Archiv der Kategorie: Fotos

BMW E32 735i nauticgrün

King of my castle.

Wir schreiben das Jahr 1999. Ein Jahr, in dem die Welt noch in Ordnung war. Ich konnte noch einen 7er BMW mein Eigen nennen, und im nachträglich reingefummelten Sony 10-fach CD-Wechsler lief King of my castle von Wamdue Project.

BMW E32 735i nauticgrünDamals war man noch mit standesgemäß rotzigem Kennzeichen unterwegs und mit 211PS als Fahranfänger ausreichend motorisiert – daheim im Bavarian Wood war dies, in Verbindung mit 3,5 Litern Hubraum, eine durchaus konkurrenzfähige Motorisierung.

Heute, bald 20 Jahre und gute 800.000 zurückgelegte Kilometer später haben mich diverse Fahrzeuge durch meine Lebensabschnitte begleitet. Die Musik ist geblieben. Manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man mit offenen Scheiben und dieser Musik durch die Stadt fahren konnte! 😀

Das Nürnberger Volksbad im freien (Ver)fall

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Eintrittspreise Anfang der 90er Jahre

Wir schreiben den 27. Oktober 2013, ein beschaulicher und arschkalter Sonntag und zugleich der letzte Tag des Jahres, in dem das Volksbad in Nürnberg von der Allgemeinheit besichtigt werden kann. Der Nürnberger Verein „Geschichte für Alle e.V.“ gestattet für eine Einmalzahlung von 7 Euro dem gemeinen Volk einen 90-minütigen Eintritt ins eigentlich geschlossene Nürnberger Volksbad.
Conny und ich, eingefleischte Fans verlassener Orte, haben uns diesen Termin nicht entgehen lassen und standen um 14 Uhr parat, um den Nürnberger Geschichtsverein mit 14 Euro zu unterstützen, um damit einen Eindruck des Nürnberger Volksbades zu gewinnen.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Treppenaufgang zu den Kabinen

Das Erstaunen war groß, als sich die Empfangshalle nach und nach mit immer mehr Menschen füllte. Unmittelbar vor Beginn der Führung drängelten sich gut 150 Interessierte in der Halle, um genau wie wir mehr über das Volksbad zu erfahren. Darunter auch einige alteingesessene Nürnberger, die nach knapp 20 Jahren noch einen (vielleicht letzten) Blick in die geschichtsträchtige Badeanstalt werfen wollten. Viele von Ihnen kennen das Volksbad noch von früheren Schulausflügen, Schwimmkursen oder sonntäglichen Vergnügungsausflügen. Bereits beim Betreten des Gebäudes umschließt jeden Besucher die typische Aura eines Lost Place und die Jetztzeit wird von einer respekteinflößenden Morbidität verdrängt.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Große Schwimmhalle

Infos zur Geschichte und den historischen Hintergründen des Nürnberger Volksbades findet Ihr übrigens hier. Ich beschäftige mich heute alleinig mit den nicht messbaren Werten dieser Besichtigung und lasse die Fakten bewußt bei Seite.
Um es kurz und knapp auszudrücken: Das Nürnberger Volksbad liegt architektonisch und bauphysisch in den letzten Zügen! Die komplette Liegenschaft wird nicht mehr gepflegt, die Anlagen werden nicht mehr gewartet, lediglich das Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg dreht regelmäßig seine Runden und sieht nach, ob noch ein Stein auf dem anderen steht. Alle angestrebten Nutzungspläne der letzten 20 Jahre sind im Sande verlaufen, und auch das letzte Aufbäumen in Form eines interessierten Ölscheichs liegt bereits gut 3 Jahre zurück. Die Idee, aus dem Nürnberger Volksbad ein arabisches Museum zu machen, ist an nicht überlieferten Hürden gescheitert.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Schnöder 70er-Jahre High-Tech

Jetzt dümpelt das Volksbad vor sich hin, die Substanz wird täglich schlechter, die ersten Dächer sind mittlerweile so undicht dass bei anhaltendem Regen das Wasser im Gebäude steht und an eine sinnvolle zukünftige Nutzung ist eigentlich nicht mehr zu denken. So ist das Nürnberger Volksbad in meinen Augen der Stadt ein großer Klotz am Bein, auch wenn das von offizieller Seite nie jemand zugeben würde. Traditions- und geschichtsbewußt wie sich die Stadt Nürnberg gibt, wird vom Volksbad geschwärmt und in Erinnerungen geschwelgt, obwohl das ausschweifende Gelände direkt hinter dem Nürnberger Plärrer nicht mehr als ein großes Geldgrab ist.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Deckenkonstruktion einer der Hallen

Meine bescheidene Meinung: Mit dem Volksbad wird nicht mehr viel passieren. Kein Investor dieser Welt würde dieses Objekt geschenkt haben wollen, geschweige denn Geld dafür bezahlen. Ein Grund dafür ist unter anderem der Denkmalschutz, der dem Volksbad nach wie vor einige Auflagen aufgebürdet hat. Eine Instandsetzung ist nur unter Einhaltung diverser Regularien möglich, die alle eines gemeinsam haben: Sie kosten Geld, und zwar viel Geld. Mit 10, 20 oder 30 Millionen Euro ist bei diesem Vorhaben quasi noch nichts Nennenswertes umgesetzt.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Durchdachtes Beleuchtungskonzept

Was bleibt, sind die Erinnerungen, die der Verein Geschichte für Alle e.V. mit einem wirklich interessanten Vortrag und vielen schriftlichen und fotografischen Nachweisen aufrechterhält. Dem Mob bleibt nur die Möglichkeit, bei einem Besuch den Fotoapparat zu zücken, und das zu dokumentieren, was momentan noch vorhanden ist. Unter diesem Gesichtspunkt haben auch wir unseren Besuch betrachtet, und so gut es ging einige Schnappschüsse mit nach Hause genommen. Leider war es gar nicht so einfach, aussagekräftige Fotos zu bekommen, da noch geschätzt 100 andere Besucher die gleiche Idee hatten, und die interessantesten Fotospots meist gleich belegt waren. Ein paar Bilder fürs Album – ohne jeglichen professionellen Anspruch – sind trotzdem dabei herausgekommen.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Die Schlüsselkästen

Um zumindest einen Bruchteil der immer noch laufenden Kosten zu tragen (die Mitarbeiter des Liegenschaftsamtes leben ja auch nicht von Luft und Liebe), kann das Volksbad von Jedermann angemietet werden. Meistens wird dies für Foto- oder Filmaufnahmen genutzt. Die noch vorhandene Substanz wird dadurch nicht geschont, da oftmals Kamerastative in die Wände gedübelt werden, bzw. wilde Konstruktionen mit Wänden und Fliesen verschraubt werden. Würde die Stadt Nürnberg ernsthaft über eine Restaurierung nachdenken, hätte man diesem Treiben sicherlich längst Einhalt geboten.

Volksbad Nürnberg im Oktober 2013

Foyer im Volksbad Nürnberg

Fazit: Die an der Kasse abgegebenen 14 Euro waren eine gute Investition. Zum Einen gehört der Verein Geschichte für Alle e.V. definitiv zu den förderungswürdigen Institutionen in Nürnberg, zum anderen war es sehr interessant zu sehen, in welchem Zustand sich das Volksbad aktuell befindet. 2014 sind sicherlich wieder einige Sonntage im Sommer, in denen das Volksbad für die Allgemeinheit öffnet. Infos zu den Führungsterminen findet Ihr auf der Internetseite des Fördervereins Volksbad. Wenn Ihr Zeit habt und in der Nähe seid, schaut es Euch an!

Übrigens: Der Michel Birnbacher (ich kenne ihn nicht, sondern habe seine Seite nur beim Googlen gefunden), hat die Möglichkeit der Anmietung genutzt und ebenfalls einige Fotos gemacht. Die sind schwarz-weiß, um Welten anspruchsvoller als die Knipsbilder von mir und Conny, und er hatte nicht 150 andere Leute um sich rum, die ständig im Bild herumstanden. 😉

Jadranska Magistrala

Hui, schon wieder 0 Uhr vorbei. Viel zu spät für tiefgründiges Text-Blabla, darum wird das nun Folgende vergleichsweise kurz. Das Bild zeigt meinen bisherigen Favoriten aller bisher befahrenen Straßen.

Adria Magistrale mit dem Auto - Sommer 2011

Adria Magistrale mit dem Auto – Sommer 2011

Ihr seht die Jadranska Magistrala, dem bierbäuchigen Deutschen eher bekannt als Adria Magistrale oder Adriatische Küstenstraße. Der Name klingt unspektakulär, in der Praxis heißt das nichts anderes als von Triest bis nach Montenegro ohne abbiegen in einem Streifen durchzufahren. 1035km. Eintausendfünfunddreissig Kilometer bedeutet dabei übrigens ca. 17 Stunden Fahrzeit – ohne Grenzwartezeiten.
Ich bin die Strecke schon mit wirklich schnellen Autos – und dem Messer zwischen den Zähnen – gefahren, als Auswärtiger einen schnelleren Schnitt als 60km/h zu schaffen grenzt an ein Wunder.

Eventuell rückt die Adria Magistrale an zweite Stelle, wenn ich es endlich mal geschafft habe, die Route zum Nordkap unter die Reifen zu nehmen. Wenn ich allerdings den Worten des Herrn Vaters Glauben schenken darf, ist die Straße dort rauf stellenweise recht langweilig. Mal sehen, wenn irgendwann genug Spritgeld auf der hohen Kante liegt, starte ich den Motor.

Was ist euer Highlight in Sachen „Schöne Straßen“ die ihr selber schon erleben durftet?

Vom Katarakt zum Wasserfall

Seit ich den Blog etwas aufgeräumt und aufgehübscht habe, gefällt es mir hier wieder richtig gut. Und den Vorsatz, meine Monologe und geistigen Ergüsse von Facebook weg hier in den Blog zu verlagern, kann ich auch ganz gut einhalten.

Heute ist mir beim Stöbern wieder ein Bild in die Hände gefallen das ich in einem unserer zahlreichen Kurzurlaube geschossen habe. Das Foto zeigt meine erste Langzeitbelichtung mit der DSLR, leider ohne Stativ. Wer schon mal versucht hat, eine Kamera für 4 Sekunden vollkommen ruhig zu halten weiß wie schwer es ist, damit ein scharfes Ergebnis zu bekommen. Ganz geglückt ist mir die Sache nicht, allerdings finde ich das Foto doch zu eindrucksvoll, um es in den Tiefen des Archivs verschwinden zu lassen.

Langzeitbelichtung ohne Stativ

Ihr merkt, zum Motiv habe ich noch nicht viel gesagt. Machen wir wieder ein Ratespiel! Wo wurde das Bild aufgenommen? Damit es nicht ganz so schwer wird gibt es ein paar Tipps:

  • Das Foto wurde in Süddeutschland aufgenommen
  • Es zeigt ein ehemaliges Katarakt das Ende des 18. Jahrhunderts baulich zu einem Wasserfall verändert wurde
  • Über den Wasserfall führt ein im 19. Jahrhundert errichteter Steg
  • Um den Wasserfall rankt sich eine Legende des Heiligen Magnus

Mal sehen obs zu schwer ist. Falls ja kann ich ja noch ein paar Tipps geben. Ich freue mich auf Eure Kommentare! 🙂

Porsche 964 RS America

Das folgende Foto ist von schlechter Qualität, da ein iPhone 5 als Aufnahmegerät der einzig griffbereite Fotoapparat war. Aber wenn man schon mal zufällig neben einem Porsche 964 RS America steht, muß man nehmen was da ist.Porsche 964 RS America

Vergleicht man das Bild mit dem des 280SE merkt man, wie viel Klassik und Atmosphäre mit Chrom geschaffen werden kann. Dagegen wirkt das Porsche Bild – abgesehen von der grusligen Qualität – direkt langweilig.

Trotzdem war es mir die Veröffentlichung wert, und wenn es nur dazu dient, Porsche Amateuren zu erklären, dass der 964 RS America nur 701x gebaut wurde, und nur aus der Not heraus entstand. Grund war, dass der 964 RS aufgrund gesetzlicher Anforderungen die Typisierung für den US-Markt nicht geschafft hat. Porsche hat die hechelnden Kunden aus den US of A damit zufriedengestellt, dass auf einen stinknormalen 964 Carrera 2 ein starrer Heckspoiler montiert wurde, und etwas an der Fahrwerksabstimmung geschraubt wurde. Schon hatten die Amis einen RS und die Porsche Youngtimerwelt ein seltenes Exemplar mehr.

20 Jahre später solch ein Exemplar in Deutschland aufzuspüren grenzt an die berühmte Nadel im Heuhaufen. Ich denke das sollte meinen zittrigen iPhone-Schnappschuß entschuldigen.

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