Dire Straits – Telegraph Road

Aus diversen Gründen beschäftige ich mich in den letzten Wochen intensiv mit dem Song Telegraph Road von den Dire Straits, der seit der (inoffiziellen) Bandauflösung in den 90er Jahren weiter auf Livekonzerten von Mark Knopfler interpretiert wird.
Man kann sich deshalb so ausgiebig mit dem Song beschäftigen, da es unzählige Live-Versionen dieses Liedes gibt, mit jeweils einzigartigen Gitarrensoli, sodaß keine Interpretation klingt wie die andere – über 40 verschiedene Versionen von Telegraph Road tummeln sich alleine in meiner bescheidenen Musiksammlung.

Telegraph Road wurde ursprünglich 1982 auf dem Album “Love Over Gold” der Dire Straits veröffentlicht, damals in einer Version von 14 Minuten und 21 Sekunden Länge. Allein deshalb hat seinerzeit kaum eine Radiostation den Song gespielt und auch heutzutage hört man Telegraph Road höchstens im Nachtprogramm.

MartinMay hat den Song treffend mit eigenen Worten erklärt:

Knopfler beschreibt die Geschichte des stürmischen Fortschritts und der Industrialisierung im Steel Belt als etwas, was über die Nachfahren der Siedler hereingebrochen ist, ohne dass diese damit besonders gut zurecht kommen: “then came … then came … then came …”. Mit der jetzt genauso hereinbrechenden Deindustrialisierung auch nicht: Dem “sorry, but we’re closed” hat der imaginäre Sänger bloß ein ziemlich dünnes “believe in me, and I’ll take you away” entgegenzusetzen.

Es ist darin schon der Traum vom Start die route 66 nach Südwesten (“they can always fly away from this rain and this cold”), aber eben nicht mehr mit der Hoffnung und der Tatkraft der Siedler, sondern mit der verzweifelten Suche von Easy Rider – der seinen amerikanischen Traum auch nirgends mehr finden konnte, genauso wenig wie die Truppe von Kerouacs “On the Road” irgendwo angekommen ist.

Alle diese Helden suchen in einem modernen Amerika mehr oder weniger verzweifelt die Individualität, die idealisierte Person des auf sich allein gestellten Siedlers, die sie in der in den Staaten traditionell einigermaßen liberal-rücksichtslosen industrialisierten Welt in den Reihen der Scheinwerfer auf der sechsspurigen Autobahn nicht mehr finden können.

Hier eine Live-Version auf youtube.com:

Und hier der Songtext zum Mitsingen:

A long time ago came a man on a track
Walking thirty miles with a sack on his back
And he put down his load where he thought it was the best
He made a home in the wilderness

He built a cabin and a winter store
And he ploughed up the ground by the cold lake shore
And the other travelers came riding down the track
And they never went further and they never went back

Then came the churches then came the schools
Then came the lawyers then came the rules
Then came the trains and the trucks with their loads
And the dirty old track was the telegraph road

Then came the mines – then came the ore
Then there was the hard times then there was a war
Telegraph sang a song about the world outside
Telegraph road got so deep and so wide
Like a rolling river…

And my radio says tonight it’s gonna freeze
People driving home from the factories
There’s six lanes of traffic
Three lanes moving slow…

I used to like to go to work but they shut it down
I’ve got a right to go to work but there’s no work here to be found
Yes, and they say we’re gonna have to pay what’s owed
We’re gonna have to reap from some seed that’s been sowed

And the birds up on the wires and the telegraph poles
They can always fly away from this rain and this cold
You can hear them singing out their telegraph code
All the way down the telegraph road

You know I’d sooner forget but I remember those nights
When life was just a bet on a race between the lights
You had your hand on my shoulder you had your hand in my hair
Now you act a little colder like you don’t seem to care…

But believe in me baby and I’ll take you away
From out of this darkness and into the day
From these rivers of headlights these rivers of rain
From the anger that lives on these streets with these names
‘Cos I’ve run every red light on memory lane
I’ve seen desperation explode into flames
And I don’t wanna see it again…

From all of these signs saying sorry but we’re closed
All the way down the telegraph road…

Natürlich gibt es auch eine deutsche Interpretation des Songtextes, die gibt es bei magistrix.de

Viel Spaß beim Reinhören.

Ein Wintertraum

Wahrscheinlich gehe ich den meisten von Euch mit meinen ewigen Winterbildern schon auf den Geist, aber das was ich hier gerade eben vom Balkon aus geschossen habe gefällt mir wirklich ausnehmend gut:

Winterpanorama im Bayerischen Wald

[ Und hier in maximaler Qualität und einer Auflösung von 1680x1050 Pixel zum Download ]

Ansonsten bin ich heute schon den ganzen Tag fleißig. Aktuell bin ich gerade dabei die Wohnung auf Vordermann zu bringen, meine kleinere Hälfte ist zum Shoppen nach Regensburg gefahren (die hat wahrscheinlich schon vor mir einen Blick in die Küche geworfen und wußte warum sie flüchtet) ;-) .

Vorhin saß ich mit dem Tom über zwei Stunden an der Namensfindung unseres neuen Projektes, eine Domain dafür haben wir in dieser Zeit auch schon gefunden. Es handelt sich dabei um eine 5-stellige .de Domain die seit Jahren registriert ist. Eine eMail an den Inhaber wurde innerhalb von 30 Minuten mit der Message “Wenn Ihr die Umzugskosten übernehmt dann schenke ich Euch die Domain” beantwortet. :-)

Sofern sich die Sonne jetzt entscheidet zu bleiben, schnappe ich mir gleich meine Kamera und setze mich ins Auto um ein paar schöne Bilder zu machen…

Die 19 gefährlichsten Straßen der Welt

Im Internet auf vor allem in Weblogs sind ja Aufzählungen und Listen wie “die 10 tollsten…” oder “die 20 wichtigsten…” echte Gassenhauer. Der Leser findet zu einem Thema das ihn interessiert gleich eine ganze Fülle an Informationen. Ich persönlich mag solche Aufzählungen auch ganz gerne, und es gibt – vor allem in den USA- einige Weblogs die sich komplett auf dieses Thema spezialisiert haben und die Onlinewelt jeden Tag mit neuen Vergleichen und Auflistungen erfreuen. Richtig coole Blogs die ich an dieser Stelle einmal loswerden kann:

Nun aber zum eigentlichen Thema: In Maiks Truckblog bin ich auf einen Artikel aufmerksam geworden, der bei waze.com veröffentlicht wurde – “The 19 most complex and dangerous roads in the world“.

Da werden wie der Name schon treffend beschreibt die 19 gefährlichsten und beeindruckendsten Straßen auf unserem Erdball gezeigt und beschrieben. Darunter sind einige, bei denen die Sixt Autovermietung sicherlich keinen Schlüssel rausrücken würde. Den meisten Rallyebegeisterten ist sicherlich der Col de Turini ein Begriff – enge Serpentinen, niedrige Mauern und tiefe Schluchten. Ähnlich spannend ist auch das Stilfser Joch in Oberitalien. Erst kürzlich habe ich mit Matthias darüber diskutiert. Ich selbst habe Fahrverbot auf den Passo de Stelvio – zu schnell bringt man seine Mitfahrer dazu sich Ihre Mahlzeit nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.

Ganz bekannt und eine echt haarsträubende Streckenführung hat die Road of Death in Bolivien. Atemberaubend schön ist auch die Strecke von Moskau in Richtung Sibirien. Vor der Road of Bones verläuft der sogenannte Lena Highway in Richtung Yakutsk der vorzugsweise nur im Winter zu befahren ist. Während der Sommermonate setzt dort Tauwetter ein und die Straßen werden aufgrund von Schlamm und Wasser unpassierbar.

Eine Strecke die ich persönlich noch nicht kannte ist die Guoliang Tunnel Road in China, ein architektonischer Wahnsinn der dort in Stein gemeißelt wurde. Klickt also unbedingt oben auf den Link und schaut euch die 19 gefährlichsten Straßen der Welt auf den vielen Bildern an.

Ach, und wer von Euch Tunnelangst hat, sollte mal einen Blick auf den georgischen Roki-Tunnel werfen. ;-)

Evening News…

Eigentlich ohne Worte – ich finde das Bild r-i-c-h-t-i-g gut.

Leider auch ohne Quellenangabe (ich würde ja gerne wenn ich denn wüßte wer der Urheber ist). Also, falls jemand den Urheber kennt, bitte kurze Info an mich, dann ergänze ich.

Der Winter bleibt noch ein bisserl…

Schön – endlich mal wieder ein Winter ganz nach meinem Geschmack. Zwar hat die Jahreszeit etwas zu spät angefangen, aber mittlerweile macht das Wetter genau das, was ich noch aus meiner Kindheit kenne. Im Januar fällt Schnee, und das nicht wenig. Wir Ihr auf folgendem Bild sehen könnt haben wir hier traumhaftes Winterwetter:

Winter in Thürnhofen 2010

Von vorgestern auf gestern war ich noch in Nürnberg und wir hatten gestern früh an die 30cm Neuschnee. Heute morgen bin ich im Bayerischen Wald aufgewacht mit weiteren gut 20cm weißer Pracht. Heute hat es dann bis Mittag weitergeschneit, nachmittags war Schneepause und vor einer Stunde hat es langsam wieder angefangen.

Winter in Thürnhofen 2010

Angeblich erwarten uns heute Nacht weitere 15-20cm, ab Morgen soll es dann ruhiger werden und der Sonntag soll sonnig und kalt werden. Das Tüpfelchen auf dem i wären nun vier knackig kalte Wochen in denen wir den Schnee genießen können, gefolgt von einer Tauphase die direkt in einen warmen Frühling übergeht. Sicher kommt es ganz anders – ich sehe mich schon Ende März in der kurzen Hose herumrennen um Mitte April wieder Schnee zu schippen – aber träumen wird man ja noch dürfen.

Von daher: Liebes Tagebuch Lieber Blog, sollte ich mal wieder rätseln wann es zum letzten Mal richtig viel Schnee hatte, das war im Januar 2009 ;-)
Falls jemand noch mehr schnee sehen will, hier gibt es noch meine Winterimpressionen von der Autobahn.