Heiße Nächte in Palermo

37°

Hoffentlich wirds kein Fieber!

In den letzten Wochen sind die Nächte temperaturtechnisch gesehen eine Herausforderung. Zumindest für uns, die ihr Schlafzimmer im Dachgeschoss des Hauses eingerichtet haben, und Abends nach jedem Kubikzentimeterchen Frischluft gieren. Zumindest kann das Fenster offen bleiben, und gegebenenfalls auffrischender Wind ungehindert den Raum fluten – dank unserem im letzten Jahr angeschafften Insektenschutzrollo kommt tatsächlich nur Luft in den Raum, und keine Moskitos. Solltet ihr auch auf der Suche nach einem Mückenschutz sein, schaut einfach auf www.veluxshop.de vorbei.

Same procedure as every year

Es ist irgendwie jedes Jahr das Selbe! Spätestens im Februar sitze ich da und sehne mich nach dem Sommer und seinen angenehmen Temperaturen. In diesem Moment kann ich mich gar nicht mehr erinnern, wie es sich anfühlt, wenn die Sonnenstrahlen die Haut wärmen.
Dann, ein halbes Jahr später im August, liege ich Nachts wach, bin damit beschäftigt, im eigenen Saft langsam gar zu werden, und wünsche mir den Winter und die klirrende Kälte. Die Erinnerung an das Gefühl, wenn morgens beim Eis kratzen langsam die Finger taub werden, ist so weit entfernt wie der Eisbär vom Pinguin.

Ihr kennt das sicher auch – und ihr solltet Euch mal bewusst werden, wie geil es eigentlich ist, in einer gemäßigten Klimazone zu wohnen. Wir Europäer bekommen die volle Packung, alle 4 Jahreszeiten! Zwar wird der Frühling gefühlt immer kürzer, aber die beiden Protagonisten Sommer und Winter spielen jedes Jahr zuverlässig mit.

Damit decken wir in Deutschland einen (übers Jahr gesehenen Temperaturbereich) von mehr 60 Grad Celsius ab.
Bedeutet: Unser Körper funktioniert sowohl bei +40° als auch bei -25° weitestgehend zuverlässig. Während dem Durchschnitts-Asiaten im Winter die ersten Extremitäten blaugefärbt abfallen, und der Lappe im August mit Kreislaufkollaps überm Zaun hängt, gehen wir ganz normal unserem Alltag nach. Auch in diesem Punkt sind wir irgendwie Streber.

Achtsamkeit, oder: Eigentlich ist jedes Wetter irgendwie toll!

So gewürfelte Gedanken wie sie oben stehen kommen mir meist dann in den Sinn, wenn ich des Nachts aufwache, nicht mehr einschlafen kann, und mir dann um vier Uhr Morgens am Laptop sitzend den Kopf leer schreibe. Das Thema Wetter ist dann ein Nebenkriegsschauplatz, ähnlich dem Einstieg in eine beiläufige, belanglose Unterhaltung mit flüchtig bekannten Personen, mit denen man über sonst nichts anderes sprechen kann.

Wer sich schon mal näher mit unserem Wetter beschäftigt hat, wird feststellen, dass jedes Wetter auf seine Art schön ist – von den obligatorischen 4 dunklen, verregneten Novemberwochen einmal abgesehen, ich vermute die hasst jeder!

Ich mag es zum Beispiel, Wolken zu beobachten, der Himmel ist immer anders, immer einzigartig. Im Frühling duftet die Natur ganz besonders, im Herbst kann man durch das abgeworfene Laub schlurfen und sich gedanklich auf die Jahreszeit mit den kürzeren Tagen einstimmen. Der 21. Dezember ist dann alljährlich das „Bergfest“ für die Tageslicht-Liebhaber, ab dann werden nämlich die Tage wieder länger.

Bezieht das Wetter doch mal bewusst in Euren Alltag mit ein, ihr müsst ja kein neuer Kachelmann werden, ich bin mir aber sicher dass ihr – bewusst beobachtet – danach Regen, Wolken, Wind, Sonne, Wärme, Kälte, Dunkelheit und Helligkeit mit anderen Augen seht.

2 Gedanken zu „Heiße Nächte in Palermo

  1. Michel

    Ich kann euch ein altes Sandsteinhaus mit Schlafräumen im EG empfehlen! -> mehr als 22°C hatten wir den ganzen Sommer nicht im Schlafzimmer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.