Der amerikanische Traum

Vorgestern habe ich mein Buch “The American Dream” von 1997 weggeworfen. Das Buch stammt von der gleichnamigen Webseite und hat das Ziel dem Leser aufzuzeigen, wie einfach man eine Green Card bekommen kann. Jedes Jahr verlosen die USA weltweit 55.000 Green Cards. Diese sind mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in den US of A gleichzusetzen.

Green Card Verlosung 2013 - Auswandern in die USAAnno 1997 hat mich genau dieses Thema interessiert. Fertig mit der Schulausbildung wollte ich mein Glück im Land der begrenzten Unmöglichkeiten versuchen. Mir nichts dir nichts in den USA einen Ausbildungsplatz zu bekommen war unmöglich. Verwandschaft in Amerika gab und gibt es ebenfalls nicht. Da blieb nur der Versuch, bei der jährlichen Green Card Verlosung sein Glück zu wagen. Gegen einen Obolus von – ich glaube es waren damals zwischen 70 und 120 Mark – bekam man von theamericandream.de alle notwendigen Formulare zugeschickt, hat diese ausgefüllt und mußte sich dann um nichts mehr kümmern. Die US-Auswanderungsberatungsstelle hat dann alles weitere organisiert und sich mit den zuständigen US-Behörden herumgeschlagen. Ich hatte seinerzeit leider Pech und habe keine Greencard gewonnen. Von da an versauerte das oben erwähnte Buch im Regal, bis ich vor einigen Tagen wieder daran erinnert wurde.

Claudelle Deckert, Schauspielerin und aktuelle Dschungelcamp-Teilnehmerin hat nämlich kürzlich über theamericandream.de eine dieser Green Cards gewonnen und im Fernsehen ihren Wunsch suggeriert, in die USA auszuwandern. In diesem Zuge habe ich auch mein Buch von damals wiedergefunden. Das Buch ist mittlerweile inhaltlich nicht mehr auf dem neuesten Stand, den Anbieter und die Webseite gibt es jedoch nach wie vor, und auch die USA verlosen immer noch jedes Jahr eben diese 55.000 Green Cards.

Ich empfehle jedem der sich mit dem Gedanken spielt, in die USA auszuwandern genau dieses Vorgehen. Ansonsten fallen mir nur folgende Alternativen ein:

  • Verwandschaft in den USA: Dies kann der erste Schritt sein, die USA als Besucher kennenzulernen und dann versuchen dort beruflich Fuß zu fassen.
  • Eine Unabkömmlichkeitsbescheinigung einer US-Firma: Bedeutet im Klartext, man kann bei einer Firma in den USA arbeiten, und diese kann amtlich bescheinigen dass ich bzw. du als Arbeitskraft unabkömmlich bist und ein Angestellter mit vergleichbarer Qualifikation nicht in angemessener Zeit innerhalb der USA gefunden werden kann.
  • Illegal einwandern: Der schlechteste Plan. Denkt man an die vielen N24-Dokus kann es gut sein, dass man auf dem Weg von Mexiko in Richtung “Heiliges Land” vom erstbesten texanischen Rinderbauern mit der Schrotflinter erschossen wird, sobald man versucht über den Zaun zu klettern.

Jedenfalls hat mich am Wochenende mal wieder die Lust überkommen, an der diesjährigen Green Card Verlosung teilzunehmen. Mal sehen ob ich diesmal mehr Glück habe als vor 16 Jahren.

Habt Ihr schon mal an einer solchen Green Card Verlosung teilgenommen? Oder habt Ihr gar schon eine Green Card gewonnen und fristet nun in Arizona oder Kalifornien Euer Dasein? Schreibt mir in den Kommentaren!

Der amerikanische Traum
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Ein Gedanke zu „Der amerikanische Traum

  • 27. Januar 2013 um 18:52
    Permalink

    Ich lebe gern in Deutschland.
    Das Wetter ist hier zwar nicht so schön (warm), es gibt hier auch nicht die Freiheit (???????) wie in den USA und vielleicht etwas (!!!) zu viel Bürokratie aber dafür gibt es hier auch keine Hurricanes, keine (nennenswerten) Erdbeben, keine 55 m/ph-Grenze, keine Schlangen und Skorpione oder andere Nettigkeiten.
    Ich wäre auch dafür, dass alle die hier rumnörgeln, eine Green Card für das Land ihrer Wahl bekommen.
    Wie gesagt, ich lebe gern in Deutschland … mit gesundem Nationalbewusstsein ohne nationalistisch zu sein.

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