Deutschland ohne Deutsche ?

Im Online-Portal Cicero bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen: Wir sind dann mal fort !

Dort wird über die Flucht der Deutschen aus Deutschland philosophiert. Alle 4 Minuten verläßt ein Deutscher sein Heimatland. Das sind pro Tag 360 Einwohner, die Ihre Reise in ein anderes Land der Erde starten.

Das heikle an der Geschichte: Nachdem in früheren Jahrhunderten hauptsächlich die Armen und Unterschichtler den Rückzug in andere Gefilde antraten, ist es heute die junge Mittelschicht. Laut Cicero ein Exodus des gebildeten Mittelstands.

Der Migrationsforscher Klaus Bade warnt unmissverständlich:

Wir befinden uns in einer migratorisch suizidalen Situation. Während unser Sozialstaat Hunderttausende Unqualifizierter aus den Randzonen Europas anzieht, fühlen sich die jungen Vertreter des Leistungsmittelstands hierzulande immer fremder. Der Handwerksmeister, der in Australien nicht vom Bürokratenstaat bedrängt wird, der Arzt, der in Norwegen nicht zum Medizinbeamten degradiert wird, der Wissenschaftler, der in den USA bessere Forschungsbedingungen hat, die Hotelfachfrau, die in der Schweiz das Doppelte verdient und dabei auch noch weniger Steuern zahlt, der Bauingenieur, der in China sein Können vergoldet bekommt – die Motive wechseln. Aber eines eint sie alle: Anderswo geht es ihnen besser als daheim.

Natürlich gibt es auch Gegenstimmen. Mehr als ein Drittel der Auswanderer kommen innerhalb eines Jahres wieder nach Deutschland zurück. Wenn man die unzähligen Reportagen im Unterschichten Privat – Fernsehen verfolgt, liegt dieser Umstand zumeist an fehlender oder kurzsichtiger Planung.
Da wandern 5-köpfige Familien mit einem finanziellen Polster von 7.000 Euro nach Timbuktu aus, ohne an der Zieldestination einen Job oder auch nur rudimentäre Sprachkenntnisse zu haben.

Die Medien haben die Oberschicht (Top-Manager, Großverdiener) und die Unterschicht im Visier, und die Mittelschicht macht sich klammheimlich auf und davon. Laut Cicero hat Deutschland in den letzten Jahren allein 16.000 Ärzte verloren. Menschen, die das deutsche Bildungssystem zum Aufbau Ihres Standes genutzt haben, um die Lorbeeren im Ausland zu ernten.
Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren noch zu höchster Brisanz entwickeln.

Auch ich habe schon des öfteren damit gehadert, und an Auswanderung gedacht. Allerdings bin ich geborener Bayer, und denen ist ja bekanntlich die Heimatverbundenheit in die Wiege gelegt. Ich bleib erstmal noch da. Und ihr ?

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