Albanien 2015?

Eins stelle ich in den letzten Monaten immer wieder fest: Mein Fahrzeug wird zum Stehzeug! Gekauft mit einem km-Stand von 187.000 im Dezember 2013, leuchten heute (quasi März 2015) ziemlich exakt 199.700 Kilometer bernsteinfarben vom Kombiinstrument. Fachmännisch dividiert ergibt das 1.000 Kilometer pro Monat, ein während meines Autofahrerlebens nie dagewesener Negativrekord. Mindestens 3.500 monatliche Kilometer waren das bisher immer.

Grund genug, sich – wie letzte Woche angekündigt – Gedanken über die Urlaubsplanung zu machen. Zur erdachten Frankreich – Monte – Spanien Tour gesellt sich jetzt der reizvolle Gedanke einer Südosteuropa-Tour. Montenegro reizt mich beispielsweise seit Jahren. Das südlich davon gelegene Albanien steckt touristisch noch in den Kinderschuhen – wenn man das Land von seiner ehrlichen Seite kennenlernen möchte, dann am besten bald.

Darum rechne ich gerade an einer Route herum, die uns über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina nach Montenegro und dann nach Albanien führt. Von dort über Durres per Fähre nach Italien – und dort irgendwie gen Heimat, je nach Budget und Zeit. Mangeln tut es an beidem, wobei das Zeitproblem in diesem Jahr das noch Gewichtigere ist.

Der erste Abschnitt der gedachten Route:


Größere Kartenansicht

Ab der albanischen Hafenstadt Durres (eigentlich schreibt man das mit zwei Punkten über dem e, aber das kann meine Tastatur nicht, und ich bin mir zu fein, in der Zeichentabelle danach zu suchen) gibt es verschiedene Möglichkeiten der Rückfahrt.
Sobald man sich selbst und das Fahrzeug auf eine der Seelenverkäuferfähren bugsiert hat, kann man entweder nach Bari (im Süden Italiens) oder direkt nach Ancona oder Venedig übersetzen. Selbst mit Auto und zwei Personen ist die Sache preislich recht überschaubar, für insgesamt 250 Euro wird man bereits bis Ancona transportiert.

Übrigens, kleine Randnotiz:

2 Personen, 1 Auto, >50km Fahrstrecke = Roadtrip (muss man wissen!)

Leinburg – Durrës (ich habe mir jetzt übrigens das e mit den Punkten aus Wikipedia kopiert – Faulheit siegt!) wären ca. 2.000 Kilometer, von Ancona nach Hause nochmal ca. 1.000 Kilometer. Mit der üblichen Rumkurverei an den Zwischenstationen rechne ich mit 3.500 Kilometern. Also – geschickte Betankung vorausgesetzt – ca. 400 Euro für Benzin, sagen wir mal 300 für die Fähre und ca. 100 Euro für Autobahn- und Einreisegebühren. Mit 700 Euro Hotelkosten werden wir wohl auskommen, noch 300 für Verpflegung und Reiseproviant oben drauf, 200 für irgendwelche Eintritte, Bakschisch und Unvorhergesehenes – macht rund 2.000 Euro.

20 grüne Scheinchen sind dann für eine gute Woche “Urlaub” doch schon wieder recht viel. Wie weit kommt man da eigentlich mit einer Pauschalreise (mit sowas kenne ich mich nicht wirklich aus)?

Ich verkrümle mich mal eben auf holidaycheck und Konsorten und mache hier wieder Meldung zwecks weiterer Planung! Aber Pauschalurlaub…neee…irgendwie, ich weiß nicht, das macht ja jeder ;)

Fred Bear und das Energiesparhoflicht

Der heutige Abend steht ganz im musikalischen Zeichen von Ted “The Nuge” Nugent. Menschlich kann ich die rassistischen und faschistoiden Züge des Mr. Nugent unter keinen Umständen nachvollziehen, aber mit seinem Song “Fred Bear” träume ich mich in Sekundenschnelle an ein flackerndes Lagerfeuer, irgendwo in den Wäldern von Colorado, das spiegelnde Wasser des Grand Lake zwischen den Ästen in Sichtweite.

There I was, back in the wild again, and I felt right at home where I belong…

Neben der Tatsache dass meine Trommelfelle ob des inflationären Musikgenusses immer poröser werden, feile ich gerade an einer Route für den Sommerurlaub. Zwar steht bis dato weder ein Termin noch ein konkretes Ziel fest, und auch die Urlaubskasse ist so leer wie ein Freibad im Winter, aber planen wird man ja wohl noch dürfen.

Letzten Samstag hatte ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen Transporter-Job zu erledigen (Regel #1: Öffne niemals das Paket), und dabei festgestellt, wie sehr mir doch das Autofahren fehlt. So entspannt habe ich mich seit Monaten nicht mehr gefühlt, entsprechend hoch war danach die Motivation, den diesjährigen Auto-Urlaub greifbarer zu machen.  Details sind bisher noch nicht ausgearbeitet, aber die grobe Route soll ungefähr so aussehen:

Leinburg – Innsbruck (endlich mal wieder über den Brenner rumpeln) – Mailand – Turin – Diano Marina – San Remo – Monte Carlo – Nizza – Cannes – Saint Tropez – Setè – Perpignan – Barcelona – Valencia – Alicante…

…und dann mal schauen ob noch weiter runter Richtung Gibraltar, und irgendwie spannend wieder zurück. Oder auch nur gedankenlos über die Autobahn heim. Das hängt alles noch ein wenig davon ab, wie gut sich unsere Urlaube planen lassen, und vor allem wie viel Zeit und Budget vorhanden ist.

Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo

Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo…

Einfach gerechnet (und ohne große Eckenfahrerei) sind das gute 2.000km bis Alicante. Mit der typischen zusätzlichen Rumkurverei und dem Rückweg wären das geschätzte 5.000km – bleiben wir realistisch werden es 6.000 Kilometer. Ich erinnere gerne an unseren letzten Kroatien Urlaub. 640km einfach, also eigentlich 1.280km. Wir sind in den 6 Tagen 2.900 Kilometer gefahren! “Schau mal – was interessantes auf der Karte, lass uns da hinfahren (+100km)”, “Wenn wir schon mal da sind müssen wir aber auch… (+180km)”, “Da unten sieht man das Meer, das ist nicht weit… (+90 Kilometer weil irgendwann die Straße gesperrt war)”.

Da momentan ein benzinverbrauchender Reihensechszylinder sein Dasein in unserer nicht vorhandenen Einfahrt fristet, werde ich nochmal kurz den Bleistift spitzen, bevor ich mit der Spritkalkulation beginne. Wir rechnen simpel: 6.000 Kilometer bei (gut) geschätzten 9,5 Litern Verbrauch (wahrscheinlich werdens sowieso 11…) ergibt einen Kraftstoffdurchfluss von wahnwitzigen 570 Litern. Bei durchschnittlich 1,50€ Literpreis (wahrscheinlich werdens sowieso 1,65€…) macht das 855 Euro Benzinkosten. Jeder vernünftig denkende Mensch hört hier das Rechnen auf, denn damit kann man zu zweit in der Nebensaison auf die Kanaren fliegen, All Inclusive wohlgemerkt! Note to self: Das ist die Reiseform, bei der bereits Hotel, Essen und Getränke inbegriffen sind – in meiner Rechnung ist bis jetzt nur das Auto satt, den Ölverbrauch habe ich hier noch gar nicht einberechnet (Wer meinen BMW kennt, weiß wovon ich rede…von wegen 1 Liter auf 1.000km sind laut Bordbuch normal – natürlich nur das Synthetikgedöns zum Literpreis von 18 Euro). Nun, ich bin an einem Punkt angekommen an dem die Planung aufgehört hat, Spaß zu machen, in Sachen Fortbewegungsmittel muß eine Alternative her!

Range over bosnian roads...

Range over bosnian roads, summer 2011…

Macht es vielleicht Sinn, sich für so einen Trip einen 5 Jahre alten TDI Kombi zu kaufen, um ihn direkt danach wieder zu veräußern? Rechnet sich wahrscheinlich auch nicht. Andernfalls könnte ich auch die Route, respektive das Reiseziel nochmals überdenken. Vielleicht doch nach Montenegro – wäre nicht ganz so weit, steht schon lange auf unserer “Müssen-wir-sehen” Liste, und die Kosten für Verpflegung und Unterkunft wären dort sicherlich überschaubarer als bei den Franzosen und Spaniern, die momentan sowieso auf jeden Euro angewiesen sind. Ihr lest selbst, das Fernweh ist momentan schier endlos!

Dem aufmerksamen Leser wird vor genau 635 Worten die Vokabel Energiesparhoflicht aufgefallen sein. Darüber wollte ich eigentlich schreiben, um vor allem den Jörg bei Laune zu halten! Spannende Geschichte, aber darüber schreibe ich vielleicht morgen, oder in der kommenden Woche.  Stay here, stay trusty! :-)

Falls ihr noch einen heißen Urlaubstipp parat habt, immer her damit, dafür gibts da unten so eine Kommentarfunktion!

Zimmer 1408

Ich hatte Euch ja bereits gestern vorsichtig darauf vorbereitet, dass ich ab sofort wieder regelmäßiger mit neuen Beiträgen aufwarten werde. Passend zum “Neustart” gibt es ab sofort eine neue Kategorie “As seen on screen“.

Hier werde ich Filme, die ich auf DVD/BluRay/digital oder im TV gesehen habe, rezensieren, und zugleich endlich meine tabellarische Auflistung unter “Meine Filme” erweitern. Diese habe ich seit März 2010 sträflich vernachlässig. Bei meinem Filmpensum habe ich dadurch ca. 100-150 Kinofilme sang- und klanglos unter den Tisch gekehrt. Noch ist mein Vorsatz der Wiederauferstehung ganz frisch, also lasst uns beginnen – heute mit

Zimmer 1408

Die DVD haben wir im Herbst auf dem Flohmarkt gekauft – bei einem wirklich gut sortierten DVD-Händler. Seither stand Sie neben den hunderten anderen Filmen im Regal und wurde heute aufgrund der suboptimalen Großwetterlage im Fränkischen Land zum Abspielen auserkoren.

Zimmer 1408 ist eine Mischung aus Horrorfilm und Mystery-Thriller. Die Story entstammt der Feder von Stephen King und wurde im Jahr 2007 verfilmt. Als Hauptdarsteller tritt John Cusack in Aktion, Samuel L. Jackson vertritt die Rolle des Hotelmanagers. Ich finde es immer wenig geistreich, den Plot des Films nochmals in eigenen Worten wiederzugeben, das haben bereits hunderte andere vor mir gemacht, und Ihr könnt es idealerweise auf Wikipedia bzw. IMDB wunderbar nachlesen.

Interessanter ist (so hoffe ich) mein persönliches Fazit zum Film! Auf IMDB wurde der Film bereits über 185.000 Mal bewertet (Stand Februar 2015) und hat eine Durchschnitts-Rating von 6,8. Von mir erhält der Film eine glatte 8.0 – Einerseits spielt John Cusack eine brilliante und überzeugende Rolle, die Effekte des Films sind klasse umgesetzt, doch trotzdem spielt sich die eigentliche Szenerie nicht in blutrünstigen Bildern, sondern in der Phantasie des Zuschauers ab. Mir liegen solche Filme, die nicht alle Erläuterungen im Bewegtbild zeigen, viel mehr schätze ich es, über eine Szene, die Wendungen und Hintergründe selbst nachdenken zu müssen. So entsteht ein ganz eigenes Gefühl des Films. Das hat bei Zimmer 1408 gut funktioniert, und ich kann ihn defintiv weiterempfehlen.

Zimmer 1408 ist übrigens nach The Green Mile die zweiterfolgreichste King-Verfilmung. Solltet Ihr den Film bereits kennen, empfehle ich Euch, auch mal The Shining und Identity anzuschauen.

Schreibblockade.

Hellas zusammen.

In den letzten Monaten war hier im Blog recht wenig von mir zu lesen. Außer dass ich mich über das hiesige Druckereibusiness echauffiert habe, meinen Senf zum Kauf von Weihnachtsgeschenken im Netz beitrug und Sabrinas Aufforderung nachkam, ein paar Zeilen über Musik zu schreiben, war im wahrsten Sinne des Wortes tote Hose auf whoopster.de.

Der Grund war unter anderem, dass ich mit der Seite vor einigen Monaten auf einen neuen Server umgezogen bin, und damit ein sehr dubioser, mir lange nicht nachvollziehbarer Anstieg der Seitenladezeiten einher ging. Mittlerweile konnte ich das Problem beheben – ein veraltetes WordPress-Plugin eines Drittanbieters war schuld! In den letzten Wochen war meine Blogmotivation trotzdem dahin. Zu erzählen bzw. niederzuschreiben gäbe es mehr als genug. Einige Themen die mir im Kopf herumschwirren, bedürfen jedoch einer tiefgründigen Recherche, und dafür fehlt mir momentan schlichtweg die Zeit. Um einen schnöden Dreizeiler in die Tastatur zu klopfen, nutze ich momentan eher Facebook – und das obwohl ich den sozialen Medien (allen voran dem Sugarhill-Anbieter mit dem blauen F) eigentlich abschwören wollte.

Vor einigen Jahren war es so, dass ein Großteil meiner Facebook-Kontakte auch regelmäßig diesen Blog gelesen hat. Mittlerweile – und auch das ist meiner Nachlässigkeit geschuldet – tummeln sich hier immer weniger meiner damaligen Stammleser. Nun habe ich beschlossen dass ich lange genug den Kopf in den Sand gesteckt habe, und wieder anfange, regelmäßig hier zu bloggen. Mir ist aufgefallen, dass mir die persönliche, flapsige, unausgeruhte Schreiberei, wie ich sie eigentlich nur hier ausleben kann, schlichtweg fehlt.

Auch die Tatsache dass ich in den letzten Monaten kaum Fotos schießen konnte, hat mich in meiner Blog-Euphorie merklich eingebremst. Für mich gehört zu jeder Geschichte die ich hier schreibe, mindestens ein gutes Foto. Ein strammes Arbeitspensum, die Faulheit am Feierabend, und die schier nicht enden wollende Kälte vor der Haustür haben dazu geführt, dass ich quasi überhaupt kein neues Fotomaterial zur Verfügung habe. Hier muß ich immer wieder den Matthias bewundern, der kaum einen Sonntag auslässt, an dem er nicht mit der Kamera bewaffnet, die Gegend unsicher macht, und stets mit tollen Bildern nach Hause kommt.

Kurzum: In 2015 erwarten Euch Berichte über meine kommenden Grill-Eskapaden (zu meiner vollkommenen Überraschung stand am 24.12. ein Weber-Holzkohlegrill unterm Weihnachtsbaum!). Gut, eigentlich stand er VOR dem Baum, da das Ding riesig groß ist. Mittlerweile sind die ersten Zubehörteile besorgt, und er schlummert ob der sibirischen Temperaturen sein Dasein auf der Terrasse, schön verpackt in eine original Weber Outdoor-Grillhaube.

Ansonsten habe ich meine Freizeit im Winter dazu genutzt, der schier nicht enden wollenden Filmsammlung Herr zu werden. Für den digitalen Part habe ich ein Stück Software gefunden, mit dem ich die Archivierung meiner Filme revolutionieren konnte – ich sage nur IMDB-Anbindung. Dazu aber demnächst mehr!

Auch unser Garten hat es mittlerweile eigentlich verdient, mehr oder weniger regelmäßig hier erwähnt zu werden, und soll ab diesem Frühjahr seine 15 minutes of fame im Netz genießen dürfen.

Trotzdem wird es auch weiterhin Musikbeiträge geben – vor allem seitdem der Europäische Gerichtshof endlich ein brauchbares Urteil hinsichtlich der Mediaeinbindung gesprochen hat. Nachdem jahrelange Unsicherheit darüber geherrscht hat, ob man Youtube-Videos auf Webseiten einbinden darf, oder ob man dadurch eine Urheberrechtsverletzung begeht, ist seit Ende letzten Jahres klar: Das Einbinden von Youtube-Videos ist legal!

Um meinem Monolog abschließend noch die gewisse Würze zu geben, mache ich von meinem neu gewonnenen Recht des Video-Embeds Gebrauch, und empfehle Euch meinen Musikfund des Monats: Chris Reas “I can hear your heartbeat” in der 12″ Club Mix Version.

Der Track ist durchaus gewöhnungsbedürftig, aber spätestens nach zwei Minuten hat man die Tanzfläche der Vorstadtdisco im Jahr 1984 vor Augen, auf der die Generation “Peace” herumzappelt. :-)

Also:
Ihr seid herzlich eingeladen, ab sofort wieder regelmäßiger hier vorbeizuschauen, euch meinen Blog in Euren RSS-Reader zu klinken, oder einfach frei nach Gusto hier zu kommentieren, und den Blog gemeinsam mit mir wieder leben zu lassen. Ich freue mich auf Euch! :)

Wie arbeitet eigentlich eine Online-Druckerei?

Wir nutzen ja des Öfteren die Services von Online-Druckereien. Sowohl privat für individuelle Einladungskarten, Briefpapier für die Firma, Flyer für unseren Verein – zuletzt haben wir uns sogar eine eigens dafür gestaltete Geschenkverpackung zu Weihnachten drucken lassen.

Vor allem die Sache mit der Geschenkverpackung war ein voller Erfolg – die individuelle Note war bei der Übergabe Gesprächsthema Nummer 1. Als ich auf der Suche nach einer Online-Druckerei war, die Erfahrung mit solchen Faltkartons hat, fiel die Wahl – nicht zum ersten Mal – auf www.cewe-print.de. Dabei habe ich unter anderem gesehen, dass man mittlerweile sogar komplette Zeltpavillons bzw. Zeltwände bedrucken lassen kann. Sowas werde ich zwar, zumindest in diesem Jahr, nicht mehr benötigen, die Idee finde ich aber toll, und preislich ist die Sache durchaus in einem vertretbaren Rahmen.

Die Tatsache, dass die meisten Onlinedruckereien mittlerweile mehr machen als Briefpapier und Flyer, hat mich dazu bewogen, mich näher darüber zu informieren, wie Onlinedruckereien überhaupt arbeiten, auf welcher Basis deren Geschäft aufgestellt ist, und in welchen Dimensionen man sich einen solchen Betrieb überhaupt vorstellen kann.

Bis vor kurzem war ich der Meinung, die Webseiten mit Online-Druckangeboten stammen von alteingesessenen Druckereien, die Ihre Leerläufe mit Onlineaufträgen füllen. Ein Bekannter, Mitarbeiter bei den Heidelberger Druckmaschinen, hat mich hier eines Besseren belehrt. Vor allem Onlinedruckereien seien momentan mit die besten Kunden. Auch mein Verdacht, die Onlinedruckereien würden Ihre Druckmaschinen aus der Konkursmasse von Druckereibetrieben beziehen, wurde von meinem Bekannten entkräftet – er kann sich aktuell kaum vor Neuaufträgen retten.

Natürlich gibt es weiterhin viele Unternehmen, die auf regionale Druckereien setzen – die Angst, der Onlineanbieter könne keine langfristig gleichbleibende Qualität liefern, ist zu groß. Dies ist in meinen Augen einer der letzten Strohhalme der regionalen Druckbetriebe. Preislich mit den großen Onlinedruckereien mithalten können mittlerweile nur noch die wenigsten. Ich führe hier gern wieder mein Lieblingsbeispiel an: 3.000 Seiten Briefpapier (zugegebenermaßen auf hochwertigem Papier) für 880 Euro beim regionalen Drucker, für 179 Euro in der Onlinedruckerei – die Qualität lag auf demselben Niveau! Auch die nachhaltige Verfügbarkeit und stete Qualität ist bei den führenden Anbietern selbstverständlich.

Einen ganz kurzen Blick hinter die Kulissen einer Onlinedruckerei kann man in diesem Video werfen – hier werden einem die Dimensionen, in denen dort gearbeitet wird, erst klar.

Mein Tipp als regelmäßiger Nutzer von Onlinedruckereien: Wer Wert auf hohe, gleichbleibende Qualität legt, und ggf. von einem Druckauftrag in ein paar Jahren einen identischen Nachdruck benötigt, sollte sich für ein namhaftes und bekanntes Unternehmen entscheiden. Ich habe im Herbst bei einer polnischen Onlinedruckerei 1.000 Stück gefaltete DIN A4-Flyer drucken lassen. Die Qualität war absolut vorzeigbar, der Preis schier unschlagbar. Letzte Woche wollte ich einen Nachdruck von weiteren 1.000 Stück ordern – siehe da, das Unternehmen hat laut Webseite den Geschäftsbetrieb eingestellt, bzw. bietet ihre Dienste online nicht mehr an.

Wo lasst Ihr Eure Druckaufträge ausführen? Nutzt ihr den Service der regionalen Druckerei ums Eck, eine deutsche Onlinedruckerei, oder vergebt Ihr Eure Aufträge direkt ins Ausland? Schreibt mir doch in den Kommentaren, ich freue mich auf eine Diskussion!

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