Konsumgeil oder Konsumgeizig ?

In Zeiten von weltweiter Rezession, Wirtschaftskrise, Insolvenzen und Firmenpleiten aller Orten stellt sich die Frage, wie der Durchschnittsbürger darauf reagiert. Ich habe bei mir keine Änderung des Konsumverhaltens feststellen können. Das mag aber daran liegen dass ich aufgrund des geplanten Eigenheimes sowieso schon seit Langem jeden möglichen Cent zur Seite lege. OK, das Rauchen verschlingt immer noch viel zuviel, überdies ist es auch nicht gesund, aber daran arbeite ich. Irgendwie. Gedanklich…

Wie aber machen es andere, die nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens stehen und gewöhnliche Investitionen im Vorfeld überdenken müssen. Im Wohnghetto in der sich auch meine Arbeitswohnung befindet habe ich schon mehrere Mitmieter getroffen, die den schlechtbezahlten Job an den Nagel gehängt haben, um lieber dem Fortpflanzungstrieb zu fröhnen und Hartz IV zu beziehen. Diese Klientel gibt natürlich auch nicht wirklich viel Geld aus.

Da gibt es aber dann auch noch die neudeutschen LOHAS und LOVOS. Lohas bedeutet Lifestyle of Health and Sustainability, praktisch die Klientel die ihren bisherigen Standard aufrechterhalten will. Dem gegenüber stehen die LOVOS – Lifestyle of Voluntary Simplicity, die sich dem freiwilligen Konsumverzicht verschrieben haben.

Ein Blick in die Tagesthemen und auf den Konsumklimaindex verrät jedoch, dass die Zeit der LOHAS noch nicht vorbei scheint. Irgendwie versucht jeder noch das Beste aus dem zu machen was er hat. Wirklichen Verzicht merke ich persönlich nicht – die oben angesprochenen Ghettokollegen mal ausgenommen 😉

Wie ist das bei Euch? Haut ihr das Geld genau so raus wie früher, oder wird der Gürtel schon enger geschnallt?

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