Wo ist eigentlich mein Auto?

Angefangen hat die Geschichte letzten Mittwoch irgendwie saudumm. Auf dem Heimweg von der Arbeit ist mir nach einer kurzen Begegnung mit einem Fahrradfahrer ziemlich abrupt das (An-)Fahrtalent ausgegangen, was in einem kaputten Vorderreifen resultierte.

Der rechte Vorderreifen war auf knapp 10cm aufgeschlitzt und auch die schicke 18″-Felge hat die Feindberührung mit ein paar unschönen Kratzern quittiert. Nur einen Moment später war natürlich niemand mehr zu sehen, den man für diesen Schaden hätte haftbar machen können.

Blieb also nichts übrig als den hübschen 225/40 ZR 18 92Y der Marke Dunlop Modell 3D Sport Maxx gegen einen 205/55 R16 Continental Sport Contact 2 zu tauschen – auf einer Stahlfelge mit der hübschen Erinnerung, doch nicht schneller als 80km/h damit zu fahren.

skoda-octavia-rs-ersatzrad

An dieser Stelle eine kurze Erläuterung, wieso man mit einem vollwertigen Ersatzreifen auf dem Skoda Octavia RS TDI nicht schneller als 80km/h fahren darf:

Am Skoda Octavia RS sind serienmäßig Sommerreifen in der Dimension 225/40 ZR 18 aufgezogen, also 18″ Reifen mit 40 Querschnitt. Ein 205/55 R 16 hat einen anderen Abrollumfang als die serienmäßige 18″ Bereifung. Die verschiedenen Abrollumfänge führen dazu, dass das Vorderachsdifferential ständig die Umdrehungszahlen der Reifen ausgleichen muß – genau so wie es auch in Kurven passiert.

Einziger Unterschied: Man fährt nicht stundenlang in einer Kurve, weshalb das Differential bei normaler Beanspruchung auch Ruhezeiten hat, und somit auskühlen kann. Mit dem montierten Ersatzrad muß das Differential dauerhaft regeln, was dazu führt dass das Differential warm wird, und bei zu hoher Geschwindigkeit – und somit noch höherer Ausgleichsarbeit – irgendwann überhitzt.

Findige Automobilfans kennen dies bspw. aus diversen Driftwettbewerben – auch dort mußten schon hochkarätige Fahrer wegen überhitzten Differentialen aufgeben.

Nun, auf jeden Fall war ich damit quasi dazu gezwungen, spritsparend unterwegs zu sein, und bin am Freitag mit 80-85km/h nach Hause gefahren, um dort die Vorderachse mit zwei neuen Pneus der Marke BF Goodrich bestücken zu lassen. (Danke an Thomas für die wie immer schnelle und spitzenmäßige Arbeit!) Die Wahl fiel auf den kostengünstigen – und kurzfristig verfügbaren – BF Goodrich G-force Profiler. Der Reifen kommt aus dem Hause Michelin und ist qualitativ hochwertig verarbeitet, und das zu einem relativ günstigen Preis.

Beim Initialtest letzte Nacht auf der Autobahn mußte ich jedoch feststellen, dass dieses Modell ab 140km/h so exorbitant laut wird, dass man das Radio lauter drehen muß, oder aber weiter auf dem Gas bleiben sollte, bis die Geschwindigkeit so hoch ist, das die Windgeräusche das Reifenbrummen übertönen. Ich bin noch nicht wirklich zufrieden mit diesen Schlappen…im Jahr 2006 habe ich schon einmal einen Satz BF Goodrich G-force Profiler gefahren, dort war von einer derartigen Geräuschentwicklung noch keine Spur.

Ich werde das beobachten… An dieser Stelle übrigens noch einen herzlichen Dank an Skoda: Danke dafür dass Ihr immer noch vollwertige Ersatzreifen ausliefert – mit einem Tyre-Flick-Lochzukleber-Kit wäre ich in diesem Fall aufgeschmissen gewesen !

Wo ist eigentlich mein Auto?
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3 Gedanken zu „Wo ist eigentlich mein Auto?

  • Pingback:Audi gestohlen - oder doch nicht? | Whoopster

  • 11. August 2009 um 07:10
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    also eins hab ich nicht so ganz verstanden, aber vll liegt’s auch nur daran, dass ich eine Frau bin 😉 Wie kann man beim Anfahren einen Reifen auf einer Länge von 10cm aufschlitzen??

  • 11. August 2009 um 07:21
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    Hi Moni, schön von dir zu hören 🙂

    Das geht ganz einfach; Wenn man vorher aufgrund einer Vollbremsung um den Radfahrer nicht zu überfahren bündig am Randstein steht, dies aber aufgrund geistiger Umnachtung nicht realisiert, einfach wieder losfährt und dabei mit der Reifenflanke genau parallel zum Bordstein schubbert.

    Das hab ich jetzt so kompliziert erklärt dass es glaub ich wieder keiner checkt 😀

    Liebe Grüße,
    Sascha

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