Liste aller Todesopfer der Dakar Rallye

Die berühmt berüchtigte Dakar Rallye findet in diesem Jahr erstmalig in Südamerika statt. Kein Schaulauf mehr in Paris, keine Europaetappen, keine Saharatouren mehr. 2009 sollte es Argentinien und die sagenumwobene Atacama-Wüste richten. Details über die Route der diesjährigen Dakar Rallye 2009 habe ich bereits im Dezember hier auf Whoopster veröffentlicht. Jedoch bringt auch der neue Austragungsort auf amerikanischem Kontinent kein Glück für die Teilnehmer.

Bisher sind bei der Dakar 2009 bereits 3 Teilnehmer verstorben. Die Beschäftigung mit dem Thema ist für mich der Grund, wieso ich hier eine Liste aller bei der Dakar verstorbenen Teilnehmer, Zuschauer und Passanten zusammentragen werde.

1979: (1)
Der Motorradfahrer Patrick Dodin in Agadir (Níger).

1981: (3)
Der Journalist  der Zeitschrift Motosprint Giuseppe De Tommaso und zwei Techniker des Teams IVECO (Franco Druetta und Andrea Carisitres) in Tamanrasset (Argelia)

1982: (3)
Bei einem Unfall sterben der holländische Motoradfahrer Bert Oosterhuis (Yamaha XT500), der französische Journalist Ursula Zentsch (”Le Point”) in Gao (Mali) und ein malinesisches Kind, das von einem Teilnehmer überfahren wurde.

1983: (1)
Der französische Motorradfahrer Jean-Noel Pineau bei einer Etappe in Ouagadougou.

1984: (1)
Eine Frau in Burkina Faso erlag ihren Verletzungen nach einem Unfall, während ihr Kind mit schweren Verletzungen davonkam.

1985: (2)
Ein nigerianisches Kind (überfahren) und ein Hubschrauberpassagier in Mauretanien.

1986: (7)
Der japanische Motorradfahrer Yasuo Kaneko zwischen París und Sete. Der schwärzeste Tag der Tour war der 14. Januar an dem bei einem Hubschrauberunfall in Gourma (Niger) der Gründer der Tour Thierry Sabine, sowie der französische Sänger Daniel Balavoine, die Journalistin Nathalie Odent, der schweizer Pilot Francois-Xavier Bagnoud und der luxemburgische Fernsehtechniker Jean-Paul Le Fur ihr Leben verloren. 48 Stunden später starb der italienische Motorradpilot Giampaolo Marinoni nach einem schweren Sturz.

1987: (1)
Der Franzose Henri Mouren (überfahren) in Mauretanien bei Kiffa.

1988: (6)
Ein weiteres tragisches Jahr mit sechs Todesopfern, darunter der holländische Beifahrer Kees Van Loevezij nach einem Unfall in Djado (Niger). Der Franzose Patrick Canado (Unfall). Ein paar Tage später wurde ein 10 jähriges Kind in der malinesischen Stadt Kita überfahren. In einem Pariser Hospital verschied der französische Motorrradpilot Jean Claude Huger. Eine malinesische Frau und ihr Kind starben nachdem sie von eine Pressefahrzeug überfahren wurden.

1990: (1)
Der finnische Journalist und Ex Pilot Kaj Salminen nach einem Unfall in Mali.

1991: (1)
Der Franzose Charles Cabannes, nach einem Überfall der Tuareg in Kadaouane.

1992 (París-Kapstadt): (3)
Die Franzosen Laurent Le Bourgeois und Jean-Marie Sounillac in einem Assistenzfahrzeug Range Rover in der Sabah (Libien). Der französische Pilot Gilles Lalay (Yamaha) nach einem Unfall in Kongo.

1994: (2)
Der Belgier Michel Sansen (Motorrad) nach einem Sturz auf einer Sandpiste in Nouakchott (Mauritanien). Von einem Begleitfahrzeug wurde ein senegalesisches Kind überfahren.

1996: (3)
Der Franzose Laurent Gueguen aufgrund der Exlosion einer Mine zwischen Foum el Hasan und Smarra (Süden von Marokko). Ein Kind starb in der Stadt Tarembali, nachdem es von dem französischen Motorradfahrer Marcel Pilet überfahren wurde. Der Spanier Tomás Urpí stirbt nach einem Unfall.

1997: (1)
Der Franzose Jean-Pierre Leduc stirbt nach einem Sturz mit seiner KTM zwischen Tambacunda und Kayes.

1998: (4)
Vier Personen starben bei einem Unfall zwischen einem Taxi und einem Teilnehmerfahrzeug, drei weitere wurden schwerverletzt. (Im Süden der Hauptstadt von Mauretanien).

2001: (2)
In dem Eröffnungsrennen im französischen Montauban stirbt ein Fahrer, der ausserhalb der Wertung fährt und mit einem Begleitfahrzeug kollidiert. Später stirbt der Techniker vom Team Toyota Trophy Daniel Vergnes bei einem Unfall in in Tidjikja.

2003: (1)
Der französische Copilot Bruno Cauvy nach einem spektakulären Unfall zwischen Zilla und Sarir (Libien).

2005: (5)
Ein spanischer Motorradfahrer. Der italienische Biker Fabrizio Meoni, Gewinner der Paris – Dakar in den Jahren 2001 und 2002 (Herzinfarkt) in Mauretanien. Ein fünfjähriges Kind im senegalesischen Kebemer. Zwei belgische Begleiter des Piloten René Delaby (KTM) im Senegal.

2006: (3)
Der Australier Andy Caldecott (KTM), stirbt zwischen Nuakchot und Kiffa (Mauritanien). Der 10-jährige Bubacar Diallo wird im Senegal überfahren, am darauffolgenden Tag stirbt ein zwölfjähriges Kind, überfahren von einem Begleitfahrzeug zwischen Tambacounda und Dakar.

2007: (2)
Der südafrikanische Bikerpilot Elmer Symonds stürtzt in ein ausgetrocknetes Flussbett zwischen Er Rachidia und Ouarzazate (Marokko). Der französische Pilot Eric Aubijoux erleidet einen Herzinfark zwischen Tambacunda und Dakar.

2009: (3)
Der französische Pilot Pascal Terry wird auf dritten Etappe bei Jacobacci in Argentinien tot aufgefunden (Lungenödem/Herzstillstand). Zwei Fans sterben als der Argentinier Marcelo Sanchez mit seinem Begleit-LKW in den Privatwagen der beiden rast.

Somit summiert sich die Zahl der Todesopfer der Dakar Rallye auf bis dato 56. Bei einem Rennen das noch nicht einmal 30x ausgetragen wurde…

Liste aller Todesopfer der Dakar Rallye
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3 Gedanken zu „Liste aller Todesopfer der Dakar Rallye

  • 14. Januar 2009 um 19:32
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    Ich finde… total verrückt Rally Dakar. Es ist sehr sehr gefählich… Grüsse

  • 15. Januar 2009 um 16:43
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    Entgegen meinem Vorredner (Spammer 😀 ) finde ich die Rally Dakar schon ein geniales Rennen. Das soviele Leute schon ihr Leben lassen mussten war mir allerdings noch nicht bekannt.

    Gerade wenn ich lese wie viele Kinder überfahren wurde, muss ich doch an der Sinnhaftigkeit des Wettkampfes zweifeln. Da läuft doch etwas falsch. Die Frage ist, ob es mit weiteren Regeln oder Sicherheitsrichtlinen getan ist und solche Unfälle vermieden werden können.

    Viele Grüße
    Dominik

  • 29. Januar 2009 um 10:47
    Permalink

    Ich finde auch, dass es eigentlich schon ein tolles Rennen ist. Und alle, die daran teilnehmen sind sich auch der Gefahr bewusst und ihnen ist auch sehr klar, dass sie dabei sterben könnten. Sie gehen das Risiko einfach ein, weil es Spaß macht. Wenn man sich da andere Sportarten ansieht. Die sind sehr viel gefährlicher und die Leute machen es trotzdem. Allerdings muss ich sagen, egal welchen Sport man betreibt, man sollte immer dafür sorgen, dass die unbeteiligten Personen auf keinen Fall zu Schaden kommen.

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