Das Laster mit der E-Zigarette bekämpfen

Wer mich kennt, der kennt mich meistens rauchend. Hin und wieder habe ich dann in einem Anflug von Gesundheit drei bis sechs Monate, in denen ich aufs Rauchen verzichte, aber spätestens nach einem halben Jahr fange ich dann doch wieder damit an.

Heute – wir schreiben den letzten Tag meines zweiwöchigen Urlaubs – bin ich einmal mehr kurz davor, aufzuhören. Natürlich bilde ich mir jedes Mal ein es wäre endgültig, dann fallen in Gedanken Sätze wie:

  • Das ist jetzt endgültig und für immer!
  • Ich fange NIE mehr mit dem Rauchen an!
  • Natürlich kann ich sofort alle Utensilien (Feuerzeug, Aschenbecher) in die Mülltonne werfen
  • Ich erzähle gleich jedem dass ich nie mehr rauche

Die Realität sah dann bisher immer so aus, dass ich irgendwann wieder geraucht habe, einen neuen Aschenbecher kaufen musste und nur müde von Freunden und Kollegen belächelt wurde, nachdem ich noch einige Monate zuvor auf dicke Hose gemacht, und den Starken markiert habe.

Irgendwann bin ich dem Hype der E-Zigaretten erlegen, und sah dort mein Allheilmittel gegen den blauen Dunst. Der Dunst beim Dampfen der E-Zigaretten ist weiß und besteht angeblich zu einem Großteil aus Wasserdampf. Natürlich scheiden sich auch bei dieser Sucht die Geister, denn: Nutzt man eine Dampf-Flüssigkeit (ein sogenanntes Liquid) mit Nikotin, ändert das nichts an der Nikotinsucht. Vorteil: Hunderte anderer Giftstoffe die dem Körper über eine handelsübliche Zigarette zugeführt werden, entfallen bei der E-Zigarette. Zweifelsfrei ist das Dampfen eine weniger giftige Form der Nikotinzuführung.

Alternativ kann man auch nikotinfreie Liquids verwenden, hier verkümmert dann die E-Zigarette zum Mode- bzw. Genussmittel ohne größere Konsequenzen – zumindest gibt es bis dato noch keine Langzeitstudien, die dies widerlegen würden. Wer sich für E-Zigaretten informiert, dem empfehle ich, einen Abend lang zu googeln, viele Meinungen zu lesen und sich sein eigenes Urteil zu bilden.

Kurzum: Dampfen kann ganz spaßig sein und es ist eine – etwas – gesündere Alternative zum konventionellen Zigarettengenuss. Wirklich glücklich kann sich jedoch nur der schätzen, der auf beides verzichten kann – und zwar nicht nur für ein paar Monate.

Ich melde mich am 14.06.2016 erneut, und wir werden sehen was ich dann gerade inhaliere: Zigaretten, Aerosol aus der E-Zigarette oder nur noch Atemluft. Versprechungen tätige ich keine mehr, der Aschenbecher wird ebenfalls nicht vernichtet und Freunden werde ich gleich dreimal nichts von meinem insgeheimen Vorhaben erzählen. 😉

Das Laster mit der E-Zigarette bekämpfen
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Ein Gedanke zu „Das Laster mit der E-Zigarette bekämpfen

  • 15. Juni 2015 um 21:15
    Permalink

    Hallo Sascha,

    Deinen Beitrag habe ich aufgrund Deines Gezwitschers gelesen. Die Überschrift irritiert mich ein wenig, auch wenn sie sich natürlich SEO-technisch gut macht.

    Früher habe ich durchaus auch immer mal wieder gegen die Tabakzigarette “gekämpft” aber bei meinem Umstieg aufs Dampfen war das anders – erstaunlicherweise überhaupt kein Kampf.

    Das Problem ist übrigens, wie man seit langem weiß, nicht eine “Nikotinsucht”, sondern die “Tabaksucht“.

    Und überflüssig finde ich das Chinesen-Bashing.

    Gemäß einer bestimmten Werbung reizt es mich zu fragen: “Wer hat’s erfunden?” – Also die E-Zigarette, wie wir sie heute kennen.

    Es ist doch gleichgültig, wo sich der Hinterhof befinden, wenn Liquids gepanscht werden.

    Immerhin ist man mit entsprechender Konsumkompetenz in der Lage, zu entscheiden, ob und wo man sich das Liquid kauft. Ein Problem ergibt sich allenfalls durch Überregulierung per Tabakprodukterichtlinie.

    Aber das braucht man natürlich auch nur, wenn man selbst Herr über seinen Dampfgenuss und daher auch über die Befüllung seines Dampfgerätes sein möchte.

    Nicht desto Trotz drücke ich Dir die dampfsolidarisch Daumen für Deinen Umstieg
    Kurbelursel

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