Unfall am ADAC Slalom Cup in Nürnberg

Heute sind wir – rein zufällig – zum aktuellen Lauf des deutschen ADAC Slalom-Cups dazugestoßen. Der heutige Lauf am 20.04.2008 wurde heuer zum 40. Mal an der Nürnberger Steintribüne ausgetragen.

Offiziell nennt sich das ganze “40. ADAC-Automobil Rennslalom um den PREIS DER STADT NÜRNBERG“.
Die Wertungen zählen zur “Deutschen Automobil-Slalom-Meisterschaft” und zur “Nordbayerischen ADAC-Slalom-Meisterschaft“.

Die Verantwortlichen wollten 3 Euro Eintritt pro Person, für das gebotene Programm ein absolut fairer Preis. Das Thermometer zeigte ca. 19 Grad, in der Sonne geschätzte 35-40. Entsprechend bald habe ich den Getränkestand überfallen, der halbe Liter Spezi kostete 3 Euro (soviel wie der Eintritt) und die halbe Bier 3,50 Euro. “Das ist aber mit Pfand”, meinte die nette Dame hinter dem provisorischen Schanktisch. Im Nachhinein hat sich herausgestellt dass “das Pfand” 4 Euro betrug, somit wollten die ADAC-Verantwortlichen 1 Euro für einen halben Liter Spezi und 1,50 Euro für die Halbe Schankbier. Unschlagbar!

Zu den Rennen:
Die Klasse G3/G2/G1 haben wir versäumt, da wir erst um 13:00 Uhr angekommen sind, wir waren aber pünktlich zu den Gruppen N / DN / F 2005 an der Strecke. Dabei handelt es sich um “Fahrzeuge, die im wesentlichen der StVZO entsprechen müssen”. Absoluter Publikumsliebling dort war Harald Kiesewetter aus Schwanstetten mit seinem VW Scirocco GT2, schade dass er den Publikumsapplaus beim Vorbeifahren nicht mitbekommen hat.
Aufgefallen ist auch Startnummer 65, Hans Würtz in seinem Golf synchro. Ich konnte leider nicht mehr in Erfahrung bringen was mit seinem VW los war, aber man hatte das Gefühl neben seinem Auto herlaufen zu können, so langsam war die Performance.

Gruppe H
Danach war die Gruppe H am Start (sehr umfangreich verbesserte, ehemalige, meist Großserienfahrzeuge).
Hans Exner aus Pfronten, der Gesamtsieger aus den Jahren 1993, 1995, 2002, 2005 und 2007 hat mit seiner Simca 1200S eine geniale Show geboten und fuhr nur Zehntelsekunden langsamer als Markus Spöri in seinem Suzuki Swift.

Nachdem sich meine Gesichtsfarbe dann doch auf “krebsrot” geändert hatte, wollten wir eigentlich aufbrechen, da aber mit Startnummer 109 ein nagelneuer Audi A3 vom Racing Team “Schöne Aussicht” mit dem Slalomchampion Hans-Martin Gass am Steuer starten sollte, wollte ich mir das noch anschauen.

Hans-Martin Gass tötet den Audi
Gass geht also in den Trainingslauf, steht bereits nach 50 Metern komplett quer und räumt bis ins Ziel ca. 10 – 15 Pylonen ab, mit einer miserablen Zeit. Also doch noch auf die Zeitläufe warten…
Der A3 mit Hans-Martin Gass geht in den ersten gezeiteten Lauf, wuchtet seinen Audi A3 dermaßen gekonnt durch die Pylonen dass ich mir dachte “der hat doch im Training ne Show abgezogen”. Der Gedanke ist kaum zu Ende gedacht, da gibt es einen brutalen Schlag am Ende der Geraden! Gass war mit geschätzten 60-80km/h frontal in eine Betonmauer eingeschlagen.

Leider weiß ich bis jetzt nichts über den Zustand von Hans-Martin Gass, da ich nicht zu den Sensationsgaffern gehöre, und mich aufgrund des sofortigen Abbruchs gleich auf den Nachhauseweg gemacht habe. Da der Unfall ca. 10 Meter von mir entfernt passiert ist konnte ich zumindest sehen dass vom Audi nicht mehr viel übrig war.
Sobald ich hierzu Neuigkeiten habe werde ich Sie hier ergänzen.

Fazit:
Alles in Allem sind solche “lokale” Veranstaltungen ein absolutes Erlebnis für jung und alt. Diese Meisterschaften sind ähnlich wie diverse Bergrennen publikumsnah (ich hatte am Getränkeausschank auch Zeit für einen kurzen Plausch mit ein paar Fahrern), und die Preise sind mehr als moderat.
Ich persönlich ziehe so einen Event einer bis aufs letzte Detail professionellen DTM oder Formel1-Veranstaltung vor und kann nur jedem raten: Schaut euch sowas mal an !

Auf Bergcupfotos.de gibt’s schon die ersten Bilder vom ADAC Slalomcup!
Hier gehts zu den Bildern

Unfall am ADAC Slalom Cup in Nürnberg
Markiert in:                 

4 Gedanken zu „Unfall am ADAC Slalom Cup in Nürnberg

  • 21. April 2008 um 10:58
    Permalink

    Zu dem Kommentar:
    “Aufgefallen ist auch Startnummer 65, Hans Würtz in seinem Golf synchro. Ich konnte leider nicht mehr in Erfahrung bringen was mit seinem VW los war, aber man hatte das Gefühl neben seinem Auto herlaufen zu können, so langsam war die Performance.” Wir haben uns auch erst gewundert, weil er nicht wirklich schnell war und beim Lenken auch immer “nachgegriffen” hat, aber wie die Sprecherin irgendwann mitteilte, handelt es sich bei dem Fahrer um den wohl ältesten Teilnehmer -> er ist jenseits der 80 Jahre -> somit erklärt sich vielleicht das Ergebnis; ABER: RESPEKT !!!!

  • 21. April 2008 um 12:05
    Permalink

    Wow! Danke für die Info.
    Leider habe ich 60% von den Aussagen der Streckensprecherin aufgrund der Geräuschkulisse überhört, aber das erklärt natürlich einiges!

    Somit auch von mir Respekt an Hans Würtz!

  • 24. April 2008 um 17:54
    Permalink

    Hallo!
    Wollt nur mal schnell zu Hans-Martin-Gass was sagen: ich gehör da dazu und wir sind alle heil nach Hause gefahren (das Auto mal ausgenommen).
    lieben Gruß, Sonja

  • 1. Mai 2008 um 16:41
    Permalink

    Jeder hat mal nen schlechten Tag. Aber Hans-Martin ist ein allround-Talent. Er fuhr beim 24h Rennen ebenfalls in diesem A3 mit hervorragenden Zeiten beim Pirelli Team. Bis auf ein paar blaue Flecken ist nichts passiert dank der super Verarbeitung der Audi-Fahrzeuge. Meine Freundin kann auf Ihren Vater stolz sein. Grüsse an die Gass´s!!!

    Blech kann man reparieren! Menschen nicht wirklich!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.