Letzte Woche habe ich mich nach ca. 10 Jahren ICQ für einen dieser ominösen Multimessenger begeistern lassen. Die Wahl ist auf Miranda gefallen. Wir mir an Miranda gefällt ist die schlanke und aufgeräumte Oberfläche, und die Möglichkeit, mehrere Messengerprotokolle abzufangen. Mit einem Plugin lassen sich sogar die Facebook-Chat Kontakte einfügen. Man kann dann den Facebook-Chat nutzen, ohne die Seite im Browser offen zu haben.
Nachdem ich die ein oder andere Minute gebraucht habe, um Miranda mit ein paar Plugins auszustatten, bin ich über das Problem des Message History gestolpert. In meinem ICQ habe ich in den letzten 10 Jahren jegliche Nachrichtenverläufe akribisch gespeichert, da wäre es sehr schade, alle Konversationen beim Sprung auf Miranda zu verlieren.
Diverse Google Recherchen haben mich schnell ernüchtert, eine Lösung für ICQ7 Nachrichtenverläufe war erst einmal nirgends zu finden. Mit etwas Probieren habe ich aber nun doch eine Lösung gefunden, die einwandfrei funktioniert.
1. ICQ6 und ICQ7 History zusammenführen
In ICQ6 werden alle Verläufe in der messages.mdb abgespeichert, ab ICQ7 heißt die Datei messages.qdb. Zuerst gilt es also diese beiden Datenbanken in eine Datei zu mergen. Mit dieser Datei wollen wir später weiter verfahren.
Dazu gibt es eine eingebettete Funktion in ICQ7. Öffnet dazu einfach den Nachrichtenverlauf eines Kontakts. Sofern Eure Verläufe noch in zwei verschiedenen Datenbanken organisiert sind, gibt es unter dem Verlauf sinngemäß einen Menüpunkt “ICQ6 Kontakte in den Nachrichtenverlauf importieren” (Ich habe mir den genauen Wortlaut des Eintrages nicht gemerkt, nach der Konsolidierung taucht dieser Punkt nicht mehr auf). Dieser Vorgang dauert je nach Datenbankgröße einige Minuten, danach liegt alles in der Datei messages.qdb.
Die Dateien, also sowohl die .qdb als auch die .mdb findet Ihr unter Windows 7 im Ordner C:\Benuter\<benutzername>\AppData\Roaming\ICQ\<icqnummer>\
2. messages.qdb in Miranda-kompatibles Format exportieren
Für Miranda gibt es leider kein Tool, mit dem man eine QDB-Datenbank direkt in Miranda importieren kann, deshalb ist ein Zwischenschritt nötig. Wir müssen die .qdb-Datei erst in ein Miranda-kompatibles Format exportieren. Das funktioniert am Besten mit dem ICQ History Converter, den könnt Ihr bspw. hier herunterladen.
Hier müsst ihr folgendes einstellen:
Als Input-Format wählt Ihr ICQ 7.x, danach klickt Ihr auf Open und wählt Eure messages.qdb aus, die in oben genanntem Verzeichnis liegt. Als Output Format wählt Ihr QIP Infium. Standardmäßig werden alle Kontakte angezeigt die Euch jemals etwas gesendet haben. Ich habe per Hand alle Kontakte angeklickt (mit der STRG-Taste lassen sich mehrere Kontakte gleichzeitig markieren), deren Verläufe ich exportieren wollte. Beim Versuch, alle zu markieren, stand das Output Format QIP Infium nicht zur Auswahl, wahrscheinlich wegen Sonderzeichen bei einigen Kontakten.
Nach einen Klick auf Save müsst Ihr noch ein Ausgabeverzeichnis angeben. Legt dazu am Besten einen eigenen Ordner an, da für jeden Kontakt eine eigene .qhf-Datei erstellt wird. Danach startet Ihr den Export, der je nach Datenbankgröße wieder dauert, bei mir ca. 5 Minuten.
3. QHF-Dateien in Miranda importieren
Um den Inhalt der soeben erzeugten QHF-Dateien nun in Miranda einspielen zu können, benötigt Ihr das Miranda Plugin ImportTXT und eine DLL-Datei. ImportTXT könnt Ihr hier herunterladen. Das Plugin legt Ihr wie bei allen Miranda Plugins im Miranda IM Verzeichnis ab. Nun benötigt Ihr noch die pcre3.dll, diese gehört zur “Perl-compatible regular-expression library”. Dazu könnt Ihr am einfachsten dieses Package downloaden. Entpackt das Archiv und sucht nach der pcre3.dll.
Diese DLL Datei legt Ihr im Miranda IM Hauptverzeichnis (!) ab, in meinem Fall unter C:\Program Files\Miranda IM
Nun könnt Ihr Miranda starten und habt dort einen neuen Menüpunkt “Verlauf importieren“. Dort wählt Ihr als Importtyp “QHF files import pattern (QIP PDA and Infinum)” aus. Im darauf folgenden Fenster klickt Ihr auf “Dateien” und wählt alle Eure QHF-Dateien aus. Mit einem Klick auf Weiter startet der Import.
4. Et voilá
Der Import dauert wie schon der Export und die Umwandlung einige Minuten, danach habt Ihr Euren kompletten ICQ-Verlauf in Miranda. Ich hoffe dass ich mit diesem Tutorial einigen Fragesuchenden weiterhelfen konnte.
Hach, heute habe ich mich wieder absolut ziel- und wahllos in den Tiefen von Youtube verstrickt und bin über diverse Umwege, angefangen von Trainwreck Riders über Eddie Rabbit bei Jerry Reed und Chet Atkins gelandet. Die letzten drei genannten sind in Deutschland durchwegs unterschätzte Künstler, ich wage sogar zu behaupten dass die meisten mit den Namen gar nichts anfangen können. Alle drei sind im Country-Bereich einzuordnen, wobei jeder auf seine Art im Genre bekannt wurde.
Der Nebel um den Namen Eddie Rabbit lüftet sich vielleicht mit dem Song “Drivin’ my life away”. Das Lied könnte der ein oder andere schon gehört haben, Drivin’ my life away ist und bleibt ein Meisterstück der US-amerikanischen Countryszene seiner Zeit:
Die relativ junge Live-Version hat nicht mehr ganz den Charme der früheren Darbietungen, ist aber qualitativ eine der besseren die auf Youtube zu finden ist.
Jerry Reed kennt ihr vielleicht aus der 80er Jahre Komödie “Smokey and the Bandit” – “Ein ausgekochtes Schlitzohr”. In der Hauptrolle spielte damals Burt Reynolds, der LKW Fahrer mit dem Namen “Schneemann” war damals Jerry Reed. Er hat auch den Titelsong des Films gesungen, “East Bound and Down”:
Jerry Reed hat sehr früh das gemacht, was der Traum eines jeden US-Countrysängers war – er hat zusammen mit Chet Atkins gespielt. Chet Atkins wiederum ist einer der ganz Großen in der Countryszene. Ihr findet auf Youtube einige Duette der beiden, qualitativ zwar nicht das Beste, aber vom Sound her unvergleichlich ist “The Claw”, hört einfach mal – geduldig – rein:
Die Youtube-Suche nach Chet Atkins spuckt über 5.000 Songs aus. Scrollt Euch einfach mal durch die Suchergebnisse und ihr werdet staunen wie vielfältig das Musikrepertoire von Atkins ist, es gibt kaum einen Song den er nicht gespielt hat. Legendär sind auch die Aufnahmen mit Chet Atkins zusammen mit Mark Knopfler.
Das Thema “Underrated US Country Singer” könnte ich abendfüllend zelebrieren, Namen wie Hank Williams, Kenny Rogers, J.J. Cale, oder gar den unvergessenen Johnny Cash habe ich jetzt noch gar nicht genannt. Wenn Euch die Musik gefällt – was ich mir ja kaum vorstellen kann – suche ich gerne bei Gelegenheit ein paar Schmankerl der jeweiligen Interpreten raus.
OK, ich komme zumindest nicht umhin euch einen Solo-Klassiker von Chet Atkins zu verlinken. Ich könnte stundenlang zusehen mit welcher Leichtigkeit er solche Songs aus der Gitarre zaubert:
Und jetzt: Kommentare zu meinem Musikgeschmack sind jederzeit gerne erwünscht!
HSDPA steht für High Speed Downlink Packet Access, zu Deutsch: Man kann mit hoher Geschwindigkeit Daten im Internet abrufen. Geht man nach der persönlichen Einschätzung in meinem Bekanntenkreis, so bin ich was das Thema Internet betrifft, ein “Experte”. Trotzdem fällt es mir selbst manchmal schwer, die verschiedenen Möglichkeiten einer Mobile Flatrate handfest zu erläutern. WPA hier, UMTS da, und neuerdings hört man eben immer öfter auch noch von HSDPA und neuerdings sogar von HSUPA.
Im Endeffekt erzielen alle Methoden einen ähnlichen Effekt – man erhält, abhängig vom Verfahren, einen vergleichsweise schnellen oder langsamen Zugriff ins Internet. UMTS bezeichnet hierbei den Übertragungsstandard. UMTS können bereits viele Mobiltelefone und Smartphones, aber auch in immer mehr Notebooks ist “UMTS” integriert, in den kleinen Netbooks sowieso. Um eine Verbindung via UMTS herstellen zu können, ist eine SIM-Karte notwendig. Diese gibt es entweder beim Mobilfunkanbieter, meist gepaart mit einem auf die Karte gebuchten Datentarif. Alternativ gibt es auch immer mehr Prepaid-Varianten, unter anderem auch bei einigen Lebensmitteldiscountern.
Nun, aber zurück zum eigentlichen Thema HSDPA. Als HSDPA bezeichnet man ein Datenübertragungsverfahren innerhalb des Übertragungsstandards UMTS. UMTS ist quasi der Überbegriff, HSDPA ist eine (von mehreren) Möglichkeiten wie man über UMTS Daten übertragen kann. Wer jetzt wissen will wie HSDPA im Detail technisch funktioniert, wieso bei HSDPA im Gegensatz zu anderen Übertragungsverfahren kein Soft Handover möglich ist und welche HSDPA-Kategorien es eigentlich gibt, der kann bei Wiki nachlesen.
HSDPA haben in Deutschland alle 4 großen Mobilfunkanbieter (T-Mobile, Vodafone, O², e-Plus) im Programm. Die Übertragungsgeschwindigkeiten sind abhängig vom Standort und liegen (sofern UMTS/HSDPA in der Region verfügbar ist) zwischen 3,6 und 7,2MBit. Neben den “Big 4″ bieten mittlerweile auch viele kleinere Mobilfunkanbieter – oft als kostengünstige Prepaid-Lösung - Mobile Flatrate Lösungen an. Wer hier vergleichen will, dem empfehle ich das Portal hsdpa-vergleich.de.
Am 3. August wird das Album 11:59 von Ryan Star veröffentlicht. Ich hatte die Möglichkeit, das Album bereits im Vorfeld zu hören und bin schlichtweg begeistert. Ich gehe bereits jetzt jede Wette ein dass der Song “Start A Fire” ein weltweiter Hit werden wird.
Auf dieser Seite kann man den Song bereits anhören. Außerdem gibt es noch zwei Konzertmitschnitte auf Youtube. Die Videos haben aktuell 20 bzw. 300 Views und sind qualitativ grauslig. Probier lieber den erstgenannten Link aus. Ja, und ab Dienstag ist das Album dann ja auch im Handel.
Update: Seit heute gibt es auch eine einigermaßen brauchbare Version auf Youtube:
Hier die Tracklist von 11:59
Brand New Day {previously released on the Last Train Home EP}
Right Now {previously released on the Last Train Home EP}
Last Train Home {From PS I Love You Soundtrack}
Breathe {previously released on the Last Train Home EP}
We Might Fall {retooled from the Eye of an Elephant Album}
This Could Be The Year {previously released on the Last Train Home EP}
Unbreak ? NEW {this is the only one I?ve not heard of before}
Start A Fire ? NEW
Losing Your Memory {retooled from the Eye of an Elephant Album}
11:59 ? NEW
Bei Amazon wird 11:59 von Ryan Star 15 Euro kosten.
Wie findet Ihr den Song? Beliebig auswechselbar? Oder doch irgendwie unvergleichlich?
In gut 5 Wochen geht es los, dann brechen Tom und ich auf gen Süden. Details zur Route könnt Ihr hier nachlesen. Erst steht die Formel 1 in Monza auf dem Programm und dann geht es via Cote d’Azur straight gen Gibraltar. Auf dem Weg dorthin muß ich Tom noch irgendwie überreden dass wir uns auch Cabo da Roca in Portugal ansehen. Das ist nämlich der westlichste Punkt auf dem europäischen Festland. Ein isländisches Kap ist geographisch noch weiter westlich, das ist mir allerdings etwas zu weit mit dem Auto.
Auf dem Rückweg will ich (Tom nicht) nach Madrid, und eigentlich wollte ich auch noch die französische Atlantikküste sehen. Ich könnte mir allerdings vorstellen dass sich das in der Kürze der Zeit nicht ganz ausgeht. Ich freue mich schon jetzt richtig auf Monaco, nicht wegen dem Glamour, sondern aus ganz nostalgischen Gründen. Wie ich hier schon einmal geschrieben habe, war ich bereits 1985 in Monaco. Das dort entstandene Foto (ihr findet es in dem verlinkten Beitrag) will ich jetzt, 25 Jahre später, wiederholen. Dass es den Spot in dieser Form noch gibt weiß ich von einer Freundin, die vor einigen Monaten genau dort ein Foto aufgenommen hat.
Durch Zufall ist Papa heute auf ein weiteres Foto gestoßen, aufgenommen in Biarritz an der französischen Atlantikküste. Anscheinend sind wir an einer Mauer lehnend mit dem Meer im Rücken recht fotogen!
Für die diesjährige Tour wollten wir uns eigentlich ganz gut vorbereiten, um bereits vor der Abfahrt die wichtigsten Sightseeing-Spots zu kennen. Mittlerweile haben wir uns bewußt gegen jede Planung entschieden. Wir packen am Abreisetag eine Reisetasche, steigen ein und fahren los. Und schauen dann, was passiert. Schließlich haben wir unterwegs genügend Möglichkeiten uns mit den Locals zu unterhalten, die haben bestimmt bessere Sightseeing-Tips als Marco Polo und dessen gedruckte Konsorten.