I [heart] PRTG

Zwischen all meinen Urlaubsberichten will ich heute eine neue Rubrik hier im Blog vorstellen. Ich werde zukünftig mehr über das famose Produkt PRTG von der Firma Paessler aus Nürnberg schreiben.

Was ist das?

PRTG Network Monitor PaesslerPRTG ist ein professionelles Netzwerk-Monitoring Tool, mit dem IT-Umgebungen proaktiv überwacht werden können. Ich bin vor einiger Zeit beruflich mit der Einführung eines unternehmensweiten IT-Monitoring Tools betraut worden, und dort fiel die Wahl auf eben dieses PRTG. In der Vergangenheit hatte ich bereits Berührungspunkte mit Zabbix und Nagios, PRTG war bis Anfang des Jahres noch ganz neu für mich.

Mittlerweile umfasst das Monitoring im Job >1.500 Sensoren, und auch privat setze ich PRTG zur Überwachung des Heimnetzwerkes ein. Übrigens ist die Software bei Verwendung von maximal 100 Sensoren dauerhaft kostenlos, d.h. bei mir zu Hause nutze ich das Tool tatsächlich als Freeware. Auch die kostenpflichtigen Pakete (lizenziert wird nach Anzahl der Sensoren) sind preislich absolut im Rahmen. Im Gegensatz zum Open Source Tool Nagios ist zwar die Paessler Lösung für komplexere Umgebungen kostenpflichtig, dafür sind für Installation, Konfiguration und Betrieb weit geringere technische Detailkenntnisse notwendig (Ich kann weder einen Linux/Unix Derivat installieren und einrichten, noch bin ich tiefergehend in Scriptsprachen bewandert).

PRTG läuft Windows-basiert, ist innerhalb weniger Minuten installiert und einsatzbereit, und in seiner kompletten Bedienung und Anpassung das intuitivste und übersichtlichste, was ich in 20 Jahren IT jemals genutzt habe.

Paessler PRTG

Welche Kenntnisse benötige ich für den Einsatz von PRTG?

Gehen wir davon aus, du möchtest PRTG in einer komplexen IT-Umgebung zum Einsatz bringen. Was solltest du wissen, wovon solltest du schon mal gehört haben und in welche Themen gilt es sich ggf. einzuarbeiten?

  • Keine Datenbanken
    Gleich vorweg ein Grund zum Durchatmen. Du brauchst weder einen SQL-Server installieren, noch Lizenzen dafür vorhalten, oder irgendwelche Datenbankzugriffe einrichten. PRTG arbeitet nicht datenbankbasiert, sondern mit einer eigenen, sehr durchdachten und geschickten Logik. Meine anfängliche Verwunderung hierüber ist recht schnell Begeisterung gewichen. Die von Paessler realisierte Datenablage funktioniert wunderbar, smooth und performant.
  • Netzwerkkenntnisse
    Wenn du vor hast, dein Netzwerk (bzw. das deines Arbeitgebers) zu überwachen, gehe ich davon aus dass du über grundlegende Netzwerkkenntnisse verfügst. Das Wissen über genutzte Netze, Themen wie DNS, AD, WMI, Ports, Backup, etc. gehört in der IT zum Standard und ist notwendig, um die Inhalte in PRTG sauber zu strukturieren.
  • SNMP
    Bei der Konfiguration und dem Einbinden einzelner Sensoren wirst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dem Thema SNMP begegnen. Das Simple Network Management Protocol war bis vor einem halben Jahr für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Zwar wusste ich, dass Geräte auf SNMP-Basis miteinander kommunizieren können, den Unterschied zwischen aktivem Senden und dem Abruf von Informationen, oder der Nutzung von SNMP-Bibliotheken bzw. MIB-Dateien war mir bis dahin unbekannt. Aber: Keine Angst, das Thema SNMP bedarf einiger Stunden Einarbeitung, danach geht selbst das konfigurieren eigener MIBs spielend leicht von der Hand. Wenn du schon Erfahrung mit SNMP hast, umso besser.
  • Windows PowerShell
    Einen Großteil an Basis-Sensoren liefert PRTG bereits out-of-the-box mit. Hierfür sind keine speziellen Kenntnisse erforderlich. Sobald es aber inhaltlich ans sprichwörtliche Eingemachte geht, führt oft kein Weg am Scripten von PowerShell Befehlen vorbei. Zum Glück ist Google hier eine enorme Hilfe. Die PRTG Community wächst ständig, und viele Nutzer stellen ihre eigenen Scripts kostenlos für andere zur Verfügung.

Das Thema Community wird bei Paessler / PRTG sowieso groß geschrieben. Es gibt ein vom Hersteller betriebenes Forum, in dem sich viele Gleichgesinnte tummeln. Können die IT-Kollegen nicht weiterhelfen, greift der hervorragende Support von Paessler ein. Innerhalb von 24 Stunden wird jeder Supportfall bearbeitet – gerade in meinen Anfangszeiten hatte ich einige (für mich) knifflige Anfragen. Lässt sich eine Supportanfrage weder mit Bordmitteln noch mit Scripterweiterungen lösen, kann diese (entsprechende Sinnhaftigkeit vorausgesetzt) auch in einen Feature Request umgewandelt werden.

Ich habe aktuell noch zwei Feature Requests am Laufen, die in den kommenden Software-Releases implementiert werden. Ein schönes Gefühl, wenn man nach dem Kauf einer Software nicht im Stich gelassen wird, vielmehr ist die Zusammenarbeit “After-Sale” ein “Hand-in-Hand”.

Fazit

Falls ihr auf der Suche nach einem IT / Netzwerk-Monitoring Tool seid, schaut Euch definitiv PRTG an. Logischerweise gibt es eine kostenlose Trial-Version, die in den ersten 30 Tagen KOMPLETT nutzbar ist (also mit Unlimited Sensoren). Nach den 30 Tagen kann PRTG entweder lizenziert werden, alternativ werden nur noch 100 Sensoren geprüft.

Danke

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass es sich hierbei weder um einen bezahlten Artikel handelt, noch die Firma Paessler mich in anderer Form beauftragt hat, eine Lobhudelei im Internet loszulassen.
Trotzdem bzw. dennoch will ich mich an dieser Stelle herzlich bei Paessler bedanken – für das interessanteste, coolste, durchdachteste und kurzweiligste Stück Software, das ich je bedienen durfte!

Paessler PRTG Goodie Bag
Danke für die Goodie-Bag! 🙂 #FacebookGewinnspiel

Wie geht es weiter?

Zukünftig werde ich, je nachdem wie es meine spärliche Zeit zulässt, hier im Blog über PRTG-Themen schreiben. Seien es interessante Features, neue Sensoren, interessante Sensorwerte oder eigene bzw. fremde Scripts zur Erweiterung von PRTG.
Natürlich könnt Ihr euch jederzeit gerne mit mir in Verbindung setzen, falls Ihr Fragen zu PRTG habt, oder mich selbst mit Infos versorgen wollt.

2 Kommentare

  1. Moni

    Wir setzen PRTG auch auf Arbeit ein um unsere SharePoint Farmen zu monitoren. Wahrlich ein klasse Stück Software und dazu noch aus Nürnberg! <3

  2. Sascha Autor

    Hi 🙂

    oh, das klingt sehr interessant! Ich habe mich heute mal mit unseren Sharepoint-Leuten unterhalten, und die hätten das zukünftig auch ganz gerne. Aktuell prüfe ich nur die typischen Sensoren wie Ping, CPU, und ein paar Windows-Dienste.
    Wir sollten uns mal unterhalten, was da im Sharepoint-Bereich sonst noch so alles geht (und sinnvoll ist).

    LG, Sascha

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