Archiv der Kategorie: Urlaub

Panorama vom Zimmer des Hotel Mare Nostrum in Sveti Petar, Kroatien

Kroatien 2016 – 16. August – Die letzten Sonnenstrahlen

Nachdem wir bereits morgen wieder gezwungen sind, die Heimreise ins meteorologisch durchwachsene Deutschland anzutreten, beschließen wir, den Tag im halbschattigen Hotelgarten mit Faulenzen und Schwimmen im Meer zu verbringen.

Tagsüber passiert nicht viel, ich komme mit meinem aktuellen Buch von Jo Nesbo gut voran – „Die Fährte“ ist ausufernd geschrieben und beinhaltet mehr Wendungen als ein 500 Seiten Krimi vermuten lassen würde.
Abends entern wir nochmals einen Konzum und genehmigen uns danach im Pizza-Grill eine Schinkenpizza bzw. Pommes mit Spinat (crazy Kombi)!

Panorama vom Zimmer des Hotel Mare Nostrum in Sveti Petar, Kroatien

Danach nutzen wir das WLAN der Hotelterrasse bzw. Lobby zum Schreiben der Reiseberichte, Sortieren von Videos und Fotos, Übermittlung der Geocache-Logs und interessanten und tiefgründigen Gesprächen mit Luka, dem Sohn der Hoteleigner.
Ich bin begeistert, dass ich mich auf englisch mittlerweile auch über politische und wirtschaftliche Themen mehr oder weniger flüssig und nachvollziehbar unterhalten kann. Dabei erfahre ich, dass die kroatische Bürokratie der Deutschen wohl in nichts nachsteht.

Morgen steht die Heimreise an, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ungern zurück nach Hause fahren wollte. Hotel, Leute und Umgebung sind hier so nett und positiv, dass wir ernsthaft überlegen (das erste Mal auf unseren Urlaubsreisen), nochmals an den selben Ort bzw, ins selbe Hotel zu fahren.

Morgen geht es heimwärts, und wir hoffen auf eine zügige, staufreie und abwechslungslose Rückreise!

Historische Altstadt von Zadar, Kroatien, August 2016

Kroatien 2016 – 15. August – Zadar die Zweite und der Firework Tower

Nachdem wir uns ausgiebig von der gestrigen Kahn-Strapaze erholt haben, führt uns der Weg nach dem Frühstück in die Hafenstadt Zadar. Da wir beim ersten Besuch einige Geocaches zu absolvieren hatten und uns der Tag zu kurz wurde, machen wir uns heute an die Erkundung von Zadars Altstadt.

Bereits um kurz vor 11 Uhr brennt die Sonne unerbittlich vom Himmel, die Klimaanlage im Fabia läuft bereits auf der Hinfahrt am Anschlag. Glücklicherweise finden wir direkt am Hafen eine freie Parklücke, die Kroatische Hauptsaison hat uns gelehrt, dass vor allem Parkmöglichkeiten in bewohntem Gebiet absolute Mangelware sind. Da sich der Parkscheinautomat unter Fluchen der vor mir in der Schlange stehenden Benutzer nicht dazu herablässt, Restgeld auf zugeführte Scheine auszugeben, und ich nur einen 100 Knoten Schein einstecken habe, geht das Leben am Limit auch heute weiter: Mit der Fahrzeugfront zur Stadtmauer wird schwarzgeparkt!

Auf in die Stadt

Zadar, Kroatien, historische Altstadt im August 2016

Zadar – So ein Verhau!

Der Weg zu Zadars Hauptattraktion ist kurz, nach gut 5 Minuten stehen wir an Zadars Meeresorgel. Dabei handelt es sich um eine in die Kaimauer eingelassene Orgel aus Stein, die allein durch den Wellengang gespielt wird. Das hört sich im geschriebenen Wort komisch an, klingt aber in natura sehr majestätisch! Solltet ihr Zadar einmal besuchen, besucht unbedingt das „sea organ“. Die Orgel ist übrigens auch bei wenig Wind gut zu hören, das Grundrauschen des Meeres reicht aus, um genug Bewegung für das Erklingen der Orgelpfeifen zu erzeugen.

Unmittelbar daneben liegt der „Gruß zur Sonne“, ein überdimensionaler, in den Boden eingelassener Kreis, der komplett aus begehbaren Solarpanels besteht. Leider findet sich vor Ort keine Erläuterung, welches technische Gerät die Panels speisen – eventuell ist es die Straßenbeleuchtung an den Kaimauern, ich weiß es nicht.

Weiter geht es zum alten Forum und zur Stadtmauer. Weitere historische Details erspare ich euch hier, Wikipedia weiß sicher darüber Bescheid. 🙂 Aufgrund der fast unmenschlichen Hitze des heutigen Tages halten wir den Zadar-Besuch kurz, fest entschlossen, in naher Zukunft wiederzukommen. Meine Park-Taktik hat übrigens funktioniert, weit und breit ist kein Strafzettel zu sehen.

Der Firework Tower

Stattdessen gilt es heute noch einen weiteren „wichtigen“ Spot abzuhaken, die Besteigung des Firework Towers in der Sveti filip i jakov.
Dabei handelt es sich um einen Aussichtsturm für die umliegende Feuerwehr, die vom Turm aus eine 360 Grad Rundumsicht genießt und so etwaige Waldbrände im Sommer sehr schnell entdeckt. Auf dem „Gipfel“ befindet sich zudem ein Geocache den wir unbedingt erfolgreich loggen möchten.

Blick vom Firwork Tower nach Sveti filip i jakov und Sveti petar.

Blick vom Firwork Tower nach Sveti filip i jakov und Sveti petar.

Für den Aufstieg stehen mehrere Wege zur Auswahl. Wir wählen den auf der digitalen Karte vermeintlich kürzeren, der sich jedoch alsbald nicht mehr als Weg zu erkennen gibt, stattdessen ist eine ernsthafte Klettereinlage über Felsen notwenig, um den Berg zu erklimmen. Wir brauchen für den Aufstieg knappe 45 Minuten – dank der prallen Sonne und Temperaturen von 33 Grad schwinden die Getränkevorräte immens. Der am Aussichtspunkt befindliche Cache ist nach ca. 10-minütiger Suche gefunden, für den Abstieg wählen wir die Schotterstraße, mit knapp 3 Kilometern auch nicht wirklich viel länger als der Hinweg.
Unser Zustand zurück beim Auto lässt sich in einem Wort mit „exhausted“ beschreiben, weshalb wir nur noch zwei schnelle Caches am Wegesrand erfolgreich loggen und uns dann auf den Weg zurück ins Hotel machen.

Eine eiskalte Dusche später statten wir dem Kroaten in Turanj nochmals einen Besuch ab, die EBH genehmigt sich Schwamm mit Salat, ich esse die leckersten Cevapcici seit einer Woche (quasi beim letzten Besuch dieses Etablissements).
Danach stehen jeweils zwischen 15.000 und 20.000 Schritte auf den Aktivitätstrackern und es geht früh zu Bett. Trotz der 24×7 laufenden Klimaanlage wälze ich mich bis kurz vor Mitternacht, unfähig bei dieser Hitze Schlaf zu finden.

Morgen bricht der letzte volle Urlaubstag an, wir planen erholsame Stunden in den Sonnenliegen des Hotelgartens.

Bilder des Tages

Ausflug Kornaten-Inseln, Kroatien, August 2016

Kroatien 2016 – 14. August – Mit dem Kahn nach Kornati

Um 6:20 Uhr flötet mich mein Mobiltelefon unsanft aus dem Schlaf, sofern ich mir als Atheist hier eine Meinung erlauben darf, eine denkbar unchristliche Zeit im Urlaub!
Eine kalte Dusche und ein verkürztes Frühstück später sitzen wir um 8:02 Uhr im Auto und parken selbiges um 8:12 Uhr auf dem Parkplatz des Ausflugveranstalters.

Boarding time

Das Boot, ich nenne es ab sofort nur noch „der Kahn“, liegt bereits im Hafen vor Anker. Da die schattigen Sitzplätze unter Deck bereits belegt sind, kraxeln wir direkt aufs sonnige Oberdeck und nehmen auf einem der billigen Plastik-Stapelstühle Platz.
Der Kahn wurde im Jahre 1970 auf den Namen Michelle getauft und karrt seither unverändert tagein tagaus zahlende Touristen durch die kroatische Adria. Augenscheinlich waren die Menschen zum Bauzeitpunkt des Kahns auch noch kleiner, jeder Passagier der eine Körpergröße von ein Meter siebzig überschreitet, kann sich fast ausschließlich nur gebückt fortbewegen. Das Schreiten auf dem Oberdeck ist komfortabler, hier könnte man sich höchstens den Kopf an der Sonne stoßen.

Nachdem wir unsere Plastikstuhlplätze bezogen haben, stellen wir mit Erschrecken fest, dass immer mehr Leute auf den Kahn drängen. Grob geschätzt ist das Boot (einigen wir uns darauf dass ich abwechselnd Kahn und Boot schreibe, um langweilige Wortwiederholungen zu minimieren) für ca. 70-80 Personen konzipiert, am Ende tummeln sich ca. 150 mehr oder weniger zufriedene Passagiere an Bord. Mindestens ein Pärchen verlässt den Seelenverkäufer noch vor der Abfahrt wieder, schockiert darüber dass weder Rettungsboote existieren (das ganze Ding geht maximal als Rettungsboot durch), auch sind keinerlei Schwimmwesten o.ä. an Bord. Da die Fahrt tatsächlich nicht nur in Küstennähe, sondern auch über das offene Meer führt, durchaus ein berechtigter Einwand. Wir leben wie immer am Limit und bleiben an Bord!

Die Seele verkauft, die Fahrt beginnt

Ausflug Kornaten-Inseln, Kroatien, August 2016

Mit aller Kraft setzt sich der Kahn in Bewegung.

Unter penibler Einhaltung des Fahrplans startet der betagte Motor um 8:50 Uhr, Punkt neun Uhr gibt unser Kapitän Schub.
Kaum dass sich der Kahn in Bewegung gesetzt hat, steht eine Dame in fettigem Poloshirt und zu engen Leggings vor uns, um uns ein Sandwich auf Kosten des Veranstalters zu servieren. Wir lehnen dankend ab und freuen uns umso mehr, noch im Hotel gefrühstückt zu haben.
Keine 10 Minuten später versperrt das nächste Tablett mein Sichtfeld, vollgestellt mit kleinen Plastikbechern, gefüllt mit einer transparenten Flüssigkeit. In der Hoffnung, meinen Magen mit Hochprozentigem beruhigen zu können, greife ich zu. Nachdem der Geruchstest eher an Äther denn an eine Obstspirituose erinnert, probiere ich beherzt und bin mir danach absolut sicher, dass die Kellnerin den Schnaps mit Hydraulikflüssigkeit verwechselt haben muss. Daraufhin verwende ich den Inhalt des Bechers nur noch als Riechsalz, um den Schweißgeruch der vor uns in einen Plastikstuhl gezwängten älteren Dame aus der Nase zu bekommen. Als die See rauher wird, landet der auf der Reling abgestellte Becher unsanft auf meinen Stuhl, ich stehe nur hilflos daneben. Neue Hydraulikflüssigkeit wird nicht ausgeschenkt, somit hoffen wir nun dass unsere Mitfahrerin beim präventiven Entgegenwirken einer Thrombose alsbald ihren Sitzplatz verlässt.

Ausflug Kornaten-Inseln, Kroatien, August 2016

Wirkt auf dem Bild nicht so imposant wie in der Realität.

Die nächsten gut drei Stunden fahren wir um die Insel Dugi Otok und die Kornaten. Bei letzteren handelt es sich um eine Inselgruppe, bestehend aus ca. 150 zumeist unbewohnten Inseln und Archipelen, allesamt in einem Naturpark gelegen. Wir fotografieren als gäbe es kein Morgen und bestaunen die Einfahrt in den Hafen am Salzsee Mir im Naturpark Telašcica um kurz vor 13 Uhr.

Fester Boden unter den Füßen

Froh, die schwankende Antiquität kurzzeitig verlassen zu dürfen, machen wir uns auf den Weg zum Salzsee und erklimmen den steilen Fußweg zu den Klippen, welche eine einmalige Aussicht bieten sollen. Der Ausblick ist noch viel schöner als erwartet, eine Rundumsicht die sich für die nächsten Jahre in die Netzhaut, das Stammhirn und die Speicherkarte der Kamera brennt. Den an den Klippen versteckten Cache finden wir nach längerer Suche kurz vor der Aufgabe. Der Hinweis „6m below the Danger sign“ macht leider wenig Sinn, wenn es auf dem gesamten Platz kein einziges Schild gibt.

Ausflug Kornaten-Inseln, Kroatien, August 2016

Mehr Panorama geht nicht!

Leider vergeht die Zeit viel zu schnell, und das geplante Bad im (laut Veranstalter) 32 Grad warmen Mir schaffen wir aus Zeitgründen nicht mehr. Wir wollen uns trotzdem von der Temperatur überzeugen und zumindest die Füße ins warme Nass halten. Der Versuch meiner EBH, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen endet darin, dass sie mit Klamotten und iPhone in der Gesäßtasche im salzigen Wasser sitzt. Nach einer kurzen Schrecksekunde, zum Glück hat sie sich nicht wehgetan, ist dies der Lacher des Tages (zumindest ich kann mich recht köstlich darüber amüsieren) 😉

Des Lebens müde Teil 2

Ausflug Kornaten-Inseln, Kroatien, August 2016

Der Kahn. Verängstigt reisen seit 1970!

Zurück auf dem Kahn erhalten wir in bester Kaffeefahrt-Manier einen lieblosen Teller Essen, der von der Optik eher zur gestern besichtigten Militärbasis gepasst hätte.
Um 16 Uhr legt das Boot wieder ab, um den Ausgangshafen in Sveti Filip i Jakov anzusteuern. Das Touri-Publikum wird ob es ausgeschenkten Alkohols immer ausgelassener, auf dem Unterdeck wird Karaoke gesungen und das Oberdeck durch überdimensionale Lautsprecher mit den alkoholgeschwängerten Klängen der Hobby-Sänger beschallt. Das zum krönenden Abschluss von uns erwartete Feilbieten von Orientteppichen und überteuerten Topfsets bleibt zum Glück aus.

Entweder ist es der Kahn der nicht mehr voll im Saft steht, oder unser Kapitän – die Einhaltung des Fahrplans ähnelt mittlerweile dem einer Billig-Airline, sodass wir erst mit einer knappen halben Stunde Verspätung im Hafen einlaufen. Das Ausschiffen wiederum verläuft erstaunlich zügig, sodass wir nach einer persönlichen Verabschiedung durch den Purser bereits um kurz vor 19 Uhr wieder im Hotel eintreffen.

Hurra, wir leben noch…

…was mussten wir nicht alles übersteh’n. Getrieben von der überschwänglichen Freude, diesen Tag überlebt zu haben, schlage ich heute In punkto Nahrungsaufnahme die Stränge und bestelle eine Pizza Quattro Formaggi. Es kommt eine Pizza mit vier Sorten Käse am Tisch an, der Kellner überzeugt mich jedoch mit inbrünstiger Vehemenz, dass es sich dabei um eine Pizza Quattro Stagioni handelt. Vielleicht kennen die Kroaten aber auch wirklich nur eine Jahreszeit, nämlich Sommer! 😉 Die EBH genehmigt sich am heutigen Abend eine Portion Pommes mit Tomaten- und Gurkensalat. Inklusive einer Cola und einem Bier bezahlen wir für alles zusammen 100 Knoten, das sind ca. 14,50€.

Geschafft und immer noch erleichtert, die (Tor)Tour des heutigen Tages überstanden zu haben, fallen wir uns Bett, in Gedanken schon beim nächsten Tag: Wir haben nochmals Zadar auf die Agenda geschrieben, nachdem wir vorgestern so lange in der Military Base herumgestreunert sind, dass ein Besuch von Zadars Altstadt nicht mehr möglich war.

Die Bilder des Tages

 

Wer übrigens diesen Tag aus der Sicht meiner EBH nachvollziehen möchte, kann gerne Ihren Bericht zu unserem Ausflug auf geheimesleben.de nachlesen.

Zaton Military Base, Abandoned, Lost Place, Kroatien August 2016

Kroatien 2016 – 13. August – Lost Military Base und Caching

Nach dem Frühstück drehe ich gegen 10 Uhr 30 den Zündschlüssel des Fabia und wir setzen unsere erholten Körper in Richtung Zadar in Bewegung.
Unser geselliger Reisebegleiter Carlos (das Navi) weist als erstes des Weg in Richtung Templari. Dort befindet sich eine alte Ruine am Ende einer Landspitze, zieht man den Trampelpfad dorthin ab, sollten mindestens 320 Grad Panoramablick übrig bleiben.

Zu Fuß nach Templari

Das Auto parken wir geschätzt 2,5 Kilometer vom Zielpunkt entfernt, füllen den Wanderrucksack mit Getränken und laufen los. Übrigens sollte man den Getränkevorrat bei Wanderungen in schattenarmen Gebieten bei Temperaturen von mehr als 30 Grad ordentlich dimensionieren. Auch bei „nur zwei Stunden“ sind 3 Liter Flüssigkeit im Rucksack Pflicht. Mit dieser Faustregel, und einer schützenden Kopfbedeckung werden auch längere Märsche in der Mittagshitze der Augustsonne nicht zur Strapaze.

Ruine von Templari, Kroatien, August 2016

Staubig: Der Weg zur Ruine von Templari

Der Weg zu den Ruinen von Templari ist erstaunlich komfortabel und wir erreichen bereits nach ca. 45 Minuten das Zwischenziel. Dort angekommen treffen wir auf ein Ehepaar aus Österreich, die hier nach einer Wanderung ebenfalls Rast machen.
Das eigentlich Ziel der Tour, der am Fuße der Ruinen von Templari platzierte Geocache, ist schnell gefunden und erfolgreich geloggt. Nach einer Verschnaufpause geht es zurück zum Auto.

Mit dem Fabia über die Landebahn

Als nächstes Zwischenziel beauftragen wir Carlos mit der Navigation zu einem verlassenen Flugfeld in Zaton in der Nähe von Zadar. Laut Internetangaben soll man hier sogar noch mit dem Auto auf das Rollfeld und die Startbahn fahren können. Das perfekte „Fabia Monte Carlo schräg auf dem Rollfeld – Foto“ vor Augen fahren wir weiter.

Auf dem Weg nach Zaton machen wir noch kurz an einer touristisch aufbereiteten Kapelle namens Sveti Nikole halt. Den Müll aus dem Auto in die dort vorhandenen Abfalltonnen verlagert, ein paar Schnappschüsse der Kapelle gemacht und den dort versteckten Geocache erfolgreich geloggt, geht es direkt weiter – laut Carlos sind es nur noch 1100 Meter bis zur ehemaligen Einfahrt des Flugplatzes.

Was wir als kleinen, verlassenen Flugplatz erwartet haben, entpuppt sich als nicht mehr genutzte Militärbasis umfangreichen Ausmaßes. Tatsächlich ist das ganze Gelände ohne jegliche Absperrung frei zugänglich und befahrbar. Natürlich testen wir auf der Startbahn die Beschleuingung des Fabia und fahren einmal von einem zum anderen Ende. Auch das im Kopf ausgemalte Foto (Rollfeld, Fabia, ihr erinnert euch) wird in die Tat umgesetzt.

Zaton Military Base, Abandoned, Lost Place, Kroatien August 2016

Blick vom Stabsgebäude auf den Vorplatz

Danach stellen wir das Auto ab, schnappen uns die Kameras und erkunden die Umgebung, laufen durch Baracken, alte Häuser, Hallen und Verwaltungsgebäude. Dabei entstehen wieder einmal weit mehr als einhundert Fotos, die Auswertung am heimischen Rechner wird sicher das ein oder andere fotografische Kleinod zu Tage fördern. Wir brechen unsere ausufernde Zu-Fuß Besichtigung ab, als ich um ein Haar auf eine 1 Meter lange Schlange trete, die ich wohl beim Sonnenbad gestört habe. Ein beherzter Sprung verbunden mit einem um zwei Oktaven zu hohen „Dreh um, da ist eine Schlange!“ verhindern Schlimmeres.

Im Anschluss fahren wir noch das komplexe Straßensystem der Militärbasis ab und drehen ein paar Videos mit der Actioncam, bevor wir die Rückfahrt nach Zadar antreten. Dort entern wir noch einen Decathlon-Laden um uns mit einigen Sportsachen einzudecken, danach geht es zurück ins Hotel.

Entspannen und Vorbereiten auf die Seereise

Der Rest des Tages verläuft as usual: Wir essen jeweils eine Pizza Margherita, danach sind die Akkus leer und das Bett ruft mit enormer Lautstärke. Außerdem sollten wir für morgen wieder fit sein, da mein persönlicher Angstgegner dieses Urlaubs wartet: Ein 9-stündiger Bootsausflug zu den Kornaten.

Bilder des Tages

Kroatien 2016 – 12. August – Meer, Faulenzen, Sonnenbrand

Für das Urlaubslogbuch folgt nun ein sehr kurzer Bericht, denn unser 6. Urlaubstag soll der erste Erholungstag in der Sonnenliege werden – ein unerwartet ekelhaftes Fischgericht vom Vorabend zwingt uns mich dazu, aus der geplanten Nachmittagserholung am Strand einen Ganztages-Event zu machen!

sveti-petar-na-moru-hotel-mare-nostrum-kroatien-august-2016

8:30 Uhr – die Sonne brennt, die Frisur sitzt!

Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet ausreichend für den 15 Meter langen Weg zum Meer gestärkt haben (das klappte erstaunlicherweise auch bei mir), packen wir unsere Handtücher und Bücher ein, besetzen eine Hotelliege und genehmigen unserer Haut eine ordentliche Pigmentveränderung. Während bei mir das Bräunen ganz gut funktioniert, ähnelt meine EBH am Abend eher der russischen Nationalflagge, nur Hammer und Sichel fehlen.

Pelinkovac Maraska - Kroatien 2016

Jugoslawischer Jägermeister. Wird dort als Erfrischungsgetränk beworben!

Da meine am gestrigen Abend einverleibten Calamari in meinem Körper ein ungewolltes Eigenleben entwickelt haben, ernähre ich mich tagsüber hauptsächlich von Obst und Pelinkovac Maraska (Danke Reiner für den Nachschub!!) 😉
Auch Abends gehen wir in punkto Nahrungsaufnahme auf Nummer sicher und essen beide selbstgemachte Spaghetti mit Tomatensauce (in Kroatien nennen sie die Milanese).

Danach laufen wir noch ca. 600 Meter um den Block, eigentlich hauptsächlich, um das schlechte Gewissen zu beruhigen. Der Akkustand unserer Schrittzähler hat sich heute kaum verändert. Diesem Umstand, und der Tatsache einer sehr negativen Kalorienbilanz werden wir in den kommenden Tagen entgegenwirken.

Die Berichterstattung des morgigen Tages verspricht weniger unappetitlich und mehr abwechslungsreich zu werden – nach heutiger Planung steht für morgen Zadar und Umgebung auf dem Plan.

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