King of my castle.

Wir schreiben das Jahr 1999. Ein Jahr, in dem die Welt noch in Ordnung war. Ich konnte noch einen 7er BMW mein Eigen nennen, und im nachträglich reingefummelten Sony 10-fach CD-Wechsler lief King of my castle von Wamdue Project.

BMW E32 735i nauticgrünDamals war man noch mit standesgemäß rotzigem Kennzeichen unterwegs und mit 211PS als Fahranfänger ausreichend motorisiert – daheim im Bavarian Wood war dies, in Verbindung mit 3,5 Litern Hubraum, eine durchaus konkurrenzfähige Motorisierung.

Heute, bald 20 Jahre und gute 800.000 zurückgelegte Kilometer später haben mich diverse Fahrzeuge durch meine Lebensabschnitte begleitet. Die Musik ist geblieben. Manchmal wünsche ich mir die Zeit zurück, in der man mit offenen Scheiben und dieser Musik durch die Stadt fahren konnte! 😀

Evil Monkey.

There’s an evil monkey in your timeline!

Evil monkey in your timeline!

Evil monkey in your timeline!

Aus mir unerfindlichen Gründen wollte ich diese Tatsache mal klarstellen! Wer sich jetzt denkt “Was, das war jetzt alles?”, dem lege ich noch folgendes musikalisches Schmankerl der Band The Showhawk Duo ans Herz: 90s dance mashup on guitar.

Dabei habe ich seit langem wieder bewußt Insomnia von Faithless wahrgenommen – für mich auch nach 20 Jahren immer noch ein Top-Track und mit mein liebstes Rumgemixe von Faithless!

Zimmer mit Ausblick

Mein stets insolventer und doch liebreizender Freund Michel hat mich soeben dezent darauf hingewiesen, dass seit meinem  letzten Eintrag hier im Blog bereits ein Monat ins Land gegangen ist.

Die Albanien-Tour ist ein klein wenig ins Wanken geraten, schuld ist ein nicht korrekt angeschlossenes Abflußrohr, exakt 2,85 Meter unterhalb unseres Eingangsbereichs. Entweder wendet sich noch alles zum Guten, oder ich werde in Kürze einen Minibagger bestellen und wir uns finanziell ruinieren. Mal sehen – trotzdem gebe ich mich noch nicht geschlagen, diesen Sommer doch noch die salzige Luft der südosteuropäischen Küstenlinie schnuppern zu dürfen.

Da ich mich schon wieder mal den ganzen Abend auf Youtube tummle, will ich den Michel – wie schon öfters – mit einem Song überraschen. Ich versuche ja seit Jahren sein persönlicher Matuschke zu sein, ganz oft klappt das sogar. :-)

Heute im Angebot: Room with a view von Tony Carey


Tony Carey Room With A View 1989 – MyVideo

Der Song wurde 1989 veröffentlicht, und meine erste richtige Begegnung mit dem Lied war auf dem Weg nach Budapest, irgendwo hinter Bratislava auf der alten Strecke Richtung Györ – eine Autobahn gab es dort damals noch nicht. Früher führte der einzig brauchbare Weg aus der Slowakei nach Ungarn noch über Rohovce, Dunajska Stred und Medvedov.

Die Fahrten mit meinem Bruder nach Budapest sind meine persönliche, schöne und lebensprägende Erinnerung an diesen Song (Wie auch einiges von Tracy Chapman, Billy Idol, der Spider Murphy Gang, Status Quo undsoweiterundsoweiter…).
Meinem Bruder danke ich sowieso viel zu wenig dafür, wie er mein Leben mit ganz vielen kleinen Dingen ganz arg positiv geprägt hat – Joe, solltest du mal zufällig wieder hier mitlesen, DANKE! :)

Andere Leute haben andere Erinnerungen – wie Ihr auch in den Benutzerkommentaren zum obigen Video nachlesen könnt:

dieses Lied von Tony Carey ist ein Lied zum Träumen, auch wenn Träume nur Träume sind und bleiben, doch manche Träume werden wahr. Mein Traum ist nicht nur ein Traum gewesen, mein Traum ist wahr geworden. Als ich noch ein Kind war habe ich schon von Canada geträumt. Und nun nach fast 50 Jahren hat sich mein Traum erfüllt. Meine Ex hat mir denn Traum erfüllt, weil die sich von mir scheiden lassen hat, und darum bin ich meiner Ex auch sehr dankbar über diese Scheidung, vielen Dank Frau Ex.

Da sieht man mal dass sich Träume auch noch nach einem halben Jahrhundert erfüllen können. 😉

Welche Lieder waren in Eurem Leben ganz besonders? Und welche Geschichte verbindet ihr damit? Schreibt mir einen Kommentar wenn ihr mögt. :)

Albanien 2015?

Eins stelle ich in den letzten Monaten immer wieder fest: Mein Fahrzeug wird zum Stehzeug! Gekauft mit einem km-Stand von 187.000 im Dezember 2013, leuchten heute (quasi März 2015) ziemlich exakt 199.700 Kilometer bernsteinfarben vom Kombiinstrument. Fachmännisch dividiert ergibt das 1.000 Kilometer pro Monat, ein während meines Autofahrerlebens nie dagewesener Negativrekord. Mindestens 3.500 monatliche Kilometer waren das bisher immer.

Grund genug, sich – wie letzte Woche angekündigt – Gedanken über die Urlaubsplanung zu machen. Zur erdachten Frankreich – Monte – Spanien Tour gesellt sich jetzt der reizvolle Gedanke einer Südosteuropa-Tour. Montenegro reizt mich beispielsweise seit Jahren. Das südlich davon gelegene Albanien steckt touristisch noch in den Kinderschuhen – wenn man das Land von seiner ehrlichen Seite kennenlernen möchte, dann am besten bald.

Darum rechne ich gerade an einer Route herum, die uns über Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina nach Montenegro und dann nach Albanien führt. Von dort über Durres per Fähre nach Italien – und dort irgendwie gen Heimat, je nach Budget und Zeit. Mangeln tut es an beidem, wobei das Zeitproblem in diesem Jahr das noch Gewichtigere ist.

Der erste Abschnitt der gedachten Route:


Größere Kartenansicht

Ab der albanischen Hafenstadt Durres (eigentlich schreibt man das mit zwei Punkten über dem e, aber das kann meine Tastatur nicht, und ich bin mir zu fein, in der Zeichentabelle danach zu suchen) gibt es verschiedene Möglichkeiten der Rückfahrt.
Sobald man sich selbst und das Fahrzeug auf eine der Seelenverkäuferfähren bugsiert hat, kann man entweder nach Bari (im Süden Italiens) oder direkt nach Ancona oder Venedig übersetzen. Selbst mit Auto und zwei Personen ist die Sache preislich recht überschaubar, für insgesamt 250 Euro wird man bereits bis Ancona transportiert.

Übrigens, kleine Randnotiz:

2 Personen, 1 Auto, >50km Fahrstrecke = Roadtrip (muss man wissen!)

Leinburg – Durrës (ich habe mir jetzt übrigens das e mit den Punkten aus Wikipedia kopiert – Faulheit siegt!) wären ca. 2.000 Kilometer, von Ancona nach Hause nochmal ca. 1.000 Kilometer. Mit der üblichen Rumkurverei an den Zwischenstationen rechne ich mit 3.500 Kilometern. Also – geschickte Betankung vorausgesetzt – ca. 400 Euro für Benzin, sagen wir mal 300 für die Fähre und ca. 100 Euro für Autobahn- und Einreisegebühren. Mit 700 Euro Hotelkosten werden wir wohl auskommen, noch 300 für Verpflegung und Reiseproviant oben drauf, 200 für irgendwelche Eintritte, Bakschisch und Unvorhergesehenes – macht rund 2.000 Euro.

20 grüne Scheinchen sind dann für eine gute Woche “Urlaub” doch schon wieder recht viel. Wie weit kommt man da eigentlich mit einer Pauschalreise (mit sowas kenne ich mich nicht wirklich aus)?

Ich verkrümle mich mal eben auf holidaycheck und Konsorten und mache hier wieder Meldung zwecks weiterer Planung! Aber Pauschalurlaub…neee…irgendwie, ich weiß nicht, das macht ja jeder 😉

Fred Bear und das Energiesparhoflicht

Der heutige Abend steht ganz im musikalischen Zeichen von Ted “The Nuge” Nugent. Menschlich kann ich die rassistischen und faschistoiden Züge des Mr. Nugent unter keinen Umständen nachvollziehen, aber mit seinem Song “Fred Bear” träume ich mich in Sekundenschnelle an ein flackerndes Lagerfeuer, irgendwo in den Wäldern von Colorado, das spiegelnde Wasser des Grand Lake zwischen den Ästen in Sichtweite.

There I was, back in the wild again, and I felt right at home where I belong…

Neben der Tatsache dass meine Trommelfelle ob des inflationären Musikgenusses immer poröser werden, feile ich gerade an einer Route für den Sommerurlaub. Zwar steht bis dato weder ein Termin noch ein konkretes Ziel fest, und auch die Urlaubskasse ist so leer wie ein Freibad im Winter, aber planen wird man ja wohl noch dürfen.

Letzten Samstag hatte ich nach langer Zeit endlich mal wieder einen Transporter-Job zu erledigen (Regel #1: Öffne niemals das Paket), und dabei festgestellt, wie sehr mir doch das Autofahren fehlt. So entspannt habe ich mich seit Monaten nicht mehr gefühlt, entsprechend hoch war danach die Motivation, den diesjährigen Auto-Urlaub greifbarer zu machen.  Details sind bisher noch nicht ausgearbeitet, aber die grobe Route soll ungefähr so aussehen:

Leinburg – Innsbruck (endlich mal wieder über den Brenner rumpeln) – Mailand – Turin – Diano Marina – San Remo – Monte Carlo – Nizza – Cannes – Saint Tropez – Setè – Perpignan – Barcelona – Valencia – Alicante…

…und dann mal schauen ob noch weiter runter Richtung Gibraltar, und irgendwie spannend wieder zurück. Oder auch nur gedankenlos über die Autobahn heim. Das hängt alles noch ein wenig davon ab, wie gut sich unsere Urlaube planen lassen, und vor allem wie viel Zeit und Budget vorhanden ist.

Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo

Auf der Suche nach dem vergessenen Herrenhaus, Irgendwo im kroatischen Nirgendwo…

Einfach gerechnet (und ohne große Eckenfahrerei) sind das gute 2.000km bis Alicante. Mit der typischen zusätzlichen Rumkurverei und dem Rückweg wären das geschätzte 5.000km – bleiben wir realistisch werden es 6.000 Kilometer. Ich erinnere gerne an unseren letzten Kroatien Urlaub. 640km einfach, also eigentlich 1.280km. Wir sind in den 6 Tagen 2.900 Kilometer gefahren! “Schau mal – was interessantes auf der Karte, lass uns da hinfahren (+100km)”, “Wenn wir schon mal da sind müssen wir aber auch… (+180km)”, “Da unten sieht man das Meer, das ist nicht weit… (+90 Kilometer weil irgendwann die Straße gesperrt war)”.

Da momentan ein benzinverbrauchender Reihensechszylinder sein Dasein in unserer nicht vorhandenen Einfahrt fristet, werde ich nochmal kurz den Bleistift spitzen, bevor ich mit der Spritkalkulation beginne. Wir rechnen simpel: 6.000 Kilometer bei (gut) geschätzten 9,5 Litern Verbrauch (wahrscheinlich werdens sowieso 11…) ergibt einen Kraftstoffdurchfluss von wahnwitzigen 570 Litern. Bei durchschnittlich 1,50€ Literpreis (wahrscheinlich werdens sowieso 1,65€…) macht das 855 Euro Benzinkosten. Jeder vernünftig denkende Mensch hört hier das Rechnen auf, denn damit kann man zu zweit in der Nebensaison auf die Kanaren fliegen, All Inclusive wohlgemerkt! Note to self: Das ist die Reiseform, bei der bereits Hotel, Essen und Getränke inbegriffen sind – in meiner Rechnung ist bis jetzt nur das Auto satt, den Ölverbrauch habe ich hier noch gar nicht einberechnet (Wer meinen BMW kennt, weiß wovon ich rede…von wegen 1 Liter auf 1.000km sind laut Bordbuch normal – natürlich nur das Synthetikgedöns zum Literpreis von 18 Euro). Nun, ich bin an einem Punkt angekommen an dem die Planung aufgehört hat, Spaß zu machen, in Sachen Fortbewegungsmittel muß eine Alternative her!

Range over bosnian roads...

Range over bosnian roads, summer 2011…

Macht es vielleicht Sinn, sich für so einen Trip einen 5 Jahre alten TDI Kombi zu kaufen, um ihn direkt danach wieder zu veräußern? Rechnet sich wahrscheinlich auch nicht. Andernfalls könnte ich auch die Route, respektive das Reiseziel nochmals überdenken. Vielleicht doch nach Montenegro – wäre nicht ganz so weit, steht schon lange auf unserer “Müssen-wir-sehen” Liste, und die Kosten für Verpflegung und Unterkunft wären dort sicherlich überschaubarer als bei den Franzosen und Spaniern, die momentan sowieso auf jeden Euro angewiesen sind. Ihr lest selbst, das Fernweh ist momentan schier endlos!

Dem aufmerksamen Leser wird vor genau 635 Worten die Vokabel Energiesparhoflicht aufgefallen sein. Darüber wollte ich eigentlich schreiben, um vor allem den Jörg bei Laune zu halten! Spannende Geschichte, aber darüber schreibe ich vielleicht morgen, oder in der kommenden Woche.  Stay here, stay trusty! :-)

Falls ihr noch einen heißen Urlaubstipp parat habt, immer her damit, dafür gibts da unten so eine Kommentarfunktion!

Seite 1 von 1441234...10...Letzte »