Der Fiesta des kleinen Mannes

Man halte sich fest – es folgt eine Ode an das seinerzeit hässlichste Auto auf dem europäischen Markt (vom Fiat Multipla einmal abgesehen).
Angefangen hat alles damit, dass mich ein Kumpel auf den Ford Fiesta RS Turbo aufmerksam gemacht hat. Da ich in Sachen Ford – außer den Cosworth Modellen – nicht so bewandert bin, ging ich auf die Suche. Mir war bis dato nur der Fiesta XR2i bekannt, seines Zeichens das damalige Fiesta Topmodell. Der Fiesta RS Turbo war da noch eine Kante kompromissloser, da er seine Motorleistung von 98KW ohne Katalysatorbremse ausspielen durfte. In der DACH-Region wurde das Auto wegen der damals schon rigoroseren Umweltbestimmungen nie angeboten, freuen durften sich hingegen die Engländer, Italiener, Franzosen und Bewohner der Benelux-Staaten.

Der Ka schließt die Lücke

Nach diverser Fiesta-Recherche stellte ich mir die Frage, wieso Ford eigentlich den Ka entwickelt hat, der Fiesta war mit seiner Länge von anfänglich 3,56 Meter ja alles andere als ein großes Auto. Jedoch entsprach dies bereits damals der Kategorie Kleinwagen, die Sparte der Kleinstwagen steckte noch in den Kinderschuhen und wurde maximal vom Mini Cooper oder der Isetta belegt.

Ford hat den Fiesta immer mehr wachsen lassen, das aktuelle Modell kratzt an der 4-Meter Marke, also gute 40 Zentimeter Zuwachs in der Fahrzeuglänge. Somit hatte der Ka im Hause Ford von Anfang an seine Daseinsberechtigung, schließlich schloss er nahtlos die Fiesta Lücke und stellt auch im Jahr 2014 mit einer Länge von 3,62 Metern das Kleinstwagen-Modell aus dem Hause Ford.

Vom New-Edge Design zur Schönheit

Erinnert Ihr Euch noch als 1994 der erste Ford Ka vorgestellt wurde? Das nicht gerade eloquent geformte Heck gepaart mit Stoßfängern aus unlackiertem ABS-Kunststoff? Ab da war der Ford Ka aus meinem Autogedächtnis gestrichen. Bis ich gestern auf der Suche nach dem Fiesta RS Turbo auf der Ford-Ka Seite von Wiki gelandet bin…

Aktuell wird ja an der neuen Modellgeneration gearbeitet, die ab 2015 ausgeliefert wird. Die bisher veröffentlichen Fotos zeigen eine Studie, die mir tatsächlich gefällt. Vorne das Markengesicht (bekannt von Fiesta, Focus, Mondeo) in klein, von hinten auf den ersten Blick wie der alte 1er BMW und als absolute Neuerung: 4 Türen! In der Länge wird der Ka wohl um 15-20 Zentimeter wachsen, womit er zukünftig ca. 3,80 Meter Länge messen wird. Gepaart mit einem 80PS Dreizylinder-EcoBoost Motor ohne Turbo klingt das nach ausreichend Fahrdynamik. Preise sind noch nicht bekannt, müssen aber um konkurrenzfähig zu bleiben sicherlich beim Einstiegsmodell an der 10.000 Euro Marke kratzen. Wer noch beim aktuellen Modell zugreifen will, der kann richtig Geld sparen, bekommt dafür aber auch nur 60 bzw. 69 PS Motoren – auf mobile.de werden momentan über 3.300 Ford Ka angeboten.

Fazit

Ab sofort muss ich mir wieder ein Auto mehr merken, denn den Ka so abfällig zu beurteilen wie noch vor 20 Jahren, funktioniert nicht mehr. Da für die Anschaffung kein wirklich großes Budget notwendig ist, wäre das eine Überlegung, für ein paar Jahre einen Ka zu fahren – schöner als ein VW Up, Fiat 500 oder Smart ist er allemal!

Der Fiesta des kleinen Mannes
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