Audi RS4 vs. Audi R8

Zwei Autos. Ein Motor. Wer kanns besser?

420PS – V8 – dieses leckere Maschinchen ist in beiden Audis verbaut. Im RS4 haben die Audi Techniker den Motor komplett vor der Vorderachse verzurrt, während man der gut betuchten Kundenklientel mit dem R8 einen Sportwagen mit Mittelmotorprinzip bietet.

 

Audi RS4 gegen Audi R8

Die Position des Motors ist nicht so unerheblich als man Anfangs meinen möchte. Durch den sehr weit vorne eingebauten Motor im RS4 wird der Rennschuh sehr frontlastig. Trotz permanentem Allradantrie (Serie) fährt sich das Auto wie ein Fronttriebler. 60% des Fahrzeuggewichts und damit knapp 1 Tonne lasten auf den Vorderreifen. Dies führt unweigerlich dazu, dass der RS4 in Kurven nur zu gerne über die Vorderachse in Richtung Grünstreifen schiebt. Schade eigentlich. Vom stets gepriesenen quattro Antrieb der Audi AG, respektive quattro GmbH ist man eigentlich anderes gewohnt.

Anders beim R8. Durch das Mittelmotorprinzip liegen ca. 55% des Fahrzeuggewichts auf der Hinterachse. Dieser Umstand führt zu einer ausgeglichenen Lastverteilung, da trotzdem noch genug Restgewicht für die Vorderachse bleibt. Somit bietet der Audi R8 Fahrspaß per excellence. Präzises Einlenkverhalten, kontrolliertes Eindrehen des Hecks durch Gaswegnahme oder Vollgas, und immer wenns zu brenzlig wird lässt sich der R8 durch sanftes Gasgeben stabilisieren. Somit lässt sich der Audi R8 kinderleicht im Grenzbereich bewegen, ohne dass man Angst haben muss, in der nächsten Sekunde im Gegenverkehr oder am Baum zu enden.

Einen kleinen Unterschied gibt es bei den Motoren. Während der Audi RS4 über eine einzige große Drosselklappe verfügt, bietet der V8 im Audi R8 zwei kleinere Drosselklappen. Dies führt dazu, dass der R8 bissiger am Gas hängt, sich aber trotzdem schöner dosieren lässt als  der RS4. Für die Erbsenzähler: In der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h ist der RS4 langsamer als der R8. Während im Audi R8 bereits nach 4,6 Sekunden Tempo 100 anliegt, dauert der Ritt im RS4 um 0,2 Sekunden länger, nämlich 4,8.

Verzögert werden beide Boliden durch eine 18″ Bremsanlage mit Trockenbremsfunktion. Hierbei legt ein System bei nasser Straße oder feuchten Bremsscheiben automatisch die Bremsbeläge an, um die Bremsscheiben zu trocknen.

Der RS4 bietet ein nettes Gimmick im Lenkrad, die S (Sport) – Taste. Damit kann sich der sportliche Familienvater durch ein ausgeklügeltes Pumpsystem noch enger in die Schalensitze schnallen lassen und die Auspuffanlage von sonor und leise auf brüllend laut umstellen. Per Knopfdruck!

Zwischen Audi RS4 und Audi R8 liegen ca. 30.000 Euro Preisdifferenz.
Somit stehen die Gutverdiener oder Kreditwürdigen zukünftig vor der Wahl: RS4 kaufen und einen A3 für die Angetraute, oder ganz egoistisch zum R8 greifen und im Zweifelsfall die Kinder zu Hause lassen!

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3 Kommentare

HansiApril 20th, 2008 at 20:37

Sehr gut geschrieben!

SimoneJuni 19th, 2008 at 01:30

Sehr gut geschrieben
und sehr gut analysiert.

Liebe Grüße
Simone

SebastianAugust 6th, 2008 at 10:10

Sehr gut und plausiebel geschrieben!

dennoch bin ich der Meinung, dass für den Preisunterschied von 30.000€ sich der R8 KAUM! vom rs4 unterscheidet. Motor, Fahrwerk, Bremsen etc. (bis auf den o.g. Mitelmotorprinziep, Drosselklappe und natürlich der Karoserie)
Den “besseren” Standartsprint hat der R8 seiner Aerodynamik zu verdanken. Mein Sieger aus diesem Duell ganz klar der RS4

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