor allem hier im Blog
  • Endlich mal in die Tiefen von Google AdWords einsteigen
  • Ein Video schneiden das schon seit Ewigkeiten in Arbeit ist
  • Mehr auf dem Rad unterwegs sein und Kondition aufzubauen
  • Einfach mal auf die Couch legen und Nichts tun
  • Mein Versicherungs- und Fonds-Tohuwabohu durchgehen, in einem Wort: Tabularasa machen
  • Ein paar Internetprojekte durchziehen die mir schon lange im Kopf herumschwirren

Um zu einer Lösung zu kommen, muß man sich erst fragen, wieso es momentan suboptimal läuft, bzw. warum es mir suboptimal vorkommt. Wenn ich meinen Tagesablauf betrachte merke ich, dass ich mir zu viel Streß mache. Wohlgemerkt, den Streß mache ich mir selbst, der kommt weder vom Kunden noch von der Geschäftsleitung, ich selbst will immer alles sofort und möglichst zu 1000% gewissenhaft erledigen. Dadurch dass ich mich dann selbst unter Druck setze, verliere ich den Fokus aufs Wesentliche und kann meine Tasks nicht so strukturiert abarbeiten als mit einem freien Kopf.

sascha-gesamtsituation

Am Ende eines durchschnittlichen Arbeitstages – der mit momentan ca. 10-11 Stunden täglich durchaus moderat ist – habe ich regelmäßig das Gefühl, ich hätte durch strukturierteres Arbeiten bestimmt noch 30 Minuten mehr an Produktivität rausholen können. Eben die 30 Minuten in denen man abgelenkt war, über irgendwas privates gequatscht hat, zum 42. Mal seine Mails gecheckt hat, etc.

Nach Ende des Arbeitstages bleiben mir also noch 6 Stunden Zeit für andere Dinge. Da hänge ich dann meist über irgendwelchen Onlineprojekten und bin dabei nicht konzentriert, weil ich immer wieder über die Arbeit nachdenke und all das was ich tagsüber hätte effizienter erledigen können.

Da sich langsam herauskristallisiert wo es hapert, jetzt einige Ansatzpunkte die ich mir in der nächsten Zeit zu Herzen nehmen will:

  • Struktur in die Tätigkeiten bringen
  • Immer nur 1 Problem gleichzeitig behandeln, nicht an 5 Problemen gleichzeitig arbeiten
  • eMails nur -zwischen- zwei Tätigkeiten überprüfen und nicht bei jedem “You have mail” sofort in den Posteingang zu klicken
  • Nervige und zeitaufwändige Tätigkeiten auf den Morgen legen, sodaß bereits ein “Batzen” weggearbeitet ist
  • Ganz wichtig: Richtig sitzen (durch meine fötale Halbschlafstellung am Schreibtisch hab ich immer Rücken!)
  • ToDos in 1 Checkliste zusammenfassen und nicht auf 42 Zettel verteilen, das stiftet nur Verwirrung
  • Die eigenen Erwartungen etwas nach unten korrigieren (*hmpf*)

Einen ganz wichtigen Störfaktor habe ich vor knapp drei Monaten eliminiert, nämlich: Nicht alle 45 Minuten zum Rauchen rausgehen. Das habe ich aus Kosten- und vor allem aus Zeitgründen einfach abgeschafft. Dafür muß ich mich jetzt zwingen, irgendwann eine Pause einzulegen, ich ertappe mich immer öfter dabei dass ich 4 Stunden wie angewurzelt vor dem Bildschirm sitze.

😀 Spannend, ihr seid sicher schon irgendwo weiter oben ausgestiegen, falls nicht, seid ihr gerade Zeuge einer Live-Heilung geworden. Beim Schreiben schaffe ich es momentan am Besten, über etwas nachzudenken, Probleme zu eroieren und dann gleich eine mögliche Lösung zu erarbeiten. Scheint funktioniert zu haben. Zugleich hab ich gleich einen Spickzettel wo ich immer nachschauen kann, was ich denn alles ändern möchte!

Ach, eine alternative Überschrift die zur Auswahl stand: “Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“. Muß sich ändern. Wird sich ändern. Ich arbeite dran!

Ich komm nicht mehr mit…
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