Music-Map: Wer hört eigentlich was?

Durch einen Freund bin ich kürzlich auf die Webseite Music-Map aufmerksam geworden. Auf der Startseite erscheint ein Eingabefenster, in das man den Namen einer Musikgruppe oder eines Interpreten eingibt. Ich habe zum Test meine Lieblingsband Dire Straits eingetippt.

Danach erstellt sich automatisch eine Abhängigkeitskarte. In der Mitte steht der Name des vorher eingegebenen Interpreten, in meinem Fall Dire Straits, um diesen Begriff sammeln sich viele weitere Interpreten/Bands.

Wie ist diese Map zu interpretieren?
Gehen wir am Beispiel der obigen Grafik vor. Ein großer Teil der Menschen, die Dire Straits hören, hören auch Mark Knopfler, Eric Clapton oder Carlos Santana.
J.J. Cale, Peter Gabriel und Police wird prozentual weniger gehört. Das Interessante an dieser Music-Map. 95% aller in diesem Screenshot gezeigten Interpreten stehen in meinem CD-Regal, und die Abhängigkeiten scheinen realistisch.

Welchen Mehrwert bietet mir diese Information?
Da ich immer auf der Suche nach Interpreten oder Bands bin, deren Musik mir gefällt ist die Music-Map ein netter Anhaltspunkt. Einige Namen auf obiger Liste kannte ich nämlich noch nicht, bspw. Röyksopp. Somit kann man die unbekannten Bands bspw. bei Amazon probehören und bei Gefallen sein Musikrepertoire erweitern.

Macht einfach mal den Test. Nehmt eine Band die ihr gerne hört, und schreibt mir Eure Ergebnisse in den Kommentaren – hört ihr auch andere auf der Liste angezeigte Interpreten? Oder hat die Music-Map nur bei mir funktioniert?

Nutzt die Map-Technik auch in anderen Bereichen?
Diese Abhängigkeits-Technik wird in abgewandelter Form ja schon öfter im Netz verwendet. Mir fällt da wieder das Beispiel Amazon ein. Sobald ich etwas gesucht oder bestellt habe, erscheint bei Amazon unter anderem folgende Information:

Dort werden auch ausgewertete Abhängigkeiten angezeigt. Sobald ein Kunde mehr als ein Produkt kauft, wird die komplette Produktkette abgespeichert. Klicke ich nun einen Artikel dieser Produktkette an, wird automatisch ausgewertet, welche anderen Produkte am meisten zusammen mit dem von mir gesuchten Artikel gekauft wurden, und werden mir in der Rubrik “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch:” präsentiert.
Alle, die öfters bei Amazon einkaufen werden diese Funktion schätzen, vor allem im Bereich “Film” kann dies sehr hilfreich sein.

Genau wie im obigen Beispiel lässt sich die Map-Technik auf unzählige andere Anwendungen übertragen. Eigentlich überall wo etwas ausgewertet wird, kann man mittels dieser simplen Auswertung gespeicherter Daten Rückschlüsse auf Konsum- oder auch Klickverhalten (Schlagwort Web-Analytics) ziehen.

Music-Map: Wer hört eigentlich was?
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Ein Gedanke zu „Music-Map: Wer hört eigentlich was?

  • 3. September 2008 um 06:39
    Permalink

    Nunja, bei mir funktioniert die Map nicht. Das liegt aber wohl eher daran dass ich als Musiker so viele Musikrichtungen höre, sodass ich einfach nicht in dieses stereotypische Schema reinpasse.

    Aber hilfreich ist es schon, z.B. hör ich manchmal sehr gerne Muse, vieles in dem Musikbereich gefällt mir jedoch garnicht, mit der Map könnte ich aber eventuel was neues finden…

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