House of 9 – Review

Gestern lag “House of 9” für 7,99 Euro bei Media Markt rum, also habe ich gleich zugegriffen, da Abends ein gemütlicher DVD-Abend geplant war.

Die Handlung:
9 Menschen werden entführt, ein ehemals vermögendes Paar (Hippolyte  Girardot, Julienne Davis), ein Polizist (Raffaello Degruttola), eine Tänzerin (Kelly Brook), ein Modedesigner (Peter Capaldi), ein Society-girl (Susie Amy), ein aufsteigender Rapstar (Asher D), eine Drogendealerin (Morven Christie) und ein Priester (Dennis Hopper).
All diese Charaktere haben keine gemeinsame Vergangenheit, nur die Gegenwart weist Parallelen auf: Alle Neun werden entführt und in ein prunkvolles Haus eingesperrt, alle Ausgänge sind verriegelt und die Fenster zugemauert.

Gleich zu Anfang meldet sich die Stimme des “Gastgebers” über Lautsprecher: Die Regeln sind einfach. Wie bei Big Brother erhält der letzte der das Haus verlässt Geld. 5 Millionen Dollar. Gewinnen kann nur Einer. Und zwar der der am Ende als letzter überlebt !

Was dann folgt ist das, was uns in vielen Psycho-Horror Adaptionen der letzten fünf Jahre immer wieder aufgetischt wird. Anfangs mag House of 9 etwas an SAW 2 erinnern, allerdings müssen sich die Protagonisten weder Schlüssel aus den Augen schneiden noch irgendwelche Gliedmaße abtrennen. House of 9 spielt eher auf die Moral der Menschen untereinander, deren Zusammenhalt in ausweglosen Situationen, der Geldgier und dem Überlebenswillen an.

Anfangs will keiner der Neun bei dem Spiel mitmachen, bis nach einiger Zeit eher unabsichtlich der erste Teilnehmer zu Tode kommt. Bis dahin ist schon die Hälfte des Films vorbei, danach geht das Morden immer zügiger von Statten. Die Übriggebliebenen stellen fest, dass es mehr Nahrung gibt, je schneller sich die Meute dezimiert. Man sitzt also vorm Fernseher und überlegt sich, wen jetzt wohl als nächstes das Zeitliche segnen wird, ohne dass man als Zuschauer wirklich gefesselt ist.

Es scheint so als hätte der Regisseur von House of 9 sein ganzes Herzblut in die letzten zwei Minuten Film gesteckt, denn das Ende reisst den ganzen Film nochmal raus und lässt alle Türen für eine Fortsetzung offen.

Alles in Allem ein durchschnittlicher Thriller, die DVD ist auch recht mager ausgestattet, neben dem Hauptfilm gibt es nur noch den Originaltrailer und eine Biographie von “Born to be Wild” Dennis Hopper.
Ein großes Lob allerdings an die Set Designer, das ganze Haus ist wirklich überzeugend kühl und authentisch gestaltet worden.

Fazit: Nicht kaufen, sondern ausleihen. 1x Ansehen reicht nämlich völlig.

House of 9 – Review
Markiert in:     

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.