Ein Trockner – Waschküchen-Dekadenz oder sinnvolle Anschaffung?

Ausstattung WaschkücheTja, wie fange ich am besten an? Langsam aber sicher komplettiert sich unsere Haus-Ausstattung und ich habe mich heute Abend mal wieder in den bisher am meisten vernachlässigten Raum gewagt, die Waschküche.
Bis dato steht dort unsere 9 Jahre alte Privileg-Waschmaschine, ein paar Regale und ein Schränkchen. Schön ist der Raum nicht, allerdings wurde mir mittlerweile mehrmals erklärt, dass eine Waschküche auch durch Ihren praktischen Nutzen bestechen soll, und nicht durch die Optik.

Jedenfalls klafft neben der Waschmaschine eine große, unschöne Lücke, die mein stoischer Perfektionismus mit irgendetwas füllen möchte, egal ob sinnvoll oder nicht. Nun kam mir die Idee, dort einen Wäschetrockner hinzustellen. Eigentlich brauchen wir zwar gar keinen, aber andererseits klingt das doch irgendwie sinnvoll. Neben einen Salzstreuer stellt man ja auch einen Pfefferstreuer, den Drucker am Schreibtisch komplettiert man meist doch mit einem Scanner, und irgendwie gehört ja zum Yin auch das Yang. Unser Yin in Form unserer alten Privileg hat mir unmittelbar zugestimmt und wartet jetzt auf Ihr passendes Yang, um die gewaschene Wäsche schnellstmöglich trocknen zu lassen.

Da ich bisher noch nie einen Wäschetrockner hatte, musste ich gerade erst einmal online nachsehen, wozu man so was eigentlich braucht. Zwar erinnere ich mich noch an die schwärmenden Worte meiner Mama, die unsere Handtücher freudestrahlend und an der linken Backe reibend in den Wäscheschrank verfrachtet hat, nie ohne dabei die Vorzüge Ihres Wäschetrockners anzupreisen. Auch sei sperrige Bettwäsche – vor allem im Winter wenn sich die Trocknungsalternativen in Grenzen halten – in einem Wäschetrockner bestens aufgehoben.
Abgeschreckt hat mich bisher immer die Mär, ein Wäschetrockner würde ungefähr so viel Strom brauchen wie dreiundvierzig Vorkriegskühlschränke. Also kurz einen Blick ins Netz geworfen und nachgerechnet. Als Beispiel dient mir ein aktuelles Modell der Firma Siemens. Hier liegt Energieeffizienzklasse A+ an, in Zahlen bedeutet das:

Ausstattung Waschküche 2Eine Trocknung dauert im vollbeladenen Zustand 149 Minuten und verschlingt dabei 1,78kWh an Strom. Der Preis je kW Strom liegt aktuell (Stand Juli 2013) bei durchschnittlich 29 Cent. Im Klartext kostet mich damit 1x Wäschetrocknen 52 Cent. Angenommen der Trockner läuft 100x im Jahr – bei geschätzten 2 Nutzungen pro Woche – wären das jährlich 52 Euro Stromkosten.

Von der einmaligen Anschaffung einmal abgesehen (so ein Trockner hält ja hoffentlich auch ein paar Jahre) erspare ich mir mit einem Trockner geschätzte 100x das händische Aufhängen der Wäsche am Wäscheständer – für 52 Euro?

Wenn Ihr mir jetzt nicht einen absoluten Denkfehler in meiner Rechnung bescheinigt, bestelle ich nächste Woche so ein Ding!

Ein Trockner – Waschküchen-Dekadenz oder sinnvolle Anschaffung?
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3 Gedanken zu „Ein Trockner – Waschküchen-Dekadenz oder sinnvolle Anschaffung?

  • 19. Juli 2013 um 09:26
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    Die Bilder kenn ich doch 🙂
    Ich will aber nicht in einen Wäschetrockner, aber die Wäsche darf da schon rein !

  • 22. Dezember 2013 um 05:14
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    Und, welcher ist es geworden? Sowas suche ich nämlich auch noch….

  • 22. Dezember 2013 um 13:52
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    Aus budgettechnischen Gründen bisher noch keiner. 🙁
    Dafür haben wir ne ziemlich coole Bosch-Waschmaschine gekauft, die tatsächlich so leise läuft wie ein Geschirrspüler! O.o

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