Ein Bier geht immer

Mich beschäftigen momentan – neben unzähligen anderen Dingen im Leben – zwei Sachen.

Die Erste: Seit ungefähr zwei Monaten habe ich überhaupt keine Lust mehr auf Bier. Wer mich kennt weiß dass ich nahezu alle Weißbiersorten des Erdballs alleine an Ihrer Farbe erkenne, aber seit 8 Wochen läuft es mir kalt den Rücken runter wenn ich daran denke, ein Bier trinken zu müssen (!).

Die Zweite: In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder dabei, mich mit Kleinigkeiten aufzuhalten, anstatt am großen Ganzen zu arbeiten. Die Einen nennen das Perfektionismus, die anderen Detailversessenheit, ich nenne es mittlerweile Dummheit.

Bier und das LebenAuf dieser beider Tatsachen habe ich mich an eine alte Weisheit erinnert, die zu meinem, nennen wir es “Problem”, passt wie die Faust aufs Auge. Folgende Story habe ich im Internet gefunden, der Urheber ist mir nicht bekannt, weshalb ich ihn auch nicht nennen kann (Wer den Urheber kennt möge sich bei mir melden und ich ergänze die Information, ansonsten seht das Folgende bitte als ehrwürdiges Zitat und nicht als Klau geistigen Eigentums). 😉

Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut: Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten. Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es.
Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in das Glas. Er bewegte den Topf sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.
Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in den Topf zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig “ja”.
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

“Nun”, sagte der Professor, als das Lachen nachließ, “ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen.
Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.”
Er fuhr fort: “Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles Andere, die Kleinigkeiten.”
“Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben”, schloss der Professor, “hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.”

Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll.
Der Professor schmunzelte: “Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt Ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier.”

Irgendwie hat er da ziemlich recht der Professor!

Wie setzt Ihr denn Eure Prioritäten im Leben und im Alltag? Ich meine jetzt nicht nur plakativ sondern auch ganz konkret. Schreibt Ihr ToDo-Listen, habt Ihr ne Mindmap, oder lebt Ihr einfach nur in den Tag hinein und alles passt so wie es ist? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Ein Bier geht immer
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