Die Diva richtig versichern

Einige Blogleser unter Euch kennen ja meinen momentanen Daily Driver, neben dem gut behüteten Erstwagen (der den größten Teil des Jahres sein Dasein in einer trockenen Halle fristet) mein liebstes Automobil im Fuhrpark.

Parkplatz Krk - Wunderbare Aussicht

Meine Diva ist ein BMW E39 touring, hat in der letzten Woche sein 12. Lebensjahr vollendet, und wurde vor zwei Jahren eigentlich als Übergangsauto angeschafft. Leider verhält es sich bei mir immer dann wenn ich den Kaufvertrag für einen BMW unterschreibe ähnlich: Aus einer rationalen Idee entwickelt sich eine emotionale Verbundenheit zum Auto, und jetzt, zwei Jahre später mag ich die Diva nicht mehr abgeben. Und das, obwohl Sie mehr Geld verschlingt als ein Neuwagen, und dabei in stoischer Regelmäßigkeit mit diversen Gebrechlichkeiten des Älterwerdens aufwartet.

Trotz einer jährlichen Fahrleistung von maximal 9.000 Kilometern (hauptsächlich unser Urlaubs- und Schönwetterauto) verschwinden pro Monat 300€ in Form von Benzin im gierigen Schlund des 75 Liter Tanks. Die Instandhaltungsrechnungen summieren sich in jedem Jahr auf einen vierstelligen Betrag und die Kfz-Versicherung trägt den Rest dazu bei, das Prädikat „Premiumfahrzeug“ am eigenen Leib und Geldbeutel zu spüren.

Da der Autoversicherungswechsel-November vor der Tür steht, sitze ich nun mit gespitztem Bleistift vor einem karierten Blatt, kalkuliere und suche nach Einsparpotential, um der Kostenexplosion im Fuhrpark Einhalt zu gebieten. Die auf den ersten Blick einträglichste Idee wäre jetzt, die Versicherung von Teilkasko auf Haftpflicht anzupassen. Nun weiß jeder, der sich ein wenig mit Autoversicherungen beschäftigt, dass mit einer reinen Haftpflicht keinerlei Materialschäden mehr am Fahrzeug ersetzt werden, lediglich Schäden an Leib und Leben anderer, sowohl materieller als auch menschlicher Individuen. Im Klartext: Ein Wildunfall, zerbrochenes Glas, durchgebissene Kabel, Hagelschäden – kann man dann alles aus eigener Tasche zahlen!

Da ich mit meinem bisherigen Versicherungsanbieter nicht verheiratet bin – und dieser momentan meinen Puls wegen einer Schadensregulierung innerhalb der Wohngebäudeversicherung regelmäßig auf 200 schnalzen lässt – bin ich heute bei meiner Recherche auf rv24.de aufmerksam geworden. Dort gibt es eine zweistufige Teilkasko-Absicherung. Wer auf Rundum-sorglos steht, nimmt das Komfortpaket, der kühle Rechner (also „Ich“, Anm. d. Red.) kann gegebenenfalls auf eine kostengünstigere Basis-Absicherung zurückgreifen. Dort sind dann trotzdem Tierunfälle und Hagelschäden versichert. Natürlich empfiehlt sich jedoch auch hier ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen, denn, und das als Tipp an alle: Es gibt bei den Versicherungen selbst bei Tier-/Wildunfällen immer noch die abstrusesten Abgrenzungen. Manchmal ist nur „Haarwild“ versichert, dann nur „Rotwild“, andere versichern nur bis zu einer bestimmten Größe des Tieres, etc.

Kurzum: Ein Preisvergleich bei der Kfz-Versicherung ist notwendig und sinnvoll. Aber schaut nicht nur auf den Preis, sondern seht euch die abgedeckten Leistungen sehr (!) genau an. Wegen 50€ pro Jahr hin oder her sollte man ruhig das bessere Versicherungspaket buchen. Denn selbst ein Steinschlag der den Austausch der Scheibe notwendig macht, kostet heutzutage problemlos um die 1.000€ – ohne Teilkasko wird damit aus „Hurra, Geld gespart!“ schnell ein heilloses Heulen und Zähneklappern. Also wird auch die Diva wieder ihre Rundum-Sorglos Teilkasko bekommen, allein schon, um weiterhin ganz entspannt hinter einem Kieslaster herfahren zu können.  🙂

Die Diva richtig versichern
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2 Gedanken zu „Die Diva richtig versichern

  • 27. Oktober 2015 um 22:53
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    Nanana, wir wollen doch hier nicht zum Versicherungsbetrug motiviert werden ;).
    Sicher nicht, daher vielleicht nochmal überarbeiten, nicht dass die eigene Versicherung zukünftig jeden Schaden anzweifelt.

  • 1. November 2015 um 22:16
    Permalink

    Hallo DB 😉

    schön mal wieder von dir zu hören/lesen!
    Danke für den Hinweis – ich wollte mit dem kursiven Abschnitt eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus, bzw. habe ich anscheinend zu viel Metaphorik & Hypothese in den Absatz gepackt.
    Aus einer anderen – in dem Falle deiner – Sichtweise gelesen, klingt das wirklich etwas komisch und war in dieser Art keineswegs meine ursprüngliche Intention.
    Um Mißverständnissen vorzubeugen habe ich den Absatz vorsichtshalber entfernt. 🙂

    Viele Grüße,
    Sascha

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