Atomarer Störfall in Südfrankreich

In der Atomanlage Tricastin in Südfrankreich sind ca. 30.000 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten, und in die anliegenden Flüße gelaufen. Mittlerweile hat das Wasser die Rhone erreicht, und plätschert fröhlich durchs Land.
Bis auf Weiteres wurde das Angeln und Baden in den betroffenen Gewässern verboten.

Die gemessene Strahlung sei derzeit immer noch 100 Mal höher als die für das Gesamtjahr zulässige Obergrenze, gestern war eine zwischenzeitliche Belastung von mehr als der 1000-fachen erlaubten Höchstgrenze gemessen worden!

Laut Medienberichten (ich bin ja kein Atomforscher) stellt dies eine nicht zu verachtende Gefahr für die Bevölkerung dar. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass die Krebserkrankungen in den nächsten Jahren steigen werden. Dadurch dass sich das hoch radioaktiv verseuchte Wasser im ganzen Land verbreitet, sind immer mehr Menschen indirekt davon betroffen. Die “Verwaschung” senkt aber keineswegs das erhöhte Risiko von Krebserkrankungen.

Folgen:

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW geht davon aus, dass die in mehrere Gewässer freigesetzte radioaktive, uranhaltige Flüssigkeit “leicht bioverfügbar” ist. Das bedeutet, dass das Uran und seine Zerfallsprodukte beispielsweise über die Trinkwassergewinnung, den Fischfang oder über die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen in die Nahrungskette des Menschen gelangen und von diesem aufgenommen werden können. Uran wird laut IPPNW im menschlichen Körper unter anderem in der Niere und in der Leber eingelagert. “Das Schwermetall stellt einerseits wegen seiner Toxizität eine Gefahr für die Gesundheit dar. Andererseits handelt es sich um einen Alpha-Strahler, der bei gleicher Energiedosis ein viel höheres zellschädigendes, das heißt. krebsauslösendes Potenzial hat als beispielsweise ein Gammastrahler”, heißt es.

Ich weiß auch nicht was ich davon halten soll. Wird das Thema sommerlochtauglich hochgespielt? Ist die Gefahr wirklich so groß? Ich war 1986 im zarten Alter von 5 Jahren direkt in der Tschernobyl Regenwolke gestanden und habe ein Jahr später auch schon wieder im Wald gesammelte Pilze gegessen. Wahrscheinlich macht der Zwischenfall in Frankreich bei MIR das Kraut auch nicht mehr fett…

Der Link zum kompletten – hochinteressanten – Artikel auf n-tv.de: Störfall in Frankreich

Bei dem Thema fällt mir ein dass ich mal über Radonbelastung bloggen wollte. Ich bin in einem stark radonbelasteten Haus aufgewachsen – wahrscheinlich bin ich schon immun gegen das Zeugs. Ich werde bald mal in einem extra Artikel darüber schreiben.

Atomarer Störfall in Südfrankreich
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